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Wilhelmine Hartmann

Geboren am 21. Januar 1854 in Steinhagen als Wilhelmine Nieder-Schabbehard, Tochter eines Landtagsabgeordneten. 1872 Heirat mit dem Kaufmann Hartmann, von dem sie sich 1881 scheiden ließ. Nach dem bald darauf erfolgten Tod ihres Vaters zog sie sich aufs Land zurück und begann mit Eifer zu studieren. Das folgende Leben war eine lange Kette von Schikanen und Verfolgungen, die ihren Höhepunkt erreichten, als man 1895 die Unglückliche in eine orthodoxe Irrenanstalt zwängte, aus der sie erst nach 3 Monaten als „geheilt“ entlassen wurde, weil niemand für sie bezahlen wollte. (Pataky, Nachtrag 1898). Sie lebte fortan in Bielefeld und seit 1897 in Nantes/Frankreich. Ihr Todesdatum wurde nicht ermittelt.

Pseudonym: Mignon Hartmann.

Selbständige Veröffentlichungen: Liebe und Leidenschaft. 1893.

Unselbständige Veröffentlichungen in: Uhlmann-Bixterheide/Hülter: Westf. Dichtung 1895, S. 166-172: Heimkehr. Stimmungsbild.

Erwähnungen in: Westf. Literaturführer 1992 (Stichw. Bielefeld).

Nachlaß, Handschriftliches: 1. Bayer. SB München: Brief an Karl Hey, Frankenhausen, 9.3.1833; ebd. (Thierschiana): 12 Briefe an Amalie von Thiersch, Frankenhausen, 1842-1857; 17 Briefe an Friedrich Thiersch, Frankenhausen, 1834-1854; 2 Briefe an Heinrich W. Thiersch, Frankenhausen, 1839-1843 – 2. DLA Marbach: 2 Briefe, Karten 1893-1894, 9 Briefe o.D.,o.J.; Brief von Hermann Sudermann, Bielefeld, 5.10.1893.

Nachschlagewerke: Pataky, Bd. 1, 1898 – Kosch, 3. Aufl., Bd. 7, 1979 – Dt. biogr. Archiv, Fiche 479, Sp. 397.