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Maja Matthey

Geboren am 6. September 1872 in Halver/Westfalen als Tochter eines Kaufmanns. 1877 Tod ihrer Eltern. Sie erhielt eine Ausbildung in einem Mädcheninstitut in Braubach im Rheinland und besuchte anschließend das Lehrerinnenseminar in Keppel/Westfalen. 1896 Umzug nach Basel, wo sie in die Redaktion der Schweizer Hausfrauenzeitung eintrat. Von 1898 bis 1908 lebte sie in Ravecchia bei Bellinzona/Tessin, danach in Solothurn und seit 1912 in Zürich, wo sie sich erneut mit Redaktionstätigkeiten befaßte. Hier war sie zugleich Hilfsinspektorin der bürgerlichen Armenpflege. Von 1912 bis 1919 war sie Vorstandsmitglied des Schweizer Schriftstellervereins. Ehe mit Josef Robert Wirz. Später Scheidung. Weitere Wohnorte waren Solothurn (1928) und Ottmarsingen im Kanton Aargau. Sie starb am 9. Mai 1941 in der Heil- und Pflegeanstalt Rosegg/Solothurn.

Optimistin, die in der Regel gute und heitere Menschen schildert und die Handlungen ihrer Geschichten im Kanton Tessin lokalisiert. "Alles verstehen, heißt alles verzeihen", ist das Ziel, nach dem sie durchs Leben geht, und zur Duldsamkeit mahnt sie auch in ihrer Kunst. Nicht zur Gleich-gültigkeit. Viele hübsche Einzelschilderungen beleben ihre Erzählung, die durch die eingestreuten Sittenberichte nicht uninteressant werden. (Geißler 1913)

Pseudonym: Maja.

Selbständige Veröffentlichungen: Junge Lieder und Bilder. Zürich: Meyer und Hendeß 1898; 2. Aufl. Basel, Bellizona: Wirz-Baumann 1899. 111S. – Hartwiga. Ein Spiel in zwei Aufzügen. Ebd. 1898. 21S. – Neue Lieder. Leipzig: Pierson 1900. X, 136S. – Von Alltag und Sonntag. Gedichte 1899-1901. Berlin: Wunder 1901. 160S.; Berlin, Leipzig: Meyer 1902 – Claudine. Episch-lyrische Dichtung in Gesängen. Bellizona, Leipzig: Beuttner 1902. 88S. – Tessiner Novellen. Ravecchia-Bellizona: Libertá 1906. 392S.; 3. Aufl. 1908 – Die guten Willens sind. Tessiner Roman. Bern: Francke 1910. 239S. – Die Stadt am See. Erzählungen. Zürich: Orell Füßli [1912]. 254S.; Neuaufl. ebd. [1932] (=Grüne Bücher 10) – Gedichte und kleine Erzählungen. 1914 – Der Pfarrer von Villa. Tessiner Novelle. Frauenfeld: Huber 1918 (=Schweizer Erzähler 17) – Im Atem der Sonne. Tessiner Novellen. Heilbronn: Salzer 1919. 96S. – Im Kampf um die Herrschaft. Tessiner Roman. Basel: Basler Nachr. 1919 – Heilige und Menschen. Tessiner Novellen. Bern: Francke 1921. 255S. – Der letzte Weg. Novellen. 1921.

Herausgabe, Redaktion: Schweizer Hauszeitung. Bellizona, Basel 1896 – Schweizer Sonntagsblatt. Zürich 1912ff. – Schweizer Familien-Wochenblatt Zürich 1912ff.

Handschriftliches: DLA Marbach: Briefe an Cotta 25.9.1908, 2.9.1920 (2), von Cotta, 6.9.1920.

Nachschlagewerke: Pataky, Bd. 2, 1898 – Thiel 1903 – Fastenrath 1910 – Brümmer, Bd. 4, 6. Aufl. 1913; Bd. 8 – Geißler 1913 – Aellen 1918 – Aellen 1921 – Hist.-Biogr. Lex. der Schweiz, Bd. 65, 1929 – Friedrichs 1981 – Kosch, 3. Aufl., Bd. 10, 1986 – Nachw. zu Gedichtveröffentl. in Anth. im Archiv Kurt Rüdiger, Karlsruhe – Dt. Biogr. Archiv, Fiche 813, Sp. 151; N.F., Fiche 863, Sp. 105-108.