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Luise Hensel

Geboren am 30. März 1798 in Linum/Fehrbellin (Brandenburg) als Tochter eines reformierten Pfarrers. 1809, ein Jahr nach dem Tode des Vaters, Übersiedlung der Familie nach Berlin. Von 1811 bis 1812 halbjähriger Besuch einer Töchterschule. Begeisterung für die Freiheitskriege. Nach 1815 gemeinsam mit ihrem Bruder, dem Maler Wilhelm Hensel, in Berlin Mitglied des literarischen Kreises des Kriminalrats Julius Eduard Hitzig, dem u.a. E.T.A. Hoffmann und Adalbert von Chamisso angehörten, und weiterer literarischer Zirkel. Bereits 17jährig literarisch tätig. 1816 Begegnung mit Clemens Brentano, dessen Heiratsanträge sie abwies. Später weitere Begegnungen mit ihm. Im selben Jahr entstand ihr berühmtes Gedicht Müde bin ich, geh' zur Ruh'. 1817 Übernahme der Pflegeschaft eines Kindes ihrer Schwester Karoline. Halbjährige Tätigkeit als Erzieherin. 1818 Beginn ihres auf religiöse Fragen konzentrierten Tagebuchs. 1818 Neigung zu Ludwig von Gerlach. Geheimgehaltene Konversion. 1819 durch Vermittlung Brentanos in Münster Gesellschafterin im Hause des Fürsten Salm. Bernard Overberg wird ihr Seelenführer. Mit der Familie Salm Umzug nach Düsseldorf. 1820 Jungfräulichkeitsgelübde. 1821 Längerer Aufenthalt bei der Witwe Friedrich Leopold von Stolbergs in Brauna (Sachsen). Auf der Hinreise dritter Besuch bei der stigmatisierten Nonne Anna Katharina Emmerick. Beginn der Lebensfreundschaft mit Apollonia Diepenbrock, der Schwester Melchior von Diepenbrocks. In Dresden Begegnung mit Dorothea Tieck, der Schwester des Dichters. Von 1821 bis 1823 Aufenthalt in Sondermühlen bei Melle im Hause Stolbergs. Zahlreiche Reisen. Von 1823 bis 1826 Wohnsitz in Wiedenbrück. 1824, auf Bitte Brentanos, mehrwöchiger Aufenthalt in Dülmen nach dem Tode Anna Katharina Emmericks. Unklare, neue Beziehung zu Brentano. Im Juli 1824 erneuter Aufenthalt in Sondermühlen. Vorbereitung auf den Eintritt bei den Barmherzigen Schwestern in Münster, der jedoch nicht zustande kam. Reisen, anschließend Rückkehr nach Sondermühlen. 1827 Lehrerin nahe Boppard und in Aachen, jeweils in Mädchenpensionaten. 1832 Entlassung aus dem Schuldienst. Längere Krankheit. Ablehnung eines Heiratsantrages. Weiterer Aufenthalt in Aachen. Von 1833 bis 1838 Aufenthalt bei ihrem Bruder Wilhelm in Berlin. Umgang mit Mendelssohn. Pflege der kranken Mutter. 1838 Abreise über Münster, Wiedenbrück, Düsseldorf, Köln zum Stift Neuburg (Neckar). Dort Mitglied des politisch-literarischen Zirkels um den Konvertiten J.F.H. Schlosser. In den Jahren 1838 und 1839 Pflegetätigkeit auf Schloß Haag an der Amper. Während der Wintermonate Aufenthalt in München. Dort im Hause von Joseph Görres Wiedersehen mit Brentano. Abschluß der Pflege im holländischen Bad Scheveningen. 1839/40 Aufenthalte in Wiesbaden und Frankfurt. Rückkehr nach Berlin. Von 1841 bis 1849 Wohnung in Köln. In dieser Zeit hauptsächlich als Erzieherin tätig. 1850 mehrmonatiger Aufenthalt auf der Rheininsel Nonnenwerth (bei Honnef). Pläne zur Gründung eines eigenen Klosters. Abreise zu ihrer Schwester in Köln, Aufenthalt in Paderborn. Zu Weihnachten Aufenthalt in Langenberg. 1851 Aufenthalt in Münster und Umgang mit Christoph Bernhard Schlüter. Mehrmonatiger Aufenthalt in Marienbad. Weiterreise über Prag, Glatz und Breslau (Besuch bei Melchior von Diepenbrock) nach Berlin. Im Herbst Aufenthalt in Langenberg. Von 1852 bis 1872 Wohnsitz in Wiedenbrück. Viele Unterbrechungen und erneute Reisen nach Köln, Regensburg, Aschaffenburg, Breslau, Bonn, Düsseldorf, Münster, Regensburg, Wiesbaden, Köln, Großbarthen (bei Königsberg), Berlin, Großbarthen, Berlin, Aachen, Nonnenwerth, Regensburg, Kaltern (Südtirol), Großbarthen, Münster, Coesfeld, Dülmen, Aachen, Ostpreußen, Bonn, Aachen, Oberhausen, Köln, Münster, Paderborn. 1872, nach dem Abschied von Wiedenbrück, in Ahlen Barmherzige Schwester des Krankenhauses. Seit 1873 Wohnung im Westphalenhof in Paderborn. Verstarb dort am 18. Dezember 1876.

Das lyr. Werk H.s, die früh mit Böhmes Schriften vertraut war, zählt zur bedeutendsten dt. religiösen Dichtung. Geprägt ist es durch die Verbindung von Pietismus und Romantik, von inniger Meditation u. Gefühlstiefe [...]. (Killy-Literaturlexikon)

Pseudonym: Ludwiga; Louise; Luise.

Selbständige Veröffentlichungen: Gedichte von Luise und Wilhelmine Hensel zum Besten der Elisabeth-Stiftung in Pankow. Hg. von H. Kletke. Berlin: Rauh [1858]. 154S. [S. 1-64 Ged. von Luise Hensel] (ULB Münster) – Lieder. Hg. von C.B. Schlüter. Paderborn: Schöningh 1869. XVI, 328S. [Rez.: 1. Hist.-polit. Blätter 63, 1869, S. 835-843]; 15 Aufl. (1., 3.-14. Aufl. ULB Münster) – postum: Lieder. Vollst. Ausg. Aufgrund des handschriftlichen Nachlasses bearb. von H. Cardauns. Regensburg: Habbel 1923. 407S. (ULB Münster, Lipp. LB Detmold).

Unselbständige Veröffentlichungen in: (Ausw.) F. Förster: Die Sängerfahrt. Eine Neujahrsgabe für Freunde der Dichtkunst und Mahlerey. Berlin 1818 [5 Gebete/Ged.; Pseud. Ludwiga] – Der Katholik 1828f. – Diepenbrock: Geistlicher Blumenstrauß 1829, S. 254-336 [Lieder, zum großen Teil von Clemens Brentano bearb.]; 2., verm. Aufl. 1852; 4., verm. Aufl. 1862, S. 396-503] [anonym, im Inhaltsverzeichnis genannt] – Coelestina 1837 [Pseud. Luise]; Jg. 2, 1838 [Pseud. Luise]; Jg. 3, 1839 – Kletke 1841 [14 Lieder] – Voß 1847 [5 Lieder aus der Coelestina (s.o.)] – Kletke, 2. Aufl., 1855 [11 Lieder/Gebete] – Clemens Brentano: Gesammelte Briefe. Bd. 1. Frankfurt/M. 1855 [20 Lieder in zwei Briefen von Clemens Brentano an seinen Bruder Christian, ohne Namensnennung] – Bund: Lieder der Heimath 1868 [darin: Müde bin ich ...] – Hüttemann 1898 [6 Ged./Lieder] – viele weitere Nachdr. (s. Goedeke).

Tagebücher: Der innere Lebensgang der Dichterin Luise Hensel. Nach den Original-Aufzeichnungen und ihren Tagebüchern vorgelegt. Hg. von F. Bartscher. Paderborn: Schöningh 1882. XII, 432S. (ULB Münster, StA Bielefeld, StUB Köln) – H. Cardauns (Hg.): "Konzept" über die Jahre 1816-1824 für die biographische Einleitung zu den Gesammelten Schriften Clemens Brentanos (Bd. 8 ), verf. vor 1855, in: Frankfurter Zeitgemäße Broschüren N.F. 35, 1916, S. 70-76; ders. (Hg.): Erinnerungen Luise Hensels an Anna Katharina Emmerich (geschrieben 1858/59), in: Hochland 1915/16, S. 398-424; ders. (Hg.): Biographisches Fragment (geschrieben um 1865), in: Frankfurter Zeitgemäße Broschüren N.F. 35, 1916, S. 66-70 – Lebensskizze bis zum Jahre 1838 [Grundlage für Reinkens 1877 (s.u.)].

Briefsammlungen: Aufzeichnungen und Briefe [1823-1876] von Luise Hensel. Mitget. von H. Cardauns. Hamm: Breer und Thiemann 1916. 39S. (=Frankfurter Zeitgemäße Broschüren 1916, N.F. 35) – Aus Luise Hensels Jugendzeit. Neue Briefe und Gedichte. Zum Jahrhunderttag ihrer Konversion. Hg. von H. Cardauns. Freiburg/Br.: Herder 1918. VII, 148S. (ULB Münster) – an Christoph Bernhard Schlüter und dessen Mutter Catharina Schlüter: Briefe der Dichterin Luise Hensel [Hg. von C.B. Schlüter]. Paderborn: Schöningh 1878. X, 250S. (ULB Münster) – Luise Hensel und Christoph Bernhard Schlüter. Briefe aus dem deutschen Biedermeier 1832-1876. Mit Einf. und Erläut. unter Benutzung neuer Quellen hg. von J. Nettesheim. Münster: Regensberg 1962. 416S. (ULB Münster) – Briefwechsel mit Clemens Brentano: H. Schiel: Clemens Brentano und Luise Hensel. Mit bisher ungedruckten Briefen. Frankfurt/M.: Gesellsch. der Bibliophilen 1956, S. 101-137 (UB Bonn, StUB Köln, StB Essen, DLA Marbach) – einzelne Briefe Luise Hensels: Clemens Brentano's Gesammelte Briefe von 1795-1842. Mit vorangehender Lebensbeschreibung des Dichters. 2 Bde. Frankfurt/M. 1855 – Luise Hensel. Ungedruckte Lieder und Briefe. Mitget. von M. Schneiderwirth, in: Lit. Warte 6, 1905, S. 257-266 – L. Brentano: Luise Hensels Briefe an Clemens Brentano, in: Hochland 14, 1917, S. 341-347 – W. Schellberg, F. Fuchs (Hg.): Das unsterbliche Leben. Unbekannte Briefe von Clemens Brentano. Jena 1939 – Clemens Brentano. Briefe. Hg. von F. Seebaß. 2 Bde. Nürnberg 1951 – zu weiteren Briefen an/von Clemens Brentano, Apollonia Diepenbrock, Melchior von Diepenbrock, Joseph von Eichendorff, Anna Katharina Emmerick, Ludwig Graf von der Groeben u.a. s. Goedeke.

Zeitgenössische Zeugnisse: Helmina von Chézy: Unvergessenes. Denkwürdigkeiten aus dem Leben. Von ihr selbst erzählt. Bd. 2. Leipzig 1858, S. 164f. – Ernst Ludwig von Gerlach: Aufzeichnungen aus seinem Leben und Wirken 1796-1877. Hg. von J. von Gerlach. Schwerin 1903. Bd. 1, S. 71, 96, 100, 103, 112f., 147, 231; Bd. 2, S. 400 – W. Müller: Diary and Letters. Ed. by. P.S. Allen and J.T. Hatfield. Chicago 1903 [s. Register] – erwähnt in den Aufzeichnungen Clemens Brentanos und im Briefwechsel Annette von Droste-Hülshoffs, Christoph Bernhard Schlüters sowie den Briefen Wilhelm Junkmanns.

Literarische Zeugnisse: Clemens Brentano: "Luisengedichte" [s. dazu: G. Müller: Brentanos Luisengedichte, in: Jb. des FDH 1928, S. 154-177] – Wilhelm Hensel: Sonett. An meine Schwester, in: Fouqué: Frauentaschenbuch 1819, S. 198.

Selbständige Veröffentlichungen über Luise Hensel: (Ausw.) J.H. Reinkens: Luise Hensel und ihre Lieder. Bonn 1877 – H. Stursberg: Luise Hensel und Freiherr von Richthofen. Eine Antithese aus der Kirchengeschichte der neuesten Zeit. Ein Vortrag von Pastor Stursberg, Gefängnisgeistlicher in Düsseldorf. Mönchen-Gladbach 1879 (StB Berlin) – F. Binder: Luise Hensel. Ein Lebensbild nach gedr. und ungedr. Quellen. Freiburg/Br. 1885; 2., durchges. Aufl. 1904 (ULB Münster) – P. Neyer: Luise Hensel, unser Vorbild in Kriegsnöten. Eine zeitgemäße Erinnerung nach den Liedern und Briefen der Dichterin. Paderborn 1917 [7 Abb.] (ULB Münster); ders.: Die Weihnachtskrippe im Leben und Dichten Luise Hensels. Paderborn 1927 – H. Schiffers: Luise Hensels Entlassung aus dem Schuldienst. Aachen 1929 (StB Berlin) – H. Rupprich: Brentano, Luise Hensel und Ludwig von Gerlach. Wien, Leipzig 1927 (ULB Münster) – F. Spiecker: Luise Hensel als Dichterin. Eine psychologische Studie ihres Werdens. Mit einem Anhang bisher unveröffentlichter Lieder. Freiburg/Br. 1936 (ULB Münster) – L. Held: Auf den Spuren Luise Hensels. Geschichte einer Konversion aus unseren Tagen. Leutersdorf [1938] – A. di Rocca [A. Weissauer]: Luise Hensel, eine Künderin des Glaubensglückes. Freiburg/Schweiz, Konstanz, München [1940] – W. Freund: "Müde bin ich, geh' zur Ruh'." Leben und Werk der Luise Hensel. Mit einem Geleitw. von Erzbischof Degenhardt, Paderborn. Wiedenbrück 1984 [Rez.: K. Hohmann, in: Westf. Zeitschr. 137, 1987, S. 347-460] – O. Köhler: "Müde bin ich, geh' zur Ruh'." Die hell-dunkle Lebensgeschichte Luise Hensels. Paderborn 1990 – K. Hohmann: Luise Hensel in ihrer Zeit. Ein Lebensabriß. Berlin 1998 – B. Stambolis: Luise Hensel (1798-1876). Frauenleben in historischen Umbruchzeiten. Köln 1999 (=Paderborner Beiträge zur Geschichte 8).

Unselbständige Veröffentlichungen über Luise Hensel: (Ausw. und Erg. zu Goedeke) J. Galland: Eine katholische Dichterin. Luise Hensel und ihre Lieder, in: Dt. Hausschatz in Wort und Bild 4, 1877/78, S. 423-426, 443-447, 461-463, 470-474 – H. Cardauns: Erinnerungen Luise Hensels an Katharina Emmerick, in: Hochland 13/2, 1916, S. 398-424; ders.: Clemens Brentano und Luise Hensel, in ebd., S. 576-640 – mehrere Beitr. in: An heiligen Quellen 22, 1929 – E. Arens: Eine Episode aus Luise Hensels Leben. Nach den Akten, nebst einem ungedruckten Briefe der Dichterin, in: Eichendorff-Kalender 15, 1924, S. 49-65 – F. Spiecker: Clemens Brentano und Luise Hensel: eine Schicksalsstunde im Leben zweier Romantiker, in: The Journal of English and Germanic Philology 33, 1934, S. 59-73; ders.: Die Gärtnerlieder Luise Hensels aus dem Singspiel "Die schöne Müllerin", in: The Germanic Review 10, New York 1935 – M. Ehlert: Luise Hensel, in: "Ein mutig Herz, ein redlich Wollen." Katholische deutsche Frauen aus den letzten 100 Jahren. Bd. 1. Hg. von G. Krabbel. Münster 1938, S. 35-50 – G. Hyckel: Joseph von Eichendorff und Luise Hensel, in: Aurora 18, 1958, S. 74ff. – R. Weber: Lebensbilder westfälischer Frauen. Luise Hensel, in: Unser Bocholt 12, 1961, H. 1, S. 25-27 – J. Nettesheim: Der Philosoph und die Dichterinnen. Schlüter, Luise Hensel, Annette von Droste-Hülshoff, in: Hochland 55, 1962/63, S. 458-468 – "Ich war schon immer katholisch [...]". Über Luise Hensels Heimkehr zur Kirche, in: Ut Omnes Unum 26, 1963, H. 2, S. 47-51 – L. Schiffler: Luise Hensel 1798-1876, in dies.: Die Antwort der Frau in der sich ändernden Welt. Münster 1966, S. 15-21; 2. Aufl. ebd. 1969, S. 17-22 – S. Sudhof: Brentano oder Luise Hensel? Untersuchungen zu einem Gedicht aus dem Jahre 1817, in: Festschr. für G. Weber. Bad Homburg, Berlin, Zürich 1967, S. 255-264 – F. Flaskamp [über Luise Hensels Testament], in: Westfalen 48, 1970, S. 230-246 – T. Hammacher: Die Lieder der Luise Hensel, ihre Verbreitung und Vertonung, in: Die Warte 31, 1970, S. 182-184 – B. Gajek: Zu Luise Hensels Tagebuch 1818-1819, in ders.: Homo poeta. Zur Kontinuität der Problematik bei Clemens Brentano. Frankfurt/M. 1971, S. 463-470 – J. Mathes: Ein Tagebuch Clemens Brentanos für Luise Hensel, in: Jb. des FDH 1971, S. 188-310 – K. Auffenberg: Luise Hensels Gartenhaus bleibt erhalten! In: Die Warte 32, 1971, S. 145f. – F. Flaskamp: Wilhelm Hensel. Ein Beitrag zur Luise-Hensel-Forschung, in: Westfalen 122, 1972, S. 292-302; ders.: zahlr. Beitr. [über 15] in: Heimatblätter der Glocke 1970-1972 – G. Mette: Ihr "Nachtgebet" wurde zum Volkslied. Vor 175 Jahren wurde Luise Hensel geboren, in: ARE 29, 1973, Nr. 166, S. 12 – F. Flaskamp: Die Vorfahren Luise Hensels. Zum Hundertjahr-Gedenken ihrer Vollendung, in: Jb. für westf. Kirchengesch. 68, 1975, S. 91-99 – W. Frühwald: Anmerkungen Luise Hensels zu den "Gesammelten Schriften" Clemens Brentanos, in: Aurora, Jb. der Eichendorff-Gesellsch. 42, 1982, S. 178-187 – H. Schleiner: Luise Hensel und Pauline Mallinckrodt, in: Emmerickblätter 1, 1985, Nr. 10, S. 17-19 – E. Hellemann, H.-J. Hellemann: "Müde bin ich, geh zur Ruh". Luise Hensel und ihr wohltätiges Leben in Wiedenbrück, in: 1200 Jahre Christengemeinde in Wiedenbrück. Wiedenbrück 1985, S. 175-184; dass. in: Jb. Westfalen 40, 1986, S. 48-55 – A. John: Der Dichterin Luise Hensel war das Gnadenbrot in Ahlen nicht vergönnt, in: Der beflügelte Aal 5, 1986, S. 107-114 – E. Rubenstroth: Luise Hensel und Schuberts Liederzyklus "Die schöne Müllerin", in: Heimat-Jb. Gütersloh 1988, S. 150f. – K. Hohmann: Luise Hensel und Paderborn, in: Westf. Zeitschr. 139, 1989, S. 325-359 – O. Köhler: Eine seltsame Liebesgeschichte. Luise Hensel und Clemens Brentano, in: Neue Zürcher Ztg. vom 19.9.1989, S. 69f. – A. J. Harper: Luise Hensel. Profile of a romantic poetress, in M.C. Ives: Women writers of the age of Goethe. Lancaster 1991,  Bd. III, S.35-51 –  R. Meiwes: "Ich bin des Wechsels so müde". Luise Hensel (1798-1876), in G. Strotdrees: Es gab nicht nur die Droste. Münster-Hiltrup 1992, S. 59f. – F. Pöggeler: Luise Hensel. 1798 - 1876; Erzieherin - Dichterin - Lehrerin, in: Christen zwischen Niederrhein und Eifel, 1993, S. 147-163 – K. Hasenpflug: Gedichte Clemens Brentanos an Luise Hensel. Ein lyrischer Dialog, in A. Schwob (Hg): Quelle - Text - Edition. Tübingen 1997, S. 203-221 – W. Holtz: "Müde bin ich, geh' zur Ruh' ...". Vor 200 Jahren wurde die Dichterin Luise Hensel in Linum geboren, in: Berlinische Monatsschrift 7, 1998, H. 3, S.36-41 – S. Simon: Ein emanzipiertes Frauenleben vor 200 Jahren. Luise Hensel, in: Westfalenspiegel 47, 1998, H. 2, S. 32 – A.J. Harper: Luise Hensel (1798 - 1876). A little bird sits captive within its narrow cell, in ebd.: Sappho in the shadows. Oxford u.a. 2000 (=Britische und irische Studien zur deutschen Sprache und Literatur 19), S. 189-222 – J. Adam: Luise Hensel (1798-1878), in: Emmerickblätter 41, 2000, S. 7-16 – B. Stambolis: "Andere Gesichter" der Luise Hensel (1798-1876). Zur Differenz zwischen weiblicher Geschichte und verehrendem Gedenken, in C. Paschert-Engelke (Hg.): Zwischen Himmel und Erde. 1. Aufl. Münster 2003 (=Forum Regionalgeschichte 10), S. 71-82.

Erwähnungen in: J.B. Diel: Clemens Brentano. Ein Lebensbild nach gedr. und ungedr. Quellen. Erg. und hg. von W. Kreiten. Bd. 2. Freiburg/Br. 1878 – Wetzstein 1891, S. 25-29 – L. Brentano: Clemens Brentanos Liebesleben. Eine Ansicht. Frankfurt/M. 1921, S. 197-202 – Kannengießer 1923, S. 34f., 121 [Kurzbiogr.] – H. Rupprich: Clemens Brentano und die Mystik, in: Dt. Vjs. 4, 1926, S. 718-746 – Häntzschel 1968, S. 40, 71 – Heselhaus 1971 [s. Register] – Sengle, Bd. 1f., 1972f. [s. Register] – Sudhof 1973 [s. Register] – Keinemann 1974, Bd. 1 und 2 [s. Register] – Kortländer 1979 [s. Register] – Woesler 1980 [s. Register] – Hänsel 1987 [s. Register] – Loichinger 1988 [s. Register] – S. Oehring: Brentano-Funde im Nachlaß Paula von Kettelers, in: Westf. Zeitschr. 139, 1989, S. 141-160 – Gödden/Nölle-Hornkamp: Westf. Dichter 1990, S. 77f. und 82ff.; dies.: Literaturführer 1992 [Stichw.: Paderborn und Wiedenbrück] – Hänsel-Hohenhausen, Bd. 1 und 2, 1992 [s. Register] – G. Söhn: Frauen der Aufklärung und Romantik. Von der Karschin bis zur Droste. 1. Aufl. Düsseldorf 1998 [s. Register].

Bildnis: 1. Bildnis in: Lieder. 7. Aufl. (s.o.) – 2. mehrere Porträts, gemalt und gezeichn. von Wilhelm Hensel (Berliner Nationalgalerie; Abb.: Katalog. Berliner Nationalgalerie. Berlin 1981; Gödden/Nölle-Hornkamp: Westf. Dichter 1990).

Nachlaß, Handschriftliches: I. Bestände in westfälischen Archiven – – II. Weitere Handschriften in Westfalen: 1. StLB Dortmund: 5 Briefe, 3 Bemerkungen auf Briefen von Clemens Brentano – zum Inhalt: Luise Hensels Nachlaß, in: Hülskamp/Rump 54, 1916 – Denecke 1969, S. 76; 2. Aufl. 1981 – Mommsen 1971, S. 210 – Frels 1934, S. 126  – 2. StA Bielefeld – – III. Bestände und Handschriften außerhalb Westfalens: 1. Nachlaß UB München (zum großen Teil Kriegsverlust): Ged., Briefe, Manuskripte – 2. StB/UB Hamburg – 3. Kestner-Museum Hannover – 4. Bayer. StB München – 5. StBPK Berlin (Slg. Varnhagen) – 6. Bibl. Germ. Nationalmuseum Nürnberg – 7. GSA Weimar – 8. Bibl. Wittenberg

Sammlungen: Franziskanerkloster Münster: Zeitungsausschnitte

Gedenkstätten: Paderborn: Grabstätte auf dem Ostfriedhof in Paderborn, nahe der Kapelle; Luise Hensel-Denkmal am Oberen Liboriberg; Gedenktafel im Städt. Altenheim (Westfalenhof, Gierstr. 1); Luise Hensel Gartenhaus (Driburger Str. 5) – Dülmen: Erinnerungen in der Sterbekammer der A.K. Emmerick im Augustinerkloster in Dülmen – Wiedenbrück: Gedenktafel an der Sankt Aegidius Kirche.

Nachschlagewerke: Voß 1847 (mit Textauszügen) – Brühl 1854 – Schütze 1862 – Merget 1867 – Kehrein, Bd. 1, 1872 – Hoefer 1876 – Brümmer, Bd. 1, 1876; 1884 – Stern 1877 – ADB, Bd. 12, 1880 – Groß, 2. Ausg. 1882 – Keiter 1884, Bd. 1 (mit Abb.) – Leimbach, Bd. 2, 1887 – Kellen 1898 – Pataky, Bd. 1, 1898 – Wienstein 1899 – Spiero 1913 – Groß 1922 – Kosch 1933, Bd. 1; 2. Aufl., Bd. 2, 1953; 3. Aufl., Bd. 7, 1979 – Lex. der Frau 1953, Bd. 1 – Goedeke, 3. Aufl., Bd. 14, 1959; Bd. 16, 1985 – Schlawe 1969 – NDB, Bd. 8, 1969 – Salzer/Tunk, 3. Aufl., Bd. 2, 1972 – Aubert, 2. Aufl. 1975 – Brinker-Gabler 1988 – von Heydebrand 1983 – Killy, Bd. 5, 1990 – Dt. Biogr. Archiv, Fiche 515, Sp. 31-36 – Nachweise im Archiv Kurt Rüdiger Karlsruhe.