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Rose Felicitas Moersberger

Geboren am 31. Juli 1862 als Rose Felicitas Schliewen in Arnsberg, Tochter eines Oberpostrats. 1884 Ehe mit dem Oberpostrat Moersberger. Sie starb am 18. (nicht 22.) Juni 1938 in Merlin und liegt in Müden-Oertz bei Celle (heute Ortsteil von Faßberg) begraben, wo sie vermutlich lange Zeit gelebt hatte.

Die Kleinstadt, die stillen Winkel mit dem gebrochenen und dem köstlichen leisen Humor, der die Lippen nicht durch lautes Lachen sprengt, aber die Mundwinkel nicht zur Ruhe kommen läßt – die sind so recht der Schauplatz ihrer Erzählungen. Der Heideschulmeister Uwe Karsten, ein Roman, der streckenweise so voller Poesie ist wie die Novellen Stifters, hat ihren Namen berühmt gemacht. Sie ist auch in Thüringen eingekehrt, in Schwarzhausen, das genauso reich an Episoden und Kleinstadtfiguren für ihre lächelnde Kunst ist. Aber ein wenig eitel ist diese Kunst. (Geißler 1913) Sie war eine vielgelesene Schriftstellerin, deren rührselig-melodramat. Werke in Kürze fünfstellige Auflagen erreichten. [...] Ihre Romane spielen zumeist auf den Halligen und in der Lüneburger Heide. Bevorzugtes Thema ist der pseudoliberal angelegte Konflikt zwischen restriktiven Gesellschaftszwängen und individuellen Lebensplänen; durch Naturverbundenheit, Bescheidenheit und Nächstenliebe soll der einzelne an der Erneuerung einer von R. als dekadent dargestellten Gesellschaft mitwirken. Die Helden ihrer Romane verkörpern häufig den großgewachsenen Ariertyp. (Killy-Literaturlexikon)

Pseudonym: Felicitas Rose.

Werkausgabe: Gesammelte Werke. 4 Doppelbde. Berlin: Bong 1939.

Selbständige Veröffentlichungen: Kerlchen. Lustige Geschichten. Oppeln: Maske 1900. 180S.; Neuaufl. u.d.T.: Allerhand Frohes! Kassel: Dufayel 1907. 180S. – Provinzmädel. 10 Bde. Berlin: Bong 1902-1904 [Kleinstadtluft. 231S.; Kerlchens Lern- und Wanderjahre. 203S.; Kerlchen als Erzieher. 176S.; Kerlchen wird vernünftig. 179S.; Kerlchen als Anstandsdame. 188S.; Kerlchen als Sorgen- und Sektbrecher. 188S.; Liebesgeschichten. 188S.; Kerlchens Flitterwochen. 188S.; Kerlchens Mutterglück. 203S.; Kerlchens Ebenbild. 212S.] – Heideschulmeister Uwe Karsten. Roman. Ebd. 1908. 320S. [1933 und 1954 verfilmt] (StB Trier, UB Dortmund); Neuaufl. ebd. [1921]. 324S. (StB Trier, Lipp. LB Detmold); neue, durchges. Aufl. ebd. [1932] (UB Bonn); Jubiläumsausg. ebd. [1937]; Neuaufl. Klagenfurt: Kaiser [1965]. 315S. – Die Eiks von Eichen. Roman aus einer Kleinstadt. Berlin: Bong 1910. 275S.: Sonderausg. ebd. [1932]; Neuaufl. Wilhelmshaven: Hera [1956]. 256S. – Bilder aus den vier Wänden. Novellen. Berlin: Bong 1911. IV, 375S.; 2. Aufl. ebd. 1930 – Pastor Verden. Heideroman. 1.-5. Aufl. Stuttgart: Cotta 1912. 315S. (UB Bochum); 15. Aufl. ebd. 1920. 315S. (StB Wuppertal-Elberfeld); Neuaufl. ebd. 1941 – Pädagogische Briefe einer Mutter. Ebd. 1912. VI, 174S. (StB Essen, StB Mülheim/R.) – Drohnen. Eine Geschichte für junge und alte Nichtstuer. Ebd. 1912. IV, 235S.; 2. Aufl. ebd. [1923]; 3. Aufl. ebd. [1932]; 4. Aufl. ebd. [1949] – Meerkönigs Haus. Roman. Ebd. [1917]. 258S.; 2. Aufl. ebd. [1932]; 3. Aufl. ebd. [1941] – Das Lyzeum in Birkholz. Roman Ebd. 1918. 303S.; 3. Aufl. ebd. [1932] – Der Mutterhof. Ein Halligroman. Ebd. [1918]. 287S. (Lipp. LB Detmold); Jubiläumsausg. ebd. [1938]; Neuaufl. ebd. [1949]; Volksausg. 8. Aufl. Wilhelmshaven: Hera-Verlag [1952]. 266S. – Der Tisch der Rasmussens. Die Geschichte einer Familie. Roman. Berlin: Bong 1920. 312S. (Lipp. LB Detmold; mehrere Aufl.; Neuaufl. u.d.T.: Der Heidehof. München: Bong [1957]. 256S.; 2. Aufl. Olten, Stuttgart, Salzburg: Fackel-Buchclub [1958]. 256S. – Der graue Alltag und sein Licht. Roman. Berlin: Bong [1922]. 297S. (Lipp. LB Detmold); 2. Aufl. ebd. [1932] – Erlenkamps Erben. Roman. Ebd. 1924. 317S. (Lipp. LB Detmold, StB Wuppertal-Elberfeld); 2. Aufl. ebd. [1932] – Rotbraunes Heidekraut. Lieder. Ebd. 1924. 78S. [Illustr.] – Das Herz der Birke. Geleitw. von H. von Wolzogen. Ebd. [1925]. 30S. – Und irgendwas für mich. Berlin: Vaterländ. Verlags- und Kunstanst. [1925]. 128S. (=Kleine Erzähler) – Die Erbschmiede. Roman. Berlin: Bong 1926. 318S.; 2. Aufl. ebd. [1941] – Der hillige Ginsterbusch. Roman. Ebd. [1928]. 313S. (Lipp. LB Detmold); 2. Aufl. ebd. [1941] – Die Wengelohs. Geschichte einer Postfamilie. Ebd. 1929. 397S. – Das Haus mit den grünen Fensterläden. Roman. Ebd. [1930]. 349S. (ULB Münster); 2. Aufl. ebd. [1936]; Neuausg. Wilhelmshaven: Hera-Verlag [1956]. 272S. – Die vom Sunderhof. Ebd. 1932. 344S., 2. Aufl. ebd. [1937]; 3. Aufl. ebd. [1941] – Wien Sleef, der Knecht. Roman. Ebd. [1934]. 353S. (StB Wuppertal-Elberfeld, HB RW TH Aachen); Neuaufl. ebd. [1949] – Die jungen Eulenrieds. Roman aus Thüringen. Ebd. 1936. 380S.; 2. Aufl. ebd. [1942] – postum: Felicitas Rose. Ich bin gräßlich ungezogen... Biographisches und Selbstbiographisches. Hg. von Y. Deiters-Westhoff. Hermannsburg: Missionshdlg. 1975. 38S. [Illustr.] (UB Siegen).

Unselbständige Veröffentlichungen über Felicitas Moersberger: K. Peters: Im Gedenken: Felicitas Rose-Moersberger. 31. Juli 1862 bis 18. Juni 1938, in: Der Knüppel, Mitteilungsbl. für die Gemeinde Fassberg, 17, 1988, Ausg. 6, S. 1f. [Fotogr.].

Bildnis: Porträt (Abb. in: Peters 1988, s.o.).

Nachlaß, Handschriftliches: 1. Bad. LB Karlsruhe: Briefe an Hermann Beuttenmüller, 1911-1912 (2) – 2. DLA Marbach: Briefe an Hermann Beuttenmüller, 1911f. (2), an Cotta, 1912-1936 (43), von Cotta, 1920-1936 (44), von Erich von Stern, 30.12.1912 – 3. LB Kiel (Kröger-Nachlaß): Briefe an Timm Kröger, o.D.

Nachschlagewerke: Geißler 1913 – Lex. der Frau, Bd. 2, 1954 – Kürschner: Nekrolog 1971 – Kosch, 3. Aufl., Bd. 10, 1986 – Kindler, Bd. 13, 1991 – Wilpert/Gühring, 2. Aufl. 1992 – Dt. Biogr. Archiv, N.F., Fiche 1094, Sp. 216-218.