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Gustav Merten

Geboren am 18. Juni 1896 in Ascheberg, südl. Münsterland. Besuch der dortigen Rektoratsschule und des Gymnasiums in Warendorf. 1914 Abitur. Für vier Jahre Soldat im Ersten Weltkrieg. 1921 Referendarprüfung und Promotion zum Dr. jur. Von 1925 an arbeitete er als Rechtsanwalt in Münster. Für drei Jahre Soldat im Zweiten Weltkrieg. Er übersetzte sämtliche Gedichte Christine Kochs aus sauerländischem in münsterländisches Platt (1949). Seit 1950 Begründer bzw. Mitglied zahlreicher plattdeutscher Vereinigungen. 1955 schuf er im Rahmen der Wandervereinigung Münsterland eine sehr rege Radwanderbewegung, auf deren fast nur von ihm geführten sehr zahlreichen Fahrten vielseitige Heimatpflege geübt und mehr plattdeutsch als hochdeutsch gesprochen wird. (Quistorf/Sass, 1959.) Er starb am 17. Mai 1959 in Münster.

Selbständige Veröffentlichungen: [Sgl. Bibl. WHB Münster] Der Begriff des gemeinen Wertes und die Grenzen seiner Anwendbarkeit im Reichssteuerrecht. Drensteinfurt: Fels 1921. XIV, 106S. [Diss. jur.] – Unsere Mundarten in Todesgefahr. Eine Kultursorge ersten Ranges. Hochdeutsche Wiedergabe einer am 10. Mai 1950 gehaltenen plattdeutschen Ansprache. o.O. [um 1950]. 25Bl. [masch.] (ULB Münster) – Rirrepärlen. Gedichte un Beller un süßß no lükk. Münster: Knaack [1951]. 80S. [mit Eemil Straotums (d.i. Emil Stratmann)] (ULB Münster, StLB Dortmund, Komm. für Mundart- und Namenforschung des LWL Münster) – Laot us singen! Et eerste Heft: Up Pättkes, Wiiäg un Straoten. 81 Leeder up mönsterlannsk Platt met Nooten. Bineenhaalt un bearbaiht het se G.M. Ebd. 1954. 63S. (Bibl. WHB Münster, ULB Münster, Komm. für Mundart- und Namenforschung des LWL Münster, EAB Paderborn) – Was ich am 6. Januar 1958 zum plattdeutschen Anliegen gesagt habe. Münster 1958. 8Bl. [masch.] (ULB Münster).

Unselbständige Veröffentlichung über Merten: H. Schlüter: Dr. Gustav Merten, ein "Upräppler" für das Platt, in: Jb. Westfalen, Münster, 1982, S. 90-92 [mit Fotogr.].

Erwähnungen in: Westf. Literaturführer 1992, S. 103 – Ndt. Lit. in Münster 1993.

Bildnisse: Zeichn., Abb. in: Quistorf/Sass 1959; Reprod. Ref. Lit. des LWL Münster – Fotogr. in: Niederdeutsches Autorenbuch 1959, S. 130; H. Schlüter: Dr. Gustav Merten, ein "Upräppler" für das Platt, in: Jb. Westfalen, Münster, 1982, S. 90-92.

Sammlungen: WHB Münster: 3 Mss.: Unsere Mundarten in Todesgefahr. Eine Kultursorge ersten Ranges [Ansprache, 10.5.1950]; Was ich am 8. Jan. 1958 zum plattdeutschen Anliegen gesagt habe [8S.]; Plattdeutsche Schreibweise – WLA Hagen: Materialslg.

Nachschlagewerke: Quistorf/Sass 1959 – Niederdeutsches Autorenbuch 1959, S. 130 – Kürschner: Nekrolog 1971 – Kosch, 3. Aufl., Bd. 10, 1986 – Dt. Biogr. Archiv, N.F., Fiche 880, Sp. 196.

Aktualisiert nach Peter Bürger: Im reypen Koren. Ein Nachschlagewerk zu Mundartautoren, Sprachzeugnissen und plattdeutschen Unternehmungen im Sauerland und in angrenzenden Gebieten. Eslohe: Maschinen- und Heimatmuseum 2010.