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Heinrich Johann Kamp(f)schulte

Geboren am 28. März 1823 in Wickede. Besuch des Gymnasiums in Paderborn (bis 1842). Studium der Theologie an der Akademie Münster. 1846 Priesterweihe in Paderborn. Hierauf wurde er Hausgeistlicher bei der Familie von Fürstenberg zu Körtlinghausen bei Warstein, Kaplan und Lehrer am Progymnasium in Brilon und Vikar in Geseke, 1855 Pfarrer in Alme und 1860 (1869?) Pfarrdechant in Höxter. Eine Zeitlang war er als Mitglied der Zentrumspartei, deren Gründungsaufruf von 1871 er unterzeichnete, Abgeordneter für den Wahlkreis Höxter-Warburg. Er starb am 30. April 1878 in Höxter.

Er trat hauptsächlich als westfälischer Kirchenhistoriker auf.

Selbständige Veröffentlichungen: Hellinghausen. Münster 1859 – Beiträge zu einer Geschichte der Beziehungen Westfalens zum deutschen Reiche. Münster: Regensberg 1860. 94S. (EAB Paderborn) – Geschichte der Einführung des Protestantismus im Bereiche der jetzigen Provinz Westfalen. Pragmatisch dargestellt. Paderborn: Schöningh 1866. XVI, 466S. (Inst. für westf. Kirchengesch. der WWU Münster, KPS Münster, ULB Münster) – Der Almegau. Münster 1865 – Die westfälischen Kirchenpatrocinien, besonders auch in ihrer Beziehung zur Geschichte der Einführung und Befestigung des Christentums in Westfalen. Paderborn: Schöningh 1867. 222S. (KPS Münster, WLMKuK Münster); Fotomech. Nachdr. Münster: Mehren und Hobbeling 1963. 222S. (KPS Münster, VK LWL Münster) – Beiträge zur Geschichte der Stadt Geseke. Werl: Stein 1868. 99S. (WLMKuK Münster, ULB Münster) – Chronik der Stadt Höxter. Nach gedruckten und ungedruckten Quellen. Höxter: Buchholtz 1872. IV, 172S. (ULB Münster, Hist. Sem. der WWU Münster) – Kirchlich-politische Statistik des vormals zur Erzdiöcese Köln gehörigen Westfalens. Ein Beitrag zur älteren vaterländischen Geschichte und Geographie. Lippstadt: Rempel 1898. III, 263S. – Der Dukat des Erzbischofs von Köln in Westfalen und Engern. Münster: Regensberg 1868 [Separatdr. aus: Zeitschr. für vaterländ. Gesch und Altertumskunde 28; 1869, S. 107-132] (SB Essen) – Heinrich der Löwe, der letzte Sachsen-Herzog. 1873 – Der Solling. 1877.

Herausgabe: Harfenklänge. Sammlung auserlesener lyrischer Poesien religiösen Inhalts aus deutschen Dichterwerken. Paderborn: Schöningh 1864. XII, 236S. [anonym; mit eigenen Ged.].

Übersetzungen: Blaise Pascal. Religiöse Gedanken. Werl 1861.

Unselbständige Veröffentlichungen in: Westf. Zeitschr. 20, 1859, S. 195-258: Hellinghausen, weiland Pfarrsitz, Archidiakonatssitz, Freistuhl und Edelsitz; Jg. 21, 1861, S. 138-230: Beiträge zu einer Geschichte der Beziehungen Westfalens zu dem deutschen Reiche; Jg. 23, 1863, S. 192-294: Der Almegau. Ein Beitrag zur Beschreibung und Geschichte desselben; Jg. 30, 1872, S. 155-174: Die Feier des Vitus-Festes in alter Corvey'scher Zeit; Jg. 31, 1873, Bd. 2, S. 142-161: Heinrich der Löwe, der Sachsenherzog; Jg. 32, 1874, Bd. 2, S. 20-32: Graf Salentin von Isenburg, freiresidierender Kurfürst und Erzbischof von Köln, sowie Administrator des Fürstbistums Paderborn; Jg. 33, 1875, Bd. 2, S. 27-40: Historische Bemerkungen zu der Originalurkunde über einen zwischen der Stadt Höxter und dem Petristift daselbst vermittelten Vergleich; Jg. 35, 1877, Bd. 2, S. 102-114: Der Solling – weitere Beitr. in: Westf. Kirchenbl.; Paderborner Volksbl.; Blätter für kirchl. Wiss. und Praxis; Zeitschr. für Gesch. und Altertumskunde Westfalens; Blätter für nähere Kunde Westfalens.

Unselbständige Veröffentlichungen über Kamp(f)schulte: A. Bruns: Die Anfänge der Geseker Flurnamenforschung. Drei um Geseke verdiente Historiker, in: Geseker Heimatblätter 394, Jg. 54, 1996, S. 165-168.

Erwähnungen in: Liese 1934, S. 298f. – Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens. Veröffentlichungen 1824-1975. Paderborn 1981, Registerbd.

Nachschlagewerke: Wienstein 1899 – ADB, Bd. 15, 1882 – Kosch, Bd, 2, 1937 – Kosch, 3. Aufl., Bd. 8, 1981 – Bautz, Bd. 3, 1992 – Dt. biogr. Archiv, Fiche 624, Sp. 259; N.F. Fiche 678, Sp. 155.