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Elisabeth Grube

Geboren am 22. Oktober 1803 in Netphen im Siegerland als Elisabeth Diez, Tochter eines Rentmeister. Schwester der Katharina Diez. Sie wuchs ländlich und einfach im Kreis ihrer Familie auf. 12jährig verfaßte sie ein heroisches Schauspiel, das sie mit ihren Freunden auf einem selbst errichteten Liebhabertheater aufführte. 1822 unternahm sie mit ihrem Vater und einer Freundin eine Reise nach Mannheim und Heidelberg. 1823 Heirat mit Friedrich Wilhelm Grube, Lehrer und Direktor eines Erziehungsinstituts im benachbarten Dorf Kirchen/Sieg. Ihr Mann unterhielt damals eine Leihbibliothek, die sie häufig benutzte. Sie wohnte zunächst, durch familiäre Pflichten und Kindererziehung beansprucht, in Kirchen. 1827 Umzug nach Düsseldorf, wo ihr Mann (nach einem Aufenthalt in Mexiko von 1825 bis 1828) Assistent bei der Regierung wurde (1834 Regierungs- und Präsidialsekretär, er starb 1845 auf der Insel Java während einer Reise nach China). Nach dem Tod ihres Mannes widmete sie sich in Düsseldorf, wo sie seit 1848 zusammen mit ihrer Schwester lebte, der Armenfürsorge. Sie starb am 21. April 1871 in Derendorf bei Düsseldorf.

Pseudonyme: Elisabeth; Elisabeth D.

Selbständige Veröffentlichungen: Gedichte und Erzählungen. 2 Bde. Düsseldorf: Schreiner 1840 (Lipp. LB Detmold, UB Bonn) – Liederkranz. Düsseldorf: Schreiner 1842. 88S. [mit Katharina Diez] (UB Bonn, ULB Düsseldorf) – Wiesenblumen von der Sieg und Feldblumen vom Rheine. 2 Bde. Düsseldorf: Schaub 1847 [mit Katharina Diez] – Gedichte. Stuttgart: Scheitlin 1857 [mit Katharina Diez] – Luthers Becher. Düsseldorf: Voß 1857. 7S. [Separatdr.] (ULB Düsseldorf) – Zur Feier der Verlobung der Prinzessin Stephanie von Hohenzollern-Sigmaringen mit dem König Pedro V. von Portugal. Festvorstellung im Stadttheater zu Düsseldorf, dem 15. Dezember 1857. Prolog und Epilog. Düsseldorf: Kaulen 1857. 15S. [mit Katharina Diez] (ULB Düsseldorf) – Der Schlosser von Düßeldorf [!]. Düsseldorf: Schaub und Remy 1860. 1Bl. [Separatdr.] (StUB Köln, ULB Düsseldorf) – Jacobe von Baden [Trauerspiel in 5 Aufz.]. Düsseldorf: Schaub 1864. 106S. (ULB Düsseldorf, UB Bonn) – Wittekind der Sachsen-Herzog. Düsseldorf: Schaub 1864. 108S. (UB Bonn, StUB Köln, ULB Düsseldorf) – Die Lützower. Ein historisches Schauspiel. Düsseldorf: Schaub 1864. 100S. (ULB Düsseldorf, UB Bonn) – Dramen. Düsseldorf: Schaub 1864. 332S. [Inhalt: Jakobe von Baden; Wittekind, der Sachsen Herzog; Die Lützower] (ULB Düsseldorf, StUB Köln) – Bilder aus dem Kriege [...]. Zum Besten der Invaliden. Düsseldorf: Selbstverlag 1866 [mit Katharina Diez] – Maximilian. Düsseldorf: Stahl o.J. [Separatdr.] [Die Landung in Triest; Die Beisetzung in Wien] – Die Wallfahrt nach Kevelaer. Düsseldorf: Kaulen o.J. [Separatdr.] – Ein deutscher Schäfer. Dem Verein alter und junger Krieger in Düsseldorf gewidmet. Düsseldorf o.J. [Separatdr.].

Unselbständige Veröffentlichungen in: Morgenbl., Nr. 210 vom 2.9.1822 [anonym unter dem Pseud. Elisabeth D.]: Lied eines rheinländischen Landmädchens. An Catharina Canzi – Funcke: Rhein. Unterhaltungsbl. 1822 [anonyme Beitr. unter dem Pseud. Elisabeth D.] – Rousseau: Westdt. Musenalmanach 1824, S. 196: Das Erröthen [Pseud. Elisabeth] – Rhein. Blätter 1842-1849 – Intelligenz-Bl. für die Kreise Siegen und Wittgenstein vom 23.9.1842: An das Siegerland – Düsseldorfer Kreisbl. vom 9.10.1844: An Ferdinand Freiligrath – Voß 1847, S. 383-387: In der heiligen Christnacht; Trost; Vergessen; Gedenken; An Immermann; An meine Schwester – A. Gerner (Hg.): Sage und Geschichte des Siegerlandes in einer Sammlung von Gedichten. Siegen 1855, S. 3: Der Siegbrunnen; S. 77-80: Männerliebe und Frauentreue – Iduna 1857, S. III-VI: Vorwort; S. 157-208: Friedrich Flender. Eine Dorfgeschichte aus dem Siegerlande – Düsseldorfer Jugendalbum 3, 1858, S. 12-20: Das liebe alte Aschenbrödel. Ein dramatisches Märchen; S. 261: Die Edelthat von Solothurn [Ged.]; Jg. 1861, S. 479: Der Schlosser von Düsseldorf [Ged.] – Düsseldorfer Anzeiger vom 8.8.1862: Dem Direktor Peter von Cornelius und seiner holdseligen Gemahlin, Nachruf aus Jacobis Garten vom 7. August 1862; ebd. vom 29.1.1868: Die Landung in Triest – postum: Bahlmann: Westf. Sagenkranz 1897, S. 175-177: Burg Hohen-Seebach; S. 181-183: Das Burgfräulein von Tiefenbach – Groß 1885, S. 278-283: „Die Lützower“ [Ausz.]; Gedenken; An Immermann; An meine Schwester – Siegerländer Heimatkalender 1921, S. 17-26: Die Hohenseelbach. Vaterländische Sage [Ged.]; Jg. 1922, S. 17-26: Die Königseiche zu Lohe bei Siegen. Eine Erzählung aus der Franzosenzeit des Siegerlandes; Jg. 1923, S. 18-29: Die Drillinge und Ottilie Lorsbach; Die Hochzeit in Obernetphen am 22. Oktober 1822 – Schr. des Heimatvereins Düsseldorfer Jongens, 1942, Nr. 3: Immermann. Fragmentarische Skizze; Nr. 1, 1955: Der Schlossermeister von Düsseldorf – Hell: Abendztg. 1837-1846 – Didaskalia.

Herausgabe: Friedrich Wilhelm Grube und seine Reise nach China und Indien. Elberfeld: Funcke und Müller 1848. 337S. [mit Katharina Diez] (UB Bonn, SB Trier, StUB Köln, SB Wuppertal-Elberfeld, ULB Düsseldorf); 2. Aufl. ebd. Elberfeld: Bädeker 1536. 338S. (UB Bonn) – Iduna. 3 Hefte. Stuttgart: Scheitlin 1857 [mit Katharina Diez].

Briefe: Briefwechsel mit Friedrich Grube, in: Hermann 1835; dass. in: Friedrich Wilhelm Grube und seine Reise nach China 1848 (s.o.) – Familienbriefe [von Friedrich Grube], in: H. Kruse (Hg.): Dt. Briefe aus Mexico. Essen 1923, S. 1-170 – von Karl Leberecht Immermann, in: Immermann-Briefe, Bd. 2, 1978 [s. Reg.].

Literarische Zeugnisse: K.L. Immermann: Gedicht, in: Immermann-Briefe, Bd. 3, 1978, S. 906.

Bibliographie: H. Molzberger: Elisabeth Grube und Katharina Diez. Verzeichnis der selbständigen Schriften, in: Siegerland 39, 1962, S. 49-54 – Fischer/Längsfeld 1992 (s.u.), S. 256-270.

Selbständige Veröffentlichungen über Elisabeth Grube: [s. auch die Literatur zu Katharina Dietz] J. Fischer, I. Längsfeld: Elisabeth Grube und Katharina Diez. Zwei Dichterinnen und ihre Zeit. Siegen 1992 [darin: J. Fischer: Elisabeth Grube geb. Diez (1803-1871) und Katharina Diez (1809-1882). Leben und Werk zweier Schriftstellerinnen aus Netphen; I. Goßmann: Elisabeth Diez in ihren Tagebüchern und im autobiographischen Rückblick; D. Funk: Zwei spanische Gedichte von Elisabeth Grube geb. Diez; D. Reder: Elisabeth Grubes Lützowerin Eleonore Prochaska und andere kämpfende Frauen des 19. Jahrhunderts. Lebensrealität und Bühnenphantasie; D. Thynen: Elisabeth Grube: „Jacobe von Baden“; K. Riha: Elisabeth Grube geb. Diez und der Kölner Dom. Eine literarhistorische Miszelle].

Unselbständige Veröffentlichungen über Elisabeth Grube: [s. auch die Literatur zu Katharina Dietz] Nachruf, in: Neuwieder Anzeiger vom 4.5.1871 sowie Kölnische Ztg. vom Mai 1871 – E. Vierbuchen: Elisabeth Grube geb. Diez (1803-1871), in: Lebensbilder aus dem Kreise Altenkirchen. Altenkirchen 1979, S. 27f – I. Längsfeld: Elisabeth und Katharina Diez. Ein Ausstellungsprojekt der Universität Siegen, in: Siegerland 69, 1992, S. 55-60.

Erwähnungen in: H. Gross: Lektüre, in: A. Wothke (Hg.): Der Hausschatz. Ein Freund und Rathgeber für die Frauenwelt. Oranienburg 1886, S. 99-108; dass. in: G. Haentzschel (Hg.): Bildung und Kultur bürgerlicher Frauen 1850-1918. Tübingen 1986, S. 420-425 – Kruse 1915, S. 183, 211 – Westf. Literaturführer 1992 (Stichw. Netphen).

Bildnis: mehrere Porträts [Abb. in: J. Fischer, I. Längsfeld: Elisabeth Grube und Katharina Diez. Zwei Dichterinnen und ihre Zeit. Siegen 1992].

Nachlaß, Handschriftliches: I. Bestände in westfälischen Archiven – – II. Bestände und Handschriften außerhalb Westfalens: 1. Heine-Inst. Düsseldorf: 2 Ged. – 2. GStA Weimar: Ged. und Briefe an Immermann – 2. Bibl. Jagiellónska, Kraków [Teile der im Krieg ausgelagerten Bestände der Dt. SB Berlin]: Briefe an Elisa von Ahlefeldt und Ludmilla Assing; Gedichtmss. – 3. Bayer. SB München: Nachschr. auf einem Brief von Katharina Diez – 4. Nachweise in NRW SA Düsseldorf und Bayer. SB München – s. Fischer/Längsfeld 1992, S. 256-270. – 5. StA Aachen: Briefe von Immermann, Caspar Scheuren, Elise Polko, Leopold von Hohenzollern u.a. – 6. Theatermuseum Köln: Brief, Düsseldorf, 9.10.1868 [Berichtigungen zu „Geschichte der Deutschen Literatur IV“]

Gedenkstätte: Geburtshaus der Schwestern Diez Am Markt in Netphen (Gedenktafel); Slg. im Heimatmuseum Netphen.

Nachschlagewerke: Schindel, Bd. 3, 1825 – Voß 1847 – Brümmer, Bd. 1, 1876 – ADB, Bd. 9, 1879 – Groß, 2. Ausg. 1882 – Brümmer 1885, Bd. 2; 6. Aufl., 1913, Bd. 2 – Eckart 1891 – Bindewald 1895 – Pataky, Bd. 1, 1898 – Wienstein 1899 – Frauen aus 1929 – Kosch, Bd. 1, 1933; 2. Aufl., Bd. 1, 1949; 3. Aufl. Bd. 6, 1978 – Friedrichs 1981 – von Heydebrand 1983 – Nassauische Biogr., 2. Aufl. 1992 – Dt. biogr. Archiv, Fiche 429, Sp. 47-54; N.F. Fiche 486, Sp. 20 – Nachweise zu Gedichtveröffentl. in Anthologien im Archiv Kurt Rüdiger, Karlsruhe.