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Bernard Martin Giese

Geboren am 8. September 1816 in Wittenberg als Sohn des Bürgermeisters. Studium der evangelischen Theologie in Wittenberg, seit 1835 in Berlin und seit 1837 in Halle. Nach bestandenem ersten Examen (1839) ging er nach Wittenberg zurück, wo er, nachdem er in Magdeburg das zweite Examen abgelegt hatte (Oktober 1841), Hilfsprediger wurde. Bald darauf wurde er Pfarrer zu Arensnesta an der Elster (Schweden). Wegen seiner Schrift Bekenntnisse mußte er sein Amt niederlegen. 1846 ging er nach Halle/S. und wurde bald darauf Prediger der dortigen deutschkatholischen Gemeinde. 1848 schloß er sich der demokratischen Bewegung an und wurde wegen seines Sturmliedes 1849 zu dreieinhalbjähriger Festungshaft verurteilt. 1850 Begnadigung unter der Bedingung, für zwei Jahre im Rauhen Hause bei Hamburg unter Johann Hinrich Wicherns tätig zu werden und Preußen nicht zu betreten. 1854 in Hamburg Übertritt zum Katholizismus. Er ließ sich im selben Jahr als Privatmann in Münster nieder und war hier seit 1858 Mitarbeiter an dem von Kaspar Franz Krabbe herausgegebenen Monatsblatt für katholisches Unterrichts- und Erziehungswesen. Er starb am 18. April 1873 in Münster.

Selbständige Veröffentlichungen: Bekenntnisse eines Freigewordenen. Mit besonderer Beziehung auf Kämpfe's Beantwortung der Uhlich'schen Bekenntnisse. Altenburg: Helbig 1846. XVI, 108S. – Letzte in Aresnesta gehaltene Sonntagspredigt, nebst drei anderen Predigten aus letzter Zeit, mit einer Vorrede und einigen Actenstücken. Halle: Schwetschke 1846. 3Bl. – Christlich! Frei! Vereinigt! 3 Vorträge am 10., 17. und 24. October 1847 vor der neugestifteten vereinigten Gemeinde in Halle gehalten. Halle [Braunschweig: Schwetschke] 1848 – Predigten und Broschüren. Trostbüchlein für Gefangene. Hamburg 1850 [anonym] – Trostbüchlein für Kranke. Münster: Aschendorff 1858. IV, 228S. (KPS Münster).

Unselbständige Veröffentlichungen in: Weissensee'r Allg. Unterhaltungsbl. 1836-1857; Haller Literatur-Ztg.; Zille: Ztg. für Kirche und Christenthum; Monatsbl. für kath. Unterrichts- und Erziehungswesen 1858ff.

Übersetzungen: Hendrik Conscience. Chlodwig und Chlothilde. 3 Bde. Münster: Aschendorff 1855. 143, 176, 192S.; 5. Aufl. in 3 Bdn. Münster: Aschendorff 1900 (=Conscience. Slg. ausgew. Schr. 16-18) (ULB Münster); von dems. Jakob von Artefelde. 3 Bde. Münster: Aschendorff 1853-1856. 176, 168, 158S. (=Conscience. Slg. ausgew. Schr. 19-21); von dems. Geldteufel. Zeitgemälde. 2 Bde. Münster: Aschendorff 1853-1856. 131, 104S. (=Conscience. Slg. ausgew. Schr. 23f.); von dems. Mutter Job. Münster: Aschendorff 1856. 112S. (=Conscience. Slg. ausgew. Schr. 22); von dems. Batavia. Historisches Gemälde aus dem 17. Jahrhundert. 3 Tle. in 1 Bd. Münster: Aschendorff 1857. 238S. (=Conscience. Slg. ausgew. Schr. 25-27); von dems. Simon Turchi oder die Italiener zu Antwerpen. Historisches Gemälde aus dem 16. Jahrhundert. 3 Bde. Münster: Aschendorff 1860. 236S. (=Conscience. Slg. ausgew. Schr. 28-30); von dems. Der junge Doctor. 3 Tle. Münster: Aschendorff 1857-1861. 246S. (=Conscience. Slg. ausgew. Schr. 31-33); von dems. Das eiserne Grab. Münster: Aschendorff 1861. 205S. (=Conscience. Slg. ausgew. Schr. 34f.); von dems. Bella Stock. Bilder aus dem Leben der vlämischen Fischer. Münster: Aschendorff 1862. 231S. (=Conscience. Slg. ausgew. Schr. 36f.); von dems. Das Goldland. Münster: Aschendorff 1863. 296S. (=Conscience. Slg. ausgew. Schr. 40f.) – Paul Sauceret. Die Verehrung der ohne Erbsünde empfangenen allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria in den Festen, Andächten und Gebräuchen der katholischen Kirche [aus dem Frz.]. Münster: Cazin 1858 (EDDB Köln) – Charles Levi Forbes de Montalambert. Pater Lacordaire. Münster 1862 (StUB Köln, EDDB Köln).

Handschriftliches: UB Gießen: Brief an Ludwig Noack, Halle, 22.2.1849.

Nachschlagewerke: Rosenthal, Bd. 1, 1865 – Raßmann 1866; N.F. 1881 – Kehrein, Bd. 1, 1868 – Wienstein 1899 – Kosch, Bd. 1, 1933 – Kosch, 3. Aufl., Bd. 6, 1978 – Dt. biogr. Archiv, Fiche 390, Sp. 337-341; N.F. Fiche 447, Sp. 308.