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Eduard Daelen

Geboren am 18. März 1848 in Hörde als Sohn eines Oberingenieurs. Er sollte ursprünglich Maschinenbauer werden, wandte sich jedoch, nach dem Besuch der Barmer Gewerbeschule und der Berliner Gewerbe-Akademie (1866-1868), der Malerei zu. Bis 1847 Besuch der Kunstakademien in Düsseldorf und München. Nach einem halbjährigen Aufenthalt in Italien ließ er sich 1875 dauerhaft in Düsseldorf nieder. Durch Aufträge veranlasst, wandte sich seit 1879 seine Thätigkeit eine lange Reihe von Jahren hauptsächlich dem schriftstellerischen Gebiete zu. Er gab mehrere Werke, meist humoristischen Inhalts, heraus, die er zugleich mit Illustrationen schmückte; [...]. (Das geistige Deutschland, 1898) Auch in der Malerei behandelte er hauptsächlich humoristische Motive. Er starb am 9. Mai 1923 in Düsseldorf.

Pseudonyme: Michel Bär; Angelo Dämon; Ursus Teutonicus; Edu Daelen-Bachen.

Selbständige Veröffentlichungen: (in Ausw.) Narrfingen. Die wundervollste Wundergeschichte des 19. Jahrhunderts. Für Gläubige und Ungläubige in vielen Reimen und Bildern historisch treu geschildert. Düsseldorf: Sauernheimer 1879. 147S. [Pseud. Michel Bär; mit eigenen Illustr.; konfisziert] (ULB Düsseldorf, StUB Köln) – Der Blick in's Jenseits. Eine kitzliche Geschichte in 25. Bildern. Düsseldorf: Sauernheimer 1879. 15Bl. [mit C. Seyppel] (UB Düsseldorf) – Der Reinfall. Eine lehrreiche, abentheuerliche Historia. Mit 130 Bildern. Oberhausen, Leipzig: Spaarmann 1883 111S. [Pseud. Angelo Dämon; 1881 konfisziert] – Keine Spiel-Verderber oder: "Man immer gemüthlich!" Düsseldorf: Bitter 1882. 24S. (UB Düsseldorf, SB/UB Köln) – Bismarck. Eine Vision. Oberhausen, Leipzig: Spaarmann 1882. 104S. (UB Bonn, Lipp. LB Detmold, ULB Düsseldorf); Neuaufl. u.d.T.: Bismarcks Himmelfahrt. Ebd. 1883. 102S. (UB Bonn, SB Essen) – Von der Wurschtigkeit. Bismarckiaden in Reim und Bild. Oberhausen: Spaarmann 1883. 88S. (UB Bonn, ULB Düsseldorf) – Das hohe Lied vom Bier. Phantasie. Düsseldorf: Bagel 1884. 64S. (UB Bonn, ULB Düsseldorf); 2. Aufl. ebd. 1885 (StLB Dortmund, ULB Düsseldorf, StUB Köln) – Die elf Gebote der Ehe. Eine Humoreske. 1885 – Festspiel zur Feier des siebzigsten Geburtstages und des fünfzigjährigen Malerjubiläums von Andres Aschenbach im Malkasten, am Vorabend, dem 28. September 1885. Düsseldorf: Bitter 1885. 20S. (UB Düsseldorf, StUB Köln) – Über Wilhelm Busch und seine Bedeutung. Eine lustige Streitschrift. Mit bisher ungedruckten Dichtungen, Illustrationen und Briefen von Wilhelm Busch. Düsseldorf: Bagel 1886. III, 130S. (SB Wuppertal-Elberfeld, ULB Düsseldorf, SB Mülheim/R.) – Skizzen vom Rhein. Aus der Studienmappe. Styrum, Leipzig: Spaarmann 1894. 117S. (UB Bonn, ULB Düsseldorf, StUB Köln) – Auf die Jungfrau. Eine lust'ge Schweizerreise, welche vier fidele Knaben abenteuerlicher Weise unlängst unternommen haben. Oberhausen: Spaarmann 1882. 108S. – Die Gründung Pempelforts. Oder Skandal und Liebe. Ein Stück historisches Sittengemälde aus der Römerzeit in 5 Aufzügen. Düsseldorf: Bitter 1884. 63S. [Pseud. Ursus Teutonicus] (ULB Düsseldorf) – Knall und Fall. Festspiel. 1885 – Brutus, schläfst du? Ein Mahnruf an die Kunststadt Düsseldorf. Düsseldorf: Lintz 1896, 23S. (StUB Köln, ULB Düsseldorf) – Das Friedens-Fest in Pempelfort. Satyrspiel zur Feier der Jahrhundertwende [Düsseldorf: Bagel 1909]. 12S. (UB Bonn, StUB Köln) – Aus der Geschichte des Künstlervereins "Malkasten". Zur Jubelfeier seines 50jährigen Bestehens 1848-1898. Düsseldorf: Bagel 1898 [Bd. und Mappe]; weitere Festschr. für den Künstlerverein – Frechheit ist Triumph oder Wer da lacht? Ein Satyrspiel zur internationalen Kunstausstellung. Stuttgart: Klemm und Beckmann 1904. 63S. [Pseud. Angelo Dämon]; 2. Aufl. ebd. 1904 (UB Bonn, ULB Düsseldorf, StUB Köln) – Bilanz der Internationalen mit einer zeitgemäßen Forderung. Stuttgart: Strecker und Schröder 1905. 83S. [Pseud. Angelo Dämon] (UB Bonn, StUB Köln, ULB Düsseldorf) – Hollands Blütezeit. Festspiel. Düsseldorf: Künstlerverein Malkasten [1912] (UB Bonn, ULB Düsseldorf, StUB Köln) – La moralité du nudité. 1906 – Das Brandmal. Düsseldorf: Klestadt [1908]. 23S. (UB Bonn, ULB Düsseldorf, StUB Köln) – Vom Fischerdorf zur Weltstadt. Eine Offenbarung der Schönheit. Düsseldorf: Freie Kunst [1918]. 31S. (ULB Düsseldorf) – Das Vorrecht der Jugend. Ein heiteres Spiel. Düsseldorf: Freie Kunst 1919. 88S. (ULB Düsseldorf) – Deutscher Frühling. Freie Bekenntnisse von Edu Daelen-Bachen und Emma Lucas-Boeddinghaus. Düsseldorf: Freie Kunst [1920]. 48S. [Pseud.] (ULB Düsseldorf) – Die nackte Maja. Das Lustspiel der Revolution. 3 Akte. Leipzig: Xenien-Verlag [1920]. 58S.; Düsseldorf: Gerisch 1920. 68S. (StUB Köln, ULB Düsseldorf).

Unselbständige Veröffentlichungen in: Geschichte der Stadt Düsseldorf in 12 Abhandlungen. Festschrift zum 600jährigen Jubiläum. Hg. vom Düsseldorfer Geschichtsverein. Düsseldorf 1888: Überblick über die Geschichte bildenden Kunst in Düsseldorf – Hellweg 3, 1923, S. 443 

Herausgabe: Nackte Schönheit. Ein Buch für Künstler und Ärzte. Stuttgart:, Berlin: Schmidt 1907 [mit G. Fritsch und J. Paar].

Unselbständige Veröffentlichungen über Daelen: L. Eulner, U. Rauchenbichler: Eduard Daelen - Streiter für Kunst und Naturschutz. Hochdahl Refugium des bekannten Malers, in: Journal/Kreis Mettmann 8, 1988/89, S. 138-142 – L. Eulner: Eduard Daelen. 1848-1923. Der Maler und Schriftsteller "Edu". Berühmte Hochdahler, in: Hochdahl. Hg. von der Stadt Erkrath. Meinerzhagen 1989, S. 133-137.

Erwähnungen in: F. von Bötticher: Malerwerke des 19. Jahrhunderts. Bd. 1,1. Dresden 1892 – Kunst für Alle 4, 1889; Jg. 5, 1890; Jg. 9, 1894.

Nachlaß, Handschriftliches: 1. Bayer. SB München: Brief an den Friedrich Bruckmann Verlag, Düsseldorf, 8.1.1891, mit 1 Zeichnung – 2. Nieders. SB/UB Göttingen (Nachlaß Pietschmann): Briefe an Pietschmann 1873-1892 – 3. SB Hannover: Brief von Wilhelm Busch, Wiedensahl, 21.9.1885.

Nachschlagewerke: Hinrichsen, 2. Aufl. 1891 – Das geistige Deutschland, Bd. 1, 1898 – Volger 1907 – Thieme/Becker, Bd. 8, 1913 – Degener, 8. Ausg. 1922 – Kürschner: Nekrolog 1936 – Vollmer, Bd. 5, 1961 – Kosch, 3. Aufl., Bd. 2, 1969 – Dt. biogr. Archiv, Fiche 217, Sp. 211f.; N.F. Fiche 248, Sp. 231-237.