Orte
/ M / /

Autorinnen und Autoren
Geburtsorte und Lebensstationen
Zeitabschnitte
Preise und Auszeichnungen
Dichtergalerie
Abkürzungen Standorte
Abkürzungen Kurztitel
Archive und Sammlungen

 

zur Startseite

Hilfe aufrufen

zurück zur Übersicht

Paul Nicolaus Bernhard Joseph genannt Paul Modestus Schücking

Geboren am 13. März 1787 in Münster als Sohn des Christoph Bernhard Schücking. War seit 1813 mit Katharina Schücking geb. Busch verheiratet. Seit 1799 Besuch des Paulinischen Gymnasiums in Münster. Seit 1806 Jurastudium in Münster. War 1809 Advokat in Meppen. Von 1811 bis Anfang 1815 Friedensrichter in Neuenhaus/Grafschaft Bentheim. Seitdem Richter auf Schloß Clemenswerth. Bis 1836 als Richter und Amtmann im Justizdienst, dann wegen 'Anstößen' an seiner Amtsführung entlassen. 1837 Rückkehr nach Münster. 1838 begleitete seinen Sohn Alfred nach Amerika, lebte zeitweilig in New York und war 1838/1839 Lehrer an der Grove Academy in Steubenville sowie Herausgeber einer Zeitschrift. Kehrte 1840 zurück und ließ sich als freier Schriftsteller in Bremen nieder. Wurde von seinem Sohn Levin Schücking finanziell unterstützt.

Seine Schriften und Aufsätze in verschiedenen Blättern sind meist pseudonym "Ludger von Darfeld" gezeichnet, größtentheils kirchengeschichtlichen Inhalts. (Raßmann 1866)

Selbständige Veröffentlichungen: Krone und Tiara. Friedensstimme aus Münster von einem Katholiken. Im Bezug auf die Kölner und Posener Angelegenheit. Münster: Wundermann 1838. 116 S. (StB/UB Köln, WLM KuK Münster) – Der Friedhof zu Bremen. Bremen o.J. – Die Messiasweihe im Jordan. Bremen o.J. – Hussens Rache. Bremen o.J. – Abt Joachim von Badia di Fiore. Bremen. o.J.

Unselbständige Veröffentlichungen in: (Übers.) New Yorker Staatsztg. 1839, Nr. 21ff.: Abeillard und Heloise; Glänzende Carriere und weitere Artikel – Bremer Union [nach 1840]: Die Böhmischen Amazonen – Bremer Bürgerfreund [nach 1840]: Das Schäkerdorf Libanon [aus dem Engl.].

Übersetzungen: L.A. Seneca: Von der Standhaftigkeit der Weisen, oder: Daß den Weisen Unglück und Beleidigung nicht treffen [Übers. mit Vorw. und Anm.]. Münster 1837.

Briefe von Schücking: in: K.H. Hofmeier: Biedermeier-Briefe über die Wochenstube, in: Dt. Ärztebl. 1967, Nr. 10/11, S. 542-44.

Zeitgenössische Zeugnisse: erwähnt in Levin Schücking: Lebenserinnerungen. 2 Bde. Breslau 1886.

Erwähnungen in: Hauschronik der Familie Schücking. 1862 (ULB Münster) – Weber 1918 – J. Prinz: Die Geschichte des Münsterschen Theaters bis 1945, in: Vernekohl 1956, S. 25-66; hier: S. 40 und 61 – Westf. Geschlechterbuch 1970, S. 228 – M. Schier: Die Droste über Levin Schücking. Ein Brief aus der Frühzeit ihrer Freundschaft, in: Kleine Beitr. zur Droste-Forschung. Hg. von W. Woesler. Dülmen 1971, S. 7-15 – C. Steinbicker: Schücking, ein westfälisches Geschlecht in seiner sozialen Entwicklung, in: Archiv für Sippenforschung 42, 1971, S. 88-99 – Keinemann 1974 [s. Register] – Erwähnungen in der Literatur zu Katharina Schücking.

Bildnis: 1. Porträt von Johann Christoph Rincklake, um 1811 (Privatbesitz der Familie Schücking; als Depositum Schücking im WLMKuK Münster; s.o.; Abb.: Westhoff-Krummacher 1984, S. 440) – 2. Ölporträt (Privatbesitz; Abb.: Westf. Geschlechterbuch 1970, S. 223).

Nachlaß, Handschriftliches: 1. StLB Dortmund: Einzelbrief – 2. Depositum im WLMKuK Münster: Nachlaß [Inhalt: Manuskripte; Bericht über seine Reise nach Nordamerika 1838/39; 18 Briefe aus Amerika 1838/1837; ungedr. Abh.; Briefe an seinen Sohn Levin Schücking].

Nachschlagewerke: Raßmann 1866 – Schulte: Westf. Köpfe, 3. Aufl. 1984 – Dt. Biogr. Archiv, Fiche 1145, Sp. 403.