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Christoph Bernhard Schücking

Geboren am 22. Dezember 1714 in Münster. Nach dem Besuch des dortigen Jesuitenkollegs Jurastudium in Münster und Würzburg. Bereiste danach Deutschland, England, Holland und Frankreich. In seine Vaterstadt zurückgekehrt, lebte er hier vorzugsweise den Wissenschaften. An äußeren Erlebnissen arm, war sein Leben desto reicher an geistiger Tätigkeit. (Raßmann 1866). Unterhielt Kontakte zu Friedrich II. Verstarb am 26. Januar 1780 in Münster.

Im Jahre 1743 sandte er der Akademie zu Dijon eine Beantwortung der von ihr aufgegebenen Preisfrage: "Kann das bloße Gesetz der Natur ohne Hülfe der politischen Gesetze einen Staat vollkommen machen?" in französischer Sprache ein. An den Grafen von Freitag in Ostfriesland richtete er in derselben Sprache eine Dissertation: "Von der Gewalt der kirchlichen und bürgerlichen Jurisdiktion". Mit dem berühmten Philosophen Baron von Wolf führte er einen lateinischen Briefwechsel, der in dem französischen Journal "a correspondance des savans", Jg. 1743, Nro. 28 u.s.w. abgedruckt ist. (Raßmann 1866, vgl. Hauschronik der Familie Schücking, S. 30)

[...] so wenig kann doch geläugnet werden, daß der Mangel an Verlegern in Westphalen Vieles dazu beytrug, daß so wenig durch den Druck gemein wurde. [...] Daß manche Gelehrten Westphälinger aus Mangel des Verlags unbekannt geblieben sind, wird uns das Beyspiel des Christoph Bernhard Joseph Schücking's lehren. (Hirsching)

Selbständige Veröffentlichungen: Pensées d'un cosmopolite a un ami sur la Révolution de Pologne. Münster 1773 – Pensées sur le Tems et la Mort, mises en vers et tirées en partie de celles de Mr. de Fénelon, sur la commemoration de la mort. o.O.u.J. – Epitre a l'auteur des épitres diverses. o.O.u.J. [an den damals in Westfalen als Dichter gefeierten Baron von Bar aus Osnabrück gerichtet] – Epitre a Madame la Marquise du Chatelet. o.O.u.J. – weitere, ungedr. Dramen.

Unselbständige Veröffentlichungen in: Strodtmann: Neues Gelehrtes Europa 5, 1757: Epitre a une Demoiselle, qui cultive les lettres [mit Abdr. von Lehrgedichten bzw. Auszügen daraus] – postum: Münsterischer Anzeiger vom 3.11.1895ff.: Aufzeichnungen 1748-1826 [Auszüge u.d.T.: Münster vor 100 Jahren].

Herausgabe: Gelehrtes Wochenblatt. Münster: Aschendorff 1764f. (in NW nicht nachweisbar) – Neue Sammlung auserlesener Schriften, in gebundener und ungebundener Rede, zur Aufnahme der Wissenschaft und Wolredenheit. Eine Wochenschrift auf das Jahr 1764 [und 1765]. 2 Bde. Münster: Aschendorff 1764f. 49 Stücke. 407 S. (WLM KuK Münster) [mit eigenen, anonymen Beitr.].

Erwähnungen in: Hauschronik der Familie Schücking. 1862 (ULB Münster) – Stolz 1909, S. 25 – Westf. Geschlechterbuch 1970, S. 224 – C. Steinbicker: Schücking, ein westfälisches Geschlecht in seiner sozialen Entwicklung, in: Archiv für Sippenforschung 42, 1971, S. 88-99 – Erwähnungen in der Literatur zu Anton Mathias Sprickmann.

Bildnis: WAD Westfalen-Lippe, Münster (Abb.: Westf. Geschlechterbuch 1970, S. 232).

Nachschlagewerke: Weidlich, Bde. 1f., 1781 – Driver 1799 – Hamberger/Meusel, 5. Aufl., Bd. 7, 1798; Bd. 10, 1803; Bd. 12, 1812; Bd. 20, 1825 – Hirsching, Bd. 11,2, 1808 – Raßmann 1826 – Raßmann 1866 – Schulte: Westf. Köpfe, 3. Aufl. 1984 – Dt. Biogr. Archiv, Fiche 1145, Sp. 386-402.