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Heinrich Hennak Hanke

Geboren am 1. April 1906 in Bentorf/ Lippe als Sohn eines Schuhmachers. Besuch der Dorfschule. 1920 Kaufmannslehre in Lemgo. 1924 Verkäuferstelle in Varel/Oldenburg. Im selben Jahr trat er in eine Kolonialwaren-Großhandlung in Hannover ein, wo er Verkäufer, Lagerist, Versandleiter, Kassierer und Buchhalter war. Im März 1929 wechselte er in die Industrie (Büroangestellter einer Gummi- und Celluloidwarenfabrik in Hannover). Versetzung nach Mannheim und Berlin. Seit Oktober 1929 Verfasser der wöchentlichen Kolumne n’bieden förn Sunndagnomdag in der Lippischen Landeszeitung. Als Opfer der Wirtschaftskrise 1931 arbeitslos. Autodidaktische Weiterbildung über Volkshochschule und ein Außeninstitut der Technischen Hochschule Hannover. Ab 1936 Lohnbuchhalter bei einer Baufirma in Hannover. Ab 1937 Tätigkeit für eine Firma in Braunschweig. Nebenbei war er Charakterschauspieler an der Niederdeutschen Volksbühne. Soldat im Zweiten Weltkrieg. Bis 1945 in amerikanischer Gefangenschaft. Beginn des Lehrerstudiums. 1947 Prüfung für das Lehramt an Volksschulen. Anschließend war er 21 Jahre lang Lehrer an der Volksschule Lockhausen/Schötmar/Bad-Salzuflen. Daneben war er Bühnenautor, dessen Stücke von der Lockhausener Laienspielschar an vielen Orten aufgeführt wurden. Er war außerdem an der Entstehung des Plattdeutschen Wörterbuches für das Lipperland beteiligt. Engagement im Plattdütschen Schriewerkring. Er starb am 21. April 1968 in Lockhausen.

Er wurde gefördert von Korl Biegemann. Freundschaft mit Friedrich Wienke.

Selbständige Veröffentlichungen: De Lüftucht. Eun Spell in eunem Uptog. o.J. – De Schiedsmann. Eun lustig Spell in dreu Uptöge. o.J – De witte Ünnerrock. Eun lustig Spell in dreu Uptöge. o.J. – Mester Bax. Eune Komödie in fuif Billern. o.J. – Kinner van’n Süll. Lippske plattduitske Vertellse iut auler un nuiger Tuit. Detmold: Meyer 1931 – Dat Biuernurdeil. Plattdt. Lustspiel. 1939; späterer Titel De Weutendeuf. Eun Stück in dreu Ennen. o.J. – Plattdeutscher Lesebogen. Detmold: Schnelle 1959 [Mitarb.]; 4. Aufl. 1980 – Pünjeshagen. Vertellsel up lippsk Platt. Detmold: Lipp. Heimatbund 1963; 2., erweit. Aufl. Detmold 1976 [Bearb. von W. Süvern] – Das ewige Wandern. Roman aus dem Zieglerleben. Detmold: Lipp. Heimatbund. 1985.

Unselbständige Veröffentlichungen in: Freie Presse, Detmold, 1929-1933, 1949-1963 [über 700 niederdt. Beitr.] – NS-Heimatkalender 2, 1935; Jg. 5, 1938 – Plattdt. Wörterbuch für das Lipperland. Detmold 1962 – Plattdt. Lesebogen für die lipp. Schulen – Heimatland Lippe 1963ff. – Tungenslag, Bd. 1, 1991.

Selbständige Veröffentlichungen über Hanke: W. Süvern: Hennak Hanke. Sein und Werk. Detmold 1976.

Unselbständige Veröffentlichungen über Hanke: W. Süvern: Hennak Hanke, in: Heimatland Lippe 55, 1962, S. 10 – Nachruf, in: Heimatland Lippe 1968, S. 114 – Lippe nahm Abschied von Hennak Hanke, in: Lipp. Rundschau vom 26.4.1968 – W. Nebel: Hennak Hanke zum 10. Todestag [mit 2 Erz.], in: Heimatland Lippe 71, 1978, S. 90-95 – W. Süvern: Hennak Hanke. Ein Leben für die lipp. Muttersprache, in: R. Baier: Chronik der Gemeinde Lockhausen. Bad Salzuflen 1983, S. 237-239 – Hennak Hanke. Einer der besten Kenner des Volkslebens in Lippe, in: Lipp. Rundschau, Kalletaler Anzeiger, vom 31.5.1986.

Sammlungen: 1. Lipp. Landesbibl. Detmold: Slg. der Werke – 2. Inst. für niederdt. Sprache, Bremen: Datenslg. – 3. Slg. seiner Werke in maschinenschr. Mss. und Zeitungsausschnitten durch Wilhelm Süvern. Bd. 1-17. Lockhausen 1971.

Nachschlagewerke: Lipp. Bibliogr., Bd. 2, 1982 – Quistorf/Sass, Erg. Bd., 1966 – Kosch, 3. Aufl., Bd. 7, 1979 – Lipp. Autorenlex., Bd. 1, 1985 – Lipp. Bibliogr. 1987ff. – Sowinski 1997 – Dt. Bibliothek.