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Max Lazarus

Geboren am 26. Mai 1869 in Trier als Sohn eines Seifensieders. Besuch der dortigen jüdischen Volksschule. Anschließend Besuch des jüdischen Lehrerseminars in Münster, das unter dem Namen Marks-Haindorfsche Stiftung bekannt war. Nach etwa sechsjähriger Ausbildungszeit – drei Jahre Präparandie und drei Jahre Seminar – und bestandenem Abschlußexamen wurde er Lehrer in einer kleinen jüdischen Gemeinde in Meschede im Sauerland. Seit 1892 lebte er über 46 Jahre als Lehrer, Kantor und Prediger in Lübbecke bei Minden. Nach der Reichsprogromnacht 1938 ("Reichskristallnacht") verließ er Deutschland. Es war ihm beschieden, noch ein gutes Jahrzehnt im Kreise seiner Kinder und Enkel in einer religiösen Siedlung, Kibbuz Rodges-Jawne, zu verbringen. (Meyer 1967) Er starb dort im November 1949.

Lazarus sah in seinem Lehrerberuf eine innere Berufung. Er war einer der Stillen, der es als seine Lebensaufgabe ansah, dem Judentum neue Impulse abzulauschen und sie in seinem Wirkungskreis zu praktizieren. (ebd.)

Selbständige Veröffentlichungen: Freie Aufsätze. Für die Volksschule bearb. 2. Aufl. Langensalza: Schulbuchhdlg. 1910. VIII, 76S.; 4., 5., verm. Aufl. ebd.: Geßler 1912. XII, 115S. (StAB Trier) – Für unsere Jugend. Ausgewählte Gedichte. Frankfurt/M.: Kauffmann 1935. 6Bl. [masch. vervielf.] – postum: Erinnerungen. Bearb. von H.C. Meyer. Dortmund: Ardey 1967. 232S. (=Documenta Judaica 1) [Fotogr.] (StAB Trier, ULB Münster, StA Bielefeld, StLB Dortmund) – Radtour durch das Moseltal. Trier: Trevirensia 1970. 5Bl. (=Trierer Texte 10) (StB Trier).

Erwähnungen in: Neues Trier. Jb. 1966, S. 57ff. [über den gleichnamigen Sohn von M. Lazarus] – Westf. Literaturführer 1992, S. 85

Wohnhaus: Bahnhofstraße 16 in Lübbecke.

Bildnis: Fotogr. (Abb. in: Erinnerungen 1967, Reprod. Ref. Lit. des LWL Münster).

Nachschlagewerke: Oberhauser 1983 – keine weiteren Angaben ermittelt.