Orte
/ L / /

Autorinnen und Autoren
Geburtsorte und Lebensstationen
Zeitabschnitte
Preise und Auszeichnungen
Dichtergalerie
Abkürzungen Standorte
Abkürzungen Kurztitel
Archive und Sammlungen

 

zur Startseite

Hilfe aufrufen

zurück zur Übersicht

Johann Wilhelm Süvern

Geboren am 3. Januar 1775 in Lemgo als Sohn eines Pfarrers. Besuch des dortigen Gymnasiums. Seit 1793 Studium der Theologie und Altertumswissenschaften in Halle. 1796 Beginn der Lehrtätigkeit am Gymnasium in Berlin. 1800 Direktor des Gymnasiums in Thorn, 1804 des Gymnasiums in Elbing. 1807 Professor für Literatur in Königsberg. Schloß sich gemeinsam mit Scharnhorst, Gneisenau und anderen dem Freiherrn vom Stein an. Seit 1809 Referent im Staatsrat in Berlin. 1817 Geheimer Oberregierungsrat und Mitdirektor der Abteilung für öffentlichen Unterricht im Ministerium. Verstarb am 2. Oktober 1829 in Berlin.

Erwarb sich besondere Verdienste als Schulreformer (Vater der preußischen Schule).

Selbständige Veröffentlichungen: (Ausw.) Ueber Schillers Wallenstein in Hinsicht auf die griechische Tragödie. Berlin: Realschulbuchhdlg. 1800. VI, 350 S. (ULB Düsseldorf, Grabbe-Archiv Detmold, StA Soest) – Rede bei der Übernahme der Direction der Gymnasii zu Elbing. Elbing 1803 – Erinnerungen an einige merkwürdige Aeußerungen Friedrichs des Grossen. Berlin 1813 – Ueber den Kunstcharakter des Tacitus. Berlin 1823 (= Abh. der Preuß. Akad. der Wiss. Berlin 15) (Inst. für Altertumskunde WWU Münster) – Ueber einige historische und politische Anspielungen in der alten Tragödie. 1824 – Ueber Aristophanes "Wolken". Berlin: Dümmler 1826. 89 S. (ZB Bundeswehr Düsseldorf, StUB Köln) – Ueber Aristophanes "Vögel". Berlin 1827 – Ueber die Absicht des Odysseus auf Kolonos. 1828 – postum: Unterrichtsgesetzentwurf vom Jahre 1819. Hg. von G. Thiele. Leipzig: Dürr 1913. 107S. (StB Wuppertal-Elberfeld, StUB Köln, IFZ Dortmund) – Aus Süverns Vorlesungen über Geschichte 1807-1808. Berlin: Litteratur-Archiv-Gesellsch. 1901 (= Mitt. aus dem Litteraturarchiv in Berlin 14) (StUB Köln, Lipp. LB Detmold) – Die Reform des Bildungswesens. Schriften zum Verhältnis von Pädagogik und Politik. Hg. von H.-G. Große-Jäger und K.-E. Jeismann. Paderborn: Schöningh 1981. 143 S. (= Schöninghs Slg. päd. Schr.) [Bibliogr., S. 129-134] (ULB Münster).

Unselbständige Veröffentlichungen in: (Ausw.) Neue Bibliothek der Schönen Wiss. 1799, Bd. 42: Mythologische Ideen des Helios auf der Insel Thrioskis – Archiv der Zeitgeschichte 1797: Ueber die Kriege der Römer in Deutschland und ihren Einfluß auf die Deutschen; Jg. 1798: Ueber das Studium der Geschichte der Menschheit – Fouqué/Neumann: Die Musen 1810, H. 4.

Übersetzungen: Aeschylos Sieben gegen Theben. Aus dem Griechischen nebst 6 Abhandlungen. Halle 1796 – Sophocles Trachinierinnen; als Probe einer metrischen Nachbildung des Tragikers [aus dem Griech.]. Berlin 1802.

Selbständige Veröffentlichungen über Süvern: R.Wagner: Die Beziehungen Fichtes zu Süvern und die Entsendung der preußischen Eleven nach Yverdun. Teilausg. von: R. Wagner: Fichtes Anteil an der Einführung der Pestalozzischen Methode in Preußen. Erlangen 1913. –  M. Lamprecht: Die Einheitsschulidee bei Wilhelm von Humboldt und Johann Wilhelm Süvern. Jena 1922 – W. Süvern: Johann Wilhelm Süvern, Preußens Schulreformer nach dem Tilsiter Frieden. Langensalza 1929. – G. Quarck: Über das Verhältnis von Staat und Erziehung bei Johann Wilhelm Süvern. Frankfurt a. M. 1929.

Unselbständige Veröffentlichungen über Süvern: W. Dilthey, in: ADB 37, 1894, S. 206-245; dass., in ders.: Gesammelte Schriften. Bd. 4, 2. Aufl. 1959 – F. Copei: Johann Wilhelm Süvern (1775-1829), in: Lipp. Schulztg. 23, Nr. 10 vom 15.10.1929, S. 125-127 (Lipp. LB Detmold) – K. E. Meier: Johann Wilhelm Süvern, ein geborener Lemgoer. Der "Vater der preußischen Schule". Ein Gedenkblatt zu seinem 100jährigen Todestage, in: Lipp. Post 82, Nr. 231 vom 2.10.1929 (Lipp. LB Detmold) – H. Schwanhold: Johann Wilhelm Süvern. Preußens Schulreformer nach dem Tilsiter Frieden. Zu seinem 100. Todestage, 2. Oktober 1929, in: Lipp. Landesztg. 163, Nr. 231 vom 2.10.1929 (Lipp. LB Detmold) – [W. Süvern:] Johann Wilhelm Süvern (1775-1829). Der preußische Schulreformer, in: Staercke 1936, S. 151f. – P. Mast: Johann Wilhelm Süvern, in: W. Treue und K. Gründer (Hg.): Wissenschaftspolitik in Berlin: Minister, Beamte, Ratgeber. Berlin 1987. (=Berlinische Lebensbilder 3), S. 107-118. – M. M. Hänke: Muße für die Würde des Amtes. Der Lipper Süvern arbeitet am Reformethos gelehrter Schulmänner, in: J. Altenberend (Hg.): Kloster - Stadt - Region. Bielefeld 2002.

Nachschlagewerke: Hamberger/ Meusel, 5. Aufl., Bd. 7, 1798; Bd. 10, 1803; Bd. 11, 1805; Bd. 15, 1810; Bd. 20, 1825 – Raßmann 1823 – Gelehrtes Berlin 1825 (1826) – Hitzig 1826 – Neuer Nekrolog 7, 1829 (1831), Bd. 2 – Wolff, Bd. 7, 1842 – Eckstein 1871 – Goedeke, 2. Aufl., Bd. 7, 1906 – Kosch, Bd. 2, 1930; 2. Aufl., Bd. 4, 1958 – Staercke 1936 – Lipp. Bibliogr., Bd. 1, 1957; Bd. 2, 1982 – Schulte: Westf. Köpfe, 3. Aufl. 1984 – Killy, Bd. 11, 1991 – Dt. Biogr. Archiv, Fiche 1249, Sp. 182-187.