Orte
/ K / /

Autorinnen und Autoren
Geburtsorte und Lebensstationen
Zeitabschnitte
Preise und Auszeichnungen
Dichtergalerie
Abkürzungen Standorte
Abkürzungen Kurztitel
Archive und Sammlungen

 

zur Startseite

Hilfe aufrufen

zurück zur Übersicht

Hermann Hagedorn

Geboren am 20. August 1884 in Essen-Dell­wig als Sohn eines Bergmanns. Besuch der Volksschule in Dellwig und Borbeck. An­schließend Besuch der Präparandie und des Lehrerseminars in Elten/Niederrhein. Volks­schullehrer und -rektor in Essen-Dellwig. Pro­motion zum Dr. phil. in Köln. Während des Nationalsozialismus war er Gaufachschafts­leiter für Lyrik und -berater für Mundart bei der Gauleitung Essen der NSDAP. 1943 vorzeitige Pensionierung aus gesundheitli­chen Gründen. Umzug nach Fretter im Sau­erland (heute Finnentrop), wo er am 7. März 1951 starb.

Eine Straße unweit seines Geburtshauses ist nach ihm benannt und trägt den Namen noch heute (Hagedornstraße). Gleiches gilt für die Umgebung des Geburtshauses, die noch immer Hagedorntal genannt wird. (Wikipedia.org)

Selbständige Veröffentlichungen: Die Idee der Arbeitsschule. Diss. Köln 1923 - Hatte on Heeme. Plattdeutsche Dichtungen. Es­sen: Fredebeul & Koenen [1930]. 50S. (UB Bochum); veränd. Neuaufl. u.d.T.: Hatte on Heeme. Botterblaumen. Gedichte in nie­dersächsischer Mundart. Essen: Küster 1940. 45S. (SB Essen); Neuausg. Essen-Bor­beck: Verlag Borbecker Nachr. 1953. 59S. (UD Essen); Neuausg. Essen: Pomp und Sobkowiak 1984. 61S. (SLB Dortmund, UD Bonn) - Friedrich Krupp, der ewige Deut­sche. Eine dramatische Bildfolge. Essen: Bacmeister 1936. 62S. (UB Bochum, SB Es­sen, UD Bonn) - Krupp, der Kämpfer. Ein Heldenlied. Halle: Marhold [1937]. 46S. (SB Bielefeld) - Kriegstagebauk 1914-1915. Humoresken. In niedersächsischer Mundart. Essen: Küster [1940]. 63S. (UD Bonn, ULB Düsseldorf, SB Essen) - Honneseelen. Ge­schichten von anse verbeenige Fränne. In niedersächsischer Mundart. Ebd. [1941]. 68S. (UB Bonn, ULB Düsseldorf, SB Essen) - Hämann Ohme Joann ut Blaut an Äre. Kindheits- und Jugend-Erinnerungen in 32 Geschichten. Ebd. 1941 (=Essener Heimat­museum 3) [Abb.] (SB Essen, UB Bonn); mit dem Untertitel: Mit heimatkundlichem Hintergrund von Essen-Borbeck. Plattdt. Originaltext mit hdt. Gegenüberstellung. Be­arb., übers. und erläut. von L.W. Wördehoff. Essen: Wördehoff 1990. 188S. - Ulenspeigel en Essen. Essen: Küster [1941]. 111S. (=Essener Heimatmuseum 5) (SA Bielefeld, ULB Düsseldorf, UB Bonn, SB Essen) – ­Märchenzauber. Twölf Märchen opp platt. Essen: Verlag der Borbecker Nachr. 1951. 98S. (UB Essen, EAB Paderborn, SB Essen) - postum: Und dieser hohen Stunde bin ich Gast. Essen-Kettwig: Flothmann 1952. 24S. (BibI. WHB Münster, UB Bonn, SLB Dort­mund, ULB Düsseldorf) - Fläutepiepen. Gedichte in Essener Platt. Essen-Borbeck: Verlag Borbecker Nachr. 1956. 48S. (SLB Dortmund, UB Dortmund, SB Essen) - Dat Dubbelte-Dutzend-Bauk. Zusammengest. von E. Hagedorn und W. Schlüter. Ebd. 1959. 86S. (SB Essen, USB Köln) ­Hochdeutsche Gedichte. 1984 (Sonderslg. der Werke in der SB Essen).

Unselbständige Veröffentlichungen in: Es­sen-Dellwig [5 Ged.] - Charon 1914ff.:- Die Heimat, Zeitschr. des westf. Heimatbundes, Dortmund, 1925 [Ged.] - Die Mannschaft. Novellen Ruhrländ. Dichter. Duisburg 1937 - Erz und Erde. Dichtungen von Rhein und Ruhr. Duisburg 1937 - Heimatkalender der Stadt Essen .1, 1939: Emscher [Ged] – So spricht das Herz 1939 – SGV: Euch grüßt die Heimat 1940; 1941 – Neues aus Essen 5, 1941, H. 9: Hermann Hagedorn über sich selbst - Schriftenreihe des Heimatmuseums der Stadt Essen 1941, H. 3: Hämann Ohme Joann. Stemmen uut Blaut on Are. Erzählungen in niedersächs. Mundart, H. 4: Honneseelen. Geschichten von onse verbeenige Frönne. In niedersächs. Mundart, H. 5: Ulenspeigel en Essen. Er­zählungen in Essener Mundart.

Unselbständige Veröffentlichungen über Hagedorn: E. Bockemühl: Hatte on Heeme. Hermann Hagedorns plattdt. Dichtungen, in: Essener Volksztg. vom 17.7.1930 - Hermann Hagedorn, der Dichter der Essener Mundart [Abb.], in: Neues aus Essen 5, 1941, Sept.-H. - Hämann Ohme Joann, töd­lich verunglückt. Der Heimatdichter Dr. Her­mann Hagedorn verstarb, in: Westdt. Ztg. vom 9.3.1951- Dr. Hermann Hagedorn töd­lich verunglückt, in: Westdt. Allg. Ztg., Essen, vom 9.3.1951 - Dr. Hermann Hagedorn gest., in: In einem Jahrtausend wuchs Dellwig 1952, S. 35f. - F.W. Beielstein: Hermann Hagedorn gest., in: Essen, Starkes Herz der dt. Lande. Essen 1952, S. 342-344 - E. Bockemühl: Hermann Hagedorn, gest. am 7. März 1951, in: Ruhrländ Heimatbuch 2, 1952, S. 99f.; ders.: Hermann Hagedorn als Mensch und Dichter, in: Die Heimatstadt Essen 1953, S. 95ff. [Werkausz.];ders.: Her­mann Hagedorn als sauerländ. Dichter, in: Westf. Heimatkalender, Münster, 1954, S. 73-75 [Bildn.]; ders.: Hermann Hagedorn zu seinem 70. Geburtstag, in: Westfalenspiegel, Dortmund, 1954, H. 8, S. 36 [Fotogr.]; ders: Hermann Hagedorn, ein dichterischer Kün­der seiner Heimat, in: Der Bücherfreund 1958, Nr. 7/8, S. 20; ders.: Hermann Ha­gedorn. Zum Gedenken an seinen 75. Ge­burtstag, in: Die Heimatstadt Essen 1959/1960, S. 167 - Dem Andenken des Dichters Hermann Hagedorn. Mit Bild, in: Ruhrländ. Heimatbuch 51, 1955, S. 68-70­J. Giesenkirchen: "Und lächeln in Erinne­rung." Zur Erinnerung an Hermann Hage­dorn. Rundfunkvortr. 1959. 4S. (SB Essen) ­H. Schmidt Einem Dichter zu Ehren. Her­mann Hagedorn wurde 75 Jahre alt, in: Der Sangesbruder, Amtl. Organ des Sänger­kreises Essen, 10, 1959, Nr. 8, S. 8 - E. Bockemühl: Hermann Hagedorn zum Ge­denken an seinen 75. Geburtstag, in: Die Heimatstadt Essen 11,1959/1960, S. 167­ – H. Schmidt: "Stirbt als ein Weiser." Erinne­rung an den Heimatdichter Hermann Hage­dorn, in ebd. 1960/1961, S. 156f. - Her­mann Hagedorn. Ein Dichter der Sau­erländer Berge, in: De Suerlänner, Bigge, 1961, S. 21 - E. Bockemühl: Gedenken an Hermann Hagedorn, in: Westfalenspiegel, Dortmund, 1962, Nr. 3, S. 25 - Hermann Hagedorn zum 80. Geburtstag am 20. Aug. 1964, in: Essener Woche 14, 1964, H. 33, S. 7 - E. Bockemühl: Hermann Hagedorn zum 80. Geburtstag, in: Die Heimatstadt Essen 16,1964/1965, S.163f. [Fotogr.] – U. Backmann: Kiepenkerle - auch in Haltern nachweisbar. Betr. die Kiepenkerle Hermann Hagedorn u. Heinrich Meusener, in: Wi stoaht faest: Kiepenkerle in Westfalen. Hg. von U. Backmann. Haltern 1992. S. 41-42.

Erwähnungen in: Sluyterman von Lan­genweyde 1940, S. 119-123 - Ddm.: Über modeme Bergmannsdichtung. Eine Be­trachtung, in: Bergbau und Wirtschaft, Bochum, 7,1954, H.l, S. 30-32.

Bildnisse: 1. Fotogr. (WLA Hagen; s. Abb. oben) - 2. Fotogr. (Abb. in: Rost 1990).

Nachlaß, Handschriftliches: I. !!Bestände in westfälischen Archiven!! – – II. Bestände und Handschriften außerhalb Westfalens: nicht bekannt

Grabstätte: Auf dem Essener Parkfriedhof; Gedenkstein unweit seines Geburtshauses auf dem Reuenberg in Essen mit der Auf­schrift Heeme, wat häw ik di leiw.

Nachschlagewerke: Stockhorst 1967 – Kürschner: Nekrolog 1971 – Kosch, 3. Aufl., Bd. 7, 1979 – ­Sellmann, Bd. 1-3, 1980-1991 - Dickhoff 1985 ­– Rost 1990 – Hallenberger/van Laak/Schütz 1990 – CKG-Dokumentation 2003 – Wikipedia.org – PBuB: www.ins-db.de.

Aktualisiert nach Peter Bürger: Im reypen Koren. Ein Nachschlagewerk zu Mundartautoren, Sprachzeugnissen und plattdeutschen Unternehmungen im Sauerland und in angrenzenden Gebieten. Eslohe: Maschinen- und Heimatmuseum 2010.