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Heinrich Turk

Geboren am 4. Juni 1822 in Iserlohn. Turk wuchs in finanziell bescheidenen Verhältnissen auf und konnte sich und die Familie auch später nicht aus der Armut befreien. In seiner Geburtsstadt besuchte er zunächst die Volksschule und musste bereits in jungen Jahren seinen Lebensunterhalt eigenständig bestreiten. Er war als Graveur tätig, trat aber dann auch früh mit schriftstellerischen Arbeiten hervor. 1866 erschien En plattduitsk Laid van Pruiszens Kryg med Oisterryk, zwei Sammlungen niederdeutscher Gedichte wurden erst postum veröffentlicht. Sein dichterisches Talent brachte Turk zwar Sympathien ein und verhalf ihm beispielsweise zum Posten des Zeremonienmeisters im Iserlohner Bürger-Schützen-Verein, den Weg zu einer Verbesserung seiner beruflichlichen und finanziellen Situation konnte es ihm aber nicht eröffnen. Turk starb am 24. November 1884 in Iserlohn. 

Seine literarischen Texte greifen vor allem das Iserlohner Alltagsleben aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts auf und geben Eindrücke von der damaligen Lebenswirklichkeit, nicht selten in humorvoller Darstellungsweise. Aufgrund dieses engen Bezugs zur Region und der zeitgenössischen Wirklichkeit besitzt das Werk auch auch eine nicht unerhebliche kulturhistorische Relevanz. 

Selbständige  Veröffentlichungen: En plattduitsk Laid van Pruiszens Kryg med Oisterryk un diäm syne Bundesgesellen. 1866. 2. Aufl. Iserlohn 1866 [15S.; ULB Münster, StB Essen] – Gedichte. Hg. v. G. Kleinert u. A. Erdmann. Iserlohn: Jung 1885 [97S.; ULB u. Volkskundliche Kommission Münster] – Gedichte in plattdt. Mundart. Mit einem Bildn. des Dichters u. einer Einl. v. Carl Hülter (=Bibliothek ndt. Werke 28). 2. Aufl. Leipzig: Lenz 1897 [95S.; ULB Münster, ULB Dortmund].

Unselbständige Veröffentlichungen in: Das plattdeutsche Westfalen 1921 – Westfäölsk Platt 1921 – Heiteres Iserlohn 1959 – Boa Isen liett 1970 – Iserlohner Anekdoten 1986 – Iserlöhner Platt 1986, S. 42: Meister Häppe – R. Althaus: Obergrüne. Ein sauerländisches Tal. Hagen 1989: En Oawend in de Gruine.

Unselbständige Veröffentlichungen über Turk: E. Dossmann: Turk beim IBSV nicht vergessen. Gedanken zum 100jährigen Tod des Iserlohner Heimatdichters [m. Bildn.], in: Die Bürgerschützen [Iserlohn]. Jahresheft für Mitglieder u. Freunde des IBSV. Heft 1984, S. 9-17 – Handwerker und Poet. Zum 70. Todestag von H. Turk (24.11.1954) = Zeitungsausschnitt ohne Quellenangabe [Stadtarchiv Iserlohn] – K. Scholz: Zur Erinnerung an unseren Heimatdichter Heinrich Turk (1930) = Zeitungsausschnitt ohne Quellenangabe [Stadtarchiv Iserlohn] – L. Schröder: Zu Heinrich Turks 100. Geburtstag, in: Iserlohner Kreisanzeiger Nr. 129 vom 3.6.1922 [Stadtarchiv Iserlohn] – ders.: Zum Gedächtnis Heinrich Turks, in: Märkisches Volksblatt Nr. 128 vom 3.6.1922 [Stadtarchiv Iserlohn].

Erwähnungen in: U. Wiedemeyer: Geschichte der 2. Kompanie des IBSV (1737-2007). www.ibsv-zweite.de/fileadmin/2._Kompanie/Dateien/Aus_der_Kompanie-Geschichte.pdf (Abruf: 20.9.2008).

Bildnis: Repr. nach: Gedichte in plattdt. Mundart. 2. Aufl.

Sammlungen: Chr. Koch-Mundartarchiv: Kopienslg. – Stadtarchiv Iserlohn: Zeitungsausschnitte.

Nachschlagewerke: Schönhoff 1914 – Schröder-Heimatliteratur 1928 – Seelmann/Seelmann 1979 – Sowinski 1997 – CKG-Dokumentation 2003 – PBuB: www.ins-db.de.

Alle Angaben nach Peter Bürger: Im reypen Koren. Ein Nachschlagewerk zu Mundartautoren, Sprachzeugnissen und plattdeutschen Unternehmungen im Sauerland und in angrenzenden Gebieten. Eslohe: Maschinen- und Heimatmuseum 2010.