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Rudolf Kaiser

Geboren am 1. April 1927 in Meinkenbracht/Sauerland als Sohn eines Bauern. Besuch der Dorfschule. Lateinunterricht durch den Dorfpfarrer. Besuch des Gymnasiums in Paderborn. 1947 Abitur. Studium (Philosophie, Englisch und Latein) in Münster, Freiburg/Br.und Bonn. Von 1954 bis 1964 Gymnasiallehrer an verschiedenen Orten. Für ein Jahr Fulbright-Stipendiat in Santa Barbara in Kalifornien. 1964 Professor für Englische Sprache und ihre Didaktik an der Hochschule in Alfeld/Leine. Seit 1970 Professor in Hildesheim.

Seit Anfang der 80er Jahre war ein Schwerpunkt seiner Arbeit die Kultur und Literatur der Indianer Nordamerikas. Nach mehreren Studienaufenthalten in den USA und intensiven Kontakten zu Indianerstämmen wandte er sich der Erforschung indianischer Mythen, Tänze, religiöser Zeremonien und indianischer Literatur zu. Aus dieser Arbeit sind inzwischen mehrere literarische Veröffentlichungen hervorgegangen: kurze Texte, Sprüche, Aphorismen, Liebeslyrik, Naturgedichte, Gebete und die schon legendären Reden des Häuptlings Seattle und anderer Indianerhäuptlinge, die von dem zerstörerischen Einflüssen der Weißen [...] sprechen. (Rost 1990). Übersetzer indianischer Gebete.

Selbständige Veröffentlichungen: (Auswahl) Das Verhältnis Alberts des Großen zu den Lehren des Neuplatonikers Proklos. Ein Beitrag zum Neuplatonismus im Mittelalter. Diss. phil. Bonn 1954 – Amerika, in didaktischer Perspektive. Hildesheim, New York: Olms 1978 – Diese Erde ist uns heilig. Die Rede des Indianerhäuptlings Seattle. Legende und Wirklichkeit. Übers. von M. Kaiser. Münster: Edition Blaschzok 1984 [mehrere Aufl.] – Sonnenfänger. Indianische Botschaften. Hg. von I. Blaschzok. Münster: Coppenrath 1984 [mit M. Kaiser] – Gesang des Regenbogens. 1985 – Schmecke mich, ich bin der Wind. Indianische Liebeslyrik. Münster: Coppenrath 1986 – Dies sind meine Worte. 1987 – Die Stimme des Großen Geistes. Prophezeiungen und Endzeiterwartungen der Hopi-Indianer. München: Kösel 1989, 1990, 1995; engl. und niederl. Übers. – Gott schläft im Stein. Indianische und abendländische Weltansichten im Widerstreit. Ebd. 1990, [1993] – Die Erde ist uns heilig. Die Reden des Chief Seattle und anderer indianischer Häuptlinge. Freiburg/Br.: Herder 1992 – Ich mische Sand und Sterne. Indianische Liebeslyrik. Gütersloh: Siebenstern 1992 [mit M. Kaiser] – Im Einklang mit dem Universum. Aus dem Leben der Hopi-Indianer. München: Kösel 1992, [1995] – Indianische Kinder- und Wiegenlieder. Freiburg/Br.: Herder 1993 – Indianischer Sonnengesang. Die Weisheit der Erde in der Spiritualität nordamerikanischer Indianer. Freiburg/Br.: Herder 1993 – Geh mit leisen Schritten. Indianische Wegweisungen in Wort und Bild. 2. Aufl. München: Kösel 1994 – Indianische Heilkunst. Pflanzen, Rituale und Heilungsbilder nordamerikanischer Schamanen. Freiburg/Br.: Herder 1996 – Sterne, die singen. Begegnungen mit indianischer Weisheit. München: Kösel 1997 [mit M. Kaiser].

Unselbständige Veröffentlichungen in: angl., völkerkundl. und philosoph. Fachzeitschr., vgl. die Bibliogr. in: Hildesheimer Literaturlex. von 1800 bis heute. Hildesheim, Zürich, New York 1996 – Engel sind immer woanders. Neue Poesie und Prosa aus dem Sauerland. Schmallenberg 1996.

Unselbständige Veröffentlichungen über Kaiser: So hat es Seattle nicht gesagt, in: Augsburger Allg. vom 15.8.1984 – Die Rede des Häuptlings Seattle, in: Kosmos 1984, H. 11, S. 26 – Indianer-Forscher Kaiser stößt „Umwelt-Heiligen“ vom Sockel, in: Hannoversche Allg. Ztg. vom 15.12.1984 – Hugh! Ich habe nicht gesprochen. Wie die Rede des Häuptlings Seattle verfälscht wurde, in: Hannoversche Allg. vom 19./20.1.1985 – 10-wöchige Forschungsreise in Indianerreservation. Hildesheimer Professor folgt dem Ruf der Hopi-Indianer, in: Kehrwieder am Sonntag vom 26.4.1987 – Professor Winnetou, in: Jb. Hochsauerlandkreis 1996, S. 99-102.

Nachschlagewerke: Rost 1990 – Wer ist Wer? 1992 – Hildesheimer Literaturlex. von 1800 bis heute. Hildesheim, Zürich, New York 1996 – Kürschner: Dt. Lit.-Kalender 1992-1998 – Dt. Bibliothek