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Anna Siemsen

Geboren am 18. Januar 1882 in Mark als Tochter eines Pfarrers. Schwester von Hans Siemsen. Besuch der Dorfschule in Mark und anschließend der Höheren Töchterschule in Hamm. Wegen ihrer Kränklichkeit mußte sie die Schule bereits im dritten Schuljahr verlassen, von da an erhielt sie Privatunterricht. 1901, nach der Pensionierung ihres Vaters, Umzug der Familie nach Osnabrück. Begeisterung für die Schriften Wilhelm Raabes, den sie in Braunschweig aufsuchte, und für Mösers Patriotische Phantasien. Einjährige Tätigkeit als Privatlehrerin in einem Pfarrhaus im ravensbergigischen Wehrendorf. Nach Osnabrück zurückgekehrt, bereitete sie sich auf das Abiturientinnenexamen vor, das sie 1905 als Externe am Humanistischen Gymnasium in Hameln bestand. Dem Wunsch des Vaters folgend, besuchte sie die Universität München, wo sie Germanistik, Philosophie und Latein studierte. Fortsetzung des Studiums in Münster und Bonn. In freien Stunden folgte sie den Spuren der großen westfälischen Dichterin Annette von Droste-Hülshoff und vertiefte sich in ihre Dichtungen. Sie hat diese Dichterin ihr Leben lang geliebt und verehrt.

Seit 1906 Wohnsitz in Bonn, wo sie das Colleg besuchte. 1909 Promotion und Staatsexamen in den Fächern Germanistik, Philosophie und Latein. 1910 legte sie in Göttingen zusätzlich das Lehrerexamen in Religion für den Oberstufenunterricht ab. Von 1909 bis 1910 unterrichtete sie als Oberlehrerin an der Höheren Töchterschule in Detmold. Danach Wechsel an eine Privatschule in Bremen. Fahrradreise durch Holland. Aufenthalt in Paris. Um 1914 Berufung an ein Mädchengymnasium in Düsseldorf. Sie verfaßte gegen den Krieg gerichtete Schriften und trat dem Bund Neues Vaterland bei, dem Vorläufer der Liga für Menschenrechte, dessen Vorstand sie bis zum Beginn des Dritten Reiches angehörte. 1918 stand sie als Kriegsgegnerin unter polizeilicher Aufsicht. Beginn ihrer politischen Tätigkeit. 1918 Aufenthalt in Bremen. Nach Düsseldorf zurückgekehrt, war sie als Lehrerin im linksrheinischen Oberkassel tätig. Tiefe Erschütterung über die Ermordung Karl Liebknechts und Rosa Luxemburgs. Rückkehr nach Düsseldorf, wo sie weiterhin unterrichtete. Zu dieser Zeit hielt sie Kurse über Frauenfragen im Diakonissenhaus in Kaiserswerth ab. Ihr soziales Engagement vertrug sich nicht mit dem Schulamt. Sie wurde für ein halbes Jahr beurlaubt und kehrte danach nicht mehr in den Schuldienst zurück. Eintritt in die USPD. Während eines Besuches in München wurde sie Zeugin blutiger Unruhen. Pfingsten 1919 Teilnahme an der Gründungskonferenz des Vereins sozialistischer Lehrer und Lehrerinnen. Im Herbst 1919 Berufung ins Volksbildungsministerium in Berlin. Unmittelbar nach dem Kapp-Putsch Rückkehr nach Düsseldorf, wo sie zur Leiterin des Fach- und Berufsschulwesens gewählt wurde. Von 1919 bis 1920 war sie Stadtverordnete in Düsseldorf. Als Beigeordnete des Fach- und Berufsschulwesens war sie zudem Stellvertreterin des Bürgermeisters in ihrem Ressort und konnte frei und selbständig arbeiten. Intensives Engagement beim Aufbau des Berufschulwesens. Seit Anfang der 20er Jahre Mitarbeit an den Sozialistischen Monatsheften. Im Frühjahr 1921 folgte sie einem Ruf als Leiterin des Großberliner Fach- und Berufschulwesens. Nach Schwierigkeiten mit den staatlichen Behörden Aufgabe dieser Stellung, um einer Berufung nach Thüringen zu folgen. Dort war sie für kurze Zeit mit der Aufsicht über die Höheren Schulen des Bezirks Weimar/Jena betraut. Daneben hatte sie eine Honorarprofessur an der Universität Jena inne. Das Vordringen des Nationalsozialismus machte dieser Tätigkeit ein Ende. Nach ihrer Entlassung vermehrte schriftstellerische Arbeit. Sie hielt sozialpädagogische Vorträge und Kurse in Deutschland und ganz Europa. Eine dieser Vortragsreisen führte über Ungarn in das deutsche Siebenbürgen. Tätigkeit im Vorstand der Liga für Menschenrechte und der Frauenliga für Frieden und Freiheit. 1928 war sie als Vertreterin des Bezirks Leipzig Mitglied des Reichstags. Aus Gesundheitsgründen Aufgabe des Mandats. Rückkehr nach Jena, wo sie ihre Mutter pflegte, die 1931 starb. 1931 Beitritt zur neugegründeten Sozialistischen Arbeiterpartei, dem Organ der kommunistischen Opposition. Zeitweilig lebte sie wieder in Düsseldorf. 1933 Flucht vor den Nationalsozialisten in die Schweiz (Zürich), wo sie bereits seit Jahren als Rednerin geschätzt wurde. Fortsetzung ihrer Tätigkeit in der Arbeiterbewegung und im Kampf gegen den Nationalsozialismus. Da in der Schweiz ein Arbeitsverbot für Ausländer bestand und um der Gefahr der Ausweisung wegen Übertretung des Arbeitsverbotes zu entgehen, Heirat mit dem weit jüngeren Sekretär der Schweizer Arbeiter-Jugend, Vollenweider. Sie wurde zu einer gesuchten Rednerin der sozialdemokratischen Partei und der fortschrittlichen Kulturorganisationen und Frauenvereine. Bald Übernahme der Redaktion der sozialistischen Frauenzeitschrift Die Frau in Leben und Arbeit, die sie bis zu ihrem Fortgang aus der Schweiz leitete. Die Zeitschrift nahm unter ihrer Leitung einen starken Aufschwung. 1934 Bau eines Hauses am Genfer See, das zu einer Zufluchtsstätte für Verfolgte und Notleidende wurde. Sie selbst wohnte teils in diesem Haus, teils in Zürich. Der Schweizer Frauen-Stimmrechts-Verband verfolgte sie in dieser Zeit als kommunistische Giftspritzerin. Nach Kriegsende, 1947, Rückkehr nach Deutschland. Sie wohnte bei ihren Geschwistern in Hamburg. Dort leitete sie einen Kurs zur Lehrerausbildung. Lehrauftrag für Literatur und Pädagogik an der Universität Hamburg. Sie wandte sich bei ihrer Tätigkeit nun der Einigung Europas zu, besonders dem Verhältnis Deutschland-Frankreich. Vorsitz im Kuratorium der Friedensgesellschaft und der von ihr gegründeten Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit. Sie propagierte die Einrichtung internationaler pädagogischer Akademien und den Austausch von Schülern und Studenten. Gründung der Sozialistischen Bewegung für die Einigung Europas, deren deutschem Zweig sie vorstand. Sie starb am 22. Januar 1952 in Hahnenklee im Harz.

Selbständige Veröffentlichungen: [Slg. Fritz-Hüser-Inst., Stadt Dortmund] (Ausw.) Die Wörter der Form ‑‑x in den Versen Hartmann von Aues. Ein Beitrag zu seiner Verstechnik. Diss. Bonn 1909 (StA Hamm: Kopie) – Die Kunst des Erzählens. Eine Auswahl. Bielefeld: Velhagen & Klasing 1921. 113 S. (ULB Düsseldorf, StB Trier, StB Mönchengladbach); 2. Aufl. ebd. 1922 – Stilproben. Ebd. 1921. V, 113 S. (StB Mönchengladbach); 2. Aufl. ebd. 1922 (StB Bochum) – Erziehung im Gemeinschaftsgeist. Stuttgart: Moritz 1921. 57 S. (StUB Köln, ULB Düsseldorf) – Literarische Streifzüge durch die Entwicklung der europäischen Gesellschaft. Jena: Urania 1925. 285 S. (StUB Köln, ULB Düsseldorf); 2. Aufl. ebd. [1929] (StLB Dortmund, Lipp. LB Detmold); 3. Aufl. Frankfurt a. M.: Büchergilde Gutenberg 1948 (StA Hamm) – Beruf und Erziehung. Berlin: Laub 1926. 223 S. (StUB Köln, StB Wuppertal-Elberfeld); Reprint. o.O.: Rotes Archiv [1971]. 222 S. (ULB Düsseldorf) – Politische Kunst und Kunstpolitik. Ebd. 1927. 48 S. (= Jungsozialist. Schriftenreihe) (Lipp. LB Detmold, StUB Köln) – Buch der Mädel. Jena: Urania 1927; 2. Aufl. ebd. [um 1927]. 95 S. (ULB Düsseldorf, Bibl. Dt. Gewerkschaftsbund Düsseldorf) – Zur Jugendweihe. Der Weg zur Gemeinschaft. Leipzig: Allg. Arbeiterbildungsinst. [1928]. 61 S. [Illustr. von F. Masareel] (ULB Düsseldorf, EAB Paderborn) – Kämpfende Menschheit. Ein Geschenkbuch zur Jugendweihe. Ebd. [1928]. 63 S. [Illustr.] (EAB Paderborn) – Daheim in Europa. Unliterarische Streifzüge. Jena: Urania 1928. 175 S. [Abb.] (StUB Köln, Lipp. LB Detmold, StA Hamm) – Menschen und Menschenkinder aus aller Welt. Ebd. 1929. 112 S. (ULB Düsseldorf) – Selbsterziehung der Jugend. Berlin: Arbeiterjugend-Verlag 1929. 60 S. (StUB Köln, ULB Düsseldorf, EAB Paderborn) – Religion, Kirche und Sozialismus. Berlin: Laub 1930. 64 S. (= Jungsozialist. Schriftenreihe) (Lipp. LB Detmold, ULB Düsseldorf, StB Mönchengladbach) – Parteidisziplin und sozialistische Überzeugung. Ebd. 1931. 32 S. – Deutschland zwischen gestern und morgen. Jena: Urania 1932. 156 S. [Abb.] (StLB Dortmund) – Auf dem Wege zum Sozialismus. Kritik der sozialdemokratischen Programme von Heidelberg bis Erfurt. Berlin: Freie Verlagsgesellsch. 1932. 184 S. (= Bücher der Marxist. Büchergemeinde 4) (UB Bonn, Bibl. der Friedrich-Ebert-Stiftung Bonn) – Spanisches Bilderbuch. Mit 36 Bildern. Paris: Éditions nouvelles internat. 1937. 88 S. (StLB Dortmund) [dass. Düsseldorf: Komet-Verlagsgesellsch. 1947. 145 S. (StA Hamm: Kopie; ULB Münster, Lipp. LB Detmold)] – Die gesellschaftlichen Grundlagen der Erziehung. Hamburg: Oetinger 1942. 162 S. (ULB Münster, StB Essen, StLB Dortmund) – Der Weg ins Freie. Zürich: Büchergilde Gutenberg 1943. 358 S. (UB Bonn, StLB Dortmund); 2. Aufl. Frankfurt a. M.: Büchergilde Gutenberg 1950. 322 S. [Abb.] (StA Hamm, Bibl. der Friedrich-Ebert-Stiftung Bonn) – Frau und Sozialismus. Arbon/Schweiz: Sozialist. Frauengruppen der Schweiz 1946. 52 S. (Bibl. der Friedrich-Ebert-Stiftung Bonn) – Zehn Jahre Weltkrieg. Eine Chronik in monatlichen Berichten von Januar 1935 bis Mai 1945. Olten: Hauenstein 1946. 195 S. (StUB Köln, StA Hamm) [dass. Düsseldorf: Komet 1947. 170 S. (ULB Münster, StUB Köln, StLB Dortmund)] – Einführung in den Sozialismus. Hamburg: Oetinger 1947. 56 S. (StA Hamm: Kopie, StLB Dortmund, ULB Münster, StUB Köln) – Briefe aus der Schweiz. Ebd. 1947. 64 S. (StLB Dortmund, StB Bochum) – Kunst und Politik. Ebd. 1947. 61 S. (StB Essen, ULB Düsseldorf, Bibl. der Friedrich-Ebert-Stiftung Bonn, StA Hamm) – Frauenleben in drei Jahrtausenden. Märchen der Wirklichkeit. Düsseldorf: Komet-Verlagsgesellsch. 1949. 207 S. (ULB Düsseldorf, StUB Köln, StB Wuppertal-Elberfeld) – Goethe, Mensch und Kämpfer. Eine Einführung in sein Werk und eine Auswahl seiner Gedichte. Frankfurt a. M.: Büchergilde Gutenberg 1949. 244 S. (StB Wuppertal-Elberfeld, StA Hamm) – Hitlers Außenpolitik. Authentisch nach Mein Kampf. Broschüre. o.O.u.J. – postum: Ihr seid gewarnt. Ausgew. Texte hg. von August Siemsen. Hamburg: Kogge-Verlag [um 1955]. 32 S.

Unselbständige Veröffentlichungen in: (Ausw.; s. dazu Schmölders 1992) R. Schikkele (Hg.): Die Weißen Bl., Eine Monatsschr., Leipzig, 1917 [Aufs. gegen die Kriegsphilosophie Max Schelers] – Die Tat, Jena, 1917-1919 – Der Sozialist, Berlin, 1919ff. – P. Oesterreich (Hg.): Strafanstalt oder Lebensschule. Karlsruhe 1922: Von Strafen und ihren Wirkungen – Jungsozialist. Bl. 1925-1931 – Der Klassenkampf, Marxist. Bl., 1927-1931 – Die Frau in Leben und Arbeit, Schweizer Monatsschr., Aarau, 1933ff. – W. Münzenberg (Hg.): Die Zukunft, Rote Revue, 1949.

Herausgabe: Franz Diederich. Von unten auf. 3. Aufl. Dresden: Kaden 1928 (ULB Düsseldorf, StB Wuppertal-Elberfeld) – Preußen. Die Gefahr Europas. Nachgelassenes Mauskript. Paris: Ed. nouveau int. 1937 (UB Bonn) – Ein Leben für Europa. In memoriam Joseph Bloch. Frankfurt a. M. 1956. 120 S. (StB Hamm) – Die Frau in Leben und Arbeit. Schweizer Monatsschrift. Aarau/Schweiz [1933-1947; Red. und polit. Monatsübersichten] – Menschheitserziehung. Bd. 1. Die geschichtlichen Grundlagen der Erziehung. o.O. 1948 (ULB Münster, Lipp. LB Detmold, ULB Düsseldorf) – Das Buch der Freiheit. Stimmen der Völker aus vier Jahrtausenden. Frankfurt a. M.: Büchergilde Gutenberg 1956. 354 S. [mit J. Zerfass] (StB Bielefeld).

Übersetzungen: Afrika singt. Auslese neuerer afro-amerikanischer Lyrik. Hg. von A. Nussbaum. Wien: Speidel 1929.

Bibliographie: R. Schmölders: Personal- bibliogr. Anna Siemsen (1882-1951). Hg. vom Archiv der Arbeiterjugendbewegung. Oer-Erkenschwick 1992 (= Archivhilfe 5).

Selbständige Veröffentlichungen über Anna Siemsen: August Siemsen: Anna Siemsen. Leben und Werk. Hamburg, Frankfurt a. M. 1951 [Fotogr.; Bibliogr.] (StA Hamm, ULB Münster) – B. Zitterauer: Anna Siemsen. Leben und Werk einer sozialist. Berufspädagogin. Hamburg 1983 [Hausarb. zur 1. Staatsprüfung, Univ. Hamburg] – D. Grothe: Anna Siemsen, eine sozialist. Schulreformerin der Weimarer Zeit. Paderborn 1985 [Hausarb. zur 1. Staatsprüfung, GH/Univ. Paderborn] – R. Schmölders: Anna Siemsen. Zur Biogr. einer sozialdemokrat. Pädagogin in der Weimarer Republik. Ein Beitr. zur Gesch. sozialdemokrat. Bildungspolitik 1918-1933 [Diplomarb. Univ. Bielefeld 1987]; ders.: Anna Siemsen zur Einführung. Hamburg 1989 – S. Thielking: Gute Europäerinnen: Anna Siemsen und Ruth Körner im Exil. Essen: Essener Kolleg für Geschlechterforschung, Univ. Essen 2001.

Unselbständige Veröffentlichungen über Anna Siemsen: Nachrufe, in: St. Gallener Volksstimme, Jan. 1951; Gewerkschaftl. Rundschau, Jan. 1951 – O. Essig: Berufs- und Gemeinschaftserziehung im Lebenswerk von Anna Siemsen, in: Schola, Lebendige Schule, Monatsschr. für Erz. und Unterricht, 6, 1951, S. 563-581 – M. Juchacz: Anna Siemsen, in dies.: Sie lebten für eine andere Welt. Hannover 1971, S. 125-129 – H. Abosch: Anna Siemsen, in: D. Schöneicher (Hg.): Sie waren die ersten Frauen in der Arbeiterbewegung. Frankfurt a. M. 1988, S. 231-240 – R. Schmölders: Sozialist. Erziehung und polit. Jugendarbeit in der Weimarer Republik: Anna Siemsen, in: F. Brandecker u.a. (Hg.): Klassiker der sozialist. Erziehung. Bonn 1989, S. 111-127; ders.: Anna Siemsen. Zwischen den Stühlen: eine sozialdemokrat. Pädagogin, in: P. Lösch u.a. (Hg.): Vor dem Vergessen bewahren. Lebenswege Weimarer Sozialdemokraten. Berlin 1988; ders.: Anna Siemsen, sozialist. Pädagogin in der Weimarer Republik, in: I. Brehmer (Hg.): Mütterlichkeit als Profession? Lebensläufe von Pädagoginnen in der ersten Hälfte dieses Jhs. Pfaffenweiler 1990, S. 110-123 – V. Rothe: "Wir sehen das Ziel, wir suchen den Weg dorthin." Zur Lebensgesch. Anna Siemsens, einer Bonner Studentin, in: U. Arnold u.a. (Hg.): Aspekte der Gesch. Festschr. für P.G. Thielen. Göttingen, Zürich 1990, S. 135-143 – B. Schmidt: Frauen und Berufserziehung. Zum Problem der gemeinsamen Erziehung der Geschlechter bei Anna Siemsen und Olga Essig, in: A. Bernhard, J. Eierdanz (Hg.): Der Bund entschiedener Schulreformer. Eine verdrängte Tradition demokratischer Bildungspolitik. Frankfurt a. M. 1992, S. 117-133 – Anna Siemsen, "Daheim in Europa", in: Stadtansichten, Stadteinsichten, Stadtaussichten. Auf den Spuren Hammer Frauengeschichte[n]. Hamm 1992, S. 17-21 – R. Schmölders: Anna Siemsen, in: M. Asendorf, J.P. Reemtsma (Hg.): Lex. Dt. Demokraten. Stuttgart 1996; ders: Völkerverständigung und europäische Einigung: Anna Siemsen, in: P. Heitkämper, M. Seligmann (Hg.): Friedenserziehung in der Weimarer Republik. Weinheim 1996 – M. Reutter: "Vom egoistischen 'Mein' zum solidarischen 'Unser'". Pädagoginnen zwischen Frauenbewegung und sozialistischer Revolution; Therese Schlesinger, Anna Siemsen, Alice Rühle-Gerstel, in: Bildung hat (k)ein Geschlecht: über erzogene und erziehende Frauen; Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung d. Univ. Stuttgart, Abt. für Pädagogik. Hg. von K. Ruf. Frankfurt a. M. 1998, S. 149-153 – I. Hansen-Schaberg: Anna Siemsen (1882 - 1951). Leben und Werk einer sozialistischen Pädagogin, in: Die Töchter der Alma mater Jenensis. Hg. von G. Horn. Rudolstadt 1999, S. 113-136.

Erwähnungen in: J.H. Whang: Die Entwicklung der Päd. Soziologie in Deutschland. 2. Aufl. Ratingen 1967 – I. Neuner: Der Bund entschiedener Schulreformer. 1919-1933. Programmatik und Realisation. Bad Heilbrunn 1980 – J. Oelkers: Die Herausbildung der Theorie demokrat.-sozialist. Erziehung. Anm. zur Diskussion der zwanziger Jahre, in: Informationen zur erziehungs- und bildungspolit. Forschung 1981, H. 15/16, S. 113-163 – H. Drechsler: Die Sozialist. Arbeiterpartei Deutschlands (StAPD). Ein Beitr. zur Gesch. der dt. Arbeiterbewegung am Ende der Weimarer Republik. Hannover 1983 – C. Wickert: Unsere Erwählten. Sozialdemokrat. Frauen im Dt. Reichstag und im Preuß. Landtag 1919 bis 1933. Göttingen 1986 – W. Keim: Die Gesch. friedenspäd. Diskussionen und Bemühungen, in: J. Calließ u.a. (Hg.): Handbuch Praxis der Umwelt und Friedenserziehung. Bd. 1. Düsseldorf 1989, S. 557-595.

Bildnisse: 1. mehrere Fotogr. [Abb. in: Siemsen 1951, s.o.] – 2. Fotogr. (StLB Dortmund).

Nachlaß, Handschriftliches: 1. Nachlaß (1954 Privatbesitz): ungedr. Mss., Briefw. Mein Leben in Deutschland; Erinnerungen; Georg Ledebour; Deutsch-europäische Literaturgeschichte – 2. Dt. Bibl. Frankfurt a. M. (Nachlaß): Briefe an American Guild for German Cultural Freedom, 1938-1940 (6), von ders., 1939-1940 (5), von Theodor Marens, 1938 (2); Neue Wege der europäischen Politik [1950; Redems. masch.]; ausgefüllter Fragebogen zur Person [masch., mit Unterschr.]; Bibliogr. vom 12.3.1939 [2 Bl., masch. mit Angaben über unveröffentl. Werke]; von Anna Siemsen verfaßter Lebenslauf ihres Bruders Hans Siemsen; Briefw. von Leo Kestenberg mit American Guild for German Cultural Freedom, bzgl. Stipendien und Druckkostenzuschüsse für Anna Siemsen – 3. StUB Hamburg: Brief von und an Alfred Kantorowicz – 4. Fritz-Hüser-Inst. (Stadt Dortmund): Dok. – 5. SA Hamburg: Personalakten Hochschulwesen.

Sammlungen: 1. Fritz-Hüser-Inst. (Stadt Dortmund): Materialslg., Zeitungsausschnittslg. – 2. SA Hamburg:Zeitungsausschnittslg. – 3. StA Hamm: Personenslg. – Mommsen, Bd. 1, 1971.

Nachschlagewerke: Reichstagshb. 1920-1933 [Bildn.] – Kürschner: Dt. Gelehrten-Kalender 7, 1950 – Dechsler 1965 – Hammer Autoren 1973 – Doderer, Bd. 3, 1979 – Hb. der deutschsprach. Emigration, Bd. 1, 1980 – Barck 1994 [Fotogr.] – Klotz, Bd. 4, 1996 – Dt. Biogr. Archiv, N.F., Fiche 1224, Sp. 399-404.