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Florens Arnold Consbruch

Geboren am 8. Juli 1729 in Bielefeld. Entstammt einer bekannten minden-ravensbergischen Beamtenfamilie. War nach dem Jurastudium in Berlin und Halle Referendar in Minden, Richter in Herford, dann Bürgermeister und als Landsyndikus Sekretär der ravensbergischen Ritterschaft. Verstarb im Dezember 1784 in Herford.

Erste Gedichtveröffentlichungen während seiner Studien- und Referendarzeit. Eiferte seinen Vorbildern Johann Ludwig Wilhelm Gleim und Friedrich von Hagedorn nach. Gab während des 7jährigen Krieges seine literarische Tätigkeit auf.

Sein Sohn, der Bielefelder Arzt Georg Wilhelm Christoph Consbruch: Mein Vater war [...] ein Mann, der als schöner Geist und als Rechtsgelehrter unter unseren berühmten Landsleuten einen nicht geringen Rang behauptet. Seine Eleganz, seine Sitten, sein gebildeter Geschmack, seine frohen Launen und seine gründlichen Kenntnisse

hatten ihn in seinen jüngern Jahren dem berühmten Königl. Preußischen Minister, Grafen Gotter, so sehr empfohlen, daß dieser ihn sich zu seinem Gesellschafter wählte. [...] Das Haus meiner Aeltern war ein Tempel der Musen und der Grazien, und ein Sammelplatz froher und gebildeter Menschen. Keiner der damals berühmten und zum Theil noch lebenden schönen Geister Deutschlands reiste durch hiesige Gegend, ohne mein älterliches Haus zu besuchen. (Weddigen: Westph. Nationalkalender 1801)

Pseudonym: E.C.

Selbständige Veröffentlichungen: Loblied auf den so lang erwünschten Frieden und Friedrich II. Bielefeld 1746 [anonym] – Poetische Erzählungen. Frankfurt/M.: Fleischer 1750. 80S. [anonym; eigene Ged. und Nachdichtungen frz. Autoren] (ULB Münster) [Rez.: Gotthold Ephraim Lessing, in: Berliner Privilegierte Ztg. 1750; Nachdr. in Lessing-Werkausgaben und in: Westph. Bemühungen 1754, St. 35] – Versuche in westphälischen Gedichten [Pseud. E.C.]. Frankfurt/M.: Fleischer 1751. 136S. [Nachdichtungen frz. Autoren und eigene Ged., die sich teils auf aktuelle Ereignisse, teils auf Freunde und Freundeskreise, u.a. in Jena, beziehen; Nacherz. frz. Fabeln in Gedichtform und Verse im Stil der Anakreontiker] (ULB Münster) [Rez.: Gotthold Ephraim Lessing, in: Berliner Privilegierte Ztg. 1751]; 2. Slg. Frankfurt/M.: Fleischer 1756. 136S. (StB Bielefeld) [Rez.: Westph. Bemühungen 1753] – Scherze und Lieder. Frankfurt/M., Leipzig: Fleischer 1752. 68S. (StB Bielefeld).

Unselbständige Veröffentlichungen in: Westph. Bemühungen 1753-1756 [mehrere Oden, Lieder, Fabeln, Übers.] – postum: Mindener Sonntagsbl. 1820, St. 30: Fernere Beantwortung der Frage in Nr. 27, die Mythologie der Germanen betreffend; Jg. 1823: Einige Merkwürdigkeiten aus der Naturgeschichte des Krebses – Westfalen und Rheinland 1823, St. 21 und 28: Vaterländische Alterthümer.

Übersetzungen: Jean Racine: Die Gnade. Frankfurt/M. 1747.

Zeitgenössische Zeugnisse: Autobiographie seines Sohnes, Georg Wilhelm Christoph Consbruch, in: Weddigen: Westph. Nationalkalender 1801.

Unselbständige Veröffentlichungen über Consbruch: P. Eickhoff: Ein vergessener Minden-Ravensbergischer Dichter, in: Ravensberger Blätter 1910, Nr. 3, S. 20-22 (StB Bielefeld) – G. Engel: Florens Arnold Consbruch, in: Der Ravensberger 1950, S. 45-47 (StB Bielefeld); ders.: Anakreon in Westfalen, in: Gustav Engel: Aus 60 Jahren Mancherlei. Bielefeld 1985, S. 177-183 (StB Bielefeld).

Erwähnungen in: d'Ester 1907, S. 71ff. – Probst 1912, S. 49-52 – Rothert 1913, S. 224Gerwin 1920 [mehrf. erwähnt] – Casser 1928, S. 109, 121 – Casser 1934, S. 32-34 – Gödden/Nölle-Hornkamp: Musen 1990, S. 248 u.ö.

Handschriftliches: UB Göttingen: einzelne Handschr.; Akten der Dt. Gesellsch. – zum Inhalt: Frels 1934, S. 49.

Nachschlagewerke: ADB, Bd. 4, 1876 – Goedeke, 3. Aufl., Bd. 4/I, 1916, S. 30f. – von Heydebrand 1983 – Schulte: Westf. Köpfe, 3. Aufl. 1984 – Killy, Bd. 2, 1989 – Dt. Biogr. Archiv, Fiche 200, Sp. 349f.