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Franz Arnold Lecke

Geboren am 6. Juni 1766 in Hagen als Sohn eines Advokaten. Nach dem Besuch des Archigymnasiums in Soest kaufmännische Ausbildung in Neuchatel und Hamburg. Studium in Halle und Bützow (Mecklenburg). Beginn einer juristischen Laufbahn. War Justizkommissar und Notar in Hagen, später Iserlohn. Außerdem Unternehmer (betrieb eine Drahtmühle, eine Garnbleiche, eine Fingerhutmühle und eine Papierfabrik). Verstarb am 2. November 1832 in Hagen. Betätigte sich zugleich als Landschaftsmaler und im Bereich der Musik.

Ein Nachruf in der Zeitschrift Hermann (s.u.) bestätigte ihm eine vielseitige literarische Bildung. In seinen Gedichten herrscht eine angenehme, zum Nachsinnen reizende Wehmut. Auf ihre Form ist sehr viel Sorgfalt verwendet. Seine prosaischen Schriften hingegen sind voll Feuer und Leben, und man sollte kaum glauben, daß diese und seine poetischen Werke einen und denselben Verfasser hätten. Die Sprache darin ist gewandt und abgerundet, echter Humor, attisches Salz, feine Satire schimmern überall in ihnen durch.

Zu den Mitarbeitern der von Lecke herausgegebenen Monatsrosen gehörten außer Karl Hengstenberg inzwischen vergessene Schriftsteller aus Leckes engerer Heimat.

Pseudonym: Siegmar von der Lenne; Tiefensee; H; uz. Hagen; uz. L; uz. H[agen]; uz I[serlohn].

Unselbständige Veröffentlichungen in: Westf. Anzeiger 1808-1811 – Hermann 1814, Nr. 35: Charakterzeichnungen [nach dem Frz., Pseud. H.]; Nr. 36: Auch Charakterzeichnungen. Nicht nach dem Französischen, sondern nach der Natur; Nr. 44: Über die persönliche Satyre; Nr. 54: Insolvenz-Erklärung eines Gemeinschuldners an seine Gläubiger. Geschrieben im Jahre 18...; Jg. 1816, Nr. 18: Sinngedichtepostum: Münchner Blätter für Kunst, schöne Litteratur und Unterhaltung 1845/46: Ehen werden im Himmel geschlossen [6 Forts., dann abgebrochen] – weitere, im Nekrolog des "Hermann" angesprochene Prosaschriften konnten von Kracht 1983 (s.u.) nicht nachgewiesen werden.

Herausgabe: Monatsrosen. Iserlohn 1816 [Pseud. Siegmar von der Lenne; darin u.a.: Fragment über die Satire; 8 mehrseitige lange Ged.; Elegien in der Tradition Klopstocks und Hölderlins] (Lipp. LB Detmold, StA Iserlohn).

Unselbständige Veröffentlichungen über Lecke: Nekrolog auf Lecke, in: Hermann vom 20.12.1832; Wiederabdr. in: W. Schulte: Iserlohn. Geschichte einer Stadt. Iserlohn o.J. Bd. 2, S. 591 – A. Kracht: Die Künstlerfamilie Lecke. Folge 1: Franz Arnold Lecke, in: Der Märker 32, 1983, H. 3, S. 111-117; ders.: Franz Arnold Lecke - ein Doppelleben, in: Heinrich Schlieper: 18.12.1826 - 8.4.1905. Iserlohn 1988, S. 33-39 [Stadtarchiv].

Nachlaß, Handschriftliches: Zeugnisse seines bildnerischen Schaffens im Privatbesitz Fritz Böcker in Saarbrücken-Brebach.

Nachschlagewerke: Hamberger/ Meusel, 5. Aufl., Bd. 18, 1821; Bd. 23, 1834 – Raßmann 1823 – Goedeke, 3. Aufl., Bd. 13, 1938 – Schulte: Westf. Köpfe, 3. Aufl. 1984 – Götz Bettge (Hg.): Iserlohn-Lexikon. Iserlohn 1987, S. 331 (August Kracht) – Dt. Biogr. Archiv, Fiche 747, Sp. 247f.