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Georg Heinrich Paul Advena

Geboren am 28. Dezember 1865 auf einem Rittergut in der Gemeinde Heek, Bauerschaft Wichum bei Ahaus, als Sohn eines Rentmeisters. 1882 Umzug der Familie nach Münster. Von 1884 bis 1886 erlernte er in Rheine den Beruf des Apothekers. Später hatte er Anstellungen als Apotheker in Coesfeld, Münster, dann auch in Kairo, Alexandria und Istanbul. 1903 von Würzburg aus Umzug in die Schweiz. Schon zu Lebzeiten der Eltern gab ich mich nebenbei wissenschaftlichen Studien hin und (leider, mein Vater erlebte es nicht mehr) kehrte der Apothekerei den Rücken und wurde als Lehrer dann an Institute berufen und war hier am Handels- und Sprachinstitut Wenigstein, das jetzt wegen Schülermangels geschlossen ist, tätig für deutsche Sprachwissenschaft, Literatur, deutsche und französische Korrespondenz, Chemie und Naturwissenschaften. Daneben befasse ich mich mit Schriftstellerei. (Selbstzeugnis aus dem Jahre 1917, nach Wermert, 2. Aufl. 1983) Anfang der 20er Jahre lebte er in Basel. Nach Verlust des gesamten Vermögens durch die Inflation kehrte er 1924 mittellos nach Deutschland zurück. Er lebte für kurze Zeit in Coesfeld, wo er als Apotheker Arzneimittelvertretungen aufzubauen versuchte, und in Eschershausen, Kreis Holzminden. 1927 Umzug nach Kiel. Bei einem Bombenangriff auf Kiel im Jahre 1941 ging seine sämtliche Habe in Flammen auf, auch, und das schmerzte ihn am meisten, seine schriftstellerischen Werke, an denen er seit zwanzig Jahren gearbeitet hatte. Darunter befanden sich die Heimatromane "Der Sohn der Magd" und "Der Dorfprophet", die "Dorfnovellen" sowie eine wissenschaftliche Arbeit über die "Volksmedizin im Kreise Ahaus". Die Drucklegung der vernichteten Werke war zuvor an den damaligen Kriegsverhältnissen gescheitert. (Wermert 1981) Seit 1946 lebte Advena in einem Pfelegeheim in Gettorf. Er starb am 24. Januar 1947 in einem Versorgungsheim in Schönberg/Holstein.

Pseudonyme: Paul von Wichum; Tilman Paul zum Born; Tilo Paul; Advena zur Egg; Tilman P. Advena.

Selbständige Veröffentlichungen: Wilde Blumen aus der westfälischen Heimat. Ein Sagenbuch für Jung und Alt. Hildesheim: Borgmeyer [1923]. 90S. [Pseud. Tilo Paul] – Die Goldene Spinne. Ein Märchenbuch. Ebd. [1925]. 95S. [Pseud. Tilo Paul] – postum: Sagen aus der westfälischen Heimat. Erzählt von Tilo Paul. Münster: Aschendorff 1983 (KA Borken) – Im Banne der Heide. o.O.u.J.

Unselbständige Veröffentlichungen in: Die Heimat, Zeitschr. des westf. Heimatbundes, Dortmund, 6, 1924: Wilde Blumen aus Westfalen. Sagen aus dem Kreise Ahaus [Pseud. Tilman P. zum Born]; Das Geisterglöckchen. Eine Sage aus dem westfälischen Heimatlande [Pseud. Tilman P. Advena] – postum: Wermert 1981 (s.u.): Das Wexter Füllen; Die letzten Zwei [Ged.] – Heimat- und Rathausspiegel, Heek, 16, 1984: An der Mühle [Ged.].

Unselbständige Veröffentlichungen über Advena: F. Nacke: Georg Heinrich Advena, ein Dichter des Münsterlandes, in: Heimat- und Rathausspiegel, Heek, 1977, S. 22 – J. Wermert: Georg Heinrich Advena. Ein Dichter des Münsterlandes, in ders.: 450 Jahre Schützenverein Wext-Ammert-Wichum-Callenbeck. Festschr. Gronau 1981, S. 195-198 [Fotogr.]; 2. Aufl. 1983 - J. Wermert: Paul Advena. Apotheker und Schrifsteller, in: ders., Heek und Nienborg, Heek 1998, S. 879-900.

Bildnis: Fotogr. (Original Heimatverein Nienborg; Abb. in: Wermert 1981).

Nachlaß, Handschriftliches: Gemeindearchiv Heek.

Grabstätte: Auf dem Friedhof in Gettorf.

Nachschlagewerke: Dorneich 15, 1926.