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Friedrich Sieburg

Geboren am 18. Mai 1893 in Altena als Sohn eines Kaufmanns. Halbbruder von Erich Sieburg. Besuch der Gymnasien in Altena und Düsseldorf. Ab 1912 Studium der Philologie, Geschichte und Volkswirtschaft in Heidelberg (u.a. bei Max Weber und Friedrich Gundolf), München, Freiburg/Br. und Münster. In Heidelberg Verbindungen zum George-Kreis. Von 1914 bis 1918 Kriegsteilnehmer, seit 1916 als Fliegeroffizier in Frankreich. Er erlebte das Kriegsende als Verwundeter in Münster. 1919 Promotion zum Dr. phil. in Münster. Seit 1920 freier Schriftsteller in Berlin. Er teilte vorübergehend das Revolutionspathos des Spätexpressionismus und veröffentlichte außer Theater- und Filmkritiken (seit 1921 neben Tucholsky in der "Weltbühne") auch einen Rosa Luxemburg gewidmeten Gedichtband (Die Erlösung der Straße. Potsdam 1921) sowie Erzählungen (Oktoberlegende. Dresden 1924). Zu seinem charakterist. Metier und Stil fand S. von 1924 an als Auslandskorrespondent der "Frankfurter Zeitung", zunächst in Kopenhagen, dann in Paris [1926-1930, 1932-1939] und London [1930-1932]. (Killy-Literaturlexikon) In Paris etablierte er sich als Kenner der Geschichte, Kultur und Literatur Frankreichs. In brillant pointierten, meist rigoros wertenden Buchbesprechungen, histor. Essays, literar. Porträts und kulturgeschichtl. Feuilletons profilierte er sich als ein an Hölderlin, George, Benn und Rilke orientierter Ästhet. (ebd.) In der Zeit um 1930 finden sich bei dem damals der sogenannten konservativen Revolution nahestehenden Autor auch konservativ-nationale Ideologeme. 1921 Ehe mit der Schauspielerin Beate Finkh. Im Dritten Reich bekannte er sich zunächst öffentlich zum Nationalsozialismus. Nach 1933 warb er auch in seiner Tagespublizistik für das neue Deutschland im Ausland, was ihm die Feindschaft der dt. Emigrantenkreise und nach der dt. Besetzung von Paris die Berufung in den kulturpolit. Koordinierungsstab der Okkupationsregierung – neben Ernst Jünger – eintrug. (ebd.) In seinen Buchveröffentlichungen – besonders in der indirekt regimekritischen Studie über Robespierre, die eine ins Historische projizierte Auseinandersetzung mit dem politischen Messianismus Hitlers enthält – war Sieburg kritischer, was ihn mehrmals mit NS-Behörden in Konflikt brachte (Buchverbote, Dienstaufsichtsbeschwerden). Dennoch gab es auch immer wieder Annäherungen an die offizielle Linie, am deutlichsten im Japan-Buch von 1939 sowie während seiner kulturpolitischen Tätigkeit im besetzten Paris. So empfahl Sieburg den Mitgliedern der Groupe Colaboration 1941 eine Faschistisierung nach deutschem Muster. 1939 Wechsel in die neugegründete Informationsabteilung des Auswärtigen Amtes, das ihn 1939 nach Brüssel und 1940 nach Paris entsandte. 1941 Eintritt in die NSDAP. Nach Differenzen verließ er Ende 1942 die deutsche Botschaft und ging in die Redaktionszentrale der Frankfurter Zeitung, wo er bis zu deren Verbot 1943 blieb. 1942 Heirat mit seiner zweiten Frau, einer geb. von Bülow, auf deren Schloß in Rübgarten/Württemberg er nach 1943 lebte. 1944 Scheidung. Umzug nach Bebenhausen, wo er 1945 von den französischen Militärs inhaftiert wurde. Er muß sich in "résidence forcée" begeben, die er in Birkenfeld/Nahe zubringt. Gleichzeitig erhält er Schreibverbot. Es wird erst 1948 aufgehoben. (Krause 1995) Erneute publizistische Tätigkeit, zunächst in der von ihm mitherausgegebenen Wochenschrift Die Gegenwart und seit 1956 als Leiter des wöchentlichen Literaturblatts der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Nahezu bruchlos an seine Publizistik der 30er Jahre anknüpfend, avancierte er mit seinen zeitgeschichtlichen Betrachtungen [...] und Literaturkritiken [...] zu einem einflußreichen Experten der Adenauer-Ära und zum entschiedenen Widersacher der jungen Nachkriegsliteratur um die Gruppe 47. Ihr warf er eine fundamental-oppositionelle Haltung von links oben vor, während er selbst einen am französischen Moralismus orientierten Begriff von gesellschaftskritischer Literatur propagierte. Mit seinem subjektivistischen Urteil, das in der Kunst wie im Leben nur die außergewöhnliche Tat gelten ließ, bewegte sich S. einerseits im Spektrum des dt. konservativen Ästhetizismus der ersten Jahrhunderthälfte zwischen der soldatischen Entschlossenheit Ernst Jüngers und der anarch. Melancholie Gottfried Benns. (Killy-Literaturlexikon) Andererseits polemisierte S. immer wieder gegen das politische Abseitsstehen deutscher Schriftsteller in der Tradition der deutschen Innerlichkeit. Dem hielt er die soziale Einbindung französischer Intellektueller als citoyens entgegen. Er lebte nach 1948 in Tübingen und Stuttgart und starb am 19. Juli 1964 auf dem Gut Schwalbenhof bei Gärtringen nahe Böblingen, das er seit 1957 bewohnte und wo seit 1993 eine Sieburg-Gedenkstätte an den Feuilletonisten erinnert.

1959 Bundesverdienstkreuz; 1963 Professor h.c. durch das Land Baden-Württemberg und Annette-von Droste-Hülshoff-Preis.

Werkausgabe: Friedrich Sieburg. Werkausgabe. Bd. 1-7. Stuttgart: Dt. Verlags-Anstalt 1987ff. [nach Bd. 7 unvollst. abgebrochen] (ULB Münster u.ö.).

Selbständige Veröffentlichungen: Die Erlösung der Städte. Gedichte. Potsdam: Kiepenheuer 1920. 47 S. (StUB Köln) – Die Grade der Lyrischen Formung. Beiträge zu einer Ästhetik des lyrischen Stils. Stuttgart: Union 1920. 48 S. [Diss. Münster 1919] – Oktoberlegende. Erzählungen. Hellereau: Hegner 1924. 154 S. [Inhalt: Oktoberlegende; Der verwunschene Dieb; Zwei Freunde und das Meer] – Gott in Frankreich? Ein Versuch. Frankfurt a. M.: Societäts-Verlag 1929. 338 S. (ULB Münster, StUB Köln, StLB Dortmund, ULB Düsseldorf) [Rez.: G. Heinrich: Annäherung? Zu Sieburgs "Gott in Frankreich", in: Der Gral, Münster, 25, 1931, S. 848-850]; Neuaufl., erw. durch das Kapitel: Frankreich und kein Ende. Ebd. 1954. 358 S. [Abb.] (UB Bonn, StLB Dortmund, ULB Düsseldorf); frz. Übers.: Dieu est-il français? Paris: Grasset [1930]. 370 S. (ULB Münster, StUB Köln); Neuaufl. 1942 [zu den frz. Rez. s. Taureck 1987, s.u.] – Vergessene Historie. 2 Bde. Frankfurt a. M.: Societäts-Verlag 1931 [Inhalt: Frankreichs rote Kinder. 91 S. (ULB Münster, ULB Düsseldorf); Neuaufl. Zürich: Manesse [um 1980]; Vendée. 107 S.]; Neuaufl. Stuttgart: Wunderlich 1949 (UB Bonn, StLB Dortmund) – Die rote Arktis. "Malygins" empfindsame Reise. Frankfurt a. M.: Societäts-Verlag 1932. 239 S.; frz. Übers. u.d.T.: Sur une brise-glace soviétique. Paris 1932 – Es werde Deutschland. Frankfurt a. M.: Societäts-Verlag 1933. 327 S. (StUB Köln, ULB Münster, UB Bonn, StLB Dortmund) [Rez. in: Die neue Rundschau, Berlin, 1933, 2. Halbjahr, S. 850-856 (P. Suhrkamp)]; frz. Übers. u.d.T.: Défense du nationalisme allemand. Paris 1933 (UB Bonn) [zu den frz. Rez. s. Taureck 1987, s.u.]; engl. Übers. u.d.T.: Germany. My Country. London: Cape 1933 – Polen. Legende und Wirklichkeit. Frankfurt a. M.: Societäts-Verlag 1934. 62 S. (ULB Münster, ULB Düsseldorf) – Robespierre. Ebd. 1935. 337, 28 S. (ULB Münster, ULB Düsseldorf, StUB Köln) [Abb.; Rez. in: 1. Le Figaro vom 13.6.1936 (A. Rousseaux); 2. Frankfurter Ztg. vom 19.1.1936 (K. Voßler); 3. Comune, Nr. 35, Juli 1936, S. 1383-1385 (J. Bruhat)]; Neuaufl. Stuttgart: Dt. Verlags-Anstalt 1958. 320 S. (UB Bonn, Lipp. LB Detmold); Stuttgart, Hamburg: Dt. Bücherbund 1966. 380 S. [Abb.]; mit dem Untertitel: Mensch, Revolutionär, Diktator. München: Heyne 1975. 394 S. (StB Duisburg); frz. Übers. 1936 – Neues Portugal. Bildnis eines alten Landes. Frankfurt a. M.: Societäts-Verlag [1937]. 269 S. [Abb.] (ULB Münster, StLB Dortmund, StB Essen); frz. Übers. u.d.T.: Le nouveau Portugal. Paris 1938 – Afrikanischer Frühling. Eine Reise. Frankfurt a. M.: Societäts-Verlag 1938. 413 S. (StLB Dortmund, ULB Düsseldorf, StUB Köln) – Blick durchs Fenster. Aus 10 Jahren Frankreich und England. Ebd. [1939]. 319 S.; frz. Übers. u.d.T.: De ma fenêtre. 1942 [Rez. in: La Gerbe vom 21.1.1943 (R. Lasne)] – Die stählerne Blume. Eine Reise nach Japan. Ebd. [1939]. 188 S. (StLB Dortmund, StB Wuppertal-Elberfeld, StUB Köln, StB Essen); frz. Übers. u.d.T.: La fleur d'acier. 1942 – France d'hier & demain. Préambule de B. Grasset. Paris: Péroud 1941. 22 S. – Canada-Vendée. Ebd. 1943 – Schwarzweiße Magie. Über die Freiheit der Presse. Tübingen, Stuttgart: Wunderlich 1949. 122 S. (= Brunnen-Bücherei 5) (ULB Münster, UB Bonn, StLB Dortmund) – Unsere schönsten Jahre. Ein Leben mit Paris. Ebd. 1950. 404 S. (UB Bonn, Lipp. LB Detmold, StLB Dortmund, StUB Köln); Neuaufl. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1967. 184 S. (= rororo-Taschenbuch 908); Neuaufl. Stuttgart: Dt. Verlags-Anstalt 1973. 330 S. (StB Bochum) – Was nie verstummt. Begegnungen. Tübingen, Stuttgart: Wunderlich 1952. 446 S. (StLB Dortmund, Lipp. LB Detmold, UB Bonn); Neuaufl. ebd. 1956 – Geliebte Ferne. Der schönsten Jahre anderer Teil. Ebd. [1952]. 446 S. (StLB Dortmund, ULB Düsseldorf, StB Trier); 2. Aufl. ebd. 1952 (Lipp. LB Detmold, StB Essen); Neuausg. Stuttgart: Dt. Verlags-Anstalt 1968. 386 S. (StB Duisburg) – Hundertmal Gabriele. Ebd. 1953. 57 S. [Abb.] (ULB Düsseldorf, StB Duisburg); Neuausg. Stuttgart: Dt. Verlags-Anstalt 1964. 77 S. [Rötelzeichn. von J.B. Greuze] (StLB Dortmund, StB Bielefeld); Neuaufl. Zürich: Manesse [um 1980] – Kleine Geschichte Frankreichs. Frankfurt a. M.: Scheffler 1953. 192 S. [Abb.] (ULB Münster, StB Essen, StLB Dortmund, ULB Düsseldorf); 2. Aufl. ebd. [1953] (StB Bochum); 3. Aufl. ebd. [1955]; erw. Neuaufl. u.d.T.: Französische Geschichte. Ebd. 1966. 206 S. (UB Bochum, StB Duisburg) – Die Lust am Untergang. Selbstgespräche auf Bundesebene. Hamburg: Rowohlt 1954. 373 S. (Lipp. LB Detmold, ULB Düsseldorf, StLB Dortmund); Neuaufl. Reinbek: Rowohlt [1961]. 221 S. (EDDB Köln, EAB Paderborn) – Wohin mit uns? Berlin, Bonn 1954. 32 S. (ULB Düsseldorf, EAB Paderborn) – Nur für Leser. Jahre und Bücher. Stuttgart: Dt. Verlags-Anstalt 1955. 420 S. (ULB Münster, UB Bonn, StLB Dortmund) – Napoléon. Die 100 Tage. Ebd. 1956. 435 S. (StUB Köln, ULB Münster, ULB Düsseldorf); Neuaufl. Stuttgart: Dt. Verlags-Anstalt 1964. 435 S. (UB Bochum); Neuaufl. München, Zürich: Knaur 1966. 376 S. (= Knaur Taschenbücher 111) – Lob des Lesers. Stuttgart: Dt. Verlags-Anstalt 1958. 11 S. (ULB Düsseldorf) – Chateaubriand. Romantik und Politik. Ebd. 1959. 494 S. (ULB Münster, UB Bonn, StUB Köln, StLB Dortmund) [dass. Berlin, Darmstadt, Wien: Dt. Buch-Gemeinschaft 1966. 435 S.]; Transl. from the German by V.M. Macdonald. London: Allen and Unwin 1961. 351 S. – Paris. Anblick und Rückblick. Stuttgart: Reclam 1959. 92 S.; Nachdr. ebd. 1963. 92 S. (= Reclams Universalbibl. 8293) (UB Bonn) – Das Geld des Königs. Eine Studie über Colbert. Stuttgart: Dt. Verlags-Anstalt 1960. 53 S. [Abb.] (ULB Düsseldorf); Neuausg. ebd. 1974. 79 S. (StUB Köln, StLB Dortmund) – Helden und Opfer. Fünf historische Miniaturen. Wiesbaden: Insel 1960. 66 S. (ULB Düsseldorf, StLB Dortmund); Neue Aufl. Frankfurt a. M.: Insel 1963. 65 S. (= Insel-Bücherei 715) – Im Licht und Schatten der Freiheit. Frankreich 1789-1848. Bilder und Texte. Stuttgart: Dt. Verlags-Anstalt 1961. 438 S. (ULB Münster, StB Essen, Lipp. LB Detmold, StLB Dortmund); Neue Aufl. Zürich: Buchclub Ex Libris 1965. 438 S. – Eine Maiwoche in Paris. Frankfurt a. M.: Scheffler 1961. 65 S. [Abb.] (ULB Düsseldorf, StLB Dortmund, UB Bonn) – Lauter letzte Tage. Prosa aus 10 Jahren. Stuttgart: Dt. Verlags-Anstalt 1961. 386 S. (ULB Münster, Lipp. LB Detmold, ULB Düsseldorf); Neuaufl. München: Dt. Taschenbuchverlag 1965. 291 S.; Neuaufl. Stuttgart, Hamburg: Dt. Bücherbund 1968. 365 S. – Gespräche mit Napoleon. Ebd. 1962. 328 S. (StB Wuppertal-Elberfeld, StB Mülheim/R.) – Christian Dietrich Grabbe. Napoleon oder die hundert Tage. Dichtung und Wahrheit. Frankfurt a. M., Berlin: Ullstein 1963 (StUB Köln) – Gemischte Gefühle. Notizen zum Lauf der Zeit. Stuttgart: Dt. Verlags-Anstalt 1964. 200 S. (ULB Münster, Lipp. LB Detmold, StLB Dortmund, StB Essen) [Rez.: Wort und Wahrheit, Freiburg/Br. u.a., 19, 1964, H. 11, S. 720f. (F. Taucher)] – postum: Verloren ist kein Wort. Disputationen mit fortgeschrittenen Lesern. Ebd. 1966. 385 S. (ULB Münster, StLB Dortmund, StB Essen) – Nicht ohne Liebe. Profile der Weltliteratur. Ebd. 1967. 159 S. (ULB Münster, StLB Dortmund, ULB Düsseldorf) – Französische Medaillons. Frankreichs rote Kinder. Das Geld des Königs, eine Studie über Colbert. Vendée. Hundertmal Gabriele. Helden und Opfer. Studienausg. Frankfurt a. M.: Societäts-Verlag 1967. 183 S. (UB Bochum) – Zur Literatur. Hg. von F.J. Raddatz. 2 Bde. Ebd. 1981. 478, 398 S. – Abmarsch in die Barbarei. Gedanken über Deutschland. Hg. von K. Harpprecht. Ebd. 1983. 397 S. [mit Vorw.] – Robespierre. Trad. de l'allemand par Pierre Klossowski. Préface de Michel Vovelle. Paris: Mémoire du Livre 2003.

Unselbständige Veröffentlichungen in: Die neue Schaubühne, April 1920: Hölderlin; Juni 1920: Die Transzendenz des Filmbildes; Dez. 1920: Was war uns Reinhardt? – Menschen 3, 1920: Aufruf an Berlin; Gesang bei Vollmond; Widmungen [jew. Ged.]; Jg. 4, 1921: Entrückung; Verfall [jew. Ged.] – Das Kunstbl., Berlin, 5, 1921: Ausblick nach dem Theater – Die neue Rundschau, Berlin, vom 10.10.1921: Oktoberlegende. Erzählung – Der neue Merkur, Stuttgart, Berlin, 5, 1921, Bd. 5: Lied der Mutter; Müdewerden [jew. Ged.]; Der verwunschene Dieb. Erzählung; Berliner Regisseure – Weltbühne, Berlin, 17, II, vom 13.1.1921: Die Großverdiener beim Theater; 19, I, vom 8.2.1923: Lebensgefahr; vom 15.3.1923: Die Trilogie der fehlenden Leidenschaft; II, vom 27.9.1923: Hamlet in Florenz; vom 18.10.1923: Die restlose Erfassung der Bohème; vom 15.11.1923: Die Prinzen von Arkadien; vom 27.12.1923: Galerie George Grosz; 20, I, vom 28.2.1924: Der entgötterte Beischlaf; vom 20.2.1924: Die deutsch-dänische Frage; 20, II, vom 25.9.1924: Norwegen; vom 9.12.1924: Auslandsdeutsche; vom 24.2.1925: Freien Hals der Guillotine!; 21, I, vom 31.3.1925: Brandes und Dänemark; 21, II, vom 14.7.1925: Zuhaus und draußen – Die Lit. Welt, Berlin, 2, Nr. 30, 1926: Die Anbetung von Fahrstühlen [Nachdr. in: Weimarer Republik. Manifeste und Dok. zur dt. Lit. 1918-1930. Stuttgart 1983] – E. Glaeser (Hg.): Fazit. Ein Querschnitt durch die dt. Publizistik. Hamburg 1929: Ein Jude hat geschossen – Die Tat 21, Okt. 1929: Zur Lage der französischen Intelligenz – Die neue Rundschau, Berlin, 42, 1931: Deutschland und Frankreich – Nouvelle Revue de Hongrie, Organ de la Société Litteraire Francaise, Budapest, Sept. 1932: La politique du rapprochement sans phrase – Frankfurter Ztg. [Ausw. der seit 1932 tägl. Art.: vom 30.3.1930: Hölderlin, französisch; vom 31.8.-2.9.1932: Oberlehrer Herriot. Vom bürgerlichen Radikalismus in Frankreich; vom 30.10.1932: Rez. zu "Werner Picht. Jenseits von Pazifismus und Nationalismus"; vom 18.12.1932: Revolution als Wille zur Nation. Über Otto Flake; vom 18.12.1932: Frankreich und der "soziale General"; vom 31.1.1933: Überraschung in Paris; vom 14.2.1933: Frankreich sieht Kriegsgespenster; vom 15.2.1933: Die fixe Idee Frankreichs; vom 5.4.1933: Ein junger Mann [über G. Bergery]; vom 9.4.1933: Persönliches und etwas mehr. Von den Pflichten des Auslandsdeutschen; vom 13.6.1933: Ein Mann zwischen Gestern und Morgen. Zum Bilde Daladiers; vom 16.4.1933: Caillaux und seine Legende; vom 4.7.1933: Im Namen der Demokratie. Die französischen Generationen und Deutschland; vom 8.10.1933: Um die Staatsautorität in Frankreich; vom 28.11.1933: Blick auf die Französische Jugend; vom 25.2.1934: Frankreich in dieser Zeit. I: Die Toten vom 6. Februar; vom 24.6.1934: Léon Blum, Geschichte eines Führers; vom 12.8.1934: In einem anderen Land [über Dänemark]; vom 25.11.1934: Gespenst mit blutigen Flügeln; vom 7./8.3.1935: Schrifttum, Elite, Nation. Noten über die französische Akademie; vom 7.8.1935: Der Philosoph an der Grenze; vom 10.11.1935: Frankreich, Deutschland; vom 24.5.1936: Figaros Hochzeit [über Gaston Bergery]; vom 25.5.1936: Nur ein Buch. Tardieus Revolution durch das Wort; vom 11.6.1936: Bildnis Léon Blums; vom 27.8.1936: Im Lande Goyas; vom 8.11.1936: Wachsender Zweifel am Russenpakt; vom 10.11.1936: Doriots Kampf gegen Moskau; vom 24.1.1937: Yvonne Delbos; vom 28.2.1937: Ein Hölderlin-Vermächtnis; vom 3.3.1937: Warum Blums Stellung stark ist; vom 18.4.1937: Neue französische Romane; vom 7.5.1937: Ein Jahr später [zur Regierung Blums]; vom 27.5.1937: Dr. Schacht eröffnet das Deutsche Haus; vom 5.6.1937: Freiheitsfront gegen Volksfront; vom 9.7.1937: Die Pflichten des Auslandsberichterstatters; vom 14.7.1937: Der Störenfried [zur Regierung Blums]; vom 18.7.1937: Das trunkene Schiff. Betrachtungen zum 14. Juli 1937; vom 9.9.1937: Deutsche Kulturwoche in Paris; vom 10.10.1937: Jenseits des Kirchturmes [zur Regierung Blums]; vom 1.1.1938: Freude in Coimbra [Universitätsgründung]; vom 23.1.1938: Südexpress [Bahnreise nach Lissabon]; vom 4.2.1938: Paris. Lebensbild einer Weltstadt; vom 22.3.-23.10.1938: Afrikanisches Tagebuch [Berichte von einer Afrikareise]; vom 16.7.1938: Fahnen in Gewittern; vom 23.10.1938: Familienväter. Zu den Senatswahlen in Frankreich; vom 30.10.1938: Frankreichs Zukunft; vom 6.11.1938: Frankreich im neuen Europa; vom 8.11.1938: Das Attentat in der Pariser Botschaft; vom 9.11.1938: Die Verwandten des Pariser Attentäters verhaftet; vom 10.11.1938: Die Trauer in der deutschen Kolonie; vom 11.11.1938: Gedenkstunde in der deutschen Kolonie; vom 27.11.1938: Frankreichs Selbstgespräch; vom 11.12.1938: Tour d'horizon; vom 1.1.1939: Das Jahr der Ernüchterung; vom 31.1.1939: Deutschlands Recht in der Welt; vom 22.2.1939: Wann erkennt Paris die Regierung Francos an?; von März bis August 1939: Berichte von einer Reise über Indien, Singapore und Hongkong nach Japan; nach 1945 zunächst unter Pseud.] – S. Márai, L. Dormándi: Zwanzig Jahre Weltgeschichte in 700 Bildern. 1910-1930. Berlin 1931: Einleitung – Revue d'Allemagne, Straßburg/E., vom 15.7.1932: Requête à des amis – Revue Hebdomadaire, Nr. 48 vom 5.12.1936: Essai sur la bourgeoisie française – L'Intransigeant vom 6.5.1937: "Présent!" répond l'Allemagne à l'appel de Paris – Cahiers franco-allemands, Karlsruhe, 1940: Sous l'arc de Triomphe – Welt und Wort, Lit. Monatsschr., Tübingen, 6, 1951: Nur Worte. Ein Selbstporträt – Die Gegenwart vom 11.4.1953: Karl Kraus' großer Augenblick; vom 9.7.1953: Ich weiß, was soll es bedeuten – Jahresring, Ein Querschnitt durch die dt. Lit. und Kunst, München, 3 vom 3.10.1956: Zur Lyrik Heinrich Heines – Westf. Heimatkalender, Münster, 1961: Geliebte Ferne; Jg. 1966: Ein bißchen Kunst; Jg. 1968: Rußiges Land zwischen Köln und Münster – FAZ vom 19.9.1962: Das Primat der Poesie, Heinrich Heine, Lyrik – H. Klüter (Hg.): Facsimile-Querschnitt durch die Gartenlaube. Bern, Stuttgart, Wien 1963: Einleitungpostum: Otto Flake. Finnische Nächte. Die Erzählungen. Gütersloh 1966: Vorwort – K. Roessing. Holzstiche und Linolschnitte [Katalog]. Stuttgart 1979: Vorwort – Otto Flake. Die frz. Revolution. 1789-1799. Zürich 1988: Nachwort – Sudhoff 1996: Oktoberlegende – K. Uhde: Besondere Kennzeichen. Selbstporträts zeitgenöss. Autoren. München o.J.: Selbstbiographie.

Übersetzungen und Herausgabe: Honoré de Balzac. Modeste Mignon. Reinbek: Rowohlt 1923. 364 S.; Neuaufl. ebd. 1953 – K. Rasmussen. Rasmussens Thulefahrt. Zwei Jahre im Schlitten durch unerforschtes Eskimoland. Frankfurt/M.: Societäts-Verlag 1926. 511 S. [Abb.; Übers., Bearb.] (StUB Köln); Neuaufl. ebd. 1934. 349 S. – K. Rasmussen. Die große Jagd. Leben in Grönland. Aus dem Dän. Frankfurt a. M.: Rütten und Loening 1926. 176 S. [Abb.] – Die Gegenwart. Eine Halbmonatsschrift. Freiburg/Br.: Verlag der Gegenwart 1948-1950; Frankfurt a. M.: Verlagshaus der Frankfurter Societäts-Dr. 1950-1955 [hg. mit E. Benkard, B. Guttmann, M. v. Brück, M. Freund] – Henri Paul Bydoux. Die Erforschung der Sahara. Freudenstadt: Schwarzwald- Verlag 1949. 182 S. [Übers.] (ULB Münster) – Georges Lenotre. Wenn Steine reden. Geschichten aus Alt-Paris. Heidelberg: Palladium 1952. 314 S. (StB Trier) – Guy de Maupassant. Meisternovellen. Ausgew. und eingel. Bremen: Schünemann 1958. 881 S. (= Slg. Dieterich 173) [Hg. mit Einl.] (StB Bochum) – Guy de Maupassant. Die Irrfahrten des Herrn de Maupassant. Mit einem Essay. Stuttgart: Steingrüben [2967]. 231 S. (ULB Düsseldorf).

Zeitgenössische Zeugnisse, Erwähnungen: Joseph Roth. Briefe 1911-1939. Köln, Berlin 1970 [Erwähn. in den Briefen] – unveröffentlichte Briefe von Kurt Tucholsky [Veröffentl. von Sieburg untersagt] – Gottfried Benn. Briefe an F.W. Oelze 1932-1945. Frankfurt a. M. 1979, S. 112f., 412 – B. Reifenberg. Die Briefe, in: Die Gegenwart 11, S. 52; ders.: Die zehn Jahre 1933-1943, in: Die Gegenwart. Sonderheft 1856-1956. 11, Nr. 56, S. 40-51 – Otto Abetz: Das offene Problem. Ein Rückblick auf zwei Jahrzehnte dt. Frankreichpolitik. Köln 1951 – Gerhard Heller: Un Allemand à Paris. Paris 1981, u.a. S. 5880 – Sascha Guitry: Quatre ans d'occupation. Bd. 2: 1942-1944. Monte Carlo 1954, S. 160 u.ö. – Louise Weiss: Mémoires d'une Européene. Paris 1970, S. 300 u.ö.

Literarische Zeugnisse: Lion Feuchtwanger: Exil. Roman. Amsterdam 1940 [in der Figur des nationalsozialist. Journalisten und Agenten Erich Wiesener] – Maximilian Scheer: So war es in Paris. Frankfurt/M. 1973, S. 155-163 – Walter Hasenclever: Irrtum und Leidenschaft. München, Berlin 1977, S. 314-318 [Figur des Sebastian].

Selbständige Veröffentlichungen über Friedrich Sieburg: M. von Brück: Friedrich Sieburg. Festschr. zum 65. Geburtstag. Stuttgart 1958 – M. Miehlnickel: Feuilletonist. Sprache und Haltung bei Friedrich Sieburg und Sigismund von Radecki. Diss. Berlin 1962 – Interpress-Archiv. Friedrich Sieburg. Nr. 173. Hamburg 7.5.1963 – Schreiben ist Leben. Zum 70. Geburtstag von Friedrich Sieburg am 18. Mai 1963. Stuttgart 1963 – Interpress Kultur. Friedrich Sieburg. Nr. 56. Hamburg 8.5.1968 – H. Lösch: Friedrich Sieburg. Mit Werkverzeichnis. Wien 1968 [Diss.] – M. Taureck: Friedrich Sieburg in Frankreich. Seine literarisch-publizist. Stellungnahmen zwischen den Weltkriegen im Vergleich mit Positionen Ernst Jüngers. Heidelberg 1987 (= Reihe Siegener Beitr. zur Lit.- und Sprachwiss. 75) – T. Krause: Friedrich Sieburg, ein dt. Publizist auf der Suche nach nationaler Identität. Diss. Berlin 1990; ders.: Mit Frankreich gegen das dt. Sonderbewußtsein. Wege und Wandlungen Friedrich Sieburgs in diesem Jh. Berlin 1993 – Gemeinde Gärtringen (Hg.): "Die Schwalben fliegen hoch." Erinnerungen an Friedrich Sieburg zum 100. Geburtstag. Gärtringen 1994 – C. von Buddenbrock: Friedrich Sieburg 1893-1964: un journaliste allemand à l´épreuve du siècle. Paris 1999 – C. von Buddenbrock: Friedrich Sieburg (1893 - 1964): ein deutscher Journalist vor der Herausforderung eines Jahrhunderts. Mit einer Einl. von J. Altwegg. Übers. von B. Damidot. Frankfurt a. M.: Societäts-Verl. 2007. 

Unselbständige Veröffentlichungen über Friedrich Sieburg: F. Lefèvre: Une heure avec Friedrich Sieburg, in: Les Nouvelles Littéraires vom 29.11.1930, S. 1 – H. Joudan, E. Susini: Zwei Franzosen über Sieburg, in: Dt.-Frz. Rundschau 3, 1930, S. 408ff. – A. Rousseaux: Gott mit uns, in: Le Figaro vom 27.11.1930 – G. Reuillard: Une Explication allemande de l'Hitlérisme. Interview avec F. Sieburg, in: Excelsior vom 31.3.1933, S. 1, 3 – B. Lecache: Le bon M. Sieburg, in: La Volonté vom 2.4.1933 – L. Martin-Herweg: Sieburg, est-il Allemand? in: Die Aktion 1, Nr. 2 vom 11.5.1933 – F.C. Weiskopf: "Mein Kampf". Ausg. für die Leser der "Frankfurter Zeitung". Über Friedrich Sieburg "Es werde Deutschland", in: Neue dt. Bl. vom 20.9.1933, S. 59ff. – R. Leonhard: M. Sieburg où Dieu est-il Nazi, in: Le Monde, Paris, Nr. 255 vom 22.4.1933 – Von Friedrich Sieburg zu Louis Thomas, in: La République vom 17./18.1.1934 – P. Scheffer: Der Unbestechliche, in: Berliner Tagebl. vom 8.12.1935 [Nachdr. in: M. Boveri: Wir lügen alle. Eine Hauptstadtztg. unter Hitler. Freiburg/Br. 1965, S. 523] – W. Franck: Sieburgs Diktator, in: Das Neue Tagebuch vom 22.2.1936, S. 184-186 – C. de Faucigny-Lucinge: Une conférence de Rapprochement Intellectuel. Friedrich Sieburg, in: L'Assaut, Nr. 7 vom 24.11.1936, S. 4 – M. Scheer: Sieburg und Goebbels, in: Die neue Weltbühne, Nr. 48 vom 26.11.1936, S. 1523f.; ders.: Nochmals Sieburg, in ebd., Nr. 1 vom 1.1.1937, S. 26f. – R. Brasillach: Au temps où M. Sieburg nous écrivait, in: Je suis partout vom 3.5.1940 – H. Poulain: Un écrivain allemand devant l'épopée française, in: La Gerbe vom 13.1.1944, S. 4 – J. Heritier: Frédéric Sieburg devant la France, in: Révolution Nationale vom 19.9.1942 – P. Rilla: Der Fall Jünger, in: Die Weltbühne, Berlin, vom 15.7.1946, S. 77 – R. Caratsch: Die letzten zehn Jahre der Frankfurter Ztg., in: Neue Zürcher Ztg., Nr. 112 vom 19.1.1947 – G. Hillard: Ein Publizist als Homme de Lettres, in: Merkur 8, 1954, S. 82 – H.E. Holthusen: Literatur als gesellige Pflicht. Dem 65jährigen Friedrich Sieburg, in: Merkur 12, 1958, S. 597-600 – F. Killer: Ist Friedrich Sieburg ein Nazi? in: Contra. Politisch-lit. Flugschr. Nr. 9 vom 27.1.1961, S. 69-80 – H. Bienek: Friedrich Sieburg, in ders.: Werkstattgespräche mit Schriftstellern. München 1963, S. 179-191 – M. Freund: Friedrich Sieburg. Zu seinem 70. Geburtstag, in: FAZ vom 18.5.1963 – Friedrich Sieburg zu seinem 70. Geburtstag, in: Bücherschiff 13, 1963, Nr. 4, S. 3f. – O. Kuhn: "...von Geburt Westfale". Friedrich Sieburg erhielt den Hülshoff-Preis, in: Ruhr-Nachr., Dortmund, vom 30.9.1963 – H. Trappe: Friedrich Sieburg aus "Altena", in: Westfalenspiegel, Dortmund, 1963, H. 9, S. 3 – C. Herbermann: Westfale und Weltbürger, Literaturpreis für Friedrich Sieburg, in ebd., H. 11, S. 12; ders.: Seine letzten Bücher. Zum Tode von Friedrich Sieburg, in ebd. 1964, H. 9, S. 2 – E. Johann: Friedrich Sieburg. Gesittung durch Lit., in ebd. 13, 1964, H. 9, S. 1-3 – M. Scheer: Ein altes Chamäleon. Friedrich Sieburg in Paris, in: Neue dt. Lit., Berlin, 12, 1964, S. 177-182 – J. Nobecourt: Situation de Friedrich Sieburg, in: Le Monde, Paris, vom 25.7.1964 – R. Seier: Friedrich Sieburg gest., in: Die Christengemeinde 36, 1964, S. 318f. – W. Siedler: Abschied von Sieburg, in: Die Welt, Hamburg, vom 25.7.1964 – B. Reifenberg: Abschied von Friedrich Sieburg, in: FAZ vom 21.7.1964 – E. Johann: Friedrich Sieburg: Gesittung durch Lit., in: Westfalenspiegel, Dortmund, 9, 1964 – F. Berner: Friedrich Sieburg, in: Jahresring, Ein Querschnitt durch die dt. Lit. und Kunst, München, 65/66, S. 311-317 – N. Benckiser (Hg.): Ein Hundeleben und das schönste Abenteuer. Friedrich Sieburg, in: Politiker, Dichter und Denker schreiben für den Tag. Frankfurt/M. 1966 – H. Daiber: Friedrich Sieburg, in: Vor Deutschland wird gewarnt. Siebzehn exemplar. Lebensläufe. Gütersloh 1967 – M. Reich-Ranicki: Gerechtigkeit für Friedrich Sieburg, in: Die Zeit, Hamburg, vom 17.2.1967 – F. Schonauer: Sieburg & Co. Rückblick auf eine sogenannte konservative Literaturkritik, in: Literaturmag. 7. Nachkriegslit. Reinbek 1977 – G. Carr: A sudden and passionate Revolution towards Germany. Zum polit. Denken Friedrich Sieburgs, in: K. Bullivant: Das lit. Leben in der Weimarer Republik. Königstein 1978 – F. Schonauer: Der Schöngeist als Kollaborateur oder Wer war Friedrich Sieburg? in: K. Corino (Hg.): Intellektuelle im Bann des Nationalsozialismus. Hamburg 1980, S. 107-119 – J. Fest: Friedrich Sieburg. Ein Porträt ohne Anlaß, in: FAZ, Nr. 165 vom 19.7.1980 [Fotogr.] – G. Ueding: Moralist in der Maske des Rezensenten, in: FAZ-Literaturbeil., Frankfurt/M., vom 8.12.1981 – M. Flügge: Friedrich Sieburg. Frankreichbild und Frankreichpolitik 1933-1945, in: Vermittler, Dt.-frz. Jb., 1, 1981, S. 197-219; ders.: Nachtgedanken mit Goldrand. Friedrich Sieburgs Versuche über Deutschland, in: Die Zeit, Hamburg, vom 10.2.1984 – W. Scheller: Die Kritik war sein Lebenselixier. Friedrich Sieburg im Lauf der Zeiten, in: General-Anzeiger vom 22.7.1983 – K. Harpprecht: Vom Pathos der Anpassung. Über Friedrich Sieburg, in: Frankfurter Rundschau vom 10.9.1983, Literaturbeil. S. 3; ders.: Friedrich Sieburg. Er war Moralist in der Maske des Rezensenten, ein streitbarer und umstrittener, ein irrender und verirrter Liebender der Lit. und des Menschen, in: Frankfurter Allg. Mag. von 21.5.1993, S. 44-53 [zahlr. Fotogr.] – A. Widmann: Souveräner Erotiker des Textes. Aus Anlaß von Tilman Krauses Diss. über Friedrich Sieburg, in: FAZ, Nr. 208 vom 8.9.1993 [Abb.] – T. Krause: Friedrich Sieburg, in: Lit. von nebenan 1995, S. 323-328 [Bildn.; Textproben].

Erwähnungen in: J. Guéhenno: Le Nationalisme allemand, in: Europe vom 15.4.1933, S. 571 – J. Donnadiue: Hitler manoeuvre à Varsovie, in: Le Figaro, Paris, vom 7.11.1934 – Das braune Netz. Wie Hitlers Agenten im Auslande arbeiten und den Krieg vorbereiten. Paris 1935, S. 147 u.ö. – B. Grasset: Die frz. Verleger und die Zusammenarb., in: Cahiers franco-allemands, Karlsruhe, Nov.-Dez. 1940, S. 354-356 – K. Rauch: Echanges intellectuels et collaboration dans l'Edition, in ebd. Nr. 9-10, 1941 – K. Epting: Ein Jahr Dt. Inst., in: Deutschland-Frankreich, Hamburg, 1942, Nr. 1, S. 126 – Les Cahiers de la Résistance No 1: L'Affaire Grasset. Documents. Paris 1949 [Abdr. eines Briefes von B. Grasset an Sieburg] – R. Coulondre: De Staline à Hitler. Paris 1950, S. 298 u.ö. – K. Epting: Generation der Mitte. Bonn 1953 – M. Reich-Ranicki: Lit. der kleinen Schritte. München 1967, S. 215 u.ö. – H. le Boterf: La vie parisienne sous l'occupation. Bd. 2. Paris 1975 [s. Reg.] – J. Petzold: Wegbereiter des dt. Faschismus. Die Jungkonservativen in der Weimarer Republik. Köln 1978 [s. Reg.] – H. Amouroux: Les beaux jours des collabos. Juin 1941-Juin 1942. Paris 1978 [s. Reg.] – H. M. Enzensberger: Vaterland, Muttersprache. Dt. Schriftsteller und ihr Staat von 1945 bis heute. Berlin 1979, S. 177 u.ö. – Schonauer 1961, S. 170f. u.ö. – F.J. Raddatz: Die Nachgeborenen. Frankfurt/M. 1983 [s. Reg.] – Wulf 1983, S. 332 – Westf. Literaturführer 1992, S. 11f.

Bildnisse: 1. Fotoslg. (DLA Marbach) – 2. Zeichn. von Richard Sprick (WLMKuK Münster).

Nachlaß, Handschriftliches: 1. DLA Marbach (Sieburg-Archiv, Nachlaß): 5 Kst. [Prosa, Briefe von und an Sieburg]; Verschiedenes, Autobiogr.; Zeichn.; Ged.: Dein Auge blau...; Idyll; Wie wird die Nacht mich finden...; An Norbert; Prosa: Kleine Geschichte Frankreichs; Nur für Leser; Verschiedenes, Widmungen: für Maria Sieburg; zugehörige Mat.; Briefe an Heinz Ludwig Arnold, 1962, an Margarete Baur, 1961-1963, an Brigitte Beer, 1959-1962, an Hans Bender, 6.9.1957, an Gottfried Benn, 10.6.1952, an Ludwig Berger, 25.4.1964, an Wilhelm Bitter, 26.4.1964, an Günter Blöcker, 1959, an Karl Friedrich Borée, 5.12.1955, an Joseph Breitbach, 1955-1963, an Bernard von Brentano, 1959, an Max von Brück, 7.11.1953, an Albert Bürkle, 18.4.1955, an Werner Deusch, 29.11.1952, an Wolfgang Drews, 18.2.1960-1961, an Duschek, 5.3.1956, an Josef Eberle, 1951-1955, an Otto Haeberlein, 13.6.1955, an Ernst Hardt, 1910-1923, an Wilhelm Hausenstein, o.D., an Norbert von Hellingrath, 1913-1914 (29), an Werner Helwig, 1959-1964 (83), an Yvonne Helwig, 20.7.1963, an Helene Henze, 1963-1964, an Gustav Hillard, 1954-1964, an Karl August Horst, 1960-1963 (41), an K. Ihlefeld, 21.2.1947, an Ruth und Woldemar Klein, 1957-1962, an Eckart Kleßmann, 26.4.1964, an Thilo Koch, 10.7.1962, an Egon Koeppel, 28.5.1954, an Rudolf Krämer-Badoni, 1958-1963 (32), an Marga Land, 1952-1961, an Michael Landmann, 30.3.1963, an Wilhelm Lehmann, 1950, an Rudolf Walter Leonhardt, 5.10.1960, an Emil Ludwig, 30.9.1930, an Anna Freifrau von Münchhausen, 1912-1916, an Thankmar Freiherrn von Münchhausen, 1912-1930 (55), an Otto Friedrich Regner, 1962, an Hans Eduard Riesser, 1932-1963, an Max Rychner, 1962-1963, an Heinrich Scheffler, 1952-1963, an Ursula Schleicher, 1.12.1963, an Grete Schüddekopf, 1960, an Wolfram von Steinen, 28.5.1913, an Thea Sternheim, 19.7.1957, an Wilhelm Emanuel Süskind, 22.4.1949, an Oskar Wintergerst, 12.1.1964, an Werner Wirthle, 26.5.1955, an Richard Wisser, 1958 (46), von Alfred Andersch, 30.10.1963, von Gottfried Benn, 1949, von Karl Theodor Bluth, 1951, von Karl Friedrich Borée, 9.5.1953-1955, von Otto Haeberlein, 25.5.1955, von Wilhelm Hausenstein, 10.2.1943, von Erika Mann, 23.1.1964, von Victor Meyer-Eckhardt, 1950-1951, von Josef Mühlberger, 1951, von Heinrich Scheffler, 1953 (32), von Karl-Heinz Söhler, 1962 (11) – 2. Akad. der Künste, Berlin: Brief an Erwin Piscator, 13.2.1957 – 3. BA Koblenz: Mat. – 4. NW HSA Düsseldorf (Nachlaß Emil Strodthoff): Briefw. mit E. Strodthoff; s. Mommsen, Bd. 2, 1983 – 5. Heine-Inst., Düsseldorf: Briefe an Victor Meyer-Eckhardt, 1950f. (3) – 6. LB Stuttgart: Briefe an Norbert von Hellingrath, 1913f. – 7. Polit. Archiv des Auswärtigen Amtes, Bonn: Aktenverzeichnis der Dt. Botschaft Paris – 8. StA Braunschweig: Briefe an E. Sander, 1951-1958 (2), an Kurt und Mary Tucholsky, 5.8.1928 (3) – 9. StB München: Briefe im Archiv Annette Kolb; Briefe im Nachlaß von Erika Mann; Briefe im Archiv J.M. Wehner – 10. ULB Darmstadt: Brief an Marie Schiebelhuth, 20.1.1958 – s. Denecke/Brandis, 2. Aufl. 1981, S. 354.

Gedenkstätten: Grabstätte auf dem Waldfriedhof in Stuttgart (Abt 2A, Grab Nr. 31-157-158); Geburtshaus in der Lüdenscheider Straße in Altena mit Gedenktafel; Gedenkstätte in Gätringen, Schwalbenhof.

Nachschlagewerke: Degener, 10. Ausg. 1935; 12. Ausg. 1955 – Kosch, 2. Aufl., Bd. 3, 1956 – Kürschner: Nekrolog 1971 – Aubert, 2. Aufl. 1975 – Vogt-Leppla 1983 – Raabe 1985 – Wilpert, 3. Aufl. 1988 – Kindler, Bd. 15, 1992 – Killy, Bd. 10, 1992 – Wilpert/Gühring, 2. Aufl. 1993 – Albrecht/Böttcher, Bd. 2, 1993 – Freund 1993 – Brauneck 1995 – Dt. Biogr. Archiv, N.F., Fiche 1222, Sp. 312-314.