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Hans Werner Henze

Geboren am 1. Juli 1926 in Gütersloh als Sohn eines Lehrers. 1942 Studienbeginn an der Staatsmusikschule Braunschweig. 1944 Militärdienst. 1945 Korrepetitor am Stadttheater Bielefeld. Studien am Kirchenmusikalischen Institut in Heidelberg. 1948 musikalischer Mitarbeiter Heinz Hilperts am Deutschen Theater Konstanz. 1950 Künstlerischer Leiter und Dirigent des Balletts des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. In den folgenden Jahrzehnten anläßlich der Aufführung seiner Werke Arbeit an verschiedenen deutschen und internationalen Bühnen sowie Gastprofessuren. 1953 Übersiedlung nach Italien. 1980 bis 1991 Professur (Komposition) an der Staatlichen Hochschule für Musik in Köln. 1988 Gründung und Künstlerische Leitung der Münchener Biennale. Internationales Festival für neues Musiktheater.

Mitglied der West-Berliner Akademie der Künste (1960-1968). Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste (1964). Korrespondierendes Mitglied der Akademie der Künste der DDR. Ehrenmitglied der Royal Academy of Music, London (weitere Ehrenmitgliedschaften im In- und Ausland).

Henze ist einer der bedeutendsten Komponisten der Gegenwart. Seit 1952 künstlerische Zusammenarbeit mit Ingeborg Bachmann. Sie verfaßte ein Szenarium für eine Ballettpantomime sowie zwei Opernlibretti zur Musik Henzes. Weitere musikalische Werke entstanden nach Vorlagen Hans Magnus Enzensbergers und Franz Kafkas. 1999 stiftete der Landschaftsverband Westfalen-Lippe einen Hans-Werner-Henze-Musikpreis.

Auszeichnungen: (Ausw.) Robert-Schumann-Preis der Stadt Düsseldorf – Premio d’Italia der RAI (1953) – Großer Kunstpreis des Landes NRW (1957) – Großer Kunstpreis Berlin (1959) – Niedersächsischer Kunstpreis (1961) – Ehrendoktor der Universität Edinburgh (1970) – Bundesverdienstkreuz (1992) – Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (1995).

Selbständige Veröffentlichungen: das ende einer welt. funk-oper. Frankfurt/M.: Frankfurter Verlagsanst. 1953 [mit W. Hildesheimer] – Undine. Tagebuch eines Balletts. Vorw. von A. Andersch. München: Piper 1959 – Essays. Mainz: Schott 1964 – El Cimarrón. Ein Werkstattbericht. Hg. von C. Henneberg. Mainz: Schott 1971 [mit H.M. Enzensberger] – Musik und Politik. Schriften und Gespräche. 1955-1979. Hg. von J. Brockmeier. München: dtv 1975; erweit. Neuausg. ebd. 1984; engl. Übers. 1982 – Schriften und Gespräche. 1955-1979. Mit einem Vorw. und Aufführungsverzeichnis von H.-P. Müller. Berlin: Henschel 1981 – Reiselieder mit böhmischen Quinten. Autobiographische Mitteilungen 1926-1995. Frankfurt/M.: S. Fischer 1996; engl. Übers. London 1997 – L’ Upupa. Nachtstücke aus den Morgenland; autobiografische Mitteilungen. Berlin: Propyläen 2003 – weiterhin Textbücher zu verschiedenen Opern, zumeist nach fremder Vorlage, sowie Werkstattberichte.

Unselbständige Veröffentlichungen in: zahlr. musiktheoretische Beitr. in unterschiedlichsten Zeitschriften und Monographien.

Herausgabe: Neue Aspekte der musikalischen Ästhetik. Frankfurt/M.: Fischer 1979-1997 [Bd. 1: Zwischen den Kulturen, Bd. II: Die Zeichen, Bd. III: Lehrgänge Erziehung in Musik, Bd. IV: Die Chiffren. Musik und Sprache, Bd. V: Musik und Mythos. Neue Aspekte der musikalischen Ästhetik, jeweils mit eigenen Beitr.] – Neues Musik-Theater. Almanach zur 1. Münchener Biennale. München: Hanser 1988 – Notizen aus einer Werkstatt. Bericht über den Workshop Komponieren in der Schule im Rahmen des Schleswig-Holstein-Festivals. Nordkolleg Rendsberg 4.-13.8.1997. Mainz: Schott 1998.

Werkverzeichnis: Hans Werner Henze. Ein Werkverzeichnis 1946-1996 [Red.: Andreas Krause; engl. Übers. Roderick Watkins; ital. Übers. Franco Serpa]. Mainz: Schott 1996 – R. Williamson: Hans Werner Henze. Selected Bibliography & Discography, in: Henze at the Royal Northern College of Music. A Symposium. Ed. by D. Jarman. Arc Publications 1998.

Selbständige Veröffentlichungen über Henze: D. de Lamotte: Der Prinz von Homburg. Ein Versuch über die Komposition und den Komponisten. Mainz 1960 – K. Geitel: Hans Werner Henze. Berlin 1968 – H. Pauli: Für wen komponieren Sie eigentlich? Gespräche mit Hans Werner Henze. 1971 – Der Komponist Hans Werner Henze. Ein Buch der Alten Oper Frankfurt. Hg. von Dieter Rexroth. Mainz 1986 – Hans Werner Henze. Ein polit. Musiker. 12 Vorlesungen. Hamburg 1988 – D. Hochgesang: Die Opern von Hans Werner Henze im Spiegel der deutschsprachigen, zeitgenöss. Musikkritik bis 1966. Diss. Hamburg 1992 – P. Petersen: Hans Werner Henze. Werke der Jahre 1984-1993. Mainz 1995 – Ingeborg Bachmann, Hans Werner Henze. Ausstellungskatalog. Basel: Theater 1996 – T. Beck: Bedingungen librettist. Schreibens. Die Libretti Ingeborg Bachmanns für Hans Werner Henze. Würzburg 1997 – Hans Werner Henze. Polit.-humanitäres Engagement als künstler. Perspektive. Festschrift zur Verleihung der Ehrendoktorwürde der Univ. Osnabrück an den Komponisten. Hg. von S. Giesbrecht und St. Hanheide. Osnabrück: Rasch 1998 – zahlr. weitere musikwiss. Literatur über Henze; vgl. Williamson 1998 (s.o.) – C. Bielefeldt: Hans Werner Henze und Ingeborg Bachmann: die gemeinsamen Werke. Beobachtungen zur Intermedialität von Musik und Dichtung. Bielefeld 2003 – A. Förger: Nachtwandler - Außenseiter - Künstler. Hans Werner Henzes Kleist-Oper "Der Prinz von Homburg". Mainz 2004 – H. Huber: Pauke und Schlagzeug in den Werken von Hans Werner Henze. Norderstedt 2005 – M. Kerstan (Hg.): Hans Werner Henze. Komponist der Gegenwartund [zus. mit C. Wolken]. Leipzig 2006 – U. Tadday (Hg.): Hans Werner Henze - Musik und Sprache. München 2006.

Unselbständige Veröffentlichungen über Henze: (Ausw.) zahlr. Beitr. über Henze in der musikwiss. Literatur.

Briefe: H. Höller (Hg.): Briefe einer Freundschaft. Ingeborg Bachmann und Hans Werner Henze. Mit einem Vorw. von Hans Werner Henze. München: Piper 2004.

Nachlaß, Handschriftliches: 1. Archiv der Akad. der Künste, Berlin: 2 Briefe an Leonard Stechel, 1956 – 2. DLA Marbach: 50 Briefe an Alfred Andersch, 1953-1962; 1 Brief an Gisela Andersch, 1962; Brief von Alfred Andersch, 26.12.1961 – 3. ULB Münster: 2 Briefe an Ruth Hellberg, 1952 – 4. Bayer. StB München: Laudatio auf Karl Amadeus Hartmann, 23.2.1980; 2 Briefe an F.G. Kaltwasser, 1979-1980; Brief an Renata Wagner, 23.2.1980 – 5. StB München: Brief von Hermann Kesten (Durchschlag).

Nachschlagewerke: (Auswahl) Degener, 12. Aufl. 1955 – Kürschner: Biogr. Theater-Handb. 1956 – Kosch, Erg. Bd. 4, 1997 – Wer ist Wer, 38. Ausg., 1999/2000 – Munzinger Archiv 1999 – Dt. Biogr. Archiv, N.F., Fiche 562, Sp. 246f. – Dt. Bibliothek.