Orte
/ E / /

Autorinnen und Autoren
Geburtsorte und Lebensstationen
Zeitabschnitte
Preise und Auszeichnungen
Dichtergalerie
Abkürzungen Standorte
Abkürzungen Kurztitel
Archive und Sammlungen

 

zur Startseite

Hilfe aufrufen

zurück zur Übersicht

Walter Hagemann

Geboren am 16. Januar 1900 in Euskirchen/Rheinland. Gymnasium in Essen und Dorsten. Studium der Philosophie, Geschichte, Germanistk und Volkswirtschaft in Münster, München und Leipzig. 1921 Dr. phil. Mehrere Weltreisen. Von 1927 bis 1933 Auslandsredakteur der Zeitung Germania in Berlin. Von 1934 bis 1945 Chefredakteur des Blattes (vorübergehende Einstellung des Organs 1938). Herausgeber eines Pressedienstes. 1945 Redakteur der Neuen Zeitung in München. Seit 1946 Professor für Publizistik und Neueste Geschichte in Münster. Institutsdirektor. Ausschluß aus der CDU, weil er sich gegen unkritischen Amerikanismus und übertriebenen Antibolschewismus aussprach. (Dt. Biographische Enzyklopädie) Wurde in Folge einer aufsehenerregenden Rede vor dem Nationalrat der DDR wegen politischer und sittlicher Verfehlungen seines [Münsterer] Lehrstuhls enthoben. (ebd.) Er entzog sich einem Strafverfahren 1961 durch Übersiedlung in die DDR. Atomkraftgegner. Er unterschrieb 1958 den Appell Kampf gegen den Atomtod. Inhaber des Lehrstuhls für politische Wirtschaftsgeschichte an der Humboldt-Universität in Berlin. 1962 Beitritt zur Ost-CDU. Er starb am 16. Mai 1964 in Potsdam.

Pseudonym: Michael Bruck.

Selbständige Veröffentlichngen: Paolo Paruna. Politische Schriften. Berlin: Diss. phil. 1922; Auszug in: Jb. der Dissertationen. Berlin 1921-1922 – Das erwachende Asien. Arabien, Indien, China. Berlin 1926 – Zwischen La Pista und Hudson. Wanderungen durch Latein-Amerika. Berlin: Germania 1927 – Gestaltwandel Afrikas. Reiseskizzen. Ebd. 1928 – Die Revision der Kolonialmethoden in Afrika. 1929 – Deutschland am Scheideweg. Gedanken zur Außenpolitik. Freiburg/Br. 1931 – Uns ruft Afrika! Reiseskizzen. Berlin: Dt. Verlagsgesellsch. 1943 – Der Weg in den Abgrund. München: Pflaum 1946 – Der Fahrgast aus Chikago. Erlebnisse in drei Erdteilen. Stollhamm/Oldburg: Rauschenbusch 1949 – Vom Mythos der Masse. Ein Beitrag zur Psychologie der Öffentlichkeit. Heidelberg: Vowinckel 1951 – Der Film. Wesen und Gestalt. Ebd. 1952 – zahlr. Veröffentl. über Politik, Pressewesen, Medienentwicklung und zur Friedensforschung; postum: Grundzüge der Publizistik und Kommunikation der Gesellschaft. Von W. Hagemann und H. Prakke. Aus Anlaß des gemeinsamen einhundertsten Geburtsjahres beider "Münsteraner" Autoren hg. von D. Oppenberg und H.-D. Fischer. Neuaufl. zweier Pionierarbeiten der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft in einem Bd. Hagen: ISL-Verl. 2000.

Unselbständige Veröffentlichungen: Wir leben in der DDR. Selbstzeugnisse christl. Persönlichkeiten. 1963: In der neuen Heimat.

Herausgabe: [zahlr. wiss. Hg., u.a.] Beiträge zur Publizistik, 6 Bde. Heidelberg 1950-1954 – Filmstudien. Beiträge des Filmseminars im Institut für Publizistik an der Universität Münster. 3 Bde. Münster 1952-1957 – Publizistik. Zeitschrift für die Wissenschaft von Presse, Rundfunk, Film, Rhetorik, Werbung und Meinungsbildung. Münster 1956-1960 [Mithg.].

Unselbständige Veröffentlichungen über Hagemann: Die Auswahl. Aufs. aus Ztg. des In- und Auslandes, H. 10, 1949: „Der Führer war heute sehr unzufrieden“. Walter Hagemann als Publizist im Dritten Reich – W. Haacke: Dreißig Jahre Inst. für Publizistik an der Univ. Münster i.W., in: Die dt. Ztg., 4, 1950; ders.: Das Inst. für Publizistik an der Univ. Münster, in: Die dt. Presse, hg. vom Inst. für Publizistik an der FU Berlin 1954 – Walter Hagemann gest., in: Publizistik 9, 1964 – R. Stöber: Emil Dovifat, Karl d’Ester und Walter Hagemann. Die Wiederbegründung der Publizistik in Deutschland nach 1945, in: Die Spirale des Schweigens. Hg. von W. Duchkowitsch. Münster 2004 (Kommunikation - Zeit - Raum 1), S. 123-144.

Nachschlagewerke: Wer ist Wer 1949 – NDB, Bd. 7, 1966 – Handb. der dt. Wiss., Bd. 2, 1949 – Kürschner: Dt. Gelehrten-Kalender, Bd. 7, 1950 – Kürschner: Nekrolog 1956-1970 – Degener, 12. Aufl. 1955 – Kosch, 3. Aufl., Bd. 7, 1979 – Dt. Biogr. Enzyklopädie, Bd. 4, 1996 – Munzinger Archiv 1999 – Dt. Bibliothek – Dt. biogr. Archiv, N.F., Fiche 509, Sp. 334-338.