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Victor Niemeyer

Geboren am 8. Dezember 1863 in Berge bei Hamm als Sohn eines Justizrats. 1865 Umzug der Familie nach Warburg, wo sein Vater als Rechtsanwalt und Notar tätig wurde. Besuch der dortigen Grundschule und des Gymnasiums bis zur 7. Klasse. Als seine Eltern 1876 ihren Wohnsitz nach Essen verlegten, besuchte er dort das Burggymnasium. 1883 Abitur. Studium der Rechtswissenschaften in Freiburg/Br., Leipzig, Greifswald und Berlin. 1887 Gerichtsreferendar in Essen, 1892 Gerichtsassessor und Promotion zum Dr. jur. in Leipzig. Seit 1892 Rechtsanwalt und Notar (1905) in Essen.

Er entwickelte ein besonderes Interesse für die Luft- und Ballonfahrt. Auf abenteuerlichen Ballonfahrten erzielte er zahlreiche Siege. Er erwarb sich besondere Verdienste bei der Entwicklung der frühen deutschen Luftfahrt (Zeppeline und Motorflugzeuge). Später engagierte er sich bei der Erarbeitung des Luftrechts, über das er zahlreiche Fachartikel verfaßte. Als Mitglied und Mitbegründer des "Ersten Internationalen Komitees für Luftrecht" besuchte er von 1910 an alle wichtigen Hauptstädte Europas. (Das Paradies unserer Kindheit 1992) Aktive Teilnahme am Musik- und Theaterleben der Stadt Essen und zahlreiche Kontakte zu dortigen Künstlern. Von 1898 bis 1929 war er ununterbrochen Stadtverordneter, zunächst für die nationalliberale und zuletzt für die Deutsche Demokratische Partei. 1945 wurde er von der Militärregierung zum Mitglied des ersten Bürgerausschusses ernannt. Im Oktober 1946 Ratsmitglied der FDP. 1948 Ehrenbürgerschaft der Stadt Essen. Er starb am 14. Februar 1949 in Essen, wo er ein Ehrengrab erhielt.

Selbständige Veröffentlichungen: Alfried Krupp. Biographie. Ein Bild seines Lebens und Schaffens. Essen: Silbermann 1887. 71S. (StB Essen, UB Bonn); 2. Aufl. Essen: Hoppenstädter 1887. 71S. (UB Bonn, ULB Düsseldorf) – Geschichte der Stadt Rom. Essen 1932 – Lebenserinnerungen eines Siebzigjährigen. Berlin: Sigismund 1937. 185S. (StB Essen, ULB Münster, UB Bonn, A Bielefeld) – postum: Das Paradies unserer Warburger Kindheit. Erinnerungen aus dem neunzehnten Jahrhundert von Ludwig Weingärtner, Victor Niemeyer und Theodor Niemeyer. Hg. vom Museumsverein Warburg e.V. Bearb. von W. Bockelkamp. Warburg: Hermes 1992. 145S. (ULB Münster).

Unselbständige Veröffentlichungen in: Jahresbericht des Verkehrsvereins für den Stadt- und Landkreis Essen 1926/1928, H. 19-21: Das schöne Essen.

Herausgabe: Zwei Briefe von Karl Leberecht Immermann. Aus dem Besitze von Justizrat Dr. Victor Niemeyer. Essen, Dortmund: Ruhfuss 1931 (=Essener Bibliophilen-Abend 1931) (UB Bochum, ULB Düsseldorf).

Unselbständige Veröffentlichungen über Niemeyer: F.A. Niemeyer: Johannes Gotthold Victor Niemeyer, geb. 1863, Rechtsanwalt und Notar, in ders.: Stammtafeln des Niemeyerschen Geschlechts. 4. Aufl. bearb. von K. Niemeyer. Halle/S. 1915, S. 53 – Viktor Niemeyer, Dr. jur., Justizrat, Rechtsanwalt und Notar in Essen, in: Reichshb. der dt. Gesellsch. 1931, Sp. 1329 [Fotogr.] – Justizrat Victor Niemeyer wird am 8. Dez. 70 Jahre alt, in: Essener Anzeiger vom 8.12.1933 – Dr. Niemeyer, Justizrat, 85 Jahre alt, in: Westd. Allg. Ztg. vom 7.12.1948 – Dr. Victor Niemeyer, Justizrat, heute 85 Jahre alt, in: Neue Ruhr-Ztg. vom 8.12.1948 – Essen ehrt Dr. Niemeyer. Er wird der erste Ehrenbürger der Stadt nach 1945, in: Rhein-Ruhr-Ztg. vom 10.12.1948 – Dr. Niemeyer, Justizrat, 85 Jahre, in: Essener Tagebl. vom 11.12.1948 – Hohe Ehrungen für Justizrat Dr. Niemeyer zu seinem 85. Geburtstag, in: Westdt. Rundschau vom 14.12.1948 – Dr. Viktor Niemeyer, Justizrat, gest., in ebd., Ausg. vom 17.2.1949 – Nachrufe, in: Rhein-Ruhr-Ztg. vom 18.2.1949; Essener Mitt., Nr. 234 vom 19.2.1949 [G. Heinemann].

Nachschlagewerke: Reichshb. der Dt. Gesellsch., Bd. 2, 1931 [Fotogr.] – Sellmann, Bd. 1-3, 1980-1991 – Dickhoff 1985 [Bildn.] – Hallenberger/van Laak/Schütz 1990 – Dt. Biogr. Archiv, N.F., Fiche 950, Sp. 168-170.