Orte
/ E / /

Autorinnen und Autoren
Geburtsorte und Lebensstationen
Zeitabschnitte
Preise und Auszeichnungen
Dichtergalerie
Abkürzungen Standorte
Abkürzungen Kurztitel
Archive und Sammlungen

 

zur Startseite

Hilfe aufrufen

zurück zur Übersicht

Hartmut von Hentig

Geboren am 23. September 1925 in Posen. Häufiger Schulwechsel und Aufenthalte in vielen Ländern. 1943 Abitur am Französischen Gymnasium in Berlin. Soldat bis Kriegsende. Seit 1945 Studium der Alten Sprachen in Göttingen und Chicago. Dort MA und PhD mit einer Arbeit über Thukydides. Staatsexamen. Von 1953 bis 1963 Lehrer am humanistischen Gymnasium. 1963 Ruf auf den Lehrstuhl von Herman Nohl in Göttingen. 1968 Ruf an die Universität Bielefeld. Aufbau der Fakultät für Pädagogik, Philosophie und Psychologie der Universität Bielefeld und Gründung der Laborschule und des Oberstufen-Kollegs der Universität. Ab 1974 dessen wissenschaftlicher Leiter. 1987 emeritiert. 1994 Übersiedlung nach Berlin. Er lebt heute in Enger bei Bielefeld.

Kurator der Stiftung Heuss-Preis. Wissenschaftlicher Beirat der Humanistischen Union. 1982 Aufnahme in die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt; zeitweilig deren Vizepräsident. Mitglied des Präsidiums des Deutschen Evangelischen Kirchentages.

Auszeichnungen: Großes Bundesverdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland – Schiller-Preis der Stadt Mannheim (1969) – Lessing-Preis der Stadt Hamburg (1986) – Sigmund-Freud-Preis der Dt. Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt (1986) – Ehrendoktor vom Elizabethtown-College, Pennsylvania (1991) – Comenius-Preis der Comenius-Stiftung (1994) – Ernst-Christian-Trapp-Preis der Dt. Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (1998).

Selbständige Veröffentlichungen: (Auswahl) Röll, der Seehund. Eine Geschichte zum Vorlesen und Nachahmen mit einem Nachdenkwort für die Eltern. Köln: Middelhauve 1972 – Zwei Reden zum Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1976. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1976 [mit Max Frisch] – Paff, der Kater oder Wenn wir lieben [Erzählung]. München: Hanser 1978 – Aufgeräumte Erfahrung. Texte zur eigenen Person. München: Hanser 1983; FrankfurtM.: Ullstein 1985 – Die hässliche kleine Feldermaus. Pendragon: Bielefeld 1993 – Meine deutschen Gedichte. Eine Slg. Seelze-Velber: Kallmeyer bei Friedrich 1999 – Kaspar der Marder oder die Liebe zur Freiheit. Zürich: Sanssouci 1999 – Kolumnen. Stuttgart: Radius 2000 – Fahrten und Gefährten. Reiseberichte aus einem halben Jahrhundert. München: Hanser 2000 – zahlr. päd. und polit. Schriften seit 1962, u.a. Spielraum und Ernstfall. Gesammelte Aufsätze zu einer Pädagogik der Selbstbestimmung. Stuttgart: Klett 1969, 1973 – Cuernavaca oder Alternativen zur Schule? Ebd. 1971, 1972 – Das Bielefelder Oberstufen-Kolleg. Begründung, Funktionsplan und Rahmen-Flächenprogramm. Ebd. 1971 – Die Bielefelder Laborschule. Allgemeiner Funktionsplan und Rahmen-Flächenprogramm. Univ. Bielefeld. Ebd. 1971 – Janusz Korczak oder Erziehung in einer friedlosen Welt. Frankfurt/M.: Börsenverein 1972 [Ansprache, gehalten anläßl. der Verleihung des Friedenspreises des Dt. Buchhandels 1972 postum an Janusz Korczak] – Die Wiederherstellung der Politik. Cuernavaca revisited. Stuttgart: Klett 1973 – Schule als Erfahrungsraum. Eine Übung im Konkretisieren einer pädagogischen Idee. Ebd. 1973 [mehrere Aufl.] – Magier oder Magister? Über die Einheit der Wissenschaft im Verständigungsprozeß. Ebd. 1972; Frankfurt/M.: Suhrkamp 1974 – Die Sache und die Demokratie. Drei Abhandlungen zum Verhältnis von Einsicht und Herrschaft. Ebd. 1975 – Die entmutigte Republik. Politische Aufsätze. Frankfurt/M.: Fischer 1982 – Ergötzen, belehren, befreien. Schriften zur ästhetischen Erziehung. Frankfurt/M.: Fischer 1985, 1987 – Arbeit am Frieden. Übungen im Überwinden der Resignation. München: Hanser 1987 – Die Menschen stärken, die Sachen klären. Ein Plädoyer für die Wiederherstellung der Aufklärung. Stuttgart: Reclam 1985, 1991, 1995 – Wir brauchen Leser. Wirklich? Konstanz: Faude 1990 – „... der werfe den ersten Stein.“ Schuld und Vergebung in unserer Welt. München: Hanser 1992 – Glaube. Fluchten aus der Aufklärung. Düsseldorf: Patmos 1992 – Die Schule neu denken. Eine Übung in praktischer Vernunft. Eine zornige, aber nicht eifernde, eine radikale, aber nicht utopische Antwort auf Hoyerswerda und Mölln, Rostock und Solingen. München: Hanser 1993 (2 Aufl.), 1994 (mehrere Aufl.); Weinheim: Beltz 2003 (erw. Neuausg.) – Kinder in Bielefeld und anderswo. Bielefeld: Westfalen 1995 – Bildung. Ein Essay. München: Hanser 1996; Darmstadt: Wiss. Buchgesellsch. 1997; Weinheim: Beltz 1999 – Kreativität. Hohe Erwartungen an einen schwachen Begriff. München: Hanser 1998 – Ach, die Werte! Ein öffentliches Bewußtsein vor zwiespältigen Aufgaben. München: Hanser 1999 – Rückblick nach vorn. Pädagogische Hoffnunden der Gegenwart auf dem Prüfstand der Erfahrung. Seelze: Kallmeyersche 1999 – Fahrten und Gefährten. Reiseberichte aus einem halben Jahrhundert 1936 - 1990. München: Hanser 2000 – Warum muss ich zur Schule gehen? Eine Antwort an Tobias in Briefen. München: Hanser 2001 – Der technischen Zivilisation gewachsen bleiben. Nachdenken über die neuen Medien und das gar nicht mehr allmähliche Verschwinden der Wirklichkeit. Weinheim: Beltz 2002 – Rousseau oder Die wohlgeordnete Freiheit. München: Beck 2003 – Wissenschaft. Eine Kritik. München: Hanser 2003; Weinheim: Beltz 2005 – Mein Leben - bedacht und bejaht. Teil: Kindheit und Jugend München: Hanser 2007 – Der Bildungsbegriff im Wandel?. Siegen: Universität 2008 [Siegener Universitätsreden, 4].

Unselbständige Veröffentlichungen: ca. 550 Artikel in Sammelbänden, Zeitschriften und Zeitungen.

Herausgabe: Neue Sammlung. Zeitschrift für Erziehung und Gesellschaft [Mithg. seit 1964] – Detto und andere. Acht Einheiten für Sozialwissenschaften in der Schule. Unterrichtswerk für den Politik-/ Sozialkundeunterricht vom 5.-7. Schuljahr. Stuttgart: Klett 1969 [Mithg.] – Psychosozial. Zeitschrift für Analyse, Prävention und Therapie psychosozialer Konflikte und Krankheiten [von 1978 bis 1981 Mithg.] – Was die Wirklichkeit lehrt. Festschrift für Golo Mann zum 70. Geburtstag. Frankfurt: S. Fischer 1979 [mit A. Nitschke] – Zensuren. Lüge, Notwendigkeit, Alternativen. Stuttgart 1983 [mit H. Becker] – Der Lehrer und seine Bildung. Beiträge zur Überwindung einer Resignation. Stuttgart 1984 [mit H. Becker] – Evangelische Kommentare. Monatsschrift zum Zeitgeschehen in Kirche und Gesellschaft [seit 1988 Mithg.] – Deutschland in kleinen Geschichten. München: dtv 1995, 1996; zweispr. Ausg. dt.-russ. ebd. 1997 – Geschichten mit Kindern. Seelze: Friedrich 1996 [mit A. Becker].

Übersetzungen: Humphrey D.F. Kitto: Die Griechen. Von der Wirklichkeit eines geschichtlichen Vorbilds. Stuttgart: Klett 1957, [1959]; Frankfurt/M.: Fischer 1960; München: Prestel 1978 – Die Schule zwischen Bewahrung und Bewährung. Eine amerikanische Besinnung auf die Maßstäbe eines modernen Bildungswesens (Rockefeller-Bericht und Conant-Bericht) Stuttgart: Klett 1960.

Rundfunk: Zahlr. Rundfunkvorträge.

Fernsehen: Kinder, Kunst und Kunsterziehung. Fernsehfilm (HR 1966).

Selbständige Veröffentlichungen über von Hentig: Ordnung und Unordnung. Hartmut von Hentig zum 23. September 1985. Hg. von G. Becker, H. Becker und L. Huber. Weinheim 1985 – K. Kleinespel: Schulpäd. als Experiment. Der Beitrag der Versuchsschulen in Jena, Chicago und Bielefeld zur päd. Entwicklung der Schule. Ebd. 1988 – D. Kutting: Gesinnungsbildung. Die humanistische Schul- und Bildungstheorie Hartmut von Hentigs in theologischer Sicht. Marburg 2004 – F. Stübig: Die Schule der Zukunft gewinnt Gestalt. Gehaltene und ungehaltene Reden anlässlich der Ehrenpromotionen von Hartmut von Hentig und Wolfgang Klafki an der Universität Kassel am 5. Mai 2004. Kassel 2005.

Unselbständige Veröffentlichungen über von Hentig: zahlr. Abh., Artikel, Berichte in päd. Sammelschr., Anthologien, päd. Zeitschr., Tagesztg. und Zeitschr. u.a.: W. Ross, Päd. als Gesamtwiss. Zu den Schriften von Hentigs, in: Merkur 24, 1970 – H. Bodensieck: Polit. Denkerziehung oder Erziehung zur Politik? Zu den Konzeptionen von K. Jaspers und Hartmut von Hentig, in: Neue polit. Literatur 17, 1972 – A. Schavan: Wie man Demokratie lernt. Laudatio auf Hartmut von Hentig, in: Die neue Gesellschaft, Frankfurter Hefte 50, 2003, H. 12, S. 59-61.

Nachlaß, Handschriftliches: 1. DLA Marbach: Teilvorlaß (200 Kästen): Prosa, autobiogr. Texte, Abh., Essays, Vorlesungen, Vorträge; Korrespondenz, u.a. mit Theodor W. Adorno, Alfred Andersch (Briefe an Andersch 1977-1979; Brief von Andersch, 5.10.1978), Egon Bahr, Hark Bohm, Willy Brandt, Franz Josef Degenhardt, Marion Gräfin Dönhoff, Hugo Kükelhaus, Christoph Meckel, Rolf Schroers, Richard von Weizsäcker, Gert Westphal – 2. SUB Göttingen: 6 Briefe an H. Nohl, 1958-1959.

Nachschlagewerke: (Auswahl) Pédagogues Contemporains. Hg. von J. Houssaye, Paris 1996 – Meyers Enzyklopäd. Lex. 1976 – Der Knaur. Universallex. in 15 Bdn. – Who’s Who? – Wer ist Wer? – Kürschner: Dt. Gelehrten-Kalender – Men of Achievement, Cambridge – Who’s Who in Literature? Bd. 1, 1978/79 – Kürschner: Dt. Lit.-Kalender 1978 – Kosch, 3. Aufl., Bd. 7, 1979 – Der Große Brockhaus 1986 – Literatur-Atlas NRW 1992 – Munzinger Archiv 1999 – Dt. Bibliothek.