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Carl Mandelartz

Geboren am 5. November 1908 in Duisburg. 1915 bis 1927 Volksschule und Gymnasium. Gesang- und Musikstudium (Auftritte als Sänger und Rezitator). Vierjähriges Studium der Literatur- und Theaterwissenschaft, Philosophie und Kunstgeschichte. Ab 1932 freier Schriftsteller. 1935 Kunstkritiker einer Tageszeitung in Gotha. Von den Nationalsozialisten fristlos entlassen. 1945/46 Kriegsgefangenschaft in Rennes. Leiter der Künstlerkompanie und des Lagertheaters. Flucht in den Odenwald. Von 1946 bis 1948 freier Schriftsteller in Lützelbach/Odenwald. 1948 Rückkehr nach Duisburg. Freier Mitarbeiter des Kulturdezernenten. Ab 1949 Dozent für Literatur- und Theaterwissenschaft an der Folkwangschule Essen. Spielplanleitung des Duisburger Theaters. Schriftleitung der Theaterzeitschrift Kulturblätter. 1956 bis 1970 Kulturreferent der Duisburger Kupferhütte. 1972 Gastdozent Universität Saarbrücken. Ein weiterer Wohnsitz war Kleinenberg bei Paderborn, wo er am 28. Juni 1982 starb.

Pseudonym: Carl Schanze.

Auszeichnungen: Mercator-Plakette der Stadt Duisburg (1968) – Österreichischer Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur (1968) – Arbeitsstipendium des Landes NRW (1972).

Selbständige Veröffentlichungen: Ruhrort (1437-1937). Geschichte und Geschichten. Erzählungen. Duisburg: Lange 1937 – Ruhrorter Festspiel (Ketten, Trotz und Freiheit). 1937 – Der Sumpf der Erkenntnis. Rheinische Geschichten. Duisburg: Rhein. National-Drama 1937 – Diocletian. Tragödie. Essen: Neher 1939 – Traumlandstreicher. Eines Lebens drei Bereiche: Tiefland, Hochland, Überland. Berlin: Vier Falken 1940 – Das innere Antlitz. Novellen und Erzählungen. Düsseldorf: Vier Falken 1946 – Kleines Spaßvogelnest. Zehn Geschichten. Gütersloh: Bertelsmann 1943 – Cordifer. Das Tage- und Nachtbuch des Matthias Wasenkamp. Roman. 1948 – Till Eulenspiegel. Roman. Ratingen: Rhein. Bücherei 1950 – Stadt im Glück. Komödie. 1950 [als Bühnenms. erschienen] – Spiel an der Schranke. Lustspiel. 1955 [als Bühnenms. erschienen] – Tausendgüldenunkraut. Ein komischer Roman in fünf Teilen. Basel, Thun, Düsseldorf: Ott 1953 – Der Bentheimer Till Eulenspiegel. Freilichtspiel. 1956 – Das Nachtmahl. Komödie. 1956 [als Bühnenms. erschienen] – Das Heckenschützenfest. Lustspiel. 1956 [als Bühnenms. erschienen] – Das Haus der Begegnung. Lustspiel. 1957 [als Bühnenms. erschienen] – Peter Rutenspürer oder Abenteuer des Gewissens. Lustspiel. 1960 – Das Opfer von Melos. Drama. 1963, 1972 [als Bühnenms. erschienen] – Das Liebesopfer. Tragödie und Satyrspiel. 1967 [als Bühnenms. erschienen] – Amphitryon. Komödie. 1970 [als Bühnenms. erschienen] – Die Weststraße. Figuren und Schicksale. Duisburg: Mercator 1970 – Puritaner. Zwei Plädoyers. Duisburg: Gilles u. Francke 1975 – Sprüche und Widersprüche. 1976 – Der andere Alexius. Die Lebensgeschichte des A. Schmidt. Ebd. 1977 – 100 Jahre Duisburger Sinfoniker. 1877-1977. Duisburg: Stadt Duisburg 1977 – Die Dunkelkammer. Roman. Duisburg: Gilles u. Francke 1977 – Gesicht und Maske. Novellen, Dialoge, Erzählungen. Ebd. 1978 – Faust-Variationen. Nach Euripides, lbsen, Sartre. Ebd. 1981 – Das Scheintotenkleid und andere Erzählungen. Ebd. 1983.

Unselbständige Veröffentlichungen in: Die Mannschaft. Novellen ruhrländ. Dichter. o.J. – Das goldene Buch des Humors. o.J. – Das Buch der Kogge. 1958 – Der lachende Lesering. o.J. – Signaturen. Kogge 70. 1970 – Satzbau. 1972 – Beitr. in mehreren Schullesebücher; Novellen, Anekdoten, Essays in Ztg. und Zeitschr.

Herausgabe, Redaktion: Kulturblätter. Duisburg.

Übersetzungen, Bearbeitungen: Hendrik Conscience: Der Löwe von Flandern. Historischer Roman. Münster: Aschendorff 1942; Düsseldorf: Hoch [1950]; Gütersloh: Bertelsmann [1954] – Walter Scott: Ivanhoe. Historischer Roman. Düsseldorf: Hoch 1957; Hamburg: Dt. Bücherbund 1960; Würzburg: Arena 1986, 1989, 1992, 1994; München: dtv 1979 – Robert Bolt: Der kleine dicke Ritter Oblong-Fitz-Oblong. Nacherzählt von C. Mandelarzt. Aus dem Engl. übersetzt von M. De Barde. Stuttgart: Hoch 1990; Stuttgart: Thienemann, 1993, 1994; Frankfurt am Main: Büchergilde Gutenberg 1994; München: Omnibus 2000; München: Süddeutsche Zeitung 2005.   

Selbständige Veröffentlichungen über Mandelartz: R. Hohlbaum: Der Dichter Carl Mandelartz. 1943 – E. Bockemühl: Der „Traumlandstreicher“. 1953 – Carl Mandelartz in siebzehn Porträts. Dortmund 1973 [Beitr. von: H. Schumacher; R. Hohlbaum; H.G. von Borries; E. Bockemühl; H.P. Keller; O.C.A. zur Nedden; W.A. Bauer; E. Sehlbach; I. Meidinger-Geise; M.P. Maaß].

Unselbständige Veröffentlichungen über Mandelartz: C.A. zur Nedden: Begegnung mit Mandelartz, in: Der Fortschritt, Juli/ Aug. 1954 – C. Enders, W. Linden: Dichtung und Geistesgeschichte um den Rhein. 1957 – H. Schumacher: Carl Mandelartz 1983-1984, in: Duisburger Journal 1983, H. 11, S. 46-48.

Nachlaß, Handschriftliches: StA Duisburg: Nachlaß: Personalakte; Mappe mit Zeitungsausschn., Drucksachen, persönl. Akten, Werkmss.; Korrespondenzen; Fotogr.; Nachlaßverzeichnis; ungedr. Werke; Lyrik: Aus meinem lyrischen Tage- und Nachtbuch. 3 Sammelbände Vorträge und Essays; vgl. auch: Lit. Nachlässe in NRW 1995 – 2. DLA Marbach: Brief an Paul Ernst, 18.4.1932; Briefe von Bernt von Heiseler, 1967 (2) – 3. Heine-Inst. Düsseldorf: Brief an Detmar Heinrich Sarnetzki, 22.1.1949.

Sammlung: StLB Dortmund, Personenslg.: Zeitungsausschnittslg.

Nachschlagewerke: Kutzbach 1950 – Kürschner: Dt. Lit.-Kalender 1952 – Degener, 12. Aufl. 1955 – Kürschner: Theaterhandbuch 1956 – Sie schreiben zwischen Moers und Hamm 1974 – Dt. Lit.-Kalender 1978 – Who’s Who in Literature? Bd. 1, 1978/79 – Oberhauser/Oberhauser, 2. Aufl. 1983 – Kosch, 3. Aufl., Bd. 10, 1986 – Klotz, Bd. 3, 1994 – Dt. Biogr. Enzyklopädie, Bd. 6, 1997 – Dt. Biogr. Archiv, N.F, Fiche 850, Sp. 73-75 – Dt. Bibliothek.