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Laura Frost

Geboren als Laura Lemmel am 8. November 1851 in Bartenstein/Ostpreußen. Tochter eines Kaufmanns. Schulbesuch in Bartenstein und Danzig. 1869 (1868?) Lehrerinnenexamen in Königsberg. Vierjährige Unterrichtstätigkeit, zunächst für eineinhalb Jahre in Königsberg, dann an der städtischen Schule ihrer Heimatstadt. 1873 Heirat mit dem Landgerichtsrat Frost in Bartenstein. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor. Seit 1884 verwitwet. Seit 1894 engagierte sie sich in der Frauenbewegung, in der sie einen gemäßigten Standpunkt vertrat. Sie lebte 1907 in Königsberg/Preußen, später in Bonn und in Dortmund, wo sie am 4. Dezember 1924 starb.

Sie war eine vielgelesene Autorin von Erziehungs- und Frauenbüchern.

Ihre Erzählungen zeugen von der Gabe warmer Beseelung schlichtester Stoffe; sie werden in ansprechender Form geboten, besitzen aber dichterische Vorzüge nicht. Wertvoller sind ihre beiden Bände "Aus unseren vier Wänden", in denen die Verf. einen kurzen Leitfaden der Pädagogik für die Mutter gibt. Aus der Praxis für die Praxis – um Theorien hat sie sich dabei wenig gekümmert. Die schlichte Darbietung, die freilich kaum etwas Neues bietet, sollte immerhin der deutschen Mutter manchen dankenswerten Wink zu geben vermögen. – Die Frauengestalten ihrer Erzählungen brechen in der Regel zusammen unter zerstörten Mädchenillusionen. Noch weniger Glück haben sie mit den Männern, die an Eitelkeit und allen Schwächen kranken. (Geißler 1913)

Pseudonyme: E. Marold; C. Ernst.

Selbständige Veröffentlichungen: Der Dom zu Königsberg. Ein Denkmal der geschichtlichen Entwicklung Altpreussens. Königsberg: Teichert 1901. 95S. (Bücherei des Dt. Ostens Herne); Königsberg: Graefe und Unzer 1901 – Aus unsern vier Wänden. Ein Buch für Mütter. 2 Bde. Berlin: Schwetschke 1904. 195S. (Lipp. LB Detmold, StB Mülheim/R.); 2. Aufl. Leipzig: Teubner 1910. V, 195S. (StB Mönchengladbach, StUB Köln) 2. bFolge. ebd. 1912. X, 184S. (StB Mönchengladbach) – Johanna Schopenhauer. Ein Frauenleben aus der klassischen Zeit. Berlin: Schwetschke 1905. III, 117S. (ULB Münster, StUB Köln); 2. Aufl. Leipzig: Klinkhardt und Biermann 1913. XVI, 254S. (UB Bonn, StLB Dortmund, StB Wuppertal-Elberfeld); 3. Aufl. Danzig: Kafemann 1924. 258S. (Lipp. LB Detmold, StB Mülheim/R.) – Die Persönlichkeit Friedrich Nietzsches. Vortrag. Königsberg: Hartung 1906. 30S. – Über den Tag hinaus. Novellen. Leipzig: Xenien-Verlag 1906. XII, 205S. (ULB Düsseldorf); 2. Aufl. ebd. 1910 – Von der Mutterliebe und andere Aufsätze. Berlin: Schwetschke 1907. 155S.; 2. Aufl. Leipzig, Berlin-Steglitz: Behrs 1911. 155S. (StUB Köln, StB Mönchengladbach) – Gustav Friedrich Dinter. Gumbinnen: Sterzel 1908 (=Ostpreußische Leute 1) – Über den Verkehr mit erwachsenen Kindern. Berlin: Trowitzsch 1909. 188S. (StUB Köln, StB Mönchengladbach) – Erweckungen. Roman. Berlin: Simion 1909. 235S. – Im Wechsel des Lebens. Roman. Leipzig: Teubner 1911 – Zu Hause und in der Gesellschaft. Takt, guter Ton, Lebensart und Sitte. Stuttgart: Union-Verlag 1917 (=Die Bücher der Frau 7) – Von deutscher Art im täglichen Leben. Bonn: Georgi 1917. 20S. (StA Bonn) – Steht die Frauenbewegung am Ziel oder am Anfang? Berlin: Herbig 1921. 14S. – Macht die Kinder froh! Ein Wort an die deutsche Mutter. 1922 – Die Verlobung wider Willen. Reutlingen: Enßlin und Laiblin 1922.

Unselbständige Veröffentlichungen in: Tilsiter Ztg.; Reichsbl.; Königsbergsche Ztg.; Akad. Revue; Die Frau.

Herausgabe: Sorget euch nicht! Eine Sammlung von Dichterworten. Berlin: Simion 1910. 116S.

Selbständige Veröffentlichungen über Laura Frost: Laura Frost. Zur Erinnerung von ihren Freunden. Wien [1925; Fotogr.] (UB Jena).

Unselbständige Veröffentlichungen über Laura Frost: Eine Freundin der Mütter und ihrer Kleinen. Laura Frost zum 60. Geburtstag, in: Bonner Ztg. Für Haus und Familie, Nr. 306 vom 6.11.1911 (StA Bonn).

Bildnis: Fotogr. (Abb. in: Laura Frost 1925; Reprod. Ref. Lit. des LWL Münster).

Nachschlagewerke: Pataky, Bd. 1, 1898 – Spiero 1913 – Brümmer, Bd. 2, 6. Aufl. 1913, Bd. 8 – Geißler 1913 – Kürschner: Nekrolog 1971 – Kosch, 3. Aufl. Bd. 5, 1978 – Friedrichs 1981 – Dt. Biogr. Archiv, Fiche 356, Sp. 254; N.F., Fiche 413, Sp. 309f.