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Ernst Birnbaum

Geboren am 20. November 1905 in Berlin als Sohn eines Zahnarztes. Gymnasium, Abitur und Studium der Sozialpädagogik in Berlin. Anschluß an die linksintellektuelle Bewegung. Erste Veröffentlichungen im Vorwärts. Mitarbeiter des Berliner Landesjugendamtes. Kam so mit sensationellen Kriminalfällen Jugendlicher in Verbindung. Er bearbeitete u.a. den Fall Ali Höhler (Mörder von Horst Wessel). Als Antifaschist stellte er der demokratischen Presse Material gegen Horst Wessel zur Verfügung und brachte sich so bereits 1930 in akute Lebensgefahr. 1930 Austritt aus der jüdischen Gemeinde. 1933 Emigration nach Frankreich. Arbeit in den Renault-Werken. Gab gleichzeitig ein antifaschistisches satirisches Wochenblatt heraus. Stieß 1939 zu einer französischen Widerstandstruppe, in der er als Sanitäter am Zweiten Weltkrieg teilnahm. 1940 bis 1942 Internierung in verschiedenen Arbeitslagern in Nordafrika. Ab 1942 in der Résistance. 1945 Rückkehr nach Berlin. 1948 Flucht nach Westdeutschland. Für kurze Zeit Wohnsitz in Siegen. Danach freier Schriftsteller in Dortmund, wo er am 11. April 1986 starb.

Pseudonyme: Kater Murr, Ernst Baum, Bi, Katagus, Dr. Eisenbart.

Auszeichnungen: Israelisches Gedenkmedaillon (1969).

Selbständige Veröffentlichungen: Das zauberhafte Fräulein Wu. Märchenwelt der Asiaten. Göttingen: W. Fischer [1964; Kater Murr] – Der goldene Ritter. Ebd. 1964 [Kater Murr] – Die Tochter des Häuptlings. Märchenwelt der Südsee und Amerikas. Ebd. [1964; Kater Murr] – Im Zaubergarten der Märchenwelt. Märchen aus allen Erdteilen. Ebd. [1964; Kater Murr] – Rotes Kreuz über Europa. München: Osang 1966 [Ernst Baum] – Der goldene Ritter. Das zauberhafte Fräulein Wu. Die Tochter des Häuptlings. Kunstmärchen. 3 Bde. Göttingen: W. Fischer 1966 – Jugendreporter Windmacher berichtet. Roman für Kinder. Hamburg: Matari 1969 – Roter Davidstern über Israel. Die Geschichte des Magen David Adom. Eine humanitäre Dokumentation. Velbert: Blick & Bild 1969 – Der Geisteraffe. Ein Theaterstück für Kinder mit einer Anleitung zum Bau einer Guckkastenbühne. Hamburg: Matari 1971 – Märchenreise um die Welt. Kunstmärchen. Balve: Engelbert 1971, 1972 [Abb.] – Achtung, Geheimsender! Ein moderner Spionageroman für die Jugend. Innsbruck: Tyrolia 1972 [Illustr.] – Sieben Märchen der Afrikaner. Nachw. H. Wolff. Dortmund: Wulff 1972 (= Kleine Reihe Lyrik und Prosa 16) [Illustr.] – Ein Dreckspatz aus dem Mezzogiorno. Dortmund: Weltkreis 1973 – Mohammed und der Geisteraffe. Prinzessin Tausendschönchen. Zwei Theaterstücke für Kinder. Aarau: Sauerländer 1973 – Prinzessin Tausendschön. Ein Märchenspiel in fünf Bildern nach dem gleichnamigen französischen Märchen. Ebd. 1975 – Die seltsamen Abenteuer des Kalifen. Orientalisches Märchen. Dortmund: Wulff 1975 [Illustr.] – Rotes Kreuz über Europa. Reportagen. Bad Honnef 1979 – Das Geschenk der Sonnenkönigin. Afrikanisches Volksmärchen. Berlin: Edition Orient 1986 [Illustr.] – Harun al-Raschid und der Pantoffelflicker. Oriental. Märchen. Ebd. 1986 [Illustr.] – in Serien und Heftreihen erschienen: Der Bettler und die sprechende Gazelle. o.J. – Das Geheimnis des goldenen Schlüssels. 1952 – Der närrische Mac, die Riesen und das Schlangentier. 1952 – Der tolle Obersterndeuter. 1952 – Der verzauberte Königssohn und die Prinzessin Tausend-schön-chen. 1952 – Die Geschichte vom Faulpelz Abu Mohammed und dem Geisteraffen. 1952 – Der Fischer und der Zauber-Mohr. 1953 – Die Königstochter vom Glasberg. 1953 – Iwan und das Wolkenschiff. 1953 – Prinz Tunichtgut im Zauberschloß.. 1953.

Herausgabe: Der Kater. Antifaschistische-Satyrische Zeitung. Paris: Imp. Centrale 1933, Nr. 1 [nur 1 Heft erschienen, die meisten Beitr. von Birnbaum unter den Pseud. Bi, Katagus, Dr. Eisenbart; s. dazu: L. Maas (Hg.): Handbuch der dt. Exilpresse 1933-1945. Bd. 4. München 1976] – Der Zaubergarten der Märchenwelt. Es war einmal. Die schönsten Märchen aus aller Welt. 10 Bde. 1952f.

Unselbständige Veröffentlichungen in: Der Deutsche in Polen. Für christl. Politik, Kultur und Wirtschaft, Katowice, Jg. 3, 1936, H. 51; Jg. 4, 1937, H. 3 – Die dt. Revolution. Europ. Blätter der Dritten Front, Prag, Kopenhagen, Saarbrücken, Jg. 12, 1937, Nr. 4f., 7 – hier. Ein Dortmunder Lesebuch 1972 – Sie schreiben zwischen Moers und Hamm 1974.

Rundfunk: Der weitgereiste Jugendreporter Windmacher (Westdt. Jugendfunk 1969).

Erwähnungen in: A. Klotzbücher (Hg.): Lit. Leben in Dortmund. Dortmund 1984, S. 215.

Nachlaß, Handschriftliches: 1. StLB Dortmund (Teilnachlaß Arnold Bender): 12 Briefe von Birnbaum an Bender – 2. StA Dortmund, Bestand 500 (Dossier).

Sammlungen: StLB Dortmund, Personenslg.: Zeitungsausschnittslg.

Nachschlagewerke: Sie schreiben zwischen Moers und Hamm 1974 – Handb. der dt. Exilpresse 1933-1945, 1976 – Kürschner: Dt. Lit.-Kalender 1978 – Who’s Who in Literature? Bd. 1, 1978/79 – Lenhard 1984 – Kosch, Erg. Bd. 2, 1994 – Archiv Bibliographia Judaica. Lex. dt.-jüd. Autoren. Bd. 3. München 1995 – Datenbank www.juedischeliteraturwestfalen.de – Dt. Bibliothek.