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Heinrich Haslinde

Geboren am 9. Mai 1878 in Castrop. Besuch der dortigen Rektoratsschule, die er 15jährig verließ, um in Witten das Zuckerbäckerhandwerk zu erlernen. Später Rückkehr nach Castrop, wo er als Weinwirt und Zuckerbäcker lebte. Begeisterte Teilnahme am Ersten Weltkrieg. Er starb am 11. November 1938 in Castrop.

Seine Erinnerungen eines alten Castropers erschienen von 1929 an in unregelmäßiger Folge in der Castroper Lokalpresse. Sein Epos Der Stadtpfeifer war formal Friedrich Wilhelm Webers Epos Dreizehnlinden nachempfunden. Man darf [...] nicht verkennen, daß manches von Haslindes Dichtung, weil zeitgebunden, heute nicht mehr einer unmittelbaren Wirkung gewiß ist. Dazu dürfte beispielsweise die in der literarischen Nachfolge der Baumbach, Wolff u.a. stehende Landsknechtdichtung gehören. Wir können nach zwei verlorenen Kriegen die Freude am Waffenlärm, an "Krieg und Kriegsgeschrei" kaum auf dem Papier noch ertragen. (Küper 1955)

Selbständige Veröffentlichungen: Joseph Hoppe. Seine Erlebnisse auf der Rektoratsschule zu Castrop. Jugenderinnerungen. Castrop: Hilchenbach o.J. 72S. (StB Castrop-Rauxel); Faksimilenachdr. Castrop-Rauxel 1994 (StA Castrop-Rauxel) – Aus wehrhafter Zeit. Landsknechtlieder und andere Gedichte. Dortmund: Lensing 1923. 67S. [Ged.] (ULB Düsseldorf, UB Bochum, StB Bochum) – Aus Eulenspiegels Geschlecht. Ein Schelmen- und Bürgerroman. Dortmund: Ruhfus [1926]. 138S. (ULB Münster, StLB Dortmund, EAB Paderborn, StB Castrop-Rauxel) – postum: Geliebte alte Stadt. Eine Auswahl aus dem Schaffen des Castroper Heimatschriftstellers und Dichters Heinrich Haslinde. Hg. von W. Küper. Castrop-Rauxel: Schmitz [1957]. 125S. (UB Bochum, ULB Düsseldorf, StB Bochum, StB Castrop-Rauxel) – Tagebuch aus China. 1900 - 1901. München: M. Ottmann 1990.

Unselbständige Veröffentlichungen in: Heimatbl. der Roten Erde, Münster, Jg. 1925 [Ged.].

Unselbständige Veröffentlichungen über Haslinde: F. Küper: H. Haslinde. Zur Würdigung seines dichterischen Schaffens, in: Heimatbl. für Castrop-Rauxel 1/2, 1921f., Sp. 249-254 – K. Gaertner: Heimatdichter-Saal (Heinrich Haslinde), in: Die Heimat in Vergangenheit und Gegenwart, Recklinghausen, 2, 1925, S. 44f. – F. Ortmann: Heinrich Haslinde als Dichter seiner Vaterstadt, in: Heimatbl. für Castrop-Rauxel 5, 1926, Sp. 67-80 – W. Küper: Unser Heimatdichter Heinrich Haslinde, in: H. Wiggermann (Hg.): Castrop-Rauxel. Heimatbuch zur 1100-Jahrfeier 834-1934. Castrop-Rauxel 1934, S. 246-329 – D. Haardt: Dem Sänger der Heimat Heinrich Haslinde zum Gedächtnis, in: Kultur und Heimat, Mitteilungsbl. des Westf. Heimatbundes Ortsverband Castrop-Rauxel, 1, Nr. 3 vom 14.5.1949; ders.: Heinrich Haslinde. Der Sänger und Dichter der Heimat, in ebd., Nr. 16 vom 18.11.1949, S. 61f.; ders.: Die alte Haslindesche Weinstube in Castrop, in ebd. 2, Nr. 20 vom 27.9.1950; ders.: Heinrich Haslinde zu seinem 75. Geburtstag, in ebd. 3, Nr. 11 vom 16.5.1951 – W. Küper: Dichter der Heimat. Die Heimat in der Dichtung. Heinrich Haslinde. Versuch einer Rettung, in ebd. 7, Nr. 5, Dez. 1955, S. 79-85 [mit Abdr. der Ged.: Der Friede; Der Schutzpatron der Stadt; Die Uchte] – Heinrich Haslinde, in ebd. 11, 1959/1960, Nr. 11, S. 186f. – P. Reding: Beifall für den Weinwirt. Heinrich Haslinde, ein fast vergessener Heimatdichter, in: Vestischer Kalender, Nr. 76, 2005, S. 204-205 [Ill.].

Erwähnungen in: J. Risse: Dichtung und Dichter der westf. Mark, in: Kalender für die westf. Mark, Dortmund, 1925, S. 72-74 – Stoffregen-Büller 1989 [s. Reg.] – Westf. Literaturführer 1992, S. 34.

Bildnisse: 1. Porträtzeichn. (StA Castrop-Rauxel) – 2. mehrere Fotogr. (StA Castrop-Rauxel).

Nachlaß, Handschriftliches: 1. StA Castrop-Rauxel (Teilnachlaß): handschr. Mss.: Das Stadtpfeiferlied (Trinklied); Erz.; Gesammelte Werke I: Gedichte; masch. Privatausg. der Tochter – 2. Fritz-Hüser-Inst. (Stadt Dortmund) (Nachlaß Christoph Wieprecht): Brief von Christoph Wieprecht [Durchschlag] – 3. BA Koblenz; Bestand "Kleine Erwerbungen": Fotokopien aus Haslindes Erinnerungsbuch und von persönl. Dok.; s. Mommsen, Bd. 1, 1971, S. 199

Sammlungen: WLA Hagen: Materialslg.

Grabstätte: Auf dem kath. Friedhof in Castrop-Rauxel, Wittener Straße.

Nachschlagewerke: Oberhauser 1983 – Hallenberger/van Laak/Schütz 1990.