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Richard Siegbert Muckermann

Geboren am 28. November 1891 in Bückeburg als Sohn eines Schuhmachermeisters. 1912 Abitur am Gymnasium in Bückeburg. Anschließend Studium der Philosophie und Volkswirtschaft an der Universität Münster und in Holland. Von 1914 bis 1918 Soldat im Ersten Weltkrieg an fast allen Kriegsschauplätzen. Anschließend setzte er für vier Semester sein Studium in Köln fort (nun auch der Nationalökonomie). Hierauf wurde er Journalist und Schriftsteller in Essen bzw. Kettweg. Er galt als einer der führenden Vertreter der katholischen Filmreformbewegung. 1922 Mitglied der Zentrums-Partei. 1923, während des Ruhrkampfs, mußte er aus Essen fliehen. 1924 Rückkehr. Seit 1924 Referent bei der Ruhrgebietsstelle der Reichszentrale für Heimatdienst. 1924 Gründung der Film-Rundschau. Nach 1933 Verbot jeglicher journalistischer und schriftstellerischer Tätigkeit. 1941 vorübergehende Verhaftung. Zeitweilig lebte er in der Illegalität. Nach dem 2. Weltkrieg wurde er im Frühjahr 1945 zur Mitarbeit beim Neuaufbau der deutschen Presse berufen. Tätigkeit zunächst in Düsseldorf bei der Neuen Rheinischen Zeitung, dann bei der Rheinischen Post. Im Mai 1946 Chefredakteur des Zentrumsorgans Rhein-Ruhr-Zeitung in Essen. 1949 Chefredakteur des Essener Tageblatts. Er gehörte zu den Wiederbegründern des Zentrums. 1949 Wechsel zur CDU. Von 1946 bis 1950 Mitglied des Kreistags Düsseldorf-Mettmann. Von 1947 bis 1950 war er Landtagsabgeordneter von Nordrhein-Westfalen und von 1949 bis 1961 Mitglied des Bundestages für die CDU (u.a. Vorsitz des Unterausschusses Film). 1961 Auszeichnung mit dem Großen Bundesverdienstkreuz. Im selben Jahr Komturritter des päpstlichen Gregorius-Ordens. Er starb 1981.

Selbständige Veröffentlichungen: Film und Volk. 1925 [Mitarb.] (StB Mönchengladbach) – Politik der Mitte. 1947. –  Die letzte Phase. Tagebuch einer Familie aus dem Ruhrgebiet aus dem Jahre 1945. Essen 1952 (Bestand: Bischöfliche Zentralbibliothek Regensburg).

Herausgabe, Redaktion: Neue Rheinische Zeitung. Düsseldorf 1945 [Red.] – Rheinische Post. Düsseldorf 1945 [Red.] – Rhein-Ruhr-Zeitung. Essen 1946 [Chefred.] – Essener Tageblatt. Essen 1949 [Chefred.]

Unselbständige Veröffentlichungen über Muckermann: Muckermann, Richard. Geb. 28.11.1891, Chefredakteur und Schriftsteller, in: Hb. des Landtages NRW, Düsseldorf, 1, 1947, S. 304 – Muckermann, Richard. Schriftsteller, in: Amtl. Hb. des dt. Bundestages, Bonn, 1, 1949, S. 220f. [dass. in ebd. 2, 1953, S. 440; dass. in ebd. 3, 1957, S. 332; Fotogr.] – Richard Muckermann, ehemaliger Chefredakteur, wurde 75 Jahre alt, in: Essener Woche 16, 1966, H. 49, S. 20.

Erwähnungen in: R. Muckermann: Aus der Gesch. der Familie Muckermann, in: Schaumburg-Lipp. Heimatbl. 14, 1963, Nr. 1f.

Nachlaß, Handschriftliches: 1. NW HSA Düsseldorf (Nachlaß): 1929-1968 [Briefw., vor allem mit Politikern 1948-1950; 18 Bl. Tagebuchaufz.; Slg. zur Reichszentrale und Bundeszentrale für Heimatdienst; zum Verhältnis Zentrum/CDU 1945-1967; zu polit. Bildung und Erziehung 1952-1956; Katholica 1947-1968; Pressewesen 1946-1960; Findbuch]; s. Mommsen, Bd. 2, 1983, S. 981 – 2. Archiv für Christl.-Demokrat. Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung, St. Augustin bei Bonn (Nachlaß) [gedr. Verzeichnis]: Vortr., Protokolle, Art. bzgl. der Rhein-Ruhr-Ztg.; Neuer Westf. Kurier, Hamm, Werl; Neue Rhein. Ztg.; Nieders. Kurier; Unterlagen zu kirchl. und polit. Themen, Filmwesen – 3. BA Koblenz (Nachlaß 1920-1960): Entwicklung und Gesch. der kath. Filmarbeit – 4. Heine-Inst., Düsseldorf: Briefe von Victor Meyer-Eckhardt, 1945 – s. G. Buchstab: Die Bestände des Archivs für Christl.-Demokrat. Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung. 3. Aufl. Melle 1992, S. 119; Lit. Nachlässe in NRW 1995, S. 230.

Nachschlagewerke: Reichshb. der dt. Gesellsch., Bd. 2, 1931 [Fotogr.] – Kosch, Bd. 1, 1937 – Die Volksvertretung. Hb. des dt. Bundestags 1949; 3. Aufl. 1954 – Degener, 12. Ausg. 1955 – Sellmann, Bd. 1, 1980; Bd. 2, 1984 – Dickhoff 1985 – Dt. Biogr. Archiv, N.F., Fiche 915, Sp. 423-428.