Orte
/ B / /

Autorinnen und Autoren
Geburtsorte und Lebensstationen
Zeitabschnitte
Preise und Auszeichnungen
Dichtergalerie
Abkürzungen Standorte
Abkürzungen Kurztitel
Archive und Sammlungen

 

zur Startseite

Hilfe aufrufen

zurück zur Übersicht

Luise Koppen

Geboren am 11. Juni 1851 in Perleburg (Bezirk Arnsberg). 1857 Umzug der Familie nach Detmold, wo ihr Vater eine Pfarrstelle antrat (später Generalsuperintendent). Besuch der Höheren Töchterschule in Detmold. 1874 Lehrerinnenexamen in Elberfeld. Anstellung an der Höheren Töchterschule in Detmold. Nahe Bekanntschaft mit der Fürstin Elisabeth zur Lippe.

Nach fast 25 Jahren Lehrtätigkeit, in der sie zur Oberlehrerin befördert worden war, verließ sie die Höhere Töchterschule. Sie beendete ihr Dienstverhältnis, weil sie, wie sie es selbst ausdrückte, ihr eigentliches Wesen entfalten wollte: als Schriftstellerin zu leben. Anfang der 1890er Jahre nahe Freundschaft mit der Schriftstellerin Frida Schanz, die Luise Koppen in Berlin aufsuchte. Die Freundin vermittelte ihr Kontakte zu Verlegern, und es kam zu einer literarischen Zusammenarbeit. 1910 Umzug Luise Koppens nach Berlin. In Berlin tat sich für Luise Koppen eine neue weitere Welt auf, in der sie sich unendlich wohl fühlte. Sie betätigte sich weiterhin als Buchautorin und wurde außerdem – wiederum durch Vermittlung von Frida Schanz – Redakteurin der Zeitschrift Daheim. Zusätzlich übernahm Luise Koppen die verantwortliche Stelle als Herausgeberin für die Zeitschriften "Die deutsche Frau" (1911-1917) und "Frauenerwerb". Sie starb 1922 (1923?) in Berlin. (Zitate nach: Claus 1992)

Selbständige Veröffentlichungen: Christine, Fürstin zur Lippe, geb. Prinzessin zu Solms-Braunfels. Ein Lebensbild. Detmold: Meyer 1884. 50S. [Abb.] (StLB Dortmund, Lipp. LB Detmold) – Freddy und seine Freunde. Eine Geschichte für Kinder. Leipzig: Wiegand 1896. III, 129S. (Lipp. LB Detmold); 2. Aufl. Stuttgart: Levy & Müller [1910] – Im Lindenbaume. Eine Geschichte für Kinder. Leipzig: Wiegand 1897. 155S.; 2. Aufl. Stuttgart: Levy & Mülller [1911] – Erinnerungsblätter an Elisabeth Fürstin zur Lippe, geb. Prinzessin von Schwarzburg-Rudolstadt. Detmold: Hinrich 1897. IV, 104S. [Abb.] (Lipp. LB Detmold, StA Bielefeld) – Das Dorli. Eine Geschichte für Kinder. Stuttgart: Levy &Müller 1898. VII, 316S. [Illustr.] (Lipp. LB Detmold); 7. Aufl. ebd. [1909]; 20. Aufl. Stuttgart: Herold [1939]. 254S. [Illustr.] – Die Schloßkinder. Eine Geschichte für Kinder. Stuttgart: Levy & Müller 1899. V, 280S. (Lipp. LB Detmold); 3. Aufl. ebd. 1910 – Vier Wildfänge auf Reisen. Eine Geschichte für Kinder. Ebd. 1900. 283S. (Lipp. LB Detmold); 7. Aufl. 1906 – Mauerpflänzchen. Eine Geschichte für Kinder. Ebd. [1901]. V, 264S.; 3. Aufl. ebd. 1912 – Waldkind und Weltkind. Eine Mädchenerzählung in Briefen. Ebd. 1901. 272S. [mit F. Schanz] – Das Haus der Kobolde. Eine Geschichte für Kinder. Ebd. 1902. 283S. [Illustr.]; 5. Aufl. 1912 – Heitere Bilder aus dem Bodenstedter Pfarrhause. Berlin: Trowitzsch 1904. 250S. (StUB Köln); 8. Aufl. ebd. 1920. 250S. (Lipp. LB Detmold) – Wachsende Kräfte. Ebd. 1907. V, 257S. [mit F. Schanz] – Kleinstadtzauber. Heiteres und Beschauliches aus meiner Heimat. Ebd. 1908. 234S. (Lipp. LB Detmold); 4. Aufl. ebd. 1917 (Lipp. LB Detmold) – Jung-Wilhelm, unsers Kaisers Enkel. Zwölf Bilder nach Fotographien mit Versen. Ebd. 1909. 13Bl. (ULB Münster, Lipp. LB Detmold, StUB Köln) – Jung-Wilhelm und sein Bruder. 14 Bilder nach Fotographien mit Versen. Ebd. 1909. III, 14Bl. (Rhein. LB Koblenz) – Bubi. Eine Kindergeschichte für große Leute. Ebd. 1912. 188S. (Lipp. LB Detmold); 5. Aufl. ebd. 1920 (EDDB Köln) – Allerhand kleines Volk. Kindergeschichten. Stuttgart: Levy & Müller 1915. V, 216S. [Illustr.] – Katharina von Bora, Luthers Frau. Bielefeld: Velhagen & Klasing 1917 (=Frauenleben 19) (ULB Münster, Lipp. LB Detmold, StB Trier); 2. Aufl. ebd. 1923 (EAB Paderborn, StB Essen, 168) – Kinderleben in einer kleinen Residenz. Berlin: Trowitzsch 1922. 168S. (Lipp. LB Detmold, EDDB Köln); Rosdorf: Vogtmeier 2006 – Aus meiner Jugend. Wien: Rikola [1923]. 54S. [in einem Bd. mit: Karla Mann. Die Wiesenstadt].

Unselbständige Veröffentlichungen in: Quellwasser fürs deutsche Haus, Leipzig, 21, 1896/1897, Nr. 23 vom 7.3.1897: Fürstin Elisabeth zur Lippe gest. 27. November 1896.

Zeitgenössische Zeugnisse: Frida Schanz: Wolken. Tagebuch einer jungen Frau. Leipzig 1907.

Unselbständige Veröffentlichungen über Luise Koppen: B. Oesterhaus: Luise Koppen, in: Lipp. Landesztg., Detmold, 156, Nr. 19 vom 22.1.1922; dies.: Luise Koppen, in: Lipp. Dorfkalender, Detmold, N.F. 8, 1923, S. 73-76 – F. Schanz: Luise Koppen, in: Daheim, Bielefeld, Berlin, 58, 1923, S. 73-76 – D. Claus: "...Das war etwas Feines und Schönes." Luise Koppen (1855-1922). Zwischen romant. Frauenfreundschaft und lesbischer Identität, in: Was für eine Frau! Portraits aus Ostwestfalen-Lippe. Bielefeld 1992, S. 123-132, 274f. [Bildn.].

Erwähnungen in: D. Claus: Selbstverständlich lesbisch in der Zeit der Weimarer Republik. Eine Analyse der Zeitschr. "Die Freundin". Osnabrück 1987 [Magisterarb.]; dies.: Wenn die Freundin ihrer Freundin lila Veilchen schenkt, in: I. Roebling (Hg.): Lulu, Lilith, Mona Lisa... Paffweiler 1989, S. 19-31 – Westf. Literaturführer 1992, S. 42.

Bildnisse: 1. Porträt, in: Daheim, Bielefeld, Berlin, 58, 1902, Nr. 22/23 (Abb. in: Claus 1992, S. 125, Reprod. Ref. Lit. des LWL Münster).

Handschriftliches: Bayer. XYX München: handschr. Akzessions-Liste, 1980.

Nachschlagewerke: Pataky, Bd. 1, 1898 – Brümmer, Bd. 4, 6. Aufl. 1913 – Geißler 1913 – Staercke 1936 – Lipp. Bibliogr., Bd. 1, 1952 – Angermann 1955 – Oberhauser 1974 – Friedrichs 1981 – von Heydebrand 1983 – Kosch, 3. Aufl., Bd. 9, 1984 – Klotz, Bd. 2, 1992 – Freund 1993 – Dt. Biogr. Archiv, Fiche 694, Sp. 56; N.F., Fiche 44, Sp. 278.