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Emmy von Dincklage-Campe

Geboren am 13. März 1825 auf dem Rittergut Campe im Emsland. Schwester der ebenfalls schriftstellerisch tätigen Clara von Dincklage. Sie verlebte ihre Kinder- und Jugendzeit auf dem elterlichen Gut. Geistig bedeutende Personen, die unter dem gastlichen Dache von Campe vorsprachen, verfehlten nicht, auf die geistige Richtung der Kinder bestimmend einzuwirken. (ADB, Bd. 47, 1903) Solche Gäste waren u.a. der Schriftsteller Heinrich Beitzke, Victor von Strauß und Torney sowie Levin Schücking. Zahlreiche Reisen brachten die Dichterin z.B. in Wien, Dresden und Hannover mit berühmten Menschen zusammen. (Hohenschwert 1955) 1848 zog sie mit ihrer Mutter für eine Zeitlang nach Wiebaden und Mainz. In Mainz Verlobung Hauptmann Karl von Wenckstern, ohne daß die eheliche Verbindung zustandekam. 1852 bis 1856 mit ihren Eltern Übersiedlung nach Bückeburg, wo sie Zugang zur Bückeburger Gesellschaft fand, in deren Mittelpunkt der fürstliche Hof stand. Näherer Umgang mit dem in Bückeburg wohnenden Viktor von Strauß und Torney sowie Elise von Hohenhausen, Elise Rüdiger und Elise Polko aus dem benachbarten Minden. Sie empfing hieraus vielfältige Anregungen für ihr schriftstellerisches Schaffen. 1857 lebte sie eine Zeitlang in Colberg bei Hildburghausen in der Familie Heinrich Beitzkes und in Frankfurt bei Elise von Hohenhausen. 1858 bis 1866 folgte sie einer Einladung Marie von Fontaines auf deren Rittersitz in Deutsch-Krawern (Oberschlesien): Es waren fröhliche und fördersame zehn Jahre, welche sie in den dortigen vielseitigen und eleganten Kreisen verlebte; denn bedeutende Männer, bevorzugte Künstler und Gäste aller Nationen verkehrten daselbst. Im Verein mit der Freundin machte sie verschiedene größere Ausflüge nach Wien, Reisen nach Ungarn und den bedeutenden Städten Deutschlands, besuchte 1869 zum ersten Male Italien, wo sie längere Zeit in Florenz, Rom und Neapel weilte, und seither hat sie, auch zur Stärkung ihrer Gesundheit, acht Winter in den verschiedensten Städten Italiens verlebt. (ADB) 1866 Einführung als Stiftsdame in das Damenstift Börstel bei Osnabrück. Schreiben und Lesen waren für Emmy von Dincklage-Campe zum Lebenselement geworden. Sieben Winter verlebte sie in Italien. Dann wiederum hielt sie sich in Frankreich und in Holland auf. Überall fand sie Freunde, Lob und Anerkennung für ihr literarisches Schaffen. Schließlich reiste sie von September 1880 bis Juni 1881 nach Nordamerika. Hier wurde sie, besonders von den deutschen Auswanderern, geradezu triumphal gefeiert. (Rüschen 1988) Nach ihrer Rückkehr zog sie nach Lingen im Emsland, wohin ihre Eltern 1866 verzogen waren. 1879, gemeinsam mit Viktor von Strauß, Teilnahme am ersten deutschen Schriftstellerkongreß in Dresden. 1881, 1882 und 1883 Teinahme an weiteren Schriftstellertagen in Wien, Braunschweig und Darmstadt. 1883 wurde sie durch die Königin Elisabeth von Rumänien mit einer goldenen Medaille für Kunst und Wissenschaft ausgezeichnet. Im Sommer 1885 verbrachte sie nach längerer Zeit wieder einmal mehrere Wochen in Münster und Sassenberg, wo ihr Freund Levin Schücking den Rest seiner Jahre verlebt hatte. Anfang 1891 erhielt sie Wohnrecht im Damenstift Börstel (Hohenschwert 1955) und reiste nach Berlin, um sich dort einer Operation zu unterziehen. Sie starb noch vor der Ausführung am 28. Juni 1891 in Berlin an einem Herzschlag.

Die Emsländerin wurde wegen ihrer vielfältigen Kontakte zu westfälischen Autoren in das Lexikon aufgenommen.

Selbständige Veröffentlichungen: Das alte Liebespaar. Stuttgart: Cotta 1856 – Der lederne Bräutigam. Stuttgart: Cotta 1857 – Des Herrn Onkels Pflegekind.Stuttgart: Cotta 1858 – Friesische Köpfe. Am Dollart. Stuttgart: Cotta 1860 – Hochgeboren [Roman]. Leipzig: Schlicke 1869. 294S. – Tolle Geschichten [Roman]. 2 Bde. Leipzig: Schlicke 1870. 712S. – Il Gobbo und sein Liebesleid und Glück. Stuttgart: Kröner 1878 (=Erholungsstunden 99) [in einem Bd. mit: H. von Hülsen: Aus eigener Wahl. Novelle] – Neue Novellen. 2 Bde. Leipzig: Schlicke 1870. 303, 316S. – Sara [Roman]. Leipzig: Schlicke 1871. 397S. – Durch die Zeitung [Roman]. Leipzig: Schlicke 1871. 523S. – Geschichten aus dem Emslande. 2 Bde. Leipzig: Schlicke 1872f. 360, 372S. (StA Bielefeld, SB Essen); 2. Aufl. Paderborn: Schöningh 1907; Nachdr. der 2. Aufl. Leer: Schuster 1976. IV, 251, IV, 261S. [mit biogr. Notiz, Bibliogr. und Fotogr.] – Heimath-Geschichten. Paderborn: Schöningh 1873. 283S. (Bibl. des Vereins für Orts- und Heimatkunde der Grafschaft Mark, Witten) – Die fünfte Frau [Roman]. 2 Bde. Stuttgart: Simon 1873. 455S. – Kinder des Südens [Novellen]. 2 Bde. Stuttgart: Simon 1873. 389S. – Emsland-Bilder. Erzählungen aus dem Emslande. Stuttgart: Simon 1874. 144S. (StA Bielefeld) – Geschichtenbuch für die Jugend. Wahre Erzählungen. Stuttgart: Kunstverlag 1875. 255S. [mit Clara von Dincklage-Campe] – Nordland-Geschichten. Bd. 1. Jena: Costenoble 1875. 348S. (StUB Köln); 2. Aufl. 1883 – Der Erb-Onkel [Erz.]. Stuttgart: Kröner 1876. 40S. – Die Schule des Herzens. 2 Bde. Jena: Costenoble 1876. 581S.; 2. Aufl. 1876 (StUB Köln) – Im Sirocco. Neue Novellen. Breslau: Schottländer 1877. 186S. – Erich Lennep. Der Lotsenkommandeur. Zwei Erzählungen. Bremen: Nordwestdt. Volksschr.-Verlag 1878 [mit A. Wilbrandt] – Die Amsivarier. Heimat-Geschichten. Leipzig: Friedrich [1881]. 317S. (StUB Köln) – Aus zwei Weltteilen [Novellen]. Lingen: Veldmann 1882 – Fürstliches Blut. Napoléon Polée [Nov.]. Frei nach dem Frz. von H[ans Graf] von Veltheim. Köln: Bachem [um 1883]. 205S. (StUB Köln, UB Bonn); Neuaufl. [1920] – Wir. Emslandgeschichten. Leipzig: Friedrich 1882. 289S. (StLB Dortmund); 2. Aufl. 1883 (StA Bielefeld) – Blutjung und andere Erzählungen. Berlin: Stilke 1887 (WLA Hagen); Berlin: Eckstein [1899]. 136S. (=Ecksteins Reisebibl.) – Die echten Abbergs. Köln: Bachem [1884]. 208S. [in einem Bd. mit: Die Grafenbraut. Novelle von Maria von Raskowska] (=Bachem's Novellen-Slg. 85) (StUB Köln, UB Bonn); Neuaufl. [1911]. 164S. (ÖB Aachen) – Lieb' und Länder. Nationale Erzählungen. Illustr. von E. Roeber und E. Kämpfer. Düsseldorf: Bagel 1885. 195S. (ULB Düsseldorf, UB Bonn); Titelaufl. u.d.T.: Nationale Erzählungen. Düsseldorf o.J. (ULB Düsseldorf) – Das Comtessel. Köln: Bachem [um 1886]. 214S. (=Bachem's Novellen-Slg. 22) (UB Bonn, StUB Köln); 2. Aufl. 1919 – Die Seelen der Hallas [Roman]. Köln: Bachem [1886]. 408S. (=Bachem's Roman-Slg. 7) (UB Bonn); Neuaufl. 1911. 332S. (ÖB Aachen) – Letzte Novellen. Dresden: Pierson 1899. 299S. – Kurze Erzählungen. Leipzig: Meyer 1889. 213S. – Jung Alarichs Braut. Berlin: Eckstein 1890. 119S. (=Ecksteins Reisebibl.) – postum: Dosta von Drontheim. Eine wundersame Geschichte. 2. Aufl. Dresden: Pierson 1892 [mit Paul Maria Lacroma]; 3. Aufl. [mit Biogr. und Bildnis von Lacroma]. 126S. Dresden: Pierson 1896 – Die Dorf-Nihilistin. Nebst 7 weiteren Novellen von derselben Verfasserin. Köln: Bachem [1893]. 380S. (UB Bonn) – Gedichte. Paderborn: Schöningh 1893. 128S. [mit Bildn.] – Gesammelte Erzählungen. 2 Bde. Paderborn: Schöningh [1907] (WLMKuK Münster, UB Bonn) – Flachland [Novellen]. Paderborn: Jungfermann 1894. 236S. – Haide-Imme [Erz.]. Leipzig: Müller-Mann 1899. 40S. [mit Abb.] (=Ecksteins Miniaturbibl. 40) – Der lederne Bräutigam. Wenn't Glück kummt. Münster: Aschendorff 1909. 93S. (=Unsere Erzähler 7) (ÖB Aachen); 3. Aufl. 1918. 95S. (=Unsere Erzähler 25) – Am Dollart. Friesische Köpfe. 2 Novellen von Emmy von Dincklage. Mit einem Bildnis der Dichterin und einer Einleitung von H. Schönhoff. Leipzig: Reclam [1910]. 110S. (WLMKuK Münster) – Der Heideschäfer. Angela Wilkens und der Prinz von Oranien. Leipzig: Reclam [1920]. 119S. (EAB Paderborn, StA Bielefeld); Potsdam: Stiftungsverlag [1923]. 183S. (=Dt. Volksbücher 28) (SB Bielefeld) – Wat de olle Möke vertellde. Lingen: van Acken o.J. 104S. – mehrere Titel wurden im 19. Jh. ins Ungarische, Holländische, Französische und Englische übersetzt.

Unselbständige Veröffentlichungen in: Firmenich: Germaniens Völkerstimmen 1856, Bd. 3, S. 488-493 [6 Ged.] – Morgenbl. 1857: Das alte Liebespaar [Novelle] – Das Neue Blatt, Berlin, 1873, S. 217ff.: Die Dichterin des Emslandes. Selbstcharakteristik der neuesten Mitarbeiterin des Neuen Blattes – Hartmann: Schatzkästlein 1885, S. 397-400; 529f. [Originalbeitr.]: Der Frühling; Du bist mir tausendmal willkommen; Zwei Wunder; Die Heide; Das Kreuz; Die wunde Hindin flieht zum Wald; Die Muschel; Am Seestrande; Leben, Streben; Naseweisheit; De Scheper – Baehr: Rhein.-westf. Dichterbuch 1888, S. 348f.: Das Hünengrab [Ged.]; Der Schatten [Ged.]; Du bist mir tausendmal willkommen [Ged.] – weitere Veröffentl. in: Gruppe: Dt. Musenalmanach 1851-1855; Der Salon. Unterhaltungsbl. zur Frauenztg.; Das Neue Bl. 1870ff.; Dt. illustrirte Ztg. 1884-1887; Dt. Heimat 1886-1888; Dt. Wochenschr.; Illustrirte Welt 1880ff. – postum: Heimat und Leben 1930, Nr. 35: De olle Spinster [Ged.] – Heimatkalender, Meppen, 1, 1925, S. 36-41: Wenn't Glück kummt – Niedersachsen 7, 1931, Nr. 5f.: Mein Emsland – Jb. des Emsländ. Heimatvereins 18, 1971, S. 132f.: De Scheper [Ged.] – Niedersachsen 14, 1908/1909, S. 359f. [4 plattdt. Ged.].

Selbständige Veröffentlichungen über Emmy von Dincklage: K. Hohenschwert: Emmy von Dincklage. Ihr Leben und Schaffen. Diss. Münster 1921 – S. Sommer: Untersuchungen zum Bereich Frauenschriftstellerei im 19. Jahrhundert. Emmy von Dincklage, nebst didaktischen Entwürfen zum Thema schriftstellernde Frauen im 19. Jahrhundert. Osnabrück 1976 [Examensarbeit, masch.].

Unselbständige Veröffentlichungen über Emmy von Dincklage in: Haus und Welt 1874, Nr. 11 [biogr. Portr.; anonym] – Buch für alle 1879, S. 79 [biogr. Portr.; anonym] – Der Herold vom 10.4.1881 [biogr. Portr.; anonym] – Emmy von Dincklage-Campe. Die Dichterin des Emslandes, in: Niedersachsen 13, 1907/1908, Nr. 21, S. 371 [anonym]; Jg. 14, 1908/1909, S. 358f. – H. Schönhoff: Emmy von Dincklage als Dialektdichterin, in: Niedersachsen-Zeitschr. 14, 1908f. – E. Egbring: Emmy von Dincklage. Ein Gedenkblatt zu ihrem 100. Geburtsjahr, in: Mein Emsland 1, 1925, Nr. 9 – K. Hohenschwert: Emmy von Dincklage, in: Jb. des Emsländ. Heimatvereins 3, 1955, S. 99-112; ders.: Emmy von Dincklage, die "Emslanddichterin", ein Gedenkblatt aus Anlaß ihres 80. Sterbetages, in: Jb. des Emsländ. Heimatbundes 18, 1971, S. 133-142 – J. Rüschen: Emmy von Dincklage-Campe, in ders.: Bekannte Emsländer aus vergangener Zeit. Bremen 1988, S. 93-100 – B. Gröninger: Emmy von Dincklage. Die Emslandschriftstellerin im 19. Jahrhundert (1825-1891), in: Arbeitsgemeinschaft Frauen in der Geschichte des Emslandes (Hg.): Uns gab es auch. Bd. 2. Sögel 1993, S. 46-81 [mit Bildn.].

Erwähnungen in: F. zum Seehus: Das freiherrliche Haus von Dincklage, in: Niedersachsen 21, 1915/1916, S. 214-216 [2 Abb.] – Uhlmann-Bixterheide: Das plattdt. Westfalen 1921, S. 21f. [Kurzbiogr.] – C. Schmitt: Osnabrücker Dichter und Dichtungen. Präludien zu einer Osnabrücker Literaturgeschichte. Osnabrück 1928 – F. Str[ahlmann]: Weiteres zur Geschichte der Adelsfamilie von Dincklage, in: Volkstum und Landschaft. Heimatbl. der Münsterländ. Tagesztg. 1938, S. 71-74 – R. von Bruch: Haus Campe, in: Jb. des Emsländ. Heimatvereins 1954, S. 128-136, hier: S. 133 – C. Brinkers: Emsland im Spiegel seiner Dichtung, in: Emsland Jb. 2, 1965, S. 127-176, hier: S. 139ff.

Bildnis: 1. Fotogr. (ULB Münster) – 2. Fotogr. (StLB Dortmund) – s. die Angaben in der o.g. Literatur.

Nachlaß, Handschriftliches: I. Bestände in westfälischen Archiven – – II. Weitere Handschriften in Westfalen: 1. ULB Münster (Schlüter-Nachlaß): Brief an einen unbekannten Adressaten, Lingen, 25.1.1887; Brief von Georg von Preussen, undat. [nach 1874, Berlin?]; Widmungsged. von Paul Heyse, 27.8.1894 Partenkirchen; Brief von Marie Kremnitz, 5.9.1894, Bludenz; Widmung von Elise Polko, o.O.u.J.; 20 Briefe von Levin Schücking, 1863-1870 – – III. Bestände und Handschriften außerhalb Westfalens: 1. SBPK Berlin: Ged.; Brief an Viktor Ring; s. L. Stern: Die Varnhagen von Ensesche Sammlung in der Könglichen Bibliothek zu Berlin. Berlin 1911 – 2. Bibl. Jagiellónska Kraków (Slg. Autographa; Teile der im Krieg ausgelagerten Bestände der Dt. SB Berlin): Brief an O.F. Gruppe, 1855; mehrere Ged. o.J. – 3. SB/UB Frankfurt/M.: 2 Briefe an Karl Gutzkow – 4. GStA Weimar: 17 Briefe an Julius Rodenberg, 1870-1874 – 5. Bayer. SB München: Briefe an Paul Heyse und unbekannte Adressaten; Karlsbad [Ms.]; ebd. (Hollandia): 11 Briefe und Karten – weitere Autographen in: StA Bielefeld; SB Hannover; SB München.

Gedenkstätten: Ihr Grab befindet sich auf dem Familienfriedhof des Gutes Campe.

Nachschlagewerke: Brümmer, Bd. 1f., 1876f. – Bornmüller 1882 – Groß 1882 – Brümmer 1885; 6. Aufl. 1913 – Hinrichsen, 2. Aufl., 1891 – Schrattenthal 1893 – ADB, Bd. 47, 1903 – Bindewald 1895 – Eckart 1895 – Maack 1896 – Pataky, Bd. 1, 1898 – Rothert, Bd. 1, 1912 – Spiero 1913 – Krüger 1914 – Seelmann, Bd. 3, 1915 – Groß 1922 – Rosendahl 1932 – Schönhoff 1914 – Lex. der Frau, Bd. 1, 1953 – Kosch, 2. Aufl., Bd. 1, 1949; 3. Aufl., Bd. 3, 1969 – Wilpert/Gühring 1967 – Friedrichs 1981 – von Heydebrand 1983 – Biogr. Handbuch Osnabrück 1990 – Dt. biogr. Archiv, Fiche 238, Sp. 405-418; N.F.Fiche 275, Sp. 411f. – Nachweise zu Gedichtveröffentl. in Anthologien im Archiv Kurt Rüdiger, Karlsruhe.