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Josef Küper

Geboren am 1. November 1891 in Bochum als Sohn eines Fabrikarbeiters. Er wurde selbst Fabrikarbeiter, da er früh zum Familienunterhalt beitragen mußte. Von 1914 bis 1918 Soldat im Ersten Weltkrieg. Seine Fronterlebnisse verarbeitete er in seinem für ihn wichtigsten Werk "Vormarsch 1914". Dieses Buch gegen den Krieg wurde nie gedruckt. Zunächst beschlagnahmte die Gestapo des NS-Staates sein Manuskript. Doch die Urschrift kann er 1935 auf der Flucht mit in die Schweiz nehmen. Wird ihm nach der Rückkehr zunächst jegliches Schreiben untersagt, erhält er für den unverfänglichen Roman "Das Dukatenmännchen" einen sogenannten "Freischein". (Beine 1993) 1943 in Bochum ausgebombt, ging er zunächst nach Stuttgart. Nach dem Krieg Umzug ins Elternhaus seiner Mutter in Rietberg, wo er sich als freier Schriftsteller niederließ. Er starb am 4. August 1972 in Rietberg.

Er verfaßte eine Biographie über den damaligen Bundespräsidenten Heinrich Lübke, deren Erscheinen jener verhindern wollte. Die gesamte Auflage verschwand spurlos.

Selbständige Veröffentlichungen: Das Dukatenmännchen. Leipzig: Staackmann 1941. 276S. [Roman]; 2. Aufl. Bamberg: Staackmann 1952. 245S. (Bibl. WHB Münster, StB Mülheim/R., StB Wuppertal-Elberfeld, StB Bochum) – Liebe, Lug und Trug, eine Erzählung. Düsseldorf 1941; Neuaufl. ebd.: Komet 1948. 116S. (UB Bonn, ULB Münster, ULB Düsseldorf) – Der Herr Michael und die kleine Stadt. Tübingen: Wunderlich 1951. 321S. (Bibl. WHB Münster, StA Bielefeld, StB Essen, StLB Dortmund) – Weide meine Böcke. Schelmenroman in Geschichten. Nürnberg: Gluck und Lutz 1959. 220S. [Illustr.; Schelmenroman] (StLB Dortmund, StB Essen, StA Bielefeld, StB Bochum); Zürich: Christiana-Verlag [1959].

Unselbständige Veröffentlichungen in: Der Ravensberger, Heimatkalender für das Ravensberger Land, Bielefeld, 25, 1953: Johann Strauß in Hagenbusch; Jg. 26, 1954: Stachelbeeren – Schulz 1962: Abenteuer [Erz.].

Unselbständige Veröffentlichungen über Küper: M. Beine: Der Rietberger Schriftsteller Josef Küper und seine ungeliebte Lübke-Biogr., in: Heimat-Jb. Kreis Gütersloh 1993, S. 177-184 [Bildn.].

Erwähnungen in: Westf. Literaturführer 1992, S. 130.

Bildnisse: 1. Fotogr. (WLA Hagen) – 2. Fotogr. (LWL Münster).

Nachlaß, Handschriftliches: I. Bestände in westfälischen Archiven – – II. Bestände und Handschriften außerhalb Westfalens: nicht bekannt

Sammlungen: 1. StA Rietberg: Zeitungsausschnittslg. – 2. StLB Dortmund: Zeitungsausschnittslg. – 3.WLA Hagen: Materialslg.

Nachschlagewerke: Kürschner: Dt. Lit.-Kalender 52, 1952 – Kosch, 3. Aufl., Bd. 9, 1984 – Schulz-Fielbrandt 1987 – Dt. Biogr. Archiv, N.F., Fiche 770, Sp. 38.