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Max Kassiepe

Geboren am 8. April 1867 in Essen als Sohn eines Werkmeisters. Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte er eine Schreinerlehre. Fortbildung im katholischen Gesellenverein. Gründung einer Meisterwerkstatt. Daneben nahm er Privatunterricht, besonders in der lateinischen Sprache. 1891 (1892?) Eintritt in den Oblatenorden. Vervollständigung der Schulausbildung. Theologiestudium und Priesterweihe (1897). Volksmissionarische Tätigkeit. 1902 Ordensoberer in Arnheim. 1905 gründete er das St. Nikolauskloster bei Neuß, dem er von 1905 bis 1910 und 1919/1920 vorstand. Von 1910 bis 1913 war er Provinzial der deutschen Provinz des Oblatenordens. Am Ersten Weltkrieg nahm er als Feldgeistlicher teil. 1920 Generalassistent des Generalkapitels der Oblaten in Rom. 1926 erneute Berufung zum Provinzial der deutschen Ordensprovinz. 1932 Rektor des Aachener Klosters. 1941 Superior des Immakulationsklosters in Essen-Borbeck. 1945 Entbindung von seinem Amt als Hausoberer und Überweisung in das Missionskonvikt Borken. 1946 Ausscheiden aus dem Provinzrat. 1947 Niederlegung des Amtes als Vorsitzender der Missionskonferenz. Er starb am 1. November 1948 in Borken.

Er predigte in über 400 Volksmissionen im Deutschen Reich, in Österreich und Amerika, außerdem hielt er viele Exerzitien und Gelegenheitspredigten. K. gehörte auch zu den Rednern auf Katholikentagen, eucharistischen und marianischen Kongressen. (Kosch, Bd. 2, 1937)

Selbständige Veröffentlichungen: Unter den Basutokaffern. Hünfeld: Albiez 1896 – Sankt-Barbara-Buch. Mönchengladbach: Riffarth 1898 – Volksmissionen und Exerzitien. Praktische Winke für Seelsorger in deren Gemeinden solche Übungen gehalten werden. Kevelaer: Butzon und Bercker 1902. 124S. (EDDB Köln) – Die Volksmission. Wesen und Ziele. Methoden der Missionare. Anteil des Seelsorgers an ihrem Gelingen. Paderborn: Schöningh 1909. VII, 163S. (=Seelsorger-Praxis 19) (EDDB Köln, ULB Münster) – Gedächtnis- und Bekenntnisfeier für die Heimkehr unserer Krieger und den Anfang einer neuen Zeit. 1919 – Der Schlappes. Wiesbaden: Rauch 1921. 31S. (=Licht und Schatten 4) – Der Erzschlappes. Ebd. 1922. 32S. (=Licht und Schatten 5) – Der Flappes. Ebd. [1922]. 32S. (=Licht und Schatten 1) – Flappes, Lappes und Comp. Ebd. [1922]. VIII, 144S. (=Licht und Schatten 1) – Der Tappes. Ebd. 1921. 32S. (=Licht und Schatten 3) – Volksmission und Unionsbestrebungen. Paderborn: Winfriedbund 1922. 15S. – Homiletisches Handbuch für Missionen, Missionserneuerungen, Exerzitien, Oktaven, Triduen und Religionsvorträgen in Standesvereinen. 4 Bde. Paderborn: Schöningh 1921; 5. Aufl. 1928-1930 – Der Wirt vom roten Ochsen und andere Geschichten. Ernstes und Heiteres aus unsren Volksmissionen. Wiesbaden: Rauch 1923. 61S. – Ein Spartakistenstreich und andere Geschichten. Ernstes und Heiteres aus unsren Volksmissionen. Ebd. 1923. 48S. – Christus König. Meßandacht, Gebete und Lieder zur Verehrung des Königtums Christi. Fulda: Fuldaer Actions-Dr. [1927]. 46S. – Ein Übergeschnappter und andere Geschichten. Ernstes und Heiteres aus unsren Volksmissionen. Ebd. 1929. 51S. – Zwischen Schlot und Kotten. Kindheitserinnerungen eines Volksmissionars aus Essen. Paderborn: Schöningh 1936 [Inhalt: S. 11-15: Kindheitserinnerungen aus der alten Burgschule; S. 15-19: Was fang ich nur mit dem Groschen an? Maikirmeserinnerungen; S. 19-23: Unsere Burgschule [dass. in: Das Münster am Hellweg 3, 1950]; 2. Aufl. ebd. 1939. 64S. (StB Essen)] – Irrwege und Umwege im Frömmigkeitsleben der Gegenwart. Broschüre. Würzburg: Fränk. Gesellschaftsdr. [1940]. 136S. – Erlebtes und Erlauschtes. Glaubens- und Lebenskunde in Kurzgeschichten. Würzburg: Echter-Verlag 1948. 360S. – postum: Priesterseligkeiten. Fünftägige Exercitien für Priester. Fulda: Parzeller [1949]. 226S.

Unselbständige Veröffentlichungen: zahlr. theolog. Art. in Zeitungen und Zeitschriften.

Übersetzungen: Das Lied des Lebens. Übers. aus dem Flämischen. 1923.

Selbständige Veröffentlichungen über Kassiepe: P. Joest: Die mächtige Stimme. Das Leben des großen Volksmissionars Max Kassiepe aus Essen. Würzburg 1954 – T. Klosterkamp: Katholische Volksmission in Deutschland. Leipzig 2002.

Bildnis: Fotoslg. (Kloster Mariengarden, Burlo, 42325 Borken; s.auch Abb. oben).

Nachlaß, Handschriftliches: ZA beim Provinzialat der Hünfelder Oblaten, Mainz.

Grabstätte: Auf dem Friedhof des Missionskonvikts in Borken.

Nachschlagewerke: Kosch, Bd. 2, 1937 [Portr.] – Sellmann, Bd. 1-3, 1980-1991 – Dickhoff 1985 [Bildn.] – Hallenberger/van Laak/Schütz 1990 – Dt. Biogr. Archiv, N.F., Fiche 684, Sp. 117f.