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Friedrich Joseph Wilhelm Schröder

Geboren am 19. März 1733 in Bielefeld als Sohn eines Landrichters. Bis 1750 Besuch des Lyzeums in Wernigerode. Studierte in Halle und Erlangen Philosophie und Medizin. Lebte seit 1755 in Kassel. 1756 Brunnenarzt in Hofgeismar bei Kassel. 1764 Dr. med. und Professor der Medizin in Marburg. Verstarb dort am 27. Oktober 1778.

Selbständige Veröffentlichungen: Triumphlied der getreuen Hessen bei der frohen Wiederkunft ihres Durchlichtigen Landesvaters [Landgraf Wilhelm des VIII.] gesungen. Kassel 1758 – Gedichte, nebst einer kritischen Abhandlung. Erlangen, Leipzig 1758 [diese Slg. von Jugendged. erschien ohne sein Wissen] – Lyrische, elegische und epische Poesien; Nebst einer kritischen Abhandlung, einigen Anmerkungen über das Natürliche in der Dichtkunst und die Natur des Menschen. Halle: Hemmerde 1759. 746S. (StB Bielefeld) – Widerlegung zwei der heutigen größten philosophischen Geister in den ersten Gründen und Hauptbegriffen der edelsten Wissenschaften etc. Frankfurt/M., Leipzig 1764 – Von der physikalischen Theorie der Empfindungen, Schmerzen und schmerzstillenden Mittel, an Herrn Professor Eberhard. Quedlinburg 1764 [Rez.: 1. Göttingische Anzeigen von Gelehrten Sachen 1764, St. 53; 2. Leipziger Gelehrte Anzeigen 1764, Nr. 91, S. 725] – Psalmen und Threnodien [1. Buch: Manuskript für Freunde]. 1764; 2. Buch: Hg. von M.J.N. Seip. Rinteln 1766; 3. Buch: Gotha 1777 [Rez.: 1. Allg. Dt. Bibliothek 5 [zwischen 1766 und 1770], S. 26; 2. Bange und Lampe: Schreiben an Herrn Lessing, die Allg. Dt. Bibliothek betreffend, in ebd. 1769; 3. Göttingische Anzeigen von Gelehrten Sachen 1769, St. 86] – Dass das Wesen der Menschen in der Grösse ihres Herzens gesucht werden müsse; eine Rede am Johannistage abgelesen von [ihm] dem Bruder Redner. Marburg 1765 [Rez.: Marburger Anzeigen 1765, St. 10, S. 79ff.] – Neue alchymistische Bibliothek für den Naturkundigen unseres Jahrhunderts ausgesucht. 2 Bde. [jew. 2 Slgen.]. Frankfurt/M., Leipzig 1772-1774 [Rez.: 1. Erlangische gelehrte Anzeigen 1771, St. 48, S. 480; 2. Allg. Dt. Bibliothek 21, S. 228ff.; Bd. 23; Bd. 25, S. 243; nach 1771] – Die völlig geöffnete Alchimie oder höhere Naturwissenschaft, in einer deutlichen Auflösung, als ein Anfang der Neuen alchimistischen Bibliothek. Kassel 1774 [Rez.: 1. Leipziger Gelehrten Anzeigen 1774, Nr. 87, S. 710; 2. Allg. Dt. Bibliothek 26, [nach 1771], S. 523] – Geschichte der ältesten Philosophie und Chemie oder sogenannten hermetischen Philosophie der Egyptier. Marburg 1775 – postum: Dr. F.J.W. Schröders einige medicinische praktische Abhandlungen, aus dem Lateinischen übersetzt und mit des Verfassers eigenhändigen Zusätzen zum öffentlichen Druck befördert von J.K. Wendelstadt. Rothenburg 1778 – weitere Veröffentl. auf dem Gebiet der Med., Chemie und Alchimie.

Unselbständige Veröffentlichungen in: Marburger Anzeigen 1765, St. 1: Zum neuen Jahre; St. 2 und 3: Physikalische Abhandlungen der Natur des Irdischen in der Körperwelt, des Zusammenhanges seiner Theile und der daher entstehenden Begriffe der Schwere; St. 3 und 4: Von der Tödlichkeit des Aderlasses in den auflösenden gefährlichen, besonders in den hitzigen Krankheiten; St. 4: Dialogische Anmerkungen über das Wassertrinken; St. 5: Kritiken über die Gedichte der Frau Karschin; St. 6: Von der Vortrefflichkeit des Punschtrankes; St. 14: Passionsbetrachtung in der stillen Woche; St. 19: Empfindung des Frühlings im Mai; St. 52: Andächtige Gedanken am Geburtstage des Welterlösers – Baldinger: Magazin für Ärzte 1775, Bd. 1: Demokritus, ein Fragment aus der Geschichte der Abderiten – Rousseau: Rhein. Flora 1825-1827 – Schulz: Hermione 1827f. – zahlr. weitere Aufs. in verschied. Organen.

Selbständige Veröffentlichungen über Schröder: M.C. Curtii: Memoria F.J. Guilleaume Schroederi [Nekrolog]. Marburg 1778 – A.A. Kropp: F. J. W. Schröders "Kritische Abhandlung über das Natürliche in der Dichtkunst". Ein Beitrag zur Entwicklungsgeschichte der dt. Poetik zwischen Aufklärung u. Sturm u. Drang. Diss. Köln 1976 – S. Redies: Friedrich Joseph Wilhelm Schröder (1733 - 1778). Ein Rosenkreuzer an der Universität Marburg. Diss. Marburg 1997.

Nachschlagewerke: Baldinger 1772, Bd. 1, S. 224-250 – Strieder, Bd. 13, 1802; Bd. 14, 1804 – Hirsching/ Ernesti, Bd. 17,2, 1808 – Meusel, Bd. 12, 1812 – Kesslin 1856 – Denina, Bd. 3, 1868 – Brümmer 1884 – Goedeke, Bd. 4/I, 3. Aufl. 1916 – Kosch, 2. Aufl., Bd. 3, 1956 – Dt. Biogr. Archiv, Fiche 1140, Sp. 15-104.