Autoren nach Alphabet
/ W /

Autorinnen und Autoren
Geburtsorte und Lebensstationen
Zeitabschnitte
Preise und Auszeichnungen
Dichtergalerie
Abkürzungen Standorte
Abkürzungen Kurztitel
Archive und Sammlungen

 

zur Startseite

Hilfe aufrufen

zurück zur Übersicht | zum Nachlass

Margarete Windthorst

Geboren am 3. November 1884 auf Gut Hesseln bei Halle in Westfalen als Tochter eines Gutsbesitzers. Eine Großnichte des Politikers Ludwig Windthorst. Sie wuchs mit ihren Schwestern in ländlicher Abgeschiedenheit in ihr Hoferbe hinein, das ihr nach dem ungeschriebenen Anerben-Gesetz des Ravensberger Landes zufiel. Eine frühe Lebensproblematik bildete für sie die Konfessionsverschiedenheit ihrer Eltern (Durch meine Mutter hineingeboren ins Protestantische des Ravensberger Landes, genötigt aus ihrem Brunnen mein Schaffen zu holen, habe ich diese Religionsform geachtet und geliebt. Aber ich bin meines Vaters Tochter und als solche Katholikin). Erster Unterricht durch eine Hauslehrerin. Ihre Ausbildung sollte in der Osnabrücker Ursulinenschule fortgesetzt werden, sie kehrte jedoch heimwehkrank nach Hause zurück. Im Alter von 15 Jahren erste Romanversuche. Eine Reise ins Hannover'sche verschafft zwar Bildungseindrücke vom Theater, alles jedoch in der Umwelt bleibt fremd. Aber ein Universitätswinter in Münster, wo Margarete als Gasthörerin Kenntnisse sammelt, bricht die Beklemmung und läßt Freundschaften knüpfen und herzlichen Einblick halten in das pulsierende Leben einer zentralen Stadt. Nicht mehr nur der Adel, vor allem auch das Bürgertum hat die geistige Führung und gibt Anregungen. Das Bildnis der Stadt prägt sich als ein helles, oft fast legendäres den Dichtungen, besonders in den frühen Jahren. Damals entstanden langjährige Kontakte zu Friedrich Castelle und Karl Wagenfeld. In ihren Erinnerungen hielt sie fest, daß sie durch Aufenthalte auf dem nahe Steinhagen gelegenen Hof Niederschabbehardt viele Anregungen empfangen habe. Kurze Reisen nach Süddeutschland und Bremen. Ansonsten führte sie ein fast völlig zurückgezogenes Landleben. 1921 Tod der Mutter. 1924 Tod der Schwester Maria. Als Erbin kümmerte sie sich um die Verwaltung des Besitzes. Entschluß zur Ehelosigkeit und zum einsamen Leben, um sich ganz der Kunst widmen zu können. Immer erfuhr das Schaffen der Dichterin bei bedeutenden Menschen und einsichtigen Freunden im Laufe der Lebenszeit Förderung. Ernst Zahn beschaffte ihr 1911 Zugang mit ihren Gedichten zur Deutschen Verlags-Anstalt; Hans Ballhausen war der geistige Interpret der Lebensmitte; der Arzt und Philosoph Dr. Bäcker aus Osnabrück und der Rektor August Haverkamp erhielten in den biographischen Notizen als treue Gefährten warme Dankesworte. Verbunden blieb ihr auch der noch heute regsam in der literarischen Diskussion stehende Herbert Günther. Maria Kahle, Josepha Berens-Totenohl und die Mindenerin Margarete Döhler sind mit der Dichterin persönlich befreundet gewesen. Förderung bot der "Westfälische Kreis" um Castelle und Prof. Schwering. 1946 Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis (Westfälischer Literaturpreis). In den Nachkriegsjahren übernahm der Großneffe Dietrich Freiherr von Morsey-Picard den Hof, den die Autorin weiterhin bewohnte. 1956 Kogge-Ring. In den letzten Lebensjahren fortwährende Krankheiten. Sie starb am 9. Dezember 1958 in Strang bei Osnabrück. (Zitate nach: Meidinger-Geise 1960)

Margarete Windthorst fühlte sich Annette von Droste-Hülshoff und Kleist geistesverwandt. Das eigentliche Werk beginnt nach dem Krieg, als Margarete Windthorst aus der Frömmigkeit der Kindheit in Auseinandersetzung unter anderm mit Nietzsche und mit der katholischen Orthodoxie zu ihrer eigenen freieren, dennoch entschiedenen Gläubigkeit gefunden hat. Ihr zweites Buch, "Die Seele des Jahres" (1919) – wie sehr viele der späteren Werke im "Volksvereins-Verlag" in Mönchen-Gladbach erschienen, der sich in bezeichnender Weise schon ab 1924 "Führer-Verlag" nennt , ist im Sprachgestus der Verse, der lyrischen Prosa und der Erzählungen noch Echo zu vieler verschiedener Stile der Jahrhundertwende: Nebeneinander stehen märchenhafte Versponnenheit, rhythmisch-dämonische Gestaltung von Sage und Geschichte, aber auch der Kalenderton, und präsentieren die ganze Skala einer natur- und heimatbezogenen, religiös grundierten Dichtung. Aber die allegorischen Stücke in rhythmischer Prosa, "Wenn der Gärtner kommt" (1922), "Höhenwind" (1926) und "Die Sonnenseherin" (1928), in denen sich der Nachhall von Nietzsches "Zarathustra" mit christlichen Gehalten in bibelnaher Sprache amalgamiert, bilden, in losem Zusammenhang aufeinander aufbauend, eine Leistung von gewisser Eigenart: Die Gärtnerin, die im Garten der Seele den tiefen Grund der Natur entdeckt, wandert im Höhenwind als Hirtin ins Gebirge – eine Zentralmetapher der Heimatkunst als "Höhenkunst" – und findet, vom "Gärtner" hier, vom "Gastherrn" dort sanft geleitet, als Sonnenseherin schließlich doch aus ihrer Einsamkeit zurück zu den Menschensbrüdern, die ihrer Botschaft bedürfen. Auch an diesen Werken wird evident, wie stark die ganze Epoche noch – jedenfalls auf dieser Ebene von Literatur – in der Jahrhundertwende wurzelt [...]. (von Heydebrand 1983) W.s Werk ist von starker Religiosität geprägt, das Geschehen konzentriert sich in Gleichnisgestalten (die Gärtnerin, die Hirtin, die Seherin), in denen sich Naturmystik und religiöse Weltschau verbinden. Unter dem Einfluß des Religionsmystikers Bô Yin Râ (=Joseph Anton Schneiderfranken) legte W. immer mehr Gewicht auf diese religiösen Aspekte, so besonders in ihrer Romantrilogie. Aufgrund ihres Katholizismus wurde sie nach 1933 von der nationalsozialistischen Presse stark angegriffen und sollte aus der Reichsschrifttumskammer ausgeschlossen werden. (Killy-Literaturlexikon)

Selbständige Veröffentlichungen: [Slg. Bibl. WHB Münster] Gedichte. Stuttgart: Dt. Verlags-Anstalt 1911. 170 S. (StLB Dortmund, StA Bielefeld) – Kinderland. Erzählungen. Münster: Aschendorff [1912]. 95 S. (= Unsere Erzähler 45) (StA Bielefeld); 2. Aufl. ebd. o.J. – Die Seele des Jahres. Mönchengladbach: Volksverein 1919. 239 S. (ULB Münster, StA Bielefeld, UB Bonn); 4.-6. Tsd. ebd. 1925 (StUB Köln) – Das Jahr auf dem Gottesmorgen. Novellen. Augsburg: Haas und Grabherr 1921. 384 S. (= Die neue Bücherei 1) (StLB Dortmund, StA Bielefeld, ULB Münster) – Zwergen-Musik. Ein Märchenbuch für besinnliche Leute. Bad Pyrmont: Gersbach 1921. 142 S. [Abb.] (StA Bielefeld, StB Essen) – Wenn der Gärtner kommt. Mönchengladbach: Volksverein 1922. 116 S. (UB Bonn, StLB Dortmund, StA Bielefeld) – Die Tau-Streicherin. Roman. Berlin: Grote 1922. 278 S. (= Grote'sche Slg. von Werken zeitgenöss. Schriftsteller 152) (StA Bielefeld, StLB Dortmund) – Der Basilisk. Roman aus der westfälischen Adelswelt. Ebd. 1924. 299 S. (= Grote'sche Slg. von Werken zeitgenöss. Schriftsteller 160) (ULB Münster, Lipp. LB Detmold, StLB Dortmund) – Die Verkündigung. Erzählung. Mönchengladbach: Führer-Verlag 1924. 100 S. (ULB Münster, UB Bonn, StLB Dortmund) – Die Nacht der Erkenntnis. Erzählung. Ebd. [1925]. 68 S. [Abb.] (StUB Köln, StA Bielefeld) – Höhenwind. Dichtung. Ebd. 1926. VIII, 66 S. [Abb.] (ULB Münster, StLB Dortmund, UB Bonn) – Die Sonnenseherin. Erzählung. Mönchengladbach: Führer-Verlag [1928]. 68 S. (UB Bonn, StA Bielefeld) – Margarete Windthorst. Ausw. und Einf. von H. Ballhausen. Mönchengladbach: Volksverein 1929. 91 S. (= Die Ausw. aus neuerer Dichtung und Kunst 14) (ULB Münster, StLB Dortmund, StUB Köln) – Drei Gärten. Ein Märchenspiel. Warendorf: Heine [1930]. 32 S. – Das grüne Königreich. Buch für junge Menschen. Ebd. [1930]. 174 S. [Abb.] (ULB Münster, Lipp. LB Detmold, StA Bielefeld) – Salomons Weisung. Ein Frühlingsspiel nach einer alten Legende. Ebd. [1930]. 24 S. – Die Sonnenwendnacht. Ein Gartenspiel. Ebd. [1930]. 20 S. – Uns hat ein Blümlein 'bracht. Weihnachtsspiel. München: Höfling [1932]. 55 S. (= Höfling's Mädchenbühne 2533) – Die Sieben am Sandbach. Roman. Berlin: Grote 1937. 348 S. (= Grote'sche Slg. von Werken zeitgenöss. Schriftsteller 230) (ULB Münster, StA Bielefeld, Lipp. LB Detmold) – Die Lichtboten. Ein Geschichtenkreis. Ebd. 1938. 98 S. (= Grotes Aussaatbücher 18) (Lipp. LB Detmold) – Mit Lust und Last. Roman. Ebd. 1940. 355 S. (= Grote'sche Slg. von Werken zeitgenöss. Schriftsteller 244) (ULB Düsseldorf, Lipp. LB Detmold); Neuaufl. ebd. 1949 (ULB Münster, StA Bielefeld, StLB Dortmund); Forts: Zu Erb und Eigen. Roman. Kempen: Thomas 1949. 426 S. (ULB Münster, Lipp. LB Detmold, StA Bielefeld, StLB Dortmund) – Hoftöchter. Erzählungen. Ebd. 1947. 290 S. (ULB Münster, StA Bielefeld, StLB Dortmund) – Das erwählte Land. Eine Geschichte aus Tagebuchblättern. Ebd. 1948. 142 S. (ULB Münster, StA Bielefeld, StLB Dortmund) – Menschen und Mächte. Zwei Erzählungen. Ebd. 1948. 179 S. (ULB Münster, StA Bielefeld, StLB Dortmund) – Mit Leib und Leben. Ebd. 1949. 374 S. (UB Bonn, ULB Münster, Lipp. LB Detmold) – Das lebendige Herz. Aufzeichnungen vor Tau und Tag von Hyacinth Henricus Holm. Hamm: Grote 1952. 423 S. (ULB Münster, StLB Dortmund, Lipp. LB Detmold) – Weizenkörner. Erlebtes und Erlauschtes. Bielefeld: Dt. Heimat-Verlag 1954. 192 S. (ULB Münster, Lipp. LB Detmold, StLB Dortmund) – Erinnerungen an Personen und Persönlichkeiten in Halle und Umgebung. Halle: Meyer und Beckmann [1956]. 38 S. (StLB Dortmund) – postum: Die Heide. Münster: Aschendorff; Bielefeld-Bethel: Dt. Heimat-Verlag Gieseking 1959. 24 S. (StLB Dortmund, StA Bielefeld, ULB Münster) – Erde, die uns trägt. Roman. Hg. aus dem Nachlaß und Nachw. von I. Meidinger-Geise. Emsdetten: Lechte 1964. 414 S. (ULB Münster, Bibl. WHB Münster, Lipp. LB Detmold) [Rez.: Auf Roter Erde, Münster, 20, 1964, Nr. 70, S. 4 (H. Luhmann)] – Der Krähenbusch. Vier Erzählungen. Eingel. und aus dem Nachlaß hg. von I. Meidinger-Geise. Ebd. 1970. 273 S. [Abb.; Bildn.] (ULB Münster, StLB Dortmund, StA Bielefeld) – Wege und Wanderungen. Aus dem Nachlaß hg. von I. Meidinger-Geise. Dortmund: Wulff 1975. 64 S. (= Kleine Reihe Lyrik und Prosa 35) (ULB Münster, StA Bielefeld, StLB Dortmund) – Erde und Menschen. Vier Erzählungen aus dem Nachlaß. Mit einer Monographie über Margarete Windthorst und Westfalen. Hg. von I. Meidinger-Geise. Emsdetten: Lechte 1988. 368 S. – Margarete Windthorst. Die starke Westfälin. Konzeption des Buches: Ursula Ruth Blaschke. Halle/Westfalen: Museum Halle/Westfalen e.V. [ca. 2008].   

Unselbständige Veröffentlichungen in: Die Grenzboten, Brüssel, Leipzig, 1911, H. 33: Westfälisches Volksfest [Ged.]; Jg. 1912, H. 27-34: Die Blumen des Florentin Kley – Heimatbl. der Roten Erde, Münster, 1919f. [Ged.] – Uhlmann-Bixterheide 1922: Das Märlein von der kleinen Nachtigall – Der Ravensberger, Heimatkalender für das Ravensberger Land, Bielefeld, 1, 1926: Der gute Hausgeist [Erz.]; Gedichte in Prosa; Jg. 3, 1928: Himmels-Schlüssel; Blaue Hyazinthen; Leben [Ged.]; Jg. 4, 1929: Der Veilchenberg [Erz.]; Sommerseele [Ged.]; Abend in der Bergschlucht [Ged.]; Jg. 5, 1930: Sonnenuntergang, Sonnenaufgang [Erz.]; Gottesaugen im Herbstgarten [Ged.]; Mein Garten und Du [Ged.]; Jg. 6, 1931: Das grüne Grasweibchen. Ein Märchenspiel; Dieses Leuchten [Ged.]; Im Raume [Ged.]; Jg. 7, 1932: Junge Saat [Ged.]; Die Geschichte vom Brüderchen [Erz.]; Drei Frühlingszeiten; Jg. 8, 1933: Maikäfer, flieg [Erz.]; Schnee im April [Erz.]; Der Rosenengel [Ged.]; Schöne Frau Sigeminne [Ged.]; Jg. 10, 1935: Des Großen Königs Gnade [Erz.]; Der Bäuerin Gewand [Erz.]; Jg. 11, 1936: Der Nächste. Eine Legende; Der Edeling [Ged.]; Form und Inhalt [Ged.]; Heimkehr [Ged.]; Jg. 13, 1938: Fritz Steinhaus; Die goldene Kugel [Erz.]; Auch der Bauer [Ged.]; Jg. 15, 1940: Guter Rat für Freiersleute; Jg. 22, 1950: Kirmes von einst; Jg. 23, 1951: Das glückliche Haus [Erz.]; Margarete Döhler in ihrem Leben und ihrer Dichtung; Jg. 24, 1952: Die Brüder Schmidt. Erzählung; Jg. 25, 1953: Weizengold. Eine Betrachtung; Jg. 26, 1954: Rosenblüte; Das kleine Passionsspiel; Jg. 27, 1955: Der Federfuchser; Die Stillen im Lande; Jg. 30, 1958: Es muß was Gesundes sein; Das Lied vom lieben Windchen; Jg. 31, 1959: Manchmal; Klanglos; Jg. 32, 1960: Der Landmann [Ged.]; Jg. 33, 1962: Der Hexenbesen; Jg. 34, 1962: Nach dem Regenguß; Zur Neige meiner Tage [Ged.]; Jg. 35, 1963: Die Ratten [Erz.]; Dieses Leuchten [Ged.]; Jg. 36, 1964: Sommerabends; Heimweh [Ged.]; Tanz und Tod [Ged.]; Jg. 37, 1965: Begegnung; Jg. 38, 1966: Der Krähenbusch; Jg. 39, 1967: Aufbruch [Ged.]; Jg. 40, 1968: Die Bergische Krähe [Erz.] – Die Heimat, Dortmund, 1930 [Ged.; Erz.]; Jg. 1931 [Erz.] – Westf. Heimat 13, 1931, Nr. 1: Der Aufbruch. Novelle – Heimat und Reich, Bochum, Jg. 1935: Der Landmann – Die Säule, Zeitschr. für geist. Lebensgestaltung, 1932, H. 4f.: Sulamiths Hohes Lied vom Garten; Jg. 1935, H. 1: Der Sattelmeier. Legende; H. 2: Der Bäuerin Gewand. Legende; H. 3: Die Arbeiter. Legende; H. 5: Der Wockenbrief. Legende; H. 6: Die lange Nacht. Legende; Jg. 1936, H. 3: Odins Auge. Legende; H. 6: Die vollendete Frucht. Legende; Jg. 1937, H. 1: Hochgesang [Ged.]; H. 3: Auch der Bauer [Ged.]; H. 4: Form und Inhalt. Formgedichte; H. 6: Der Schäfer [Ged.] – Westf. Geschichten. Ausw. von H. Luhmann. Münster 1938: Der große König schafft Brot – Westf. Heimatkalender, Münster, 1948: Das Meisterstück; Jg. 1950: Die siebenzinkige Krone; Jg. 1951: Heimchens Mühlenfahrt; Jg. 1953: Mutter Erde; Jg. 1954: Monatsgedichte zum Kalendarium; Über den grünen Klee; Jg. 1955: Tante Julchen; Jg. 1956: Die Schönste im Dorf; Jg. 1957: Die fremden Gäste; Jg. 1959: Kinder, was spielen wir, was? – Westfalenspiegel, Dortmund, 1954, H. 11: Hexenbesen; Jg. 1955, H. 12: Moritz der Esel, eine wunderreiche Weihnachtsmär; Jg. 1956, H. 9: Gastbürger von Münster; Jg. 1957, H. 10: Meine Heimat am Teutoburger Wald – Das Buch der Kogge. Emsdetten 1958: Schloß Cassem.

Herausgabe: Mär und Mythe. Deutsche Balladen und Gesänge. Berlin: Grote 1943. 79 S. (ULB Münster, StB Essen, StLB Dortmund).

Briefe: I. Meidinger-Geise (Hg.): "...doch daß dann alles weitergeht..." Briefe an Inge Meidinger-Geise 1951-1958. Mit einer Bibliogr. Dortmund (= Mitt. der Stadt- und Landesbibl. Dortmund N.F. 10).

Bibliographie: R. Vitt: Bibliogr. Margarete Windthorst, in: Mitt. der Stadt- und Landesbibl. Dortmund N.F. 10, 1978, S. 76-80.

Selbständige Veröffentlichungen über Margarete Windthorst: I. Meidinger-Geise: Margarete Windthorst und Westfalen. Emsdetten 1960 – H. Gunnemann (Bearb.): Margarete Windthorst. Nachlaß. Ausstellungskat. und Bestandsübersicht. Dortmund 1978 (Stadt- und Landesbibl. Dortmund, Autographenausstellungen 15) – I. Meidinger-Geise: Begegn. mit Margarete Windthorst heute. Dortmund 1979 (= Dortmunder Vortr. 130).

Unselbständige Veröffentlichungen über Margarete Windthorst: E. Schoneweg: Margarete Windthorst, eine niedersächs. Dichterin, in: Ravensberg. Bl. 21, 1921, S. 45 – Margarete Windthorst als Darstellerin ravensberg. Volkslebens, in ebd. 24, 1924, S. 26 – H. Ballhausen: Margarete Windthorst, in: Heimatbl. der Roten Erde, Münster, 4, 1925, S. 218-221; ders.: Margarete Windthorst, in: O grüss dich Gott, Westfalenland! 1927, S. 102-107 [Bildn.] – H.J. Berges: Margarete Windthorst, in: Westf. Heimatbl. 2, 1926, Nr. 8 – A. Mäuser: Eine westf. Dichterin, in: Heimatkalender für den Kreis Wiedenbrück 1928, S. 57-61 [dass. in: Beckumer Kreiskalender 1928, S. 57-61] – K. Vormbrock: Die westf. Dichterin Margarete Windthorst und die Heide, in: Unsere Senne 1928, S. 338-342 – Ehrenabend für Margarete Windthorst am Bielefelder Bauernhausmuseum, in: Ravensberger Bl. 31, 1931, S. 55f. – J. Bergenthal: Margarete Windthorst. Eine Mystikerin, in: Augsburger Postztg. 1933, Lit. Beil., Nr. 15 – Eine zweite Droste. Margarete Windthorsts 50. Geburtstag, in: Herner Ztg. vom 3.11.1934 – J. Bergenthal: Margarete Windthorst, in: Heimat und Reich, Bochum, 1935, S. 271-273 [Bildn.]; ders.: Offener Brief an Grete Windthorst, in ebd., S. 278f. – J. Schomerus-Wagner: Margarete Windthorst, in: Dt. kath. Dichter der Gegenwart. Nürnberg 1950 – B. Rang: Das lebendige Herz. Zu dem neuen Werk von Margarete Windthorst, in: Westfalenspiegel, Dortmund, 1, 1952, H. 2, S. 40 – C. Herbermann: Margarete Windthorsts Gesamtausg. Rez., in ebd. 1954, H. 12, S. 30; ders.: Kogge-Ring für Margarete Windthorst, in ebd. 1956, H. 4, S. 39 – Westfalen ehrt Margarete Windthorst, in ebd. 1954, H. 12, S. 41 – H.M. Elster: Margarete Windthorst zum 70. Geburtstag, in ebd., H. 11, S. 12 [Bildn.] – K. Altenbernd: Begegn. mit Margarete Windthorst, in: Der Ravensberger, Heimatkalender für das Ravensberger Land, Bielefeld, 27, 1955, S. 32 – R. Feller. Margarete Windthorst zum 75. Geburtstag, in: Minden-Ravensberg, Minden, 31, 1959, S. 104 – R. Weber: Margarete Windthorst, in: Unser Bocholt 13, 1962, H. 13, S. 33-36 – I. Meidinger-Geise: Margarete Windthorst, in: Westf. Heimatkalender, Münster, 1966, S. 150-152 – H. Ballhausen: Warum die Dichterin des Ravensberger Landes nicht auf einem Bauernhof zur Welt kam, in: Der Minden-Ravensberger, Bielefeld, 51, 1971, S. 46 – A. Schmitz: Margarete Windthorsts letzte Fahrt, in ebd., S. 47 – H. Ballhausen: Gedanken der Margarete Windthorst, in: Westf. Heimatkalender, Münster, 1979, S. 34 – I. Meidinger-Geise: In memoriam Margarete Windthorst, in: Der Minden-Ravensberger, Bielefeld, 46, 1974, S. 81; dies.: Das Werk der Margarete Windthorst, in: Westf. Heimatkalender, Münster, 1979, S. 32-34; dies.: Wort-Wege [über Briefe Margarete Windthorsts an die Verf.], in: der Minden-Ravensberger, Bielefeld, 51, 1979, S. 44f.; dies.: Margarete Windthorst. Porträt zwischen gestern und morgen, in: Heimat-Jb. Gütersloh 1985, S. 34-37 [Abb.] – G. Strootdrees: Heimat war ihr "Spiegel der Welt". Margarete Windthorst, in ders.: Es gab nicht nur die Droste. Sechzig Lebensbilder westfälischer Frauen Münster 1992, S. 121f.

Erwähnungen in: Minden-Ravensberg 1929, S. 300-303 [Bildn.] – Westf. Literaturführer 1992, S. 62f., 133.

Bildnisse: 1. Ölgemälde von Hermann Mahler; Fotosgl. (StLB Dortmund) – 2. Fotogr. (WLA Hagen) – 3. Zeichn. von Richard Sprick (WLMKuK Münster) – 4. Fotogr. (Abb. in: Der Krähenbusch 1970; Reprod. Ref. Lit. des LWL Münster) – s. die Angaben in der o.g. Literatur.

Nachlaß, Handschriftliches: 1. StLB Dortmund (Nachlaß): u.a. Tagebücher, 1897-1900, 1903-1910; Werkms.: Das geheime Bild [Erz.]; Winter-Dämmerstunde. Tagebuch-Notizen; Frau Margarete [Ballade]; Altes Senneland [Ged.]; Die Wildvögel [Novelle]; Waldstimmungen [Skizze]; Die Sieben am Sandbach [Roman]; Die Mütter [Ged.]; Götternebel [Ballade]; Die Norne spricht [Gedichtentw.]; Die Einzelnen [Ged.]; Menschen und Mächte [Novellen]; Vor Tau und Tag [Romanausz.]; Pan schlief nicht [Erz.]; Haller Erinnerungen; ca. 3000 Briefe an sie: Briefw. mit Ludwig Bäte, Hans Ballhausen, Josefa Berens-Totenohl, Josef Bergenthal, Lene Bertelsmann, Friedrich Castelle, Margarete Döhler, Hanns Martin Elster, Gustav Falke, Clemens Herbermann, Maria Kahle, Heinrich Luhmann, Inge Meidinger-Geise, Josefine Nettesheim, Margarethe Schreiber, Wilhelm Schulte, Lulu von Strauß und Torney, Anne Tölle-Honekamp, Karl Wagenfeld, Josef Winckler u.a.; 86 Briefe von ihr an Inge Meidinger-Geise;  zum Inhalt s. Gunnemann 1978; s. Lit. Nachlässe in NRW 1995, S. 392f.; Denecke/Brandis, 2. Aufl. 1981, S. 412 – 2. Heine-Inst., Düsseldorf: Briefe an Wilhelm Schäfer, 1949

Sammlungen: 1. StLB Dortmund (Nachlaß): Zeitungsausschnittslg., Materialslg. zu naturwissenschaftl., volkskundl., eherechtl. Fragen – 2. Fritz-Hüser-Inst. (Stadt Dortmund): Zeitungsausschnittslg.

Gedenkstätten: Geburtshaus Gut Haus Hesseln in Halle-Hesseln; Familiengrabstätte, auf einem Privatfriedhof, der nur von Haus Hesseln aus zu erreichen ist; Windthorst-Zimmer im Museum Halle (Galerie), Kirchplatz 3.

Nachschlagewerke: Geißler 1913 – Uhlmann-Bixterheide 1922 [Kurzbiogr.] – Kutzbach 1950 – Lex. der Frau, Bd. 2, 1954 – Degener, 12. Ausg., 1955 – Kosch, 2. Aufl., Bd. 4, 1958 – Kürschner: Nekrolog 1971 – von Heydebrand 1983 – Oberhauser 1983 – Schulte: Westf. Köpfe, 3. Aufl. 1984 – Wilpert, 3. Aufl. 1988 – Killy, Bd. 12, 1992 – Freund 1993 – Wilpert/Gühring, 2. Aufl. 1993 – Dt. Biogr. Archiv, N.F., Fiche 1412, Sp. 305-309, 349-353.