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Wilhelm Ludwig Rosenberg

Geboren am 10. Juni 1850 in Hamm als Sohn eines Beamten. Er wuchs bei seinem Großvater, einem Gießermeister, auf. Studium der Philologie und Philosophie. Promotion zum Dr. phil. Hierauf war er als Lateinlehrer und Publizist tätig. Aufgrund seiner publizistischen Tätigkeit für die Sozialdemokratie (seit 1875) wanderte er nach dem Sozialistengesetz (Berufsverbot) [Ende 1880] in die UStA aus. (Killy-Literaturlexikon). Von 1881 bis 1884 Redaktion der mit der sozialrevolutionären Bewegung sympathisierenden Chicagoer Fackel. Von 1884 bis zur Spaltung der Partei 1890 war er Spitzenfunktionär der Sozialistischen Arbeiterpartei Nordamerikas in New York. 1885 Übernahme der Redaktion des neugegründeten Parteiorgans. Anschließend arbeitete er in Cincinnati als Journalist. 1902 Gründer einer Anstalt für geistig behinderte Kinder in Cleveland. Zuletzt war er freier Schriftsteller. Er starb vermutlich 1928 in Cleveland.

Rosenberg war einer der prominentesten deutsch-amerikanischen Schriftsteller. Seine Prosa kam bei dem Exilverleger Schabelitz in Zürich heraus. Seine 1880 gesammelten "Lieder und Gedichte" [...] erinnern im Ton an Heine. Von seinen "sozialpolitischen" Gedichten wurden die meisten in der deutschamerikanischen Arbeiterpresse gedruckt. [...] Programmatisches Ziel des von Büchner und Ibsen beeinflußten R. war die Anwendung "wirtschaftlicher Bewegungsgesetze auf das Drama" und damit die Überwindung des Naturalismus. (Killy-Literaturlexikon)

Selbständige Veröffentlichungen: Lieder und Gedichte. Frankfurt a. M. 1880 – Irrfahrten. Eine soziale Lebensgeschichte. Ebd. 1880 – Aus dem Reiche des Tantalus. Alfresco-Skizzen. Zürich 1888. 157 S. – Vor der Wahlschlacht. Lustspiel. New York 1887 (= Socialistic Library 11) – Crumbleton. Drama. Cleveland 1898 – Erotik im Alter. Gedichte. Ebd. 1920 – Weltverrat und Weltgericht. Gedichte. Ebd. 1921 – Auf der Moralwaage. Ebd. o.J. – Die Geisterschlacht. Cincinnati o.J. – Die Macht des Aberglaubens. Lustspiel. Cleveland o.J.

Unselbständige Veröffentlichungen in: K. Beißwanger (Hg.): Stimmen der Freiheit. Blüthenlese der hervorragendsten Schöpfungen unserer Arbeiter- und Volksdichter. Nürnberg 1900 [Ged.] (StA Hamm: Kopie) – Sonntagsbl. der New Yorker Volks-Ztg. vom 29.1.1928: Erinnerungen aus der Frühzeit der socialistischen Bewegung in den Vereinigten Staaten.

Herausgabe: Fackel. Chicago 1881-1884 [Red.] – Sozialist. New York 1885f. [Red.] – An der Weltwende. Anthologie. Cleveland 1910 – Krieg dem Kriege. Anthologie. Ebd. 1915 – Liebesglück und Liebesleid. Ebd. 1916.

Selbständige Veröffentlichungen über Rosenberg: W. von Dierecke: William Ludwig Rosenberg. Sein Werk und seine Persönlichkeit. o.O. 1927 (nicht nachweisbar).

Unselbständige Veröffentlichungen über Rosenberg: G. Beier: Ludwig Rosenberg. Der Weltmann in der Mitte, in ders.: Schulter an Schulter. Schritt für Schritt. Lebensläufe dt. Gewerkschafter. Köln 1983, S. 151-156.

Erwähnungen in: Münchow 1981 – C. Poore: German-American Socialist Lit. 1865-1900. Berlin 1982 – C. Heiß: Die Rezeption von "Dantons Tod" durch die deutsch-amerikan. Arbeiterbewegung im 19. Jahrhundert, in: Büchner-Jb. 1984, S. 248-263.

Bildnis: Fotogr. (StA Hamm).

Sammlungen: StA Hamm: Personenslg. [Unterlagen].

Nachschlagewerke: Kosch, 2. Aufl., Bd. 3, 1956 – Hammer Autoren 1973 – Kosch, 3. Aufl., Bd. 13, 1992 – Killy, Bd. 10, 1992 – Barck 1994.