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Elise Rüdiger

Geboren am 7. März 1812 als Elise Friederike Felicitas von Hohenhausen auf Schloß Eschwege. Sie erhielt ihre Ausbildung durch ihre Mutter Elise von Hohenhausen. Durch Versetzung ihres Vaters Leopold von Hohenhausen 1815 Umzug nach Münster und 1816 nach Minden. Die ersten lebhaften Eindrücke empfing sie in dem benachbarten Herford, wo sie im Hause ihres Großvaters [...] öfters verweilte. (Brümmer, 6. Aufl. 1913) 1820 Umzug nach Berlin, wo die Familie bis 1824 lebte. Im Salon ihrer Mutter und in den Salons der Rahel Varnhagen von Ense und Henriette Herz Bekanntschaft mit Adelbert von Chamisso, Friedrich de la Motte Fouqué, Heinrich Heine sowie Karl Varnhagen von Ense. 1831 auf Wunsch ihrer Eltern in Minden Heirat mit dem Juristen Karl Ferdinand Rüdiger. Nach mehreren Ortswechseln (1833 Münster, 1845 Minden, 1854 Frankfurt/O.) zog sie nach dem Tod ihres Mannes endgültig nach Berlin, wo sie am 31. Januar 1899 starb.

Sie gründete nach dem Vorbild ihrer Mutter während ihrer Zeit in Münster, Minden und Berlin eigene literarische Salons. Am bedeutendsten war ihr in Münster aufgebauter Kreis (die von Annette von Droste-Hülshoff so bezeichnete Hecken-Schriftsteller-Gesellschaft), dem u.a. Luise von Bornstedt, Wilhelm Junkmann, Levin Schücking und Henriette von Hohenhausen sowie als wichtigstes, jedoch nur sporadisch teilnehmendes Mitglied die Droste angehörten, die den Kreis in ihrem Lustspiel Perdu! karikierte. Elise Rüdiger wurde damals zur vertrauten Freundin der Droste, wovon der Briefwechsel, von dem auf seiten der Droste etwa 30 Briefe überliefert sind, Zeugnis ablegt. Gemeinsam verbrachten beide im Herbst 1843 einige Zeit auf der Meersburg am Bodensee. Der von der Droste erwogene Plan zur literarischen Zusammenarbeit – sie hatte die Idee zu einem gemeinsamen Band mit Erzählungen und literarischen Porträts, der bei Cotta erscheinen sollte – gelangte nicht zur Ausführung. Elise Rüdiger debütierte in dem von ihrem Vater mitbegründeten Mindener Sonntagsblatt, an dem auch ihre Mutter mitarbeitete. Ihrem Sujet – feuilletonistische Literaturkritik – blieb sie lange Zeit treu. Später konzentrierte sie sich auf in Novellenform gekleidete biographische Episoden bekannter Persönlichkeiten. Nach dem Tod ihre Mannes veröffentlichte sie unter dem Geburtsnamen von Hohenhausen (vielleicht auch zum Gedenken an ihre 1857 verstorbene Mutter), wodurch es in der Literaturgeschichte zu vielen Verwechslungen bezüglich des Namens Elise von Hohenhausen gekommen ist.

Pseudonyme: Fr. von Hohenhausen; E.v.H.; Freiin v.H.; Sidonie von Seefried; Elise Friederike Freiin von Hohenhausen.

Selbständige Veröffentlichungen: Die Jungfrau und ihre Zukunft in unserer Zeit, oder mütterlicher Rath einer Pensionsvorsteherin an ihre schreibenden Zöglinge über ihren Eintritt in die Welt, Zeitanwendung, Tageseintheilung, Lebensklugheit, Anstand und würdige Haltung, nebst einer hierauf bezüglichen Beispielsammlung, enthaltend: Mädchenschicksale, nach dem Leben gezeichnet. Weimar: Voigt 1854. X, 176 S. – Berühmte Liebespaare. Mit 18 Portraits. Braunschweig: Westermann 1870. 296 S. [Pseud. Elise Friederike Freiin von Hohenhausen] (StA Bielefeld, ULB Düsseldorf, StUB Köln); N.F. Leipzig: Schlicke 1876 (UB Bonn, StA Bielefeld); 3. Folge. Leipzig 1882; 4. Folge. Leipzig 1884; 2. Aufl. mit dem Untertitel: 13 ausgewählte geschichtliche Bilder. 2 Bde. Leipzig: Fiedler 1895; 4. Aufl. Berlin: Heilbrunn [um 1905]. X, 331 S. (ULB Münster); Neuaufl. Mit mehreren Porträtgravüren. Hg. von E. Vely. Berlin: Weichert [1919]. 743 S. (StLB Dortmund) [darin: E. Vely: F. von Hohenhausen und ihr Werk, S. 3-23] – Schöne Geister und schöne Seelen, oder: Denkmale der Freundschaft berühmter Männer und Frauen. Leipzig: Günther [1873]. 211 S. (UB Bonn, SB Essen, StUB Köln, WLMKuK Münster) – Berühmte Freundschaften. Gesammelte Essays. Leipzig 1875 – Der Roman des Lebens. Neue Novelle aus der höheren Gesellschaftswelt. 2 Bde. Leipzig: Schlicke 1876. 644 S. – Brevier der guten Gesellschaft und der guten Erziehung. Gesetzbuch bei der Übung des guten Tones, der feinen Sitten, gesellschaftlichen Talente und häuslichen Pflichten. Leipzig: Spamer 1876. 270 S.; 2. Aufl. 1882 – Romantische Biographien aus der Geschichte. Leipzig: Schlicke 1878. 307 S. (UB Bonn, StA Bielefeld) – Die gute Gesellschaft und die Uebung des guten Tons, geselliger Talente und Pflichten. Gesetzbuch der feinen Sitten und der guten Erziehung. [...]. Leipzig: Spamer 1878. X, 270 S. (UB Bonn); 2. Aufl. ebd. 1882 – Deutsches Tondichter-Album. Photographien nach Originalen von Zimmermann & Hader. Mit Originalbiographien. Berlin 1884; 2. Aufl. Berlin: Neufeld 1889. 72 S. 12 Abb. [Pseud. Fr. von Hohenhausen] – Aus Goethes Herzensleben. Wahrheitsgetreue Darstellungen. Leipzig: Bergmann [1884]. VII, 274 S. (ULB Münster, UB Bonn) – Drei Kaiserinnen. Die ersten Kaiserinnen des neuen deutschen Reichs: Kaiserin Augusta, Kaiserin Viktoria und Kaiserin Augusta Viktoria. Biographische Skizzen. Berlin: Voss 1888. 116 S. (ULB Münster) – Neuestes Handbuch über die Vorschriften des feinen Anstandes und der guten Sitten. Mit einem Anhang von Rathschlägen für die Schönheits- und Gesundheitspflege. Aus den Papieren der Gräfin D.O. zusammengestellt. Leipzig: Schumann 1888. 156 S. – Neue Novellen. Berlin: Freund und Jeckel 1890. 154 S. – Wie geben wir unsere Gesellschaften? Diner und Soirée? Hochzeit? Polterabend? Ball? etc. Mit einem Anhang: Trinksprüche; Behandlung der Weine; Menüs. Stuttgart: Schwabscher 1897. 326 S. – postum: Die feine junge Dame. Ein Buch des Rats für alle Fragen des feineren geselligen Verkehrs [...]. Stuttgart 1902.

Unselbständige Veröffentlichungen in: Mindener Sonntagsbl. 1828, S. 334: Originelles Schreiben einer Studentenbraut, an ihre zukünftige Schwiegermutter; Jg. 1829, S. 1: Quelle der Sehnsucht [vermutl. E. Rüdiger]; S. 65: Auf- und abwärts; S. 15: Anekdote; S. 124: Carl August; Jg. 1830: Die Toilette (Eine wahre Anekdote); Der wahre Edelmann (aus dem Engl.); Jg. 1831, S. 84: Englische Schriftstellerinnen; Frau von Genlis; Jg. 1832, S. 3: Englisches Dichterleben. Historische Novelle; Jg. 1836, S. 29: Friedrich von Gentz. Nach der trefflichen Biographie Varnhagens; S. 380: Ausgezeichnete französische Frauen; Jg. 1832, S. 113: Verlassenheit. Gedicht nach Lamartine [Pseud. E.v.H.]; S. 161: Der Sternenstrahl. Gedicht nach Lamartine; Jg. 1852, St. 16: Das geistliche Jahr. Nachlaß von Annette von Droste-Hülshoff. Briefauszug [Pseud. Sidonie von Seefried] – Der Salon, Nr. 23 vom 19.3.1842: Rez. zum „Malerischen und romantischen Westphalen“ [Pseud. F.v.H.]; Nr. 39 vom 14.5.1842, S. 156: Konversation [anonym]; Nr. 18: Rez. über zwei Romane von F. Bremer; Nr. 34: Rez. zu „Mathilde“ von Eugen Sué; Nr. 91: Rez. zu „Der Fürst der Liebe“ von E. Duller; Nr. 93ff.: Königsberger Literatur; Nr. 96: Gedichte von E.C. Coster – Humorist. Blätter, Oldenburg, 1842, Nr. 25: Gräfin Faustine. Ulrich. Reisebriefe von Gräfin Hahn-Hahn; Nr. 28: Rez. zu L. Schückings „Der Dom zu Köln und seine Vollendung. Köln 1842“; Jg. 1843, Nr. 25: „Thomas Thyrnau“ von Henriette Paalzow; Nr. 30: „Siegesmund Forster“ von Ida Hahn-Hahn – Der Salon 1842, Nr. 1: George Sand; Nr. 23: Peter von Bohlen; Nr. 24ff.: Englische Dichterporträts; Nr. 52: Die Hochzeitsreise; Nr. 81ff.: Biographische Episoden in Novellenform – Kölnische Ztg., Nr. 189f. vom 8.7.1845f.: Neue Romane. „Anna“, von Adele Schopenhauer, und „Zwei Frauen“, von Ida Gräfin Hahn-Hahn [Pseud. F.v.H.]; Nr. 215: Ein französisches Urteil über Bettina und Clemens Brentano; Nr. 4 vom 4.1.1888: Annette Elisabeth von Droste-Hülshoff und ihr Kreis [Pseud. Fr. v. Hohenhausen] – Morgenbl. Nr. 262-265, vom 1., 3.-5.11.1845: Korrespondenznachrichten. Münster, Oktober; Nr. 164-166 vom 10.12.7.1848: Annette von Droste-Hülshoff; Wiederabdr. in: Album nebst Beilagen für Leben, Kunst und Wissen 1848, Bd. 8, S. 282-285 – Hannoversche Morgenztg. 1846, Nr. 184: Urania 1847 [Rez.]; Nr. 10 vom 22.1.1847 bis Nr. 34 vom 19.4.1847.: Poetische Jahrbücher 1-3. „Producte der Rothen Erde“; „Vom Rhein“ [Rez.; Pseud. F.v.H.]; Jg. 1848, Nr. 24: Urania 1848 [Rez.] – Unterhaltungsbl. zur neuen hess. Ztg., Kassel, Nr. 5 vom 30.7.1848, S. 17f.: Annette von Droste-Hülshoff. Eine Grabinschrift [vermutl. Elise Rüdiger]; Nr. 18: Goethes Briefe an Frau von Stein – Neue Preuß. Ztg., Nr. 140 vom 18.6.1852: Eine Deutsche Dichterin [Rez. zum „Geistlichen Jahr“ Annette von Droste-Hülshoffs; anonym] (DF Münster); Nr. 84 vom 8.4.1860, Beil.: Annette von Droste [Pseud. F.v.H.] – Magazin für die Lit. des Auslandes, Nr. 124 vom 15.10.1853, S. 496: England. Zur Uebersetzungs-Literatur [Pseud. F.v.H.]; Jg. 1853, Nr. 34: Der kranke Dichter in Paris [Heinrich Heine]; Nr. 15 vom 9.4.1862: Eine deutsche Dichterin [Pseud. F.v.H.] – Illustr. Familienbuch 4, 1854, S. 87-91: Annette Elisabeth Freiin v. Droste-Hülshoff – Leipziger Allg. Moden-Ztg. 1857, Beibl. Nr. 48f.: Annette Freifräulein von Droste-Hülshoff. Nach den Aufzeichnungen einer vertrauten Freundin – Unterhaltungen am häusl. Herde 3, 1862, Bd. 2, Nr. 25, S. 481-487: Die Dichterin der Heide – Gartenlaube 16, 1868, Nr. 43, S. 682-687: Ein Bauernhaus der rothen Erde und ein Schloß am Schwabenmeer – Über Land und Meer 14, 1872, Nr. 12, S. 15f.: Schöne Geister und schöne Seelen II. Annette von Droste und Levin Schücking [Pseud.: Fr. v. Hohenhausen]; 19, 1877, Nr. 39: Rez. zu den Briefen der Freiin Annette von Droste-Hülshoff. Hg. von C.B. Schlüter. Münster 1877 – Dt. Dichtung, 2. Quart. 1877, H. 2, S. 50-56: Annette von Droste und ihr Freundeskreis [Pseud. Fr. v. Hohenhausen]; dass. in: Westf. Provinzial-Ztg. Nr. 200-202 vom 26. und 28.7.1877 – Hannoverscher Courier vom 15.10.1880, Beil.: Zum 15. October 1880. Meister Gerhard von Köln, der erste Baumeister des Doms (DF Münster); dass. in: Dt. Volks-Ztg., Okt. 1880; dass. in: Westf. Merkur, Nr. 294 vom 24.10.1880 [Pseud. Fr. W. von Hohenhausen]; Hannoverscher Courier vom 12.9.1884, S. 1f.: Aus einer Autographensammlung. Ein Brief von Levin Schücking an Annette von Droste-Hülshoff – Berliner National-Ztg., Nr. 298 vom 29.6.1881: Annette von Droste-Hülshoff und ihr Freundeskreis [Pseud. E.v.H.] – Schorers Familienbl. 6, Jan. 1885, Nr. 40, S. 623-634: Deutschlands größte Dichterin [Annette von Droste-Hülshoff]. Eine biographische Reminiszenz – A. Kohut: Heinrich Heine und die Frauen. Berlin 1888: Gedicht an die Kaiserin und Königin Elisabeth von Österreich-Ungarn – Drei Kaiserinnen. Berlin 1888 [Ged.] – Sacher-Masoch: Auf der Höhe. Internat. Revue. Wien 1882f., Bd. 4f.: Memoirenpostum: Die Frau am See. Kleines Droste-Brevier. Heidelberg [1946]: Art. über Annette von Droste-Hülshoff – Der Bunte Garten. Lesebuch für kath. Volksschulen. Bd. 4. 7./8. Schuljahr. Dortmund 1955, S. 28: Besuch bei Annette.

Herausgabe: Briefe an eine Freundin von Wilhelm von Humboldt. Berlin 1881 [Einleitung von E. Rüdiger]; 2. Aufl. Berlin: Cronbach 1897 [mit Vorw.] (ULB Münster) – Auf Flügeln des Gesanges. Dichterstimmen aus der neudeutschen Lyrik. Berlin: Neufeld und Mehring 1886. 153 S. [Pseud. Freiin von Hohenhausen] (ULB Münster, StA Bielefeld); Neuaufl. mit Illustr. von P. Thiemann, L. Richter und anderen Meistern. Leipzig: Fock [um 1900]. 159 S. – Christblumen. Weihnachtslieder und Geschichten für kleine und große Kinder. Stuttgart: Mäcken 1861. VIII, 166 S.; Cannstadt: Bosheuyer 1884; weitere Aufl.

Briefwechsel: mit Annette von Droste-Hülshoff [zu den Standorten der Handschr. und Erstdr. s. Droste-HKA, Bd. XIV, S. 383-386, 401 [Brieftab.; zu Briefnachdr. und -ausz. s. Bd. XIV, S. 191f., 176, 195-201, 203-206, 210-213, 444f., 447, 475, 695, 780, 853, 861; s. ferner: E. Schulz: Nachträge und Ergänzungen zu den Briefen Annettes von Droste-Hülshoff an Elise von Hohenhausen, in: ders., E. Arens, K. Schulte Kemminghausen: Nachlese. Ungedruckte Verse und Briefe der Droste nebst einem Beitrag zur Drosteforschung. Bochum 1934.

Briefe von Elise Rüdiger: an Bernhard Friedrich Voigt, Kassel, 9.11.1848, in: A. Schill: Die Prophetin der Droste. Ein unbekannter Brief der Elise von Hohenhausen, in: Münsterischer Anzeiger vom 7.1.1938 – an August von Haxthausen, Minden, 22.11.1850, in: J. Gotthard: Neues über Annette von Droste-Hülshoff und ihren Freundeskreis II, in: Westf. Magazin N.F. 3, 1911, Nr. 3, S. 51-53 – an Karl August Varnhagen von Ense, 24.10.1852, in: M. Werner (Hg.): Begegnungen mit Heine. Berichte der Zeitgenossen. Bd. 2. 1847-1856. Hamburg 1973.

Briefe an Elise Rüdiger: von Annette von Droste-Hülshoff, in: "Mein lieb lieb Lies! Die Briefe der Annette von Droste-Hülshoff an Elise Rüdiger. Hg. von U. Naumann. Frankfurt a. M. 1992.

Selbständige Veröffentlichungen über Elise Rüdiger: A. Esche: Elise Rüdiger geb. von Hohenhausen. Ein Bild ihres Lebens und Schaffens. Diss. Münster. Herford 1939 (ULB Münster); Mikrorep. Egelsbach 1992 (Dt. Hochschulschr.: Alte Reihe 7) – F. Hackenberg: Elise von Hohenhausen. Eine westfälische Dichterin und Übersetzerin. Diss. Münster. Münster 1913 und 1915; ; Mikrorep. Egelsbach 1992 (Dt. Hochschulschr.: Alte Reihe 8).

Unselbständige Veröffentlichungen über Elise Rüdiger: R.J. Huber: Freundschaft und Briefwechsel mit Elise Rüdiger, in ders.: Annette von Droste-Hülshoff als Briefschreiberin. Diss. Innsbruck 1955 – S. Thürmer: Sonntagskränzchen oder Salon? Überlegungen anläßlich eines Briefs von Elise Rüdiger an Annette von Droste-Hülshoff aus dem Jahr 1840, in: Westfalen 68, 1990, S. 240-243 – vgl. weiterhin die Literatur zu Annette von Droste-Hülshoff und zu Elise von Hohenhausen.

Erwähnungen in: W. Kreiten: Anna Elisabeth Freiin von Droste-Hülshoff. Ein Charakterbild als Einleitung ihrer Werke. 2., erg. Aufl. Paderborn 1900 – H. Hüffer: Annette von Droste-Hülshoff und ihre Werke. Vornehmlich nach dem litterarischen Nachlaß und ungedruckten Briefen der Dichterin. Gotha 1887 – F. Hackenberg: Elise von Hohenhausen. Eine Vorkämpferin und Übersetzerin englischer und nordamerikanischer Dichtung. Diss. Münster 1913; ders.: Elise von Hohenhausen, in: Zeitschr. für vaterländ. Gesch. und Altertumskunde 73, 1916 – H. Düring-Oertken: Die Droste und ihr Freundeskreis. Erinnerungen von Helene von Düring-Oetken, in: Westermanns Monatshefte 67, Juli 1923, H. 11, S. 458-462 – Schücking 1928 – Casser 1928 – K. Schulte Kemminghausen: Zum Liebesleben der Annette von Droste-Hülshoff, in: Die Heimat, Dortmund, Nr. 4 vom 8.4.1926, S. 99-103 – K. Raab: Annette von Droste-Hülshoff im Spiegel zeitgenössischer Kritik. Diss. Münster [1933] [mehrf. erwähnt] – M. Krass: Das Stroetmann'sche Haus auf der Rothenburg in Münster, in: Westfalen 23, 1938, H. 2, S. 136-138 [Elise Rüdigers Wohnung] – J. Nettesheim: Eine Seelenfreundschaft im Biedermeier. Henriette von Hardenbergs Briefwechsel mit der Familie Professor Schlüter, Münster, in: ARE 29, März 1973, Nr. 166, S. 9, 12 – Kortländer 1979, S. 313-318 [s. Reg.] – Woesler 1980 [s. Reg.] – Maurer 1982, bes. Kap.: Levin und Elise – G. Häntzschel (Hg.): Bildung und Kultur bürgerlicher Frauen 1850-1918. München 1986, S. 439, 491 – Gödden 1988-1990 – Hänsel-Hohenhausen 1991, Bd. 1f. [s. Reg.] – Westf. Literaturführer 1992 (Stichw. Minden) – C. Belemann: „Verzweifelte Nonne oder forschende Norne?“ Zur Ausgrenzung weiblicher Traditionsbildung in der Droste-Rezeption, in dies., O. Niethammer (Hg.): Ein Gitter aus Musik und Sprache. Feministische Analysen zu Annette von Droste-Hülshoff. Paderborn 1992, S. 89-103 – Broer/Ernst 1993 (Stichw. Minden) – Gödden 1993 [s. Reg.] – Powell 1993 [s. Reg.] – C. Belemann: „eine lebendige Regsamkeit und große Geistesfrische... trotz herber Geschicke“. Leben und Werke der Autorin, Übersetzerin und Literaturvermittlerin Elise von Hohenhausen geb. von Ochs, in: Literatur in Westfalen 2, 1994, S. 101-133.

Bildnis: 1. Stahlst. nach einer Fotogr. (Staatl. Kunstsammlungen, Schloß Wilhelmshöhe, Kupferstichkabinett Kassel) [Abb. in: Hänsel 1984, S. 105] – 2. Porträt [Abb. in: Berühmte Liebespaare. Braunschweig 1870 (s.o.)] – zahlr. Abb. in Bildbänden zu Annette von Droste-Hülshoff.

Nachlaß, Handschriftliches: 1. StLB Dortmund (Slg. Rüdiger): 4 Mss.; Gedicht; Albumbl. 1895; 64 Briefe 1840-1893, u.a. an Annette von Droste-Hülshoff, Heinrich von Ledebuer, Elise Polko, Ignaz Hub und weitere Verleger; 22 Briefe von Annette von Droste-Hülshoff (s. Droste-HKA, Bd. XVI); 2 Briefe von Henry Wadsworth Longfellow, 1867, 1874 – 2. UB Bonn (Hüffer-Nachlaß): Brief an Hermann Hüffer, Berlin, 14.8.1881, Brief von Annette von Droste-Hülshoff, 3.4.1844 – 3. Archiv der Norddt. Provinz S.J., Köln (Kreiten-Nachlaß): Brief an Wilhelm Kreiten, Berlin, 27.6.1887 – 4. Geh. SA Berlin: Personalakten ihres Mannes C.F. Rüdiger – 5. DLA Marbach: 10 Briefe an Georg von Cotta, 1859-1892 – 6. ULB Düsseldorf (Kruse-Nachlaß): 10 Briefe an Heinrich Kruse, 1851-1870 – 7. BFDH Frankfurt/M.: Briefe an Elisabeth Mentzel; Brief von Annette von Droste-Hülshoff – 8. UB Bonn: 3 Briefe an A. von Reumont – 9. GStA Weimar: 4 Briefe an Julius Rodenberg – 10. StA Bielefeld: 8 Briefe, 4 Manuskripte – 11. SBPK Berlin: Briefe von Annette von Droste-Hülshoff – 12. Dt. Akad. der Wiss. Berlin: Briefe von Annette von Droste-Hülshoff – 13. ULB Münster: Brief an unbekannten Adressaten, 5.3.1894; Brief von Annette von Droste-Hülshoff, 1.4.1844 – 14. Bibl. Jagiellónska Kraków (Slg. Autographa; Teile der im Krieg ausgelagerten Bestände der Dt. SB Berlin): Brief von Joseph von Laßberg, 13.10.1843; s. M. Harris: Joseph Martin Christoph Freiherr von Lassberg 1770-1855. Briefinventar und Prosopographie. Heidelberg 1991 [mit Kurzbiogr., S. 357f.].

Nachschlagewerke: Raßmann 1866; N.F. 1885 – Brümmer, Bd. 1f., 1876f. – Hinrichsen, 2. Aufl. 1891 – Eckart 1895 – Wrede, Bd. 1, 1897 – Pataky, Bd. 1, 1898 – Biogr. Jb. und Dt. Nekrolog 4, 1900; 7, 1902 – Brümmer, 6. aufl. 1913 – Lex. der Frau, Bd. 1, 1953 – Kosch, 2. Aufl. Bd. 3, 1956; 3. Aufl., Bd. 8, 1981 – Kullnick 1960 – NDB, Bd. 9, 1972 – von Heydebrand 1983 – Killy, Bd. 5, 1990 – Dt. biogr. Archiv, Fiche 558, Sp. 91-100; N.F. Fiche 606, Sp. 126f.