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Karl Reinhard Röpe

Geboren am 10. Juli 1764 in Iserlohn als Sohn eines Kaufmanns. Umzug der Familie nach Hamburg. Dort Erziehung in einem Internat. Anfänglich für den Kaufmannsberuf bestimmt, war er später Postsekretär und Postverwalter in Hamburg. Er kam hier in die gebildeten Kreise Hamburgs, in denen sich Lessing und Freunde bewegten, und nahm Antheil an allen poetischen Bestrebungen jener Tage. (Brümmer) Auch das Haus seines Vaters scheint ein Sammelpunkt vieler literarischer Notabilitäten und regen poetischen Treibens gewesen zu sein. (Schröder). War mit führenden Persönlichkeiten des Hamburger Theaters befreundet. Verlor unter französischer Besatzung 1813/14 Amt und Wohlstand (Brümmer). War später in Hamburg Sekretär des russischen Ministers von Struve. Lebte zuletzt in ärmlichen Verhältnissen. Verstarb am 6. Januar 1821 in Hamburg.

Selbständige Veröffentlichungen: Die ungewöhnliche Liebeserklärung. Ein Lustspiel. Hamburg: Matthiessen 1789 – Acht Monate aus dem Leben eines Hamburgischen Ausgewanderten und seiner Familie. Hamburg: Menk 1814; Nachdr. in: Nachbar, Nr. 42-44, 1856 [veröffentl. von seinem Sohn] (StA Hamburg) – Erinnerungen aus den Jahren 1813 und 1814. Hamburg 1816. 83 S. (UB Bonn, StA Hamburg) – Das Lotto und die Klassenlotterien. Ein unentbehrliches Büchlein für Lotto- und Lotteriecollecteurs, so wie für Lotto – und Lotteriespieler. Hamburg 1818.

Unselbständige Veröffentlichungen in: Lotzische Originalien aus den Jahren 1818-1820 [Referate und Novellen; darunter. Der weibliche Zahnarzt; merkwürdiges Beispiel weiblicher Verschwiegenheit] – Hamburgisches Erholungsbl. 1819, Nr. 15-17: Soest in Westphalen. Bruchstück aus einem nächstens erscheinenden Buche, betitelt: Auswahl aus den Papieren eines unglücklichen Familienvaters – weitere Aufs. in: Rousseau: Rhein. Flora 1825-1827; Funcke: Rhein. Unterhaltungsbl. 1822-1825; Mindener Sonntagsbi. 1817 – 1826; Westfalen und Rheinland 1822-1825; Conversationsbl. 1834-1835; Journal des Luxus und der Moden; Journal für das Theater, Annalen des Theaters.

Übersetzungen: Der Vater in Cadiz. Nachspiel [aus dem Frz.]. Hamburg 1788 – Der Unbeständige. Ein Lustspiel [aus dem Frz.]. Straßburg/E. 1789 – Das Rendezvous [nach dem Frz.]. Hamburg 1789 – Die Lustschlösser. Lustspiel [nach dem Frz.]. o.O. 1789 – Er fügt sich in Alles. Lustspiel [aus dem Frz.]. o.O.1789.

Handschriftliches und Unveröffentlichtes: SA Hamburg: Manuskripte: Verführung, Liebe und Verbrechen, oder: Der 15 Jahre unentdeckt gebliebene Giftmord; Eine Erzählung nach einer wahren Begebenheit bearbeitet von dem Verfasser der acht Monate aus dem Leben eines Hamburgischen Ausgewanderten und seiner Familie (Handschriftenslg. 353).

Nachschlagewerke: Harnberger/Meusel, [5. ?]. Aufl., Bd. 10, 1803; Bd. 15, 1811 – Schröder, Bd. 6, 1853 – Brummer, Bd. 2, 1877 – Goedeke, 3. Aufl., Bd. 4,1, 1916 – Kosch, 3. Aufl., Bd. 13, 1991 – Dt. Biogr. Archiv, Fiche 1048, Sp. 121 – 124.