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Gregor Schwake

Geboren am 15. April 1892 in Emmerich/Niederrhein als Sohn eines Zahntechnikers. Besuch des Gymnasiums in Emmerich. Er war ein Mitschüler und Mitabiturient von Adolf von Hatzfeld. 1911 Eintritt in das Benediktinerkloster Gerleve bei Coesfeld. 1912 Ordensgelübde. Studium der Philosophie in Maria Laach und der Theologie in Gerleve. 1917 Priesterweihe. Von 1920 bis 1923 Studium der Musik an der Universität Münster. 1923 Promotion zum Dr. phil. Anschließend wurde er erster Abteiorganist im Kloster Gerleve. 1941 Verbannung aus Gerleve durch die Gestapo. Sein Wohnsitz war 1942 Berlin und 1943 Wien. Im selben Jahr Verhaftung. 1944/1945 Konzentrationslager Dachau, das er überlebte. Ab 1945 vorübergehend Verwalter der Pfarrgemeinde Ettenkirch. Er starb am 13. Juni 1967 im Kloster Gerleve.

Begründer der Volkswochen für Liturgie und Kirchengesang, dadurch in allen Ländern deutscher Sprache tätig. Auf Drängen des Westfälischen Heimatbundes Herausgabe seiner Mundartlieder und Veranstaltung von plattdeutschen Liederabenden. (Quistorf/Sass 1959) Er erhielt in dieser Zeit den Beinamen Der singende Pater. Pflege der niederdeutschen Mundart in Lied, Spiel und Dichtung, neben dem Verfassen von Gedichten auch Vertonung von Werken seines Großonkels Augustin Wibbelt. (Lit. Nachlässe in NRW 1995) Außerdem war er Mitbetreuer der Laienspielschar Schule und Nachbarschaft Gerleve, die von Zeit zu Zeit in Gerleve auftrat. 1962 erhielt er das Bundesverdienstkreuz, und 1965 wurde er mit dem [Andreas] Rottendorf-Preis ausgezeichnet.

Selbständige Veröffentlichungen: [Slg. Bibl. WHB Münster] Fritz Volbachs Werke. Dem Meister zum 60. Geburtstage. Münster: Regensberg 1921. 36 S. (ULB Münster, ULB Düsseldorf) – Forschungen zur Geschichte der Orgelbaukunst in Nordwestdeutschland. Orgelbaumeister Jacob Courtain. Diss. Münster 1923 – Beiträge zur Geschichte der Kirchenmusik in Emmerich. Emmerich: Mensing 1925. 36 S. (EAB Paderborn, EDDB Köln) – 25 Jahre Benediktinerabtei St. Josef Gerleve i.W. 1904-1929. Gerleve 1929. 31 S. (EAB Paderborn) – Gruß aus Gerleve. Gerleve 1949 (UB Bonn, ULB Düsseldorf) – Dat Kiärkenjaohr bi'n kranken Menschen. Gedichte. Münster: Aschendorff 1952. 48 S. (ULB Münster, StLB Dortmund, StA Bielefeld) – Annthrinken, vertell us wat. Schauspiel. 1952 – Wat ut Annthrinken wuoern is. Schauspiel. 1953 – Wallis bis Waterkant. Gesang eines Jahres. Dülmen: Laumann [1959]. 95 S. [Abb.] (StLB Dortmund, ULB Münster) – Dachauer Gedichte. o.O.u.J. – Liudger, Biskop von Mönster. Spieldichtung. o.O.u.J. – Dat Wiehnachtsspiell van'n Friäden. Spieldichtung. o.O.u.J. – Sünt Nikolausbellerbok. Spieldichtung. o.O.u.J. – 10 weitere Spieldichtungen sowie Veröffentl. zum Volkschoral – Mönch hinter Stacheldraht: Erinnerungen an das KZ Dachau. Hg. von M. Albert, Münster: Aschendorff 2005. 

Hörspiele: Der gestohlene Pastor. Weihnachten 1967.

Herausgabe: Liturgie und Kirchenmusik. Volkstümliches Zweiwochenblatt für die katholischen Kirchensänger deutscher Zunge. Dülmen: Laumann 1930-1939 (Jg. 1924 EDDB Köln).

Vertonungen: Zwölf Wibbelt-Lieder für Kinder-, Männer- und gemischten Chor vertont 1923. 12 S. [Urauff. Dülmen 1923] – Westfälisches Liederblatt. Hg. vom Westf. Heimatbund und der Westf. Schule für Musik. Neue niederdeutsche Volkslieder. Münster: Aschendorff 1951ff. (= Westf. Liederblätter 6-10, 14, 28) [H. 6: Min leiwe Siällken, sing män to. Besinnliche Lieder; H. 7: Mak doch nich so'n Gesicht. Fröhliche Lieder; H. 8/9: Lieder zu Heimattänzen (ULB Münster)] – De ersten twintig Schwake-Leeder. Münster: Aschendorff 1951 – De twedden twintig Schwake-Leeder. Münster: Aschendorff 1952 – Plattdeutsche Chörsätze. Hg. vom Westf. Heimatbund. Reihe A: Männerchöre. H. 1-8. Münster: Aschendorff 1952f. [Lieder von A. Wibbelt, A. Aulke; N. Thier; F. Castelle; G. Merten] – Geistliche Gesänge. Ebd. 1961. 4 S. – De twedden twintig nieen mönsterländsken Volksleeder. Münster: Aschendorff 1962. 10 Bl.

Selbständige Veröffentlichungen über Schwake: Totenchronik aus Gerleve. P. Gregor Schwake OStB. Gerleve 1967 [Fotogr.] – H. Pickers: Andere Menschen froh machen. Pater Gregor Schwake O.S.B. Emmerich 1992.

Unselbständige Veröffentlichungen über Schwake: K. Höller: Ein Rheinländer erlebt ein Plattdt. Weihnachtsspiel, in: Westfalenspiegel, Dortmund, 13, 1964, H. 12, S. 23f. – Pater Dr. Gregor Schwake wird 74, in: Rundschreiben des Westf. Heimatbundes 1967, Nr. 4, S. 34 – C. [Herbermann]: Gregor Schwake lebt fort in seinen Lieder, in: Westfalenspiegel, Dormund, 1967, Nr. 8, S. 35 – W. Hönes: Probleme beim Sanctus. Erinnerungen an P. Gregor Schwake O.S.B., in: Kalender für das Klever Land 44, 1994, S. 145-146 –  P. M. Albert: Pater Gregor Schwake - Mönch, Musiker und Dichter, in: Heimatpflege in Westfalen. 18 (2005), 2, S. 1-12.  

Bildnis: Fotoslg. (Archiv der Benediktinerabtei Gerleve, Billerbeck).

Nachlaß, Handschriftliches: I. Bestände in westfälischen Archiven – – II. Weitere Handschriften in Westfalen: ULB Münster: Sunndaggsleed [Ged.]; Zeitungsausschn., Münsterische Kirchenztg. vom 31.3.1957 mit Autogr.; ebd. (Kaiser-Nachlaß): Briefe an Friedhelm Kaiser, 1952-1964 (36); ebd. (Schulte-Kemminghausen-Nachlaß): Briefe an Karl Schulte Kemminghausen, 1953-1955 (8) – – III. Bestände und Handschriften außerhalb Westfalens: nicht bekannt.

Sammlungen: 1. WLA Hagen: Materialslg. – 2. WHB Münster, Biogr. Archiv: Materialslg. – s. Lit. Nachlässe in NRW 1995.

Nachschlagewerke: Quistorf/Sass 1959.