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Karl Arnold Kortum

Geboren am 5. Juli 1745 in Mülheim/R. als Sohn eines Apothekers. Unterricht durch einen geistlichen Hauslehrer und auf der örtlichen „Lutherischen Schule“, auf der er Sprachkenntnisse in Latein, Französisch und Hebräisch erwarb. 1760 Wechsel zum Archigymnasiums in Dortmund, wo er bei einem Onkel wohnte. 1763 Beginn des Medizinstudiums in Duisburg. Praktizierte anschließend als Arzt in Mülheim im elterlichen Haus. 1766/67 Besuch eines anatomischen Kurses in Berlin (seine einzige größere Reise). Ablehnung von vorteilhaften Stellenangeboten aus Lennep und Hagen. Promotion zum Dr. med. Ab 1770 für 54 Jahre praktischer Arzt in Bochum. Ablehnung weiterer Berufungen nach Rees (1782) und Wesel (1786). Seit 1792 bis zu einem Unfall 1807 nebenamtlich Bergarzt im preußischen Oberbergamt Wetter. Anläßlich seines 50jährigen Doktorjubiläums Ehrendoktor der Universität Duisburg. 1816 Ernennung zum Königlichen Hofrat. Verstarb am 15. August 1824 in Bochum.

Kortum war vielbeschäftigter Arzt, Botaniker, Naturwissenschaftler, Altertumskundler, Alchimist und begabter Zeichner. Er veröffentlichte auf all diesen Gebieten und war Verfasser einer Bochumer Stadtgeschichte und unzähliger historischer Darstellungen und praktischer Ratgeber über die Volksgesundheit (so von Büchern über den Kaffee und den Tee), wobei das Dichten für ihn immer nur eine flüchtige und bloß gelegentliche, oft unzeitige Beschäftigung war (Kleff). Er erklärte in späteren Jahren fast alle Gedichte aus jüngeren Jahren für sehr schlecht (ebd.). Kortum schrieb ferner kleinere Humoresken und Satiren. 1796 gründete er mit – Johann Christoph Friedrich Bährens die alchimistische Hermetische Gesellschaft, die nur aus diesen beiden Mitgliedern bestand. Seit 1769 regelmäßiger Mitarbeiter an westfälischen Unterhaltungs- und Intelligenzblättern, zumeist mit kleineren Artikeln über Alltäglichkeiten und historischen Skizzen.

Wurde vor allem durch seine Jobsiade bekannt, ein langes Knittelversgedicht voller Spott auf die Spießigkeit und feuchtfröhlichen Aventiuren des Studenten Hieronimus Jobs. Die Jobsiade, die zu den Klassikern des deutschen Humors zählt, wurde u.a. von Johann Peter Hasenclever und Wilhelm Busch illustriert. In der Buchfassung wurde sie vielfach neuaufgelegt und erreichte eine Auflage von ca. 100 000 Exemplaren. Eine Quelle der Jobsiade war – Johann Moritz Schwagers Roman Leben und Schicksale des Martin Dickius. Literarisch von sich reden machte Kortum weiterhin als Herausgeber des satirischen Wochenmagazins Allerhand macht dies Blatt bekannt, in dem erste Auszüge aus der Jobsiade erschienen.

Pseudonym: C.A.C.

Selbständige Veröffentlichungen: Dissertatio inauguralts medica de epilepsia [...] Carolus Arnoldus Korthum [...] auctor. Duisburg: Benthon 1767 (Kortum-Archiv Bochum) – Grundsätze der Bienenzucht, besonders für die Westphälischen Gegenden. Wesel, Leipzig: Röder 1776. 438S. (Kortum-Archiv Bochum); Auszug: Bienenkalender. Wesel 1776 – Der Märtyrer der Mode; eine Geschichte satyrischen Inhalts. Wesel: Röder 1778 [anonym] – Anweisung, wie man sich vor allen ansteckenden Krankheiten verwahren könne; für solche, die nicht selbst Ärzte sind. Wesel, Leipzig: Röder und Heinsius 1779 (Kortum-Archiv Bochum) [Rez.: Allg. Dt. Bibliothek 1, 1780, S. 91] – Beantwortung einiger Anmerkungen, welche Hr. Riem über einige seiner Grundsätze der Bienenzucht gemacht hat. Münster: Perrenon 1781 (Kortum-Archiv Bochum) – Anfangsgründe der Entzifferungskunst deutscher Zierschriften. Duisburg 1782. 144S. (ULB Münster) [Rez.: Göttingische Anzeigen von Gelehrten Sachen, 1782, S. 672; darüber Briefwechsel mit Johann Kaspar Lavater] – [zwischen 1784 und 1792 über 300 Neujahrsgedichte, einzeln bei Röder in Wesel gedr.] – Leben, Meynungen und Thaten/ von Hieronimus Jobs dem Kandidaten,/ Und wie Er sich weiland viel Ruhm erwarb/ Auch endlich als Nachwächter zu Sulzburg starb. / Vorn, hinten und in der Mitten/ geziert, mit schönen Holzschnitten./ Eine Historia lustig und fein/ in neumodischen Knittelverselein. Münster, Hamm: Perrenon 1784. 264S. [anonym] (Stadthist. Sammlung des Museum Bochum, Haus Kemnade); viele Neuaufl.; Faksimilenachdr.: Dr. C.A. Kortum. Eine Lebensbeschreibung und die erste Ausgabe seines Jobs. Hg. vom Kunstverein Bochum e.V., bearb. von P. Leo und E. Schürbusch. Bochum: Gebr. Eickhoff 1965; Neuaufl. hg. von der Stadt Bochum. Bearb. von P. Spielmann. Bochum: Laupmühlen und Dierichs 1980 (ULB Münster, UB Essen, UB Siegen); u.d.T.: Die Jobsiade, ein groteskkomisches Heldengedicht in drei Theilen. [mit 2 Forts.] Dortmund: Mallinckrodt 1799 [Sigle K.] (ULB Münster, Kortum-Archiv Bochum); neueste Originalausg., 3., verb. und verm. Aufl. in 3 Bdn. Hamm: Schulz und Wundermann 1823. 176, 176, 166S. (StLB Dortmund, StB Wuppertal-Elberfeld, StA Mülheim/R.); 4. Aufl. Hamm: Schulz und Wundermann 1824 (Kortum-Archiv Bochum, StA Duisburg); B. Aufl. Leipzig: Brockhaus 1857 [erstmals mit voller Namensnennung] (Kortum-Archiv Bochum); 11. Aufl. Leipzig 1865; bereits zu Lebzeiten viele Raub- und Nachdr.; Übers. ins Schwed., Engl. und Poln. (1905); Vertonungen, Puppenspiele etc. – Die magische Laterne. Eine Winterschrift; 4 Hefte in Knittelversen. Wesel: Röder 1784-1786 [Begleitverse zu Aufführungen mit der Zauberlaterne, Laterna Magica] [Rez.: Jenaer Allg. Literatur-Ztg. 1785, Bd. 3, S. 276]; Die magische Laterne, eine von seinem Enkel in dem Nachlasse aufgefundene Reliquie, nebst einer Beilage „Fünfzig Jahre später“. Hg. von [...] Müller. Frankfurt/M.: Horstmann 1877. 24S. (StB Essen, StA Mülheim/R.) – Etwas über das alte und neue Gesangbuch und die Einführung derselben in die evangelischen Gemeinden der Grafschaft Mark. Wesel 1785 – Adams Hochzeitfeier [komisches Ged.]. Wesel 1788; Mülheim/R.: Beech 1873. 22S. (UB Bonn, StA Mülheim R.) – K[arl] A[rnold] K[ortum] Vertheidigung der Alchymie gegen die Einwürfe neuerer Schriftsteller, besonders des Herrn Wieglebs. Duisburg: Helwing 1789. 360S. [Rez.: 1. Allg. Dt. Bibliothek 94, 1790, St. 2, S. 488; 2. Schlegel/ Arnemann: Neue med. Litteratur 1790, Bd. 2, St. 2, S. 164; 3. Baldinger: Med Journal 1790, St. 22, S. 32] – Noch ein paar Worte über Alchymie und Wiegleb, oder erster Anhang der Vertheidigung der Alchymie wider die Einwürfe der neuesten Gegner. Duisburg: Helwing 1791 [Rez.: Jenaer Allg. Literatur Ztg. 1794, Bd. 1, S. 155] – Vom Urin, als einem Zeichen in Krankheiten, und von den Kunstgrien der Harnärzte, wenn sie daraus die Krankheit sagen; eine Schriftfürs Volk, auch jungen Ärzten nützlich. Duisburg: Helwing 1793. 147S. (ULB Münster) [Rez.: 1. Neue Allg. Dt. Bibliothek 8, 1793, St. 1, S. 153f.; 2. Jenaer Allg. Literatur-Ztg. 1794, Bd. 1, S. 94f.; 3. Salzburger med. chirurgische Ztg. 1794, Bd. 1, S. 173-175; 4. Oberdt. Allg. Literatur-Ztg. 1794, Bd. 1, S. 759-761] – Beyträge zur praktischen Arzneywissenschaft. Göttingen 1796 – Gesundheitsbüchlein für Bergleute. Dortmund: Blothe 1797. 60S. (ULB Münster, Kortum-Archiv Bochum); Faksimilenachdr. Essen 1972 (BIDW Köln) – C[arl] A[rnold] K[ortum] giebt von dem Nutzen und von der Bereitung der Rumfordschen Suppe ausführliche Nachricht. Duisburg: Helwing 1802. VIS., 8, 40S. (StB Essen, StA Dortmund, StA Mülheim/R.) – Einfälle in frohen jugendlichen Stunden im Kreise seiner Freunde. Vom Verfasser des Jobsude. Essen: Bädeker 1803. VIII, 104S. [Sammelbd., u.a. mit einer Neuaufl. von Adams Hochzeitsfeier] (Kortum-Archiv Bochum, UB Bonn, StA Mülheim/R.) – Über die Unschädlichkeit der Kirchhöfe und Begräbnisse in Städten und Dörfern. Osnabrück: Blothe 1801. 62S. [Pseud. C.A.C.] (StB Essen, StA Dortmund, StA Mülheim/R.) – Beschreibung einer neu entdeckten alten Germanischen Grabstätte; nebst Erklärung der darin gefundenen Alterthümer; zugleich etwas zur Charakteristik alter Römischer und Germanischer Leichengebräuche und Gräber. Dortmund: Mallinckrodt 1804. 124S. [ 10 Holzschnitte, 1 Tafel] (Kortum-Archiv Bochum, ULB Münster) – Skizze einer Zeit- und Litteraturgeschichte der Arzneikunst von ihrem Ursprunge an bis zum Anfange des 19. Jahrhunderts. Für Ärzte und Nichtärzte. Mit des Verfassers Portrait. Unna: Hesselmann 1809. 733S. (Kortum-Archiv Bochum, StA Dortmund, StB Essen, StA Mülheim/R.) – Der Kaffee und seine Stellvertreter. Elberfeld: Büschler 1809. 103S. (StB Essen, StB Bochum, StA Mülheim/R.) – Der Thee und seine Stellvertreter. Essen, Duisburg: Bädeker und Kürzel 1811. 115S. (StB/UB Köln, StB Essen, StA Mülheim/R.) – Das in Lippe gefundenen Urushorn und der Zahn des Abulaz. Hagen: Gerlach 1813. 61S. [Kortum: „kaustische Satyre auf Magnetismus und Hellseherei“] (ULB Münster) – Schildburg. Hamm: Schulz und Wundermann o.J. [zwischen 1818-1824]. 30S. (StB Essen, StA Bonn) – Kurze aber getreue Erzählung oder so lang die Welt steht, unerhörte Gesichte einer Somnambule, genannt Eisabe Schlunz, welche von vornehm und gering; männlich und weiblich; alt und jung; gelehrt und ungelehrt, einheimischen und fremden Personen, sorgfältig untersucht und bezeugt werden kann. [...] Hamm: Schulz und Wundermann 1819. 30S. (StB Essen, StB Bochum) – Vollständige physikalisch-medizinische Abhandlung über die warmen Mineralquellen und Bäder in Aachen und Burdscheid. Dortmund: Mallinckrodt o.J. – postum: Des Jobsiadendichters Carl Arnold Kortum Lebensgeschichte von ihm selbst erzählt. Hg. von K. Deicke. Dortmund: Ruhfus 1910. VII, 82S. (ULB Münster, StA Duisburg, UB Paderborn) – Nachricht vom ehemaligen und jetzigen Zustande der Stadt Bochum. Jubiläumsnachdr. zum 200jährigen Erscheinen der Erstausg. Leipzig 1790; Bochum: Brockmeyer 1990. 133S. (ULB Münster) – Die Jobsiade. Leben, Meinungen und Taten von Hieronismus Jobs, dem Kandidaten. Mit den Holzschnitten der Erstausgabe. Hg. von B. Moennighoff. Stuttgart: Reclam 1986. 174 S;  Bochum: Brockmeyer 2004; Essen: Klartext-Verlag 2007 [Neuausgabe].

Unselbständige Veröffentlichungen in: Duisburgische wöchentliche Anzeigen 1769-1775: Von einer wunderbaren Würkung des Schreckens; Vorschlag einiger ökonomischen Kleinigkeiten; Von den vornehmsten Mitteln zur Erlangung eines hohen Alters; Vom diätetischen Nutzen der Salate; Etwas über das Punschgetränlc, Von den Ursachen des Aberglaubens, betregend die Gespenster und Vorgeschickten; Anweisung, die lebendigen Kräuterbücher zierlich zu verfertigen; Von der Salzsäule, worin Loths Frau verwandelt worden; Versuch über die von Salomo beschriebene Krankheit des Alters; Von der Hinderniß der Bienenzucht in Westphalen – Duisburgfische Abhandlungen gelehrter und gemeinnütziger Sachen 1776: Der Tempel der Gesundheit. Ein Traum – Duisburgische gelehrte und gemeinnützige Beyträge 1778 [Aufs.] – Osnabrückfische Intelligenzblätter 1778 – Westph. Beitr. 1778 – Weseler Jugendztg. 1780, Beil.: Fragmente aus dem Tagebuch eines guten Kindes; Jg. 1781: Die Wege nach der Stadt des Glücks; ein Traum; Jg. 1783: Von den besten Getränken in Krankheiten; Jg. 1784: Vom Alter und Nutzen der Luftschiffe – Niederrhein. Unterhaltungen 1786 [Aufs., Rätsel, Anekdoten und Ged.] – Weddigen: Neues Westph. Magazin 1790, H. 5, S. 49-80: Nachricht vorn ehemaligen und jetzigen Zustande der Stadt Bochum – Hermann 1818, St. 100: Sendschreiben an den Eremiten im Arnsberger Walde, über Urnen und alte Grabstätten in Westfalen – Hermes 1805 [mehrere Beitr.] – Goldmann/ Freudenfeld: Zeitschr. für Poesie 1812, H. 3, S. 1-48: Leben des florentinischen Dichters Dante Alighterei durch G. Boccaccio [aus dem Ital.]; H. 5, S. 3-48: Lebendes DanteAlighiert [Forts.] – Raßmann: Taschenbuch für 1814, S. 28: Don Ganferos. Romanze aus dem Altspanischen – DerGemeinnützige 1772-1773: Nachricht von einer neuerfundenen moralischen Wannemühle; Haushaltungskünste; Über einige verloren gegangene Künste der Alten; Lobschrift auf Herrn Ich; Komische Lebensbeschreibungen; Vom Schaden der Krankenbesuche; Die seltenen Begebenheiten der Kinder des Medons und Sincers, ein Märchen nach dem Geschmack des vorigen Jahrhunderts; Von den Erdäpfeln oder Kartoffeln; Lebensgeschichte eines Carobuben; Von einigen verborgenen Schreibkünsten, oder sympathetischen Tinten; Soadi oder der Lebensbalsam, eine arabische Erzählung; Über die Fakirkunst.

Herausgabe: Allerhand macht dies Blatt bekannt [Monatsschr.]. Dortmund 1781-1790. 7 Bde. (StB Essen) [als Beispiel Inhalt von Jg. 1: Doris störrischer Versuch, nicht auf das Land zu heyrathen; Ueber das wahre Glück, Der Edelmutti; Die Sabbath-Feyer; Kluge Wahl eines Mädchens, die einen Witwer heyrathet; Abendgespräch [Szene]; Acht verschiedene Charakters [Abh.]; Scherzhafte Gedanken über die Rose; Er will den Moor weißwaschen; Studentenlied; Der Hausherr, Sachen so Besuchet werden [Rubrik]; Räthsel; Die Weisheit, Advertissement; Wer gut schmiert der fährt gut; Die Göttingischen Studenten [Anekdote]; Verschiedene Todesarten: Bitte an Amor, Rätsel und Anekdoten; Auf Reisen wird man klug [Scherzszene]; Extract aus dem ä la Modesehen Wörterbuch; Der allgemeine Commissionartus für Jedermann, und in allen wichtigen und pressanten Angelegenheit den des gemeinen Lebens; Europa [Ballade]; Vorsatz nicht zu lieben; Der lustige-Dechante; Altes Lied von einer preuß. Amazonen; Einladung aufs Land; Grimorald und Theodore [Romanze]; Ungleichheit der Freude und Betrübniß; Agnes und Wilhelm, eine Nonnen-Romanze; Der bestrafte Meyneid; Der Geschmack meines Freundes; Gnädiges Mandat, die wider das Herumlaufen und die Wuth der Hunde vorzunehmenden Anstalten betreffend, Ermunterung zum Vergnügen an die allerseits hochgeschätzten MitBadegäste in Preuschwitz; Lied eines Landmannes im Winter usw.]; Jg. 1785, ab St. 9: Abdruck der Jobsiade.

Künstlerische Umsetzungen des Jobs-Themas: von Johann Peter Hasenclever. „Die Nachbarinnen beim Kindsbettkaffee“; „Jobs im Examen“. 1839 (Stadtmuseum Bochum) [s. dazu: [...] Fahne: Hasenclevers Illustrationen der Jobsiade. Düsseldorf 1850] – mehrere Kupfer von F.M. Janssen nach Hasenclever: „Jobs von der Universität heimkehrend“; „Jobs im Examen“; „Jobs als Schulmeister“ – Farbige Lithogr. von F.M. Janssen nach Hasenclever: „Jobs als Nachtwächter“ – Wilhelm Busch: Bilder zur Jobsiade. Heidelberg: Basset [ 1872] (Kortum-Archiv Bochum).

Bibliographie: Kortum-Bibliographie, in: Bibliographische Kalenderblätter der Berliner Stadtbibliothek 7, 1970, S. 22-25 – H. Hohensee: Carl Arnold Kortum. Mülheim/R. 1974 (=Zeitschr. des Geschichtsvereins Mülheim/R. 52), S.110-113 (UB Duisburg).

Selbständige Veröffentlichungen über Kortum: W. Comelius: Kortum, der Verfasser der 1784 erschienenen „Jobsiade“. Vortrag gehalten in einer Jubelsitzung des Bergischen Geschichtsvereins. Sonderabdr. aus Nr. 217 der Elberfelder Ztg. 1884 – K. Deicke: Der Jobsiadendichter Carl Arnold Kortum. Sein Leben und seine Schriften. Mülheim/R. 1893 – H. Dickerhoff Die Entstehung der „Jobsiade“. Diss. Münster 1908 (=Forschungen und Funde 1, H. 3) (Kortum-Archiv Bochum) – E. Tegler: Der Bochumer Arzt Dr. Carl Arnold Kortum, der Dichter der „Jobsiade“. Sein Leben und Wirken. Jena 1931 (=Arb. zur Kenntnis der Gesch. der Moderne in Rheinland und Westfalen 7) (Kortum-Archiv Bochum) – Karl Arnold Kortum. Zum Gedächtnis des Erstdrucks der „Jobsiade“ vor 150 Jahren. Ausstellung der StA Dortmund 1934 (=Mitt. der StA Dortmund 12, 1934, Nr. 7) – Carl Arnold Kortum, der Arzneygelahrtheit Doctor in Bochum in Westfalen. Leipzig: Leipziger Bienenztg. 1938 (StA Dortmund, StA Mülheim/R.) – K. Brinkmann: Carl Arnold Korium, der Bochumer Dichter und Arzt. Bochum [1950?] (Kortum-Archiv Bochum) – E. Tegeler. Der Arzt Dr. C.A. Kortum. Bochum 1949 – M. Axer: Karl Arnold Kortums Dichtung „Jobsiade“. Gattung, Stoff und Form. Diss. Bonn 1951 – H. Hohensee: Carl Arnold Korlum. Mülheim/R. 1974 (=Zeitschr. des Geschichtsvereins Mülheim/R. 52) – Dr. med. Carl Arnold Kortum (1745 - 1824). Arzt, Volksaufklärer, Alchemist, Dichter. Ausstellungskatalog, Bochum Malakowturm. Bochum 1991 – Carl Arnold Kortum (1745 - 1824). Arzt, Forscher, Literat. Einem Revierbürger zum 250. Geburtstag. Hg. im Auftr. des Arbeitskreises Kortum-Jahr 1995. Die Kortum-Gesellschaft Bochum e.V. Red. G. Seebold. Essen 1995 – M. Keller: Carl Arnold Kortum. Ein Dichterarzt und seine Jobsiade. Reicheneck 1995 – K. Schaller: "... dir zum weitern Nachdenken". Carl Arnold Kortum zum 250. Geburtstag. Essen 1996; ders. (Hg.): Die Sache endlich auf's Reine bringen. Carl Arnold Kortum in den Zeitschriften seiner Zeit. Eine Dokumentation. 1. Aufl. Essen 1996 – R. Fritsch: Carl Arnold Kortum (1745 - 1824) im Spannungsfeld zwischen Naturphilosophie und empirischer Forschung. Diss. Heidelberg 2000 [Mikrofiche-Ausg.]

Unselbständige Veröffentlichungen über Kortum: Über den Dichter des deutschen Philisters und Johann Peter Hasenclever, den Apollus des Philisters, in: Gartenlaube 1868 [anonym] – W. Grevel: Dr. C.A. Kortum. Beiträge zur Geschichte seines Lebens und Wirkens, in: Beitr. zur Gesch. von Stadt und Stift Essen 1910-1913, H. 32, S. 193-212; H. 33, S. 153-171; H. 35.1, S. 171-223 [Abb. und Faks.] – E. Siebert: Ein Satiriker der Zopfzeit: Karl Arnold Kortum, in: Niedersachsen 16, 1910/11, S. 337f. [Silhouette] – Karl Arnold Kortum als Gymnasiast in Dortmund [1760-1763], in: Heimatblätter der Roten Erde 2, 1920f., S. 163f. – F. Wagner. Der Dichter der „Jobsiade“. Dr. Karl Arnold Kortum in Bochum als Arzt und Bergarzt, in: Die Heimat 4, 1922, S. 108-113 – Kortum-Sonderheft zur 100. Wiederkehr des Todestages des Jobsiadendichter. Die Heimat, Dortmund 1924, Nr. 6 [darin u.a.: B. Kleff: Wie der Jobswirt den Jobsdichter beinahe gebissen hätte; A. Weiß: Zur Geschichte der „Jobsiade“ von Kortum; Die Kortum-Gedenkfeier in Bochum; K. Deicke: Carl Arnold Kortum. Zum Gedächtnis; E. Mummenhoff Aus Kortums Privatleben; G. Höfken: Kortum, der Heimatforscher; K. Deicke: „Ein Sittenspiegel von Dr. C.A. Kortum mitgetheilt' ; Kortums hermetische Gesellsch.] – W. Rotscheidt: Der Dichter der „Jobsiade“ als Hymnologe, in: Monatsschr. für Gottesdienst und kirchliche Kunst 11/12, 1924, S. 245-252 – [...] Küppermann: Ein geheimer Mitarbeiter an der „Jobsiade“, in: Mitt. der Stadtbibliothek Dortmund 5, 16/17, 1924 – E. Reinhard: Karl Arnold Kortum, der Dichter der „Jobsiade“, zu seinem 100. Todestag, in: Kalender für die Westf. Mark 1925, S. 53f. – W. Kleff. Was der Dichter der „Jobsiade“ an seinem Lebensabend von sich selbst erzählte, in: Bochum. Ein Heimatbuch, Bd. 1, Bochum 1925, S. 42-52 – F. Mielert: Kortum als Verteidiger der Alchimie, in: Heimatblätter der Roten Erde 4, 1925, S. 7679, 230-232, 513-516 – H. Eulenberg: Karl Arnold Kortum und die Gegenwart, in: Die Heimat 9, 1927, S. 175 – W. Kleff. Vom Bergarzt Dr. C.A. Kortum, in: Bochum. Ein Heimatbuch. Bd. 2. 1927 – K. Westermann: Das Urbild des „Hieronymus Jobs“, in: Die Westf. Heimat 11/12, 1929, S. 322-326, 375-378 – Gründung einer Bochumer Kortum-Gesellschaft, in: Die Heimat 11, 1929, S. 61f. – M. Krieg: Minden und die Familie des Jobsiadendichters Kortum, in: Mindener Heimatblätter 8, 1930, Nr. 22 – F. Bültjes: 150 Jahre „Jobsiade“, in: Unsere westf. Heimat 1934 vom 16./17. Juni – O. Deneke: Kortums „Jobsiade“. Zu ihrem 150. Geburtstag, in: Philobiblon 7, 1934, S. 391-393 [zur Quelle der Holzschnittbilder] – W. Oschmann: Karl Arnold Kortum. Der Dichter der „Jobsiade“, in: Heimat und Reich 1935, S. 439-442 – Die Doktor-Promotion des „Jobsiaden“-Dichters, in: Süderland 14, 1936, S. 119f. – F. Burkart: Der Dichter der „Jobsiade“ promovierte 1766 in Duisburg, in: Dt. Ärztebl. 1937, S. 1163 – W. Ring: C.A. Kortums „Jobsiade“ und die Universität Duisburg, in: Heimatkalender Duisburg 1938, S. 67-72 – E. Strodthoff: Der „Jobsiade“-Dichter, in: Bücherkunde 9, 1939, S. 550-555 – [...] Hülsebusch: Die Lebensgeschichte des Hieronymus Jobs, in: Hagen, use laiwe Hiäme 3, 1953, Nr. 5 – E. Grisar: Grabstätten westfälischer Dichter, in: Westfalenspiegel 10, 1955, S. 1 – W. Schröder: Dr. Carl Arnold Kortum, Arzt, Dichter und Imker in Bochum, in: Westf. Heimatkalender 1955, S. 119f. – W. Güthling: Siegerländer Köpfe, in: Westfalenspiegel 6, 1955, S. 9 – H. Eulenberg: K.A. Kortum. Student in Duisburg, in: Duisburger Forschungen 1, 1957, S. 113-123 – E. Reincke: Der Dichter der „Jobsiade“, Dr. med. Kortum und seine mecklenburgischen Vorfahren, in: Das Carolinum 32, 1966 – K. Wiechert: Wie aus Kortums „Jobsiade“ eine Buschlade wurde, in: Wilhelm-Busch-Jb. 1968 – H. Homann: Der Dichter Carl Arnold Kortum wird Doktor der Medizin 1766, in: Duisburger Heimatkalender 1966, S. 48-SO – A. Nebel: Die „Jobsiade“, in ders.: Das Kalenderbuch. Bonn 1968, S. 134f. – Dr. Karl Arnold Kortum schreibt einen Brief, in: Dt. Ärztebl. 23,1969, S. 14Sf. – Carl Arnold Kortum als Medizinstudent an der Universität zu Duisburg, in ebd. 23,1969, S. 82-85 – Dr. C.A. Kortum und was seine „Jobsiade“ über Ärzte, Kranke und Krankheiten sagt, in ebd., S. 439-442 – O. Schnettler: Dr. Carl Arnold Kortum. Dichter der „Jobsiade“, ein Schüler des Dortmunder Gymnasiums, in: Mitt. des Vereins ehemaliger Abiturienten des Stadt-Gymnasiums 43, 1969, Nr. 83, S. 8 – A. Risse: C.A. Kortum als medizinischer Autor. Der unbekannte Jobsiaden-Dichter. Fine Auswahl seiner Werke, in: ARE 27, 1971, S. 31 – J. Bergenthal: Das Studium der Medizin vor 200 Jahren. Oder Wie der Jobsiadendichter Korlum zum Doctor medicinae promoviert wurde, in: ebd., S. 23; ders.: Zur Promotion spielt eine „schöne Musik“. Wie der Jobsiaden-Dichter K.A. Kortum Doctor medicinae wurde, in: Heimatblätter der Glocke 3, Nr. 3, 1972, S. 9 – H: J. Woher: Studie zu Kortums Roman in Knittelversen „Leben, Meinungen und Thaten [...]“, in: Jb. Mülheim/R. 1974, S. 101-112 – H. Hohensee: Carl Arnold Kortum, in: Zeitschr. des Geschichtsvereins Mülheim/R. 62, 1975, 120S.; ders.: Zum 150. Todestag des [...] Arztes und Dichter Carl Arnold Korlum, in: Mülheim/Ruhr Jb. 1974, S. 83-99; ders.: Karl Arnold Kortum, in: Zeitschr. des Geschichtsvereins Mülheim/R. 52, 1974, S. 5-91 – E. Rach: Zum 150. Todestag des Arztes und Dichters Carl Arnold Kortum, in: Illustr. Stadtspiegel Mülheim/R. 8, 1974, Nr. 8, S. 3-13 – E. Tegeler: Karl Arnold Korium, in: Westf. Ärztebl. 1974, S. S91f. – P. Spielmann: Dr. Kortum und seine „Jobsiade“, in: Mitt. der E.T.A.Hoffmann-Gesellsch. 26, 1980 – H. Hohensee: Schon 200 Jahre lebt der Jobs, in: Jb. Mülheim/ Ruhr 1984, S. 174-182 – I. Müller: Excurs über das Wirken von K. A. Kortum als Arzt und medizinischer Autor, in: Kortum-Medaille. Erste Verleihung am 1. Juli 1991, Bochum 1991, S. 40-42 – B. Kleff: Doktor Carl Arnold Kortum, in: Bochumer Zeitpunkte 2, 1993, S. 9-11 – E.-D. Güting: Ein Stadtgymnasiast als Satiriker: Kortum und die "Jobsiade". Zum 250. Geburtstag des Humoristen Carl Arnold Kortum, in: Mitteilungen des Vereins Ehemaliger Abiturienten des Stadt-Gymnasiums Dortmund 136, 1995, S. 11-14 – A. Schmidt: Auf den Spuren Kortums quer durch Bochum. Kortum-Jahr, in: Geschäftsbericht der Sparkasse Bochum 158, 1995 (1996), S. 39-44 – K. Schaller: Bochum feiert seinen "größten Sohn". Das Kortum-Jubiläum 1995/96, in W. Gödden (Hg.): Literatur in Westfalen, Bd. 4. Paderborn u.a. 1998, S. 327-331 – H.E. Käufer: Kortum & Kämpchen. Zwei Bochumer Dichter, in ders.: Lesezeichen. Düsseldorf, 2001, S. 130-133 – K. Schaller: Hasenclever und Carl Arnold Kortum, der "Jobsiade-Dichter", in S. Geppert (Hg.): Johann Peter Hasenclever (1810 - 1853). Mainz am Rhein 2003, S. 113-117 – J. V. Wagner: Weltbürger in der Provinz. Carl Arnold Kortmann. Arzt, Forscher, Literat und Aufklärer, in: ders. (Hg.), Das Stadtarchiv Essen 2004, S. 137-144.

Erwähnungen in: Schwering 1927, S. 137 – Gödden/Nölle-Hornkamp: Westf. Dichter 1990, S. 18f.; dies.: Musen 1990; dies.: Literaturführer 1992 [Stichw.: Bochum].

Bildnis: 1. Silhouette in: Deicke 1910 (s.o.) – 2. Schattenriß – 3. Selbstbildnis 1782 (Pastellzeichn.) – 4. Selbstbildnis, um 1790 (Rötelzeichn.) – S. Selbstbildnis (KortumSammlung, Museum Bochum, Haus Kemnade) [jew. abgeb. in: Dr. C.A. Kortum und seine Jobsiade, 1980 (s.o.)] – 6. Kortum im Alter von 64 Jahren. Kupfer von [...] Erdner. Nach einer Zeichn. des Düsseldorfer Künstlers [...] Korft, in: Skizze einer Zeit- und Literaturgeschichte der Arzneikunst von ihrem Ursprunge an bis zum Anfange des 19. Jahrhunderts. Für Ärzte und Nichtärzte. Unna 1809 (Original: PAD WLMKuK Münster) – weitere Abb. in: Westf. Lebensbilder 2, 1931, S. 72; Göres, Bd. 3, 1980, S. 136.

Nachlaß, Handschriftliches: I. Bestände in westfälischen Archiven – – II. Weitere Handschriften in Westfalen: 1. Bochum: Städt. Heimatmuseum, Archiv Stadthist. Slg. Bochum: Lebenserinnerungen 1823/ 1824, med. und naturwiss. Handschr.; „Ein Historia lustig und fein gestellt in Knittelverselein von Hieronimus Jobs, dem Candidaten [...] hg. von Caspar Sachs, dem Auctor im 1783ten Jahr“ (Handschr., mit Zeichn.); Ged.; Briefwechsel mit – Johann Christoph Bährens; Poesiealbum von Kortums Tochter; Krankenbesuchsbuch  – 2. StA Dortmund: Manuskripte, Notizen, Rezepte, Berichte  – 3. StA Essen: Teilnachlaß– – III. Bestände und Handschriften außerhalb Westfalens: 1. StA Duisburg: Archivalien der alten, 1818 aufgehobenen Duisburger Univ.; Tabelle zur Feier des goldenen Doktorjubiläums von Carl Arnold Kortum (17.5.1816) – 2. UB Gießen: Unterlagen zur Hermetischen Gesellsch. – 3. StB Mülheim/R.: Autographen und Bildnisse – zum Inhalt: Frels 1934, S. 169; Denecke/ Braudis, 2. Au11.1981, S.198. – 4. SBPK Berlin  – 5. Österr. NB Wien

Gedenkstätte: Grab auf dem Alten Friedhof, Wittener Straße, Bochum, heutiger KortumPark – Korium-Brunnen vor dem Gebäude der Deutschen Bank am Husumplatz – Kortum-Sammlung im Museum Bochum, Wasserschloß Kemnade, Hattingen (An der Kemnade 10) – Bronzetafel von Kortums Geburtshaus heute im Städtischen Museum Mülheim im Kortum-Zimmer – An der Ecke Friedrichsstraße/ Delle in Bochum Säule mit Plastik des „Hieronymus Jobs“.

Nachschlagewerke: (Ausw.) Hamberger/Meusel, S. Aufl., Bd. 4, 1797; Bd. 10, 1803; Bd. 18, 1821; Bd. 23, 1834 – Eiwert, Bd. 1, 1799 – Brummer, Bd. 1, 1876 – ADB, Bd. 16, 1882, S. 728-730 (J. Franck) – Brummer 1884 – Ersch/ Gruben Bd. 2, 1886 – NDB, Bd. 12, 1890 – Koepper 1899 – Scherer, 12. Aufl. 1910 – Goedeke, Bd. 4,1, 1916 – West£ Lebensbilder 2, 1931 (Bernhard Kleff) – Vogt/Koch, S. Aufl., Bd. 2, 1934 – Salzer/ Tunk, Bd. 1, 1972 – Göres, Bd. 3, 1980 – von Heydebrand 1983 – Kosch, 3. Aufl., Bd. 9, 1984 – Schulte: Westf. Köpfe, 3. Aufl. 1984 – Killy, Bd. 6, 1990 – Dt. Biogr. Archiv, Fiche 696, Sp. 49-72.