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Ernst Meister

Geboren am 3. September 1911 in Haspe als Sohn eines Fabrikanten. Besuch des Mathematisch-naturwissenschaftlichen Gymnasiums in Haspe. 1930 Abitur. 1930/31 auf Drängen seines Vaters Beginn des Studiums der evangelischen Theologie in Marburg. Bereits im Sommersemester 1931 wandte er sich dem Studium der Philosophie und Germantistik zu. Seine akademischen Lehrer waren Karl Löwith und Hans-Georg Gadamer. Im Wintersemester 1931/32 vorübergehendes Studium in Berlin. Bekanntschaft mit Klaus Mann, dem er seine Gedichte vorstellte. Im Frühsommer 1932 Rückkehr nach Marburg. Im Verlag der Marburger Flugblätter Veröffentlichung des Gedichtbandes Ausstellung, dem die Vossische Zeitung 1933 eine kurze Besprechung widmete, in der Meisters Gedichte als Kandinsky-Lyrik bezeichnet werden (F. Schwiefert). Der Band hatte kaum Absatz. Nach 1933 ergaben sich erschneidende Veränderungen. Sein Lehrer Karl Löwith, bei dem er eine Dissertation über das Schiffsmotiv bei Nietzsche schreiben wollte, ging 1934 nach Italien und schließlich nach Japan. Klaus Mann und andere Freunde und Bekannte emigrierten. 1934 Fortsetzung des Studiums in Frankfurt, wo er seine Frau Else Koch kennenlernte, die er am 3. Juni 1935 heiratete. Im selben Jahr erschienen Meisters einzige Veröffentlichungen in der Zeit des Nationalsozialismus (drei kurze Prosastücke). 1939 Rückkehr nach Hagen, um dort in der väterlichen Fabrik zu arbeiten. Am 5. März 1940 erfolgte der Einberufungsbefehl. 1942 befand sich Meister auf dem Weg nach Stalingrad. Versetzung nach Italien, wo er in amerikanische Kriegsgefangenschaft geriet. Im selben Jahr Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft und Rückkehr nach Hagen. Intensivierung des Schreibens. Bekanntschaft u.a. mit den Malern Emil Schumacher, Wilhelm Wessel und Erwin Hegemann sowie dem Schriftsteller Gerhard Nebel. 1947 entstand das Drama Der Verächter der Armen. 1948 begann er mit der Niederschrift der Gedanken eines Jahres, die 1949 abgeschlossen wurde. 1950 Wiederaufnahme des Studiums in Heidelberg, wo er versucht, die Nietzsche-Dissertation abzuschließen. Einer seiner Studienkollegen war Hans Bender, der ihm die Bekanntschaft mit V.O. Stomps, dem Gründer der Eremiten-Presse, vermittelte. Der Schriftsteller und Herausgeber Hans Bender veröffentlichte in den folgenden Jahren in seinen verschiedenen Zeitschriften und Anthologien Texte Meisters und wurde dadurch einer seiner wichtigsten Förderer. Ohne die Dissertation abzuschließen im Wintersemester 1952/53 Rückkehr nach Hagen, wo er als Angestellter in der Fabrik seines Vaters arbeitete. 1953 Geburt der Tochter Regina. In der Eremiten-Presse erschien Unterm schwarzen Schafspelz. Das Drama Der Verächter der Armen wurde am 25.2.1954 von der Hagener Lesebühne vorgetragen, gleichzeitig erschien ein weiterer Gedichtband, Dem Spiegelkabinett gegenüber, der die Aufmerksamkeit des Germanisten Clemens Heselhaus erregte. Im April 1956 nahm Meister am zweiten westfälischen Dichtertreffen im sauerländischen Schmallenberg teil. In der Schmallenberger Stadtteile lasen er und andere Autoren vor etwa tausend Zuhörern. Von da an wurde er als wichtiger westfälischer Autor wahrgenommen. 1957 auf dem Westfalentag in Iserlohn Auszeichnung mit dem Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis. Mitte Oktober bis Mitte November verbrachte Meister auf Anregung des mit ihm befreundeten Soester Malers Hans Kaiser auf Ibiza. Dort entstanden die Gedichte der Sammlung Pythiusa. Im März 1958 Teilnahme an einem Autorentreffen in Wuppertal. Dort Begegnung u.a. mit Paul Celan, Heinrich Böll und Walter Höllerer. Ebenfalls 1958 Bekanntschaft mit dem Stadtlohner Lyriker Erich Jansen (1897-1968), dessen wichtigster literarischer Ansprechpartner er wurde. Wechsel von der kleinen Eremiten-Presse zum angesehenen Limes-Verlag. Dort erschienen 1958 Zahlen und Figuren und 1960 Die Formel und die Stätte. Mit Hilfe eines Reisestipendiums des Außenministerium im Sommer 1960 zweiter Aufenthalt auf Ibiza. Es entstand der Gedichtzyklus Jenseits von Jenseits, der 1962 in dem Band Flut und Stein veröffentlicht wurde. 1960 Entlassung aus dem väterlichen Betrieb, den nach dem Tod des Vaters sein Bruder übernommen hatte. Meister lebte fortan als freier Schriftsteller. 1962 gemeinsam mit Paul Schallück Auszeichnung mit dem Hagener Literaturpreis. Im Sommer Aufenthalt in Vaison-la-Romaine (Frankreich), wo die Gedichte des Zyklus Anderer Aufenthalt entstanden. Auf Einladung Walter Höllerers im Frühjahr 1963 Aufenthalt im Literarischen Colloquium Berlin. Im Herbst, gemeinsam mit Emil Schumacher, Auszeichnung mit dem Großen Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen. 1964 Arbeit an dem Drama Ein Haus für meine Kinder. Im Frühsommer des selben Jahres erschienen Gedichte 1932-64, die zum ersten Mal einen repräsentativen Einblick in sein lyrisches Werk erlaubten. Ein positive Besprechung durch Walter Jens in der Zeit machte Meister auch außerhalb Westfalens bekannt. Im Frühjahr 1966 Uraufführung von Ein Haus für meine Kinder am Hessischen Staatstheater. Das Stück errang nur einen Achtungserfolg. Wesentlich erfolgreicher waren Meisters Hörspiele. Vom 14. November bis zum 13. Dezember 1970 Ausstellung seiner malerischen Arbeiten in der kleinen galerie im Pressehaus in Hagen. Eine weitere Ausstellung fand im Januar und Februar 1972 in der Wellington Galerie in Düsseldorf statt. Am 3. und 4. Dezember 1973 Teilnahme an einem Autorengespräch zwischen ost- und westdeutschen Schriftstellern. Mit der Ausstrahlung von ... und aufwecken wollte ich ihn nicht am 7. September 1975 vom SDR fand das Hörspielwerk seinen Abschluß. Im Herbst 1975 Berufung in die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt. Eine weitere Ausstellung seiner bildnerischen Arbeiten fand am 21. November im Karl-Ernst-Osthaus-Museum, Hagen, statt. Gemeinsam mit Sarah Kirsch im Sommer 1976 Auszeichnung mit dem Petrarca-Preis in Arquà bei Padua (Laudatio Nicolas Born). Am 17. April 1978 Auszeichnung mit dem Rainer-Maria-Rilke-Preis in Paris. Im Frühjahr 1979 erschien der Gedichtband Wandloser Raum. Es folgte ein längerer Krankenhausaufenthalt, der bis zum 2. Juni dauerte. Die Nachricht von der Verleihung des Büchner-Preises erreichte Meister am 13. Juni. Er starb am 15. Juni 1979.

Das Werk Ernst Meisters umfaßt über zwanzig Gedichtbände, Hörspiele, zwei Theaterstücke, Aufzeichnungen, Essays und – zum größten Teil noch unveröffentlichte – Prosaarbeiten, darunter einen recht umfänglichen Roman, der in den frühen 30er Jahren entstand.

Meisters Lyrik ist in einem fast klassischen Sinne ‚Gedankenlyrik’, auch wenn subjektive Erfahrungen und Erlebnisse immer wieder zum Auslöser von Gedichten wurden. Sie ist seit den 50er Jahren erklärtermaßen auf der Suche nach der „Formel“, dem „Begriff“ für das „Ganze“ der Wirklichkeit und erreicht so im Laufe der Entwicklung eine bewundernswerte thematische und stilistische Geschlossenheit. Das Spätwerk des Dichters steht in intensivem Dialog mit den lyrischen und philosophischen Traditionen Deutschlands und Frankreichs. Den sicherlich nachhaltigsten Einfluß haben jedoch der späte Hölderlin und, was die Begrifflichkeit angeht, Heidegger auf Meisters lyrische Sprache ausgeübt. Die Lyrik Ernst Meisters ist, so fern sie der Alltagssprache und der Tagesaktualität steht, jedoch nicht monologisch und verschlossen, sondern richtet sich an ein Gegenüber, das unterrichtet und verändert werden soll.

Auszeichnungen: siehe den vorangestellten biogr. Abriß.

Sammel- und Werkausgaben: Gedichte 1932-1964. Neuwied, Berlin: Luchterhand 1964 – Ausgewählte Gedichte 1932-1976. Nachw. von B. Allemann. Darmstadt, Neuwied: Luchterhand 1977; erweit. Neuausgabe: Ausgewählte Gedichte 1932-1979. Nachw. von B. Allemann. 1979, 1989 – wahrnehmen. Hofschen, Meister, Nierhoff. Breckerfeld: Edition PLM 1981. [Ausw. veröffentl. und unveröffentl. Ged.] – Sämtliche Gedichte. Bd. 1ff. Hg. und mit Nachw. von R. Kiefer. Aachen: Rimbaud 1985ff. [Bd. 1:] Ausstellung. Gedichte [1932:]. 1985. [Reprint]; [Bd. 2:] Unterm schwarzen Schafspelz. Dem Spiegelkabinett gegenüber. Gedichte [1953/54]. 1986; [Bd. 3:] Der Südwind sagte zu mir. Fermate. Gedichte [1955/57]. 1986; [Bd. 4:] ... und Ararat. Pythiusa. Lichtes Labyrinth. Gedichte [1956/58/59]. 1987; [Bd. 5:] Zahlen und Figuren. Gedichte [1958]. 1987; [Bd. 6:] Die Formel und die Stätte. Gedichte [1960]. 1987; [Bd. 7:] Flut und Stein. Gedichte [1962]. 1988; [Bd. 8:] Anderer Aufenthalt. Verstreut veröffentlichte Gedichte 1951-1964. 1997; [Bd. 9:] Zeichen um Zeichen. Gedichte [1968]. 1990; [Bd. 10:] Es kam die Nachricht. Gedichte [1970]. 1990; [Bd. 11:] Sage vom Ganzen den Satz. Gedichte [1972]. 1996; [Bd. 12:] Im Zeitspalt. Gedichte [1976]. 1994; [Bd. 13:] Wandloser Raum. Gedichte [1979]. 1996; [Bd. 14:] Schatten. Verstreut veröffentl. Gedichte 1965-1979. 1998; [Bd. 15:] Gedichte aus dem Nachlaß. Zusammengestellt und mit Anm. versehen von I. Demtröder-Kutschera. 1999 – Sämtliche Hörspiele. Hg. von R. Kiefer. Aachen: Rimbaud 1990ff. [Bd. 1:] Schieferfarbene Wasser. 1990. [enthält: Schieferfarbene Wasser, Winterfabel, Das Glück]; [Bd. 2:] Apologie des Zweifels. 1994 [enthält: Apologie des Zweifels, Die Sterblichen, Die Botschaft] – Prosa 1931 bis 1979. Hg. und mit Erläuterungen versehen von A. Lohr-Jasperneite. Vorw. von B. Allemann. Darmstadt: Lambert Scheider 1989 (= Veröffentlichungen der Dt. Akad. für Sprache und Dichtung Darmstadt, 60) – Liebesgedichte. Hg. und mit einem Nachw. von R. Kiefer. Frankfurt/M.: Luchterhand 1991 – 24 Gedichte von Ernst Meister. Ausw. T. Althaus, B. Laudenberg, R. Meister, D.-U. Lippe. Hg. Kulturamt der Stadt Hagen. Hagen: Stadt Hagen, o.J. [ca. 1995].

Selbständige Veröffentlichungen: Ausstellung. Gedichte. Marburg: Verlag der Marburger Flugblätter 1932 – Gehn und Sehn in der Mütter Geheiß. Teil des Weges. 1. Mitteilung für Freunde [Ged.]. [Hagen: Privatdruck] 1946 – Gehn und Sehn in der Mütter Geheiß. Der Sittentag. 2. Mitteilung für Freunde [Ged.]. [Hagen: Privatdruck] 1946; Neudr. in: Ernst Meister Gesellsch. Jb. 1997, S. 9-19 – Gehn und Sehn in der Mütter Geheiß. Gedichte. 3. Mitteilung für Freunde. o.O [Hagen: Privatdruck 1946]. – Gehn und Sehn in der Mütter Geheiß. Gedicht. 4. Mitteilung für Freunde. [Hagen: Privatdruck 1946] – Gehn und Sehn in der Mütter Geheiß. Von langer Straße. 5. Mitteilung für Freunde [Ged.]. [Hagen: Privatdruck 1947] – Gehn und Sehn in der Mütter Geheiß. Blitzendes Kleinod. 6. Mitteilung für Freunde [Ged.]. [Hagen: Privatdruck 1947]. – Unterm schwarzen Schafspelz [Ged.]. Frankfurt/M.: Eremiten-Presse 1953 – Dem Spiegelkabinett gegenüber [Ged.]. Ebd. 1954 – Der Südwind sagte zu mir [Ged.]. Ebd. 1955 – ... und Ararat [Ged.]. Wiesbaden: Limes 1956 – Fermate [Ged.]. Stierstadt/Taunus: Eremiten-Presse 1957 – Pythiusa [Ged.]. Ebd. 1958 – Zahlen und Figuren. Gedichte. Wiesbaden: Limes 1958 – Der Bluthändling. Erzählung. Münster, Bielefeld: Aschendorff, Gieseking 1959 (= Kleine Westf. Reihe) – Lichtes Labyrinth [Ged.]. Gießen: Walltor 1959 – Die Formel und die Stätte. Gedichte. Wiesbaden: Limes 1960 – Flut und Stein. Gedichte. Neuwied: Luchterhand 1962 – Zeichen um Zeichen. Gedichte. Ebd. 1968 – Schein und Gegenschein. Gedichte. Radierungen von E. Schumacher. Duisburg: Hildebrandt 1969 – Es kam die Nachricht. Gedichte. Neuwied: Luchterhand 1970 – Sage vom Ganzen den Satz. Gedichte. Ebd. 1972 – Schatten. Gedichte. Lithogr. von E. Meister. Duisburg: Hildebrandt 1973 – Im Zeitspalt. Gedichte. Darmstadt: Luchterhand 1976; 2. Aufl. 1979 – Wandloser Raum. Gedichte. Ebd. 1979 (2 Aufl.) – Mitteilung für Freunde (1 - 6). Gedichte. Aachen: Rimbaud  2000 – Der Schnee in deinem Namen. Liebesgedichte. Hg. und mit einem Nachw. von R. Kiefer. Ebd. 2003 – Ernst-Meister-Lesebuch. Zsgest. und mit einem Nachwort von H. Hartung. Köln: Nyland-Stiftung 2005 – Das Schloß. Sieben Hörspiele. Aachen: Rimbaud 2008.

Selbständige Veröffentlichungen aus dem Nachlaß: Das Leben ist länglich dachte ich kürzlich. Erstveröffentl. aus dem Nachlaß. Hg. von H. Kohlleppel und J.P. Wallmann. [Münster: Privatdruck] 1980 – Was liegt einem Snob ob. Drie nonsens gedichten van Ernst Meister. Utrecht: Athabasca 1986. [deutschsprach. Ausgabe von 3 Nonsense-Ged. mit der Wiedergabe von Meisters Handschrift dieser Ged.] – Der Gang und andere Gedichte aus dem Nachlaß. München: Renner 1992 (= Edition Petrarca. Hg. von H. Burda, P. Hamm, P. Handke, A. Kolleritsch und M. Krüger).

Unselbständige Veröffentlichungen: [zu den unselbständigen Veröffentlichungen (Gedichte, Hörspiele, Prosa) bis 1987 vgl. G. Laschen, A. Lohr-Jasperneite: Bibliogr. zu Ernst Meister. 1.2 Unselbständige Veröffentlichungen, in: text + kritik. H. 96, S. 86-92), hier Auswahl:] Marburger Flugblätter 1932, H. 4: Straße – Frankfurter Ztg. vom 26.1.1935: Das Fischbassin [Prosa]; vom 9.6.1935: Die Chaussee [Prosa]; vom 25.8.1935: Der Heimweg [Prosa] – H. Bender (Hg.): Jahrmarkt des Traumes. Dichtung und Versuch. Aschau/Chiemsee 1951: An die Vögel, Zerstreuung eines Fisches, Ergebnis, Zur Nacht [Ged.] – Akzente 1955, H. 4: Die Regenkugel, Hasenwinter [Ged.]; 1956 H. 5: Ich will weitergehn, Doch das Dunkel fragt [Ged.]; 1957, H. 3: Antiquitäten [Ged.]; 1959, H. 3: Verbündelt, Eingeboren, Hirtin [Ged.]; 1962, H. 5: Etüden, Weiter. Es ist, Umhin kommt, An einem Grabe, Dem Rinnen, Ein Stein sagts dem andern, Durchs Fenster, Das Schleifen der Brautschleppe, Grünspan, Der Leib, Nämlich es reicht [Ged. aus Gedichte 1932-1964, 1964]; 1965, H. 1: Winterfabel. Ein Hörspiel; 1967, H. 1: Was man heißt den Menschen, ... das ist der Himmel, In dem Gewölbe, dem, Das sehr hohe Blau, ... vom schlummernden, Der schüttelnde Wind, Was ist/um Todes willen, An schmaler Grenze, Dahinten sind Götter, Sterne dieselben, ... alles Gesagte [Ged. aus Zeichen um Zeichen, 1968]; 1972, H. 1: Im Jedermannsland, In Stücken seines, Am Ende der Tage, Ach, schönste Dame, Geh nur immer, Warum/ist das, Und bis zuletzt, In Sète [Ged. aus Sage vom Ganzen den Satz, 1972]; 1975, H. 6: Mortual, Tot sein, welch, Auf das Ende sehen, Sags niemand, Von wo denn als, In dem Zeitspalt, Aller Anstrengungen/Maß gesetzt [Ged. teilweise aufgenommen in Im Zeitspalt. 1976]; 1976, H. 4: Variation zu Herder, Dieser Punkt, Schwalben vor grenzenloser [Ged.]; 1979, H. 1/2: Es ist der Tod, Die wahrhaft, Es war Mai, Schön ist, Es ist,/Staub zu sein, Sei, Erde, gesegnet, Der Erkennende [Ged. aus Wandloser Raum, 1979]; 1982, H. 1: ... daß du mich schmiedest, Ihr Vergangenen, Ohnmacht ..., Im Märchen, Augenblick, die, Nicht Milch mehr, O Fremdling, Wieder schreib ich, Das stelzt einer [Ged. aus dem Nachlaß] – W. Höllerer (Hg.): Transit. Lyrikbuch der Jahrhundertmitte. Frankfurt/M. 1956: Das blaue Hirn geht auf und ab, Es war da, Der Fischzug, Zerstreuung eines Fisches [Ged.] – Westfalenspiegel 1957, H. 1: Utopische Fahrt [Ged.]; H. 10: Heimfahrt [Ged.]; H. 10: Ansprache auf dem Westfalentag [Rede zur Verleihung des Annette-von-Droste-Hülshoff-Preises 1957]; 1959, H. 9: Westfälische Erkundigung [Prosa]; 1960, H. 1: Er ist nie weiß. Erkundigungen über den Winter im Revier [Prosa]; H. 4: Rechte Gunst. Über die Lust am Reisen [Prosa]; 1962, H. 1: Gewiß es sind die Worte [Prosa]; 1965, H. 7: Eine Röte, Wir werden sehen, Ich male, Erdmitte und Himmelspol, Beim Wegerich [Gede.]; 1966, H. 3: Ein Haus für meine Kinder [Theaterstück, 3. Akt]; 1968, H. 5: Es kann, Der Mond/diesen Abend, Mit einem der, Wo/überdies, Gerad wie, Durch Tür [Ged.]; H. 8: Abend erscheint [Ged.]; 1968, H. 8: Ein Hagener aus Haspe [Prosa]; 1969, H. 10: Die Botschaft [Hörspiel, Auszug]; 1970, H. 3: Der Schnee in deinem Namen/Gedichtzyklus [Ged. aus Es kam die Nachricht, 1970]; 1971, H. 9: Apologie des Zweifels [Hörspiel, Teildruck]; 1973, H. 5: Unser Vater, der Seemaler [Hörspiel]; 1976, H. 1: Und aufwecken wollte ich ihn nicht [Hörspiel]; 1997, H. 1: In unheiliger Wildnis, Nahe Luzifer Flügeln, Zeit hat von Unzeit, Dunkel der Spiegel, Den Augenweiden, Allerlei Gestirn [Ged. aus dem Nachlaß]. – H. Bender (Hg.): Widerspiel. Dt. Lyrik seit 1945. München 1962: Mond Winterlich I-IV [Ged.] – Jahresring 1965/66: Das Trockene reitet [Ged.]; 1967/68: Dir ins/Herz geflüstert, Träumen Träume, Wild, seltsam geht, In diesem Himmel, Als ich saß, Ich denke [Ged. aus Zeichen um Zeichen, 1968]; 1969/70: Liebesgedichte [Ged. zum größten Teil aus Es kam die Nachricht, 1970]; 1972/73: Hermann und Alice oder Mühle spielen [Hörspiel]; 1974/75: Mortual [Ged. zum größten Teil aus Im Zeitspalt, 1976]; 1977/78: Lange hast du, scheint es, Da ist kein Schöpfer, Warum erschrecke ich, Das dir zugesagte [Ged. aus Wandloser Raum, 1979]; 1979/80: Das kam, Es scheint, ich darf, Das Wort, Was, vor allem [Ged]; 1981/82: Bergan, Sei dir gespalten, Jener in jenem Augenblick, Vom Traumlosen drüben, Ich erinnere mich [Ged. aus dem Nachlaß] – M. Gregor-Dellin (Hg.): P.E.N. Prosa, Lyrik, Essay. Neue Texte dt. Autoren. Tübingen, Basel 1971: Nimm goldene Fäulnis, Wär doch/Vorüber vorbei, Das/Geschriebene, das [Ged.] – H. Wolff (Hg.): Hier. Ein Dortmunder Lesebuch. Düsseldorf 1972: Hier [Prosa] – W. Gössmann (Hg.): Geständnisse. Heine im Bewußtsein heutiger Autoren. Düsseldorf 1972: Interview am 3. Juni 1972 – S. Unseld (Hg.): Günter Eich zum Gedächtnis. Frankfurt/M. 1973: Gespräch nachher [Prosa] – Merkur 1977, H. 346: Wir leben, Die Gestalt, die, Ewigkeit, Die Erzählung, Was Erde sei, Du Erde voller Schädel [Ged. aus Wandloser Raum, 1979] – H. Bender (Hg.): In diesem Lande leben wir. Dt. Gedichte der Gegenwart. München 1978: Lange hast du, scheint es, gewartet, Schwalben von grenzenloser, Lang oder kurz ist die Zeit, Ach, in der [Ged.] – Hölderlin-Jb. 1978/79, Bd. 21: Das nächste Beste. Ein Versuch, Hölderlin zu entdecken“ [Funk-Essay, Westdt. Rundfunk, 15.3.1970] – J. Hans, U. Herms, R. Thenior (Hg.): Lyrik-Katalog Bundesrepublik. Gedichte, Biogr., Statements. München 1978: Lange hast du, scheint es, gewartet, Da ist kein Schöpfer, Warum erschrecke ich, Das dir zugesagte, Ewigkeit, Die Erzählung, Du Erde voller Schädel [Ged. aus Wandloser Raum, 1979] – Literaturmagazin 9. Der neue Irrationalismus. Reinbek 1978: Binsen, Gegenwart, Gewiß, ich war, Krumen der Erde, wir, Wie sehr wir“, Ein Wort, Nimm die Dinge, Wie sie also höchst, Unerhört: Da-sein, Aber wir sind doch, Geist zu sein, Wie es einer, Im Tod, Tagelöhner [Ged. aus Wandloser Raum, 1979] – Tintenfisch 17. Dt. Literatur 1979. Berlin 1979: Der Erkennende, Aber wir sind doch, Wie sehr wir [Ged. aus Wandloser Raum. 1979] – A. Jordan, A. Marquardt, W. Woesler (Hg.): Lyrik von allen Seiten. Gedichte und Aufs. des ersten Lyrikertreffens in Münster 1979. Frankfurt/M. 1981: Wie wegen Giftes, Hinunter sei, Hätt einer, Geisterhaft, Camarque im Glanz, Manchmal durch diese [Ged. aus dem Nachlaß] – Luchterhand Jb. der Lyrik. Darmstadt ,1984: Was wir uns, Kennst Du, Ich bin/von Sinn entsetzlich [Ged. aus dem Nachlaß]; D. Sudhoff (Hg.): Westf. Erz. Von Peter Hille bis Ernst Meister. Bielefeld 1996: Der Vortrag [Prosa] – Ernst-Meister-Gesellschaft Jahrbuch 11 (2006), S. 61-83: "Im Nichts hausen die Fragen ...".

Theater: Der Verächter der Armen (UA Lemgo 1959, während des Westfalentages) – Ein Haus für meine Kinder (UA Wiesbaden 1966).

Rundfunk: Schieferfarbene Wasser. Hörspiel (RB, 23.12.1963) – Winterfabel. Hörspiel (SDR, 6.1.1965) – Das Glück. Hörspiel (SDR, 2.2.1966) – Die Sterblichen. Hörspiel (SDR, 1.11.1967) – Die Botschaft. Hörspiel (SDR, 15.2.1970) – Apologie des Zweifels. Hörspiel (SDR, 28.2.1971) – Hermann und Alice oder Mühle spielen. Hörspiel (RB, 3.9.1971) – Der Mut der Raupen. Hörspiel (SDR, 26.11.1972) – Die Reisenden. Hörspiel (SDR, 26.11.1972) – Das Souvenir. Hörspiel (SDR, 11.3.1973) – Unser Vater, der Seemaler. Hörspiel (RB, 11.5.1973) – Das Schloß. Hörspiel (SDR, 27.12.1973) – ... und aufwecken wollte ich ihn nicht. Hörspiel (SDR, 7.9.1975).

Tonträger: Fern liegt Eleusis. Ernst Meister liest eigene Gedichte. Hg. von der Landesbildstelle Westfalen. Münster: Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Landesbildstelle Westfalen 2001 – Live!. Teil 5: „Unterm schwarzen Schafspelz". Hg. v. J. Grywatsch. Warendorf: Kulturgut Haus Nottbeck 2007 [CD].

Fernsehen: Ernst Meister. Versuch einer Annäherung (WDR-Film)

Übersetzungen von Werken Ernst Meisters: Les yeux les barques. [Gedichte; zweisprachige Ausgabe]. Traduction de F. Klee-Palyi et L. Guillaume. Paris: Silvaire, 1960 – Au delà de l’ au delà. [Gedichte; zweisprachige Ausgabe.] Traduction de E. Koch et L. Guillaume. Ebd. 1964 [enthält eine Ausw. aus Flut und Stein] – Room Without Walls. Selected Poems of Ernst Meister. Translated by G. Gugelberger. Los Angeles 1980 – Der Tod zertritt das Heimweh. Gedichte Japan./Dt. Hg. und übertr. von T. Otsuru. Tokio: Lisosha 1987 [enthält Gedichte aus Im Zeitspalt und Wandloser Raum] – Dans la faille du temps. Precédé de L’ Etrange anné. Poemes. Traduit de l’allemand par F. Lartillot et D. Thouard. [Gedichte; zweisprachige Ausgabe]. Paris: Editions de la Différence 1993 [enthält: Sage vom Ganzen den Satz (1972), Im Zeitspalt (1976)] – L’ Etoile du possible. Choix, traduction de l’allemand par D. Thouard et F. Lartillot. Présentation par F. Lartillot. [Gedichte; zweisprachige Ausgabe]. Paris: Orphée/La Différence 1993 [enthält eine Ausw. der Gedichte von Ausstellung (1932) bis Es kam die Nachricht (1970)] – Übers. von Gedichten aus Im Zeitspalt und Wandloser Raum ins Englische, in: Ernst Meister Gesellsch. Jb. 1994/95, S. 113-135 [Übers. von R. Dove].

Briefe: Brief an Hans Bender vom 16.6.1961, in: Briefe an Hans Bender. Hg. von V. Neuhaus. Köln, München, 1984, S. 56f. – Brief an Jürgen P. Wallmann vom 30.1.1971, in: Park. Zeitschr. für neue Literatur, 1984, H. 23, S. 38f. – Brief an Wilhelm Lehmann vom 7.1.1965, in: text + kritik, H. 96, 1987, S. 16f. – zwei Briefe Ernst Meisters an Wilhelm Wessel aus dem Jahre 1953, in: Zeichen um Zeichen. Der Lyriker Ernst Meister als Maler. Münster 1990, S. 38 – Ernst Meister/Hans Bender: Briefwechsel, in: Jb. 1994/95, S. 11-27 – "Quia absurdum". Briefe von Paul Celan und Ernst Meister an Jürgen P. Wallmann, in: Am Erker Jg. 31, 2008, H. 55, S. 124-137 – einzelne Briefe in: Ernst Meister Gesellsch. Jb. 1996, S. 11-32 [enthält Briefe an K. Löwith, P. Schalluck, W. Jens, A.A. Scholl, Ministerialdirgent Otto, H. Domin].

Selbständige Veröffentlichungen über Meister: Ernst-Meister-Gymnasium Haspe (Hg.): Festschr. zur Namensgebung der Schule. Hagen, 19. Dez. 1980 [mit Fotogr.] – H.J. Heise: Vermessungsstäbe bilden den Gottesbegriff. Über Gottfried Benn, Günter Eich, Ernst Meister und Paul Celan. Schloß Schur 1985 – Ernst Meister. Hommage. Überlegungen zum Werk. Texte aus dem Nachlaß. Hg. von H. Arntzen und J.P. Wallmann. Münster 1985, 1987 [Mit Nachtragsbibliogr., S. 233-242] – H.L. Arnold (Hg.): text + kritik. H. 96. Ernst Meister. München 1987 – C. Soboth: Todes-Beschwörung. Untersuchungen zum lyr. Werk Ernst Meisters. Frankfurt/M. 1989 [phil. Diss Uni. Bochum 1987] – Zeichen um Zeichen. Der Lyriker Ernst Meister als Maler. Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Westf. Museumsamt. Münster 1990 [Ausstellungskat.] – B. Albers, R. Kiefer: Ernst Meister 1911-1979. Leben und Werk in Texten, Bildern, Dokumenten. Aachen 1991 – „Wir sind im Weltraum zu Hause“. Projektwochen zum 80. Geb. von Ernst Meister vom 3.-29. Sept. 1991 in Hagen. Hagen 1991 – R. Kiefer: Text ohne Wörter. Die negative Theologie im lyr. Werk Ernst Meisters. Aachen 1991 [Diss. phil. RWTH Aachen 1990] (= Sonderbd. I zum Jb. der Ernst Meister Gesellsch.) – T. Buck (Hg.): Erstes Ernst Meister Kolloquium 1991. Aachen 1993 (= Sonderbd. II zum Jb. der Ernst Meister Gesellsch.) – M. Houben, F. Lartillot: Die Handbibl. Ernst Meisters. Ein Verzeichnis. Aachen 1995 (= Sonderbd. III zum Jb. der Ernst Meister Gesellsch.) – H. Arntzen (Hg.): Zweites Ernst Meister Kolloquium. Ernst Meister und die lyr. Tradition. 3.-5. Nov. 1993 in Münster. Aachen 1996 (= Sonderbd. IV zum Jb. der Ernst Meister Gesellsch.) – B. Laudenberg: Zärtl. Wissenschaft. Zur Lyrik Ernst Meisters. Köln 1996 [phil. Diss. Univ. Köln 1996] – E. van der Knaap: Das Gespräch der Dichter. Ernst Meisters Hölderlin- und Celan-Lektüre. Frankfurt/M. 1996 (= Forschungen zur Literatur- und Kunstgesch. Hg. von H. Kreuzer und K. Riha) [Phil. Diss. Univ. Utrecht 1996] – A. Kautz: Mythos und Tod im lyr. Werk Ernst Meisters. Aachen 1998 [phil. Diss. Univ. Bielefeld 1997] (= Ernst Meister Studien Bd. 5) – H.-G. Huch: „Sage vom Ganzen den Satz“. Philosophie und Zeichensprache in der Lyrik Ernst Meisters. Würzburg 1999 [phil. Diss. Univ. Augsburg 1998] –  K. Johann: Leib und Dichtung. Zu einer Gedichtsequenz Ernst Meisters. Aachen: Rimbaud 2000 – W. Gödden und R. Kiefer: Utopische Dichter. Der Schmallenberger Dichterstreit 1956, Ernst Meister und die Folgen. Münster: Ardey-Verl. 2000 – A. Lohr: Ernst Meisters "Sage vom Ganzen den Satz". o. O. 2000 [Diss. Univ. Aachen 2000] – F. Nöllenburg: "Zwiesprache" oder Zwiespalt? Ernst Meister und Martin Heidegger. Aachen 2004 – K. Herrmann: Poetologie des Erinnerns. Ernst Meisters lyrisches Spätwerk. Göttingen 2008 – S. Jordans: Die "Wahrheit der Bilder". Zeit, Raum und Metapher bei Ernst Meister. Würzburg 2009.

Unselbständige Veröffentlichungen über Meister: [Vgl. G. Laschen, A. Lohr-Jasperneite: Bibliogr. zu Ernst Meister. 2. Sekundärliteratur, in: text + kritik 96, S. 92-95 sowie R. Kiefer, B. Albers: Bibliogr. der Sekundär-Literatur zu Ernst Meister, in: Ernst Meister Gesellsch. Jb. 1990/91, S. 121-140, hier Auswahl] – E. Sylvanus: „Ich will weitergehn ...“ Ernst Meister. Dichter und Künder neuer Wirklichkeiten, in: Westfalenspiegel 1957, H. 10, S. 20-22 – C. Heselhaus: Ernst Meisters negative Symbolik, in: ders.: Dt. Lyrik der Moderne von Nietzsche bis Yvan Goll. Düsseldorf 1961, S. 437-444 – W. Jens: Betroffenheit und schwebende Anmut, in: Die Zeit, 6.7.1962 – J.P. Wallmann: Ernst Meister: Zeichen um Zeichen, in: Neue Dt. Hefte. 1968, H. 118, S. 143-147 – O. Knörrich: Surrealismus als ‚Metaphysik’, in: ders.: Die dt. Lyrik der Gegenwart. 1945-1970. Stuttgart 1971, S. 253-258, 2. neubearb. und erweit. Aufl. 1978, S. 266-268 – M. Padberg: Ernst Meister als Maler, in: Westfalenspiegel 1972, H. 7, S. 21-22 – H.J. Heinrichs: Spielraum Literatur. Literaturtheorie zwischen Kunst und Wiss. München 1973, S. 80-83 [über das Gedicht „Jetzt“] – K. Krolow: Ernst Meister, in: Kindlers Literaturgeschichte der Gegenwart: Die Literatur der Bundesrepublik Deutschland. München 1973, S. 455-457 – N. Born: Endspiel zu Lebezeiten. Rede für Ernst Meister zum Petrarca-Preis 1976, in: Die Zeit, 2.7.1976 – B. Gorceix: Un des reprèsentants de la ‚poèsie pure’ dans Allemagne d’aujourdhui: le westphalien Ernst Meister, in: Revue d’Allemagne 1976, H. 4, S. 601-627 – H.-G. Gadamer: „Das Blatt zwischen uns“, in: FAZ vom 12.2.1977 – J.P. Wallmann: In memoriam Ernst Meister 5.9.1911-15.6.1979, in: Neue Dt. Hefte 1979, H. 163 – S. 580-588 – H. Bender: Ernst Meister zu verstehen und zu ehren, in: Ernst Meister Gymnasium Festschr. Hagen 1980, S. 9-13 – A. Koch [d. i. Else Meister:] Ernst Meister, ein außerordentl. Leben, in: ebd., S. 15-27; dass. in: Ernst Meister Gesellsch. Jb. 1996, S. 69-84 – G. Laschen: Ernst Meister, in: Krit. Lex. zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. 9. Nachlieferung. München 1981 [mit Bibliogr.] – H. Kohlleppel: „Mein Gedicht sagt dir, was ich weiß“, in: Westfalenspiegel 1981, H. 9, S. 33-36 – P. Bekes und W. Große: Ernst Meister, in: dies. u.a. (Hg.): Dt. Gegenwartslyrik von Biermann bis Zahl. München 1982, S. 161-169 – C. Perels: Der dornige Weg des Gedichts. Zur Poesie und Poetik Ernst Meisters an der Schwelle zum Spätwerk, in: Gedichte und Interpretationen. Bd. 6. Stuttgart 1982, S. 93-101 – H. Arntzen: Die Literaturkritik vor Ernst Meister Lyrik, in: Ernst Meister. Hommage. Münster 1985, S. 91-100; ders.: Sprachstufen. Meditation zu Gedichten von Ernst Meister, in: Ernst Meister. Hommage. Münster 1985, S. 138-151 – W. Nolting: „Der Grund kann nicht reden“. Zum figurativen Sinn des Satzes bei Ernst Meister, in: ebd., S. 11-137 – J.P. Wallmann: „Dichten ist identisch mit Denken“. Ein Gespräch mit Ernst Meister, in: ebd., S. 1-4 – H. Kohlleppel: Ein berühmter und unbekannter Dichter? Zum 75. Geb. Ernst Meisters, in: Westfalenspiegel 1986, H. 4, S. 41-44 – M. Bärmann: Am Ende der Metaphysik: Erkenntnis und Gespräch, in: text + kritik. H. 96, S. 31-42 – J. Egyptien: Meister Benn. Après Aprèslude: ein poetolog. Nekrolog, in: ebd., S. 21-30 – N. Gabriel: Übergänge. Zum Verhältnis von Tod und Identität in der Lyrik Ernst Meisters, in: ebd., S. 49-64 – R. Kiefer: „Schädelstätte! Todesbaum!“ Anm. zur Bibelrezeption Ernst Meisters, in: ebd. H. 96, S. 65-74 – C. Soboth: Die Un-Natur der Natur. Zu einigen Gedichten Ernst Meisters, in: ebd. H. 96, S. 75-84 – H.-G. Gadamer: Gedicht und Gespräch. Überlegungen zu einer Textprobe Ernst Meisters, in: Lyrik und Kritik. Gedichte und Aufs. des 3. und 4. Lyrikertreffens in Münster. Frankfurt/M. 1988, S. 314-326 – H. Kohlleppel: „Das Geschriebene, das geschrieben Gemalte ...“ Ernst Meister, Dichter und Maler, in: Zeichen um Zeichen. Münster 1990, S. 10-15 – P. Rämisch-Sommer: Zeichen um Zeichen. Der Lyriker Ernst Meister als Maler, in: ebd., S. 30-36 – H.-G. Gadamer: Denken im Gedicht. Zu Ernst Meisters „Der Kopf“, in: Ernst Meister Gesellsch. Jb. 1990/91, S. 28-33 – A. Hannemüller: „Nevermore“. Poe-Rekurrenzen in Ernst Meisters Erzählgedicht „Der Südwind sagte zu mir“, in: ebd., S. 79-86 – U. Prill: „effacer et refaire“. Valèrys „Le Cimtetière marin“, Meisters „In Sète“ , in: ebd., S. 71-77 – C. Soboth: Spurensuche. Ein Dichter in der Wüste. Bemerkungen zu einer intertextuellen Verflechtung bei Ernst Meister, in: ebd., S. 37-69 – H. Kohlleppel: Wir sind im Weltraum zu Hause. Zum 80. Geb. von Ernst Meister, in: Westfalenspiegel 1992, H. 1, S. 58 – B. Albers: Ernst Meister im Limes-Verlag. Versuch einer Rezeptionsgeschichte, in: Erstes Ernst Meister Kolloquium 1991. Aachen 1993, S. 203-211 – T. Althaus: Die rettenden Worte. Der Traditionsezug in Ernst Meisters Lyrik, in: ebd., S. 121-136 – H. Arntzen: Ernst Meister, der Andere, in: ebd., S. 9-25 – G.-J. Berendse: Worträume. Regionalismus bei Erich Jansen und Ernst Meister, in: ebd., S. 213-226 – T. Buck: „Ein Wort, mit all seinem Grün.“ Zu einem lyr.-poetolog. Dialog Erich Arendts und Ernst Meisters mit Paul Celan, in: ebd., S. 27-62 – J. Egyptien: Titorellis Heidelandschaft als Todeszone. Zu einem intertextuellen Bezug zwischen Ernst Meister und Franz Kafka, in: ebd., S. 137-148 – N. Gabriel: Hölderlin und Meister, in: ebd., S. 63-74 – P. Good: „Wandloser Raum“. Heraklits Denken in der Lyrik Ernst Meisters, in: ebd., S. 75-96 – R. Kiefer: Die Aufgabe des Gedichts, in: ebd., S. 97-104 – B. Laudenberg: „Wär noch Gedicht dies: Weinen auf dem Gipfel ...“ Ernst Meisters Abkehr von einem traditionellen Poesieverständnis, in: ebd., S. 105-119 – T. Naaijkens: Das ästhet. Schräge. Zur Übersetzung und Interpretation von Gedichten Ernst Meisters, in: ebd., S. 249-257 – U. Prill: „Affinità elettive“. Ital. Wahlverwandtschaften in Ernst Meisters Liebeslyrik, in: ebd., S. 163-175 – C. Soboth: „Nick nicht dem schweren Blut“. Melancholie im Werk Ernst Meisters, in: ebd., S. 177-201 – S.B. Albers: Ernst Meister in der Eremitenpresse, in: ebd., S. 171-172 – H. Bender: Die Bindung dauert fort. Rede und Einführung zur Ausstellung: Ernst Meister in Hagen, am 3. Sept. 1991, in: ebd., S. 125-134 – T. Buck: Die Richtung hin zum „Ganzen“. Überlegungen zu Ernst Meisters Gedicht „Sage vom Ganzen den Satz“ , in: ebd., S. 35-44 – J. Egyptien: Olymp des Scheins und Orkus des Wahren. Zu Ernst Meisters lyr. Benn-Rezeption in den fünfziger Jahren, in: ebd., S. 47-49 – A. Lohr-Jasperneite: Ducasse, Augustinus, X. Zitatgedichte Ernst Meisters, in: ebd., S. 61-83 – W. Gödden: Von den Schwierigkeiten schwieriger Lyrik in schwierigen Zeiten. Ernst Meister, Schmallenberg und der Droste-Preis 1957, in: Literatur in Westfalen 2, 1994, S. 185-211 – R. Kiefer: Zum Stand der Ernst-Meister-Forschung [Stand Mai 1993], in: ebd., S. 213-222 – M. Schmitz-Emans: Ernst Meister und Günter Eich. Eine Wahlverwandtschaft im Zeichen des Unsinns, in: Ernst Meister Gesellsch. Jb. 1994/95, S. 71-85 – T. Althaus: Versfragmente. Lyr. Deformation im Gedicht der Moderne: Celan, Bobrowski, Meister, in: ebd., S. 195-212 – M. Behre: Das Gedicht als Lebensbogen. Vorsokrat. Aphoristik bei Hölderlin und Meister, in: ebd., S. 49-66 – G.-J. Berendse: „Verstanden hat ich’s ja nicht, aber ich fand’s echt gut“. Ernst Meister und die Neue Subjektivität , in: ebd., S. 369-379 – C. Braun: Das Fremde und das Eigene entdecken. Zur Rezeption Baudelaires und Rimbauds bei Ernst Meister, in: ebd., S. 109-122 – T. Buck: Celan und Meister oder Das „Seine“ und das „Meine“, in: ebd., S. 13-36 – E. Czucka: Wilhelm Lehmann, Ernst Meister. Sprachzentrierung und Bildzentrierung als Momente in der Lyrik der Dreißiger Jahre, in: ebd., S. 161-182 – J. Egyptien: Bibl. Metaphorik und thanatolog. Kerygma. Zur Transformation von Johannes Bobrowskis „Epilog auf Hamann“ durch Ernst Meister. Mit einem Seitenblick auf Johann Georg Hamann , in: ebd., S. 213-229 – R. Kiefer: „Sage“. Eine poetolog. Formel und ihre Bedeutung bei Ernst Meister und Paul Wühr, in: ebd., S. 231-244 – J. Kiel: Bedeutungskrise als Form. Das dichterische Schaffen Ernst Meisters und die surrealist. Provokation, in: ebd., S. 147-160 – A. Lohr-Jasperneite: Mit Pindar und Ovid. Zwei Zitatgedichte Ernst Meisters, in: ebd., S. 39-48 – M. Schmitz-Emans: Närrische Sprachspiele. Zu den Nonsense-Gedichten Ernst Meisters, in: ebd., S. 327-351 – C. Soboth: ‚Der Meister aber sagt’. Ernst Meister im Gespräch mit Friedrich Nietzsche, in: ebd., S. 87-106 – D. Bänsch: Marburgischer Rückblick auf Ernst Meister, in: Ernst Meister Gesellsch. Jb. 1997, S. 23-46 – D. Breuer: Liebe im „wandlosen Raum“, in: Ernst Meister Gesellsch. Jb. 1997, S. 85-102 – K. Johann: Umgewandte Wahlverwandte, in: ebd., S. 73-83 – R. Kiefer: Zum Stand der Ernst Meister Forschung II [1993-1999], in: Ernst Meister Gesellsch. Jb. 1998, S. 131-145 – F. Nöllenberg: Ernst Meisters Tier Ultiman. Zwischen surrealem Traum und negativem Advent, in: Ernst Meister Gesellsch. Jb. 1999, S. 49-62 – M. Esders: In Atem gedacht. Die lyr. Geste in Meisters Spätwerk, in: ebd., S. 63-80 – W. Delseit: Ernst Meister und Josef Winckler, in: ebd. S. 83-89 – W. Gödden, U. Heeke: Prophet im eigenen Lande? Ernst Meister und der „Westfalenspiegel“, in: ebd., S. 91-123 – W. Israel: Ernst Meister. Dichter und Maler, in: ebd., S. 27-47 – W. Gödden: Ernst Meister zum 90. Neue Annäherungen in Bild und Ton. Kraft und Kühnheit der Gedanken, in: Westfalenspiegel 50, 2001, H. 3, S. 12-15 – B. Laudenberg: "Liebesblick schützend". Ernst Meisters lyrisches Credo, in: Transzendenz im Augenschein. Hg. von I. Habig. Paderborn 2001, S. 169-185 – W. Bleicher: Das neue Westfälische Literaturarchiv und der Hagener Lyriker Ernst Meister, in: Hohenlimburger Heimatblätter für den Raum Hagen und Iserlohn 63, 2002, S. 93-95 – A. Gellhaus, S. Ormanns, T. Schneider: Der Nachlass Ernst Meisters und das Konzept einer kritischen Studienausgabe, in: Archivpflege in Westfalen und Lippe 56, 2002, S. 11-18, dass. auch in: Literatur in Westfalen 6, 2002, S. [375]-389 – W. Gödden: Präsentation ausgewählter Exponate aus dem Ernst-Meister-Nachlass, in: Archivpflege in Westfalen und Lippe 56, 2002, S. 6-7; ders.: "Das zu Erfahrende, das zu Verhandelnde heißt ich". Ernst Meister und Westfalen, in: Literatur in Westfalen 6, 2002, S. [185]-198; ders.: Vorstellung der Ernst-Meister-CD "Fern liegt Eleusis", in: Archivpflege in Westfalen und Lippe 56, 2002, S. 10-11 – R. Drost: Ernst Meister. Der Hermetiker aus Hagen, in: Der Literat Jg. 47, 2005, H. 7-8, S. 20-21 – J. Wagner: Schwarze Schafe. Über Ernst Meister, in: Lose Blätter Jg. 10, 2006, H. 37, S. 1115-1117 – F. Rosdücher: Erinnerungen an Ernst Meister. Fußnoten zur Biographie, in: Ernst-Meister-Gesellschaft Jahrbuch 11 (2006), S. 7-19 – M. Linnhoff: "Many have no speech". Das Werk Ernst Meisters in Übersetzungen. Ein Verzeichnis, in: Ernst-Meister-Gesellschaft Jahrbuch 11 (2006), S. 85-99 – M. Behre: Vorstellungen der Ganzheit bei Ernst Meister in Auseinandersetzung mit Karl Löwith und Paul Valéry, ausgehend vom Gedicht "Sage vom Ganzen den Satz", in: Ernst-Meister-Gesellschaft Jahrbuch 11 (2006), S. 27-60 – K. Herrmann: Dialogizität und Intertextualität. Terminologische Fingerübungen im Hinblick auf die Zitatgedichte Ernst Meisters, in: dies. (Hg.), Intertextualität. Perspektiven auf ein interdisziplinäres Arbeitsfeld. Aachen 2007, S. 12-25 – H. Hartung: Wandloser Raum. Der Lyriker Ernst Meister, in: ders., Ein Unterton von Glück. Über Dichter und Gedichte. Göttingen 2007, S. 73-86 – F. Lartillot: Netzwerke der Intentionalität in der Werkproduktion der sechziger Jahre bei Ernst Meister. Eine Widerlegung des Monumentalen nach Michel Foucault?, in: ders., A. Gellhaus (Hg.), Dokument – Monument. Textvarianz in den verschiedenen Disziplinen der europäischen Germanistik. Bern u. a. 2008, S. 225-250 – K. Herrmann u. S. Jordans: Textgenese bei Ernst Meister. Zum Konzept einer textgenetisch fundierten Ausgabe des lyrischen Werks. In: F. Lartillot, A. Gellhaus (Hg.), Dokument - Monument. Textvarianz in den verschiedenen Disziplinen der europäischen Germanistik. Bern u. a. 2008, S. 205-223 – F. Lartillot: Liminalität und Literalität in Ernst Meisters Etüden, in: A. Geisenhanslüke (Hg.), Grenzräume der Schrift. Bielefeld 2008, S. 227-246 – J. Kita-Huber: "Wozu ?". Zur Intertextualität im lyrischen Werk Ernst Meisters am Beispiel der Hölderlin- und Celan-Bezüge, in: J. Röhnert u. a. (Hg.), Authentizität und Polyphonie. Beiträge zur deutschen und polnischen Lyrik seit 1945. Heidelberg 2008, S. 133-149.

Periodika: Ernst Meister Gesellsch. Jb. 1990-1994/95. Hg. von T. Buck. Aachen: Rimbaud, 1991-1996 ; dass. 1996-1997. Hg. von D. Breuer und R. Kiefer. Ebd., 1996f. – dass. 1998. Drittes Ernst Meister Kolloquium. Von Grimmelshausen bis Ernst Meister. Probleme krit. Ausgaben. 5.-6. Febr. 1998 in Aachen. Die Tagungsbeitr. Festschr. für Dieter Breuer zum 60. Geb. Hg. von Bernhard Albers und Reinhard Kiefer. Ebd. 1999 – dass. 2003: An und für Ernst Meister (1911 - 1979). Aachen: Rimbaud 2004.

Bildnis: Eine Anzahl Fotogr. befindet sich im Meister-Nachlaß und im Familienbesitz. Ein Teil wurde veröffentl. in: B. Albers, R. Kiefer: Ernst Meister 1911-1979. Leben und Werk in Texten, Bildern, Dokumenten. Aachen: Rimbaud 1991 – vgl. auch einzelne Jahrgänge des Ernst-Meister-Jb.

Nachlaß, Handschriftliches: I. Bestände in westfälischen Archiven – – II. Weitere Handschriften in Westfalen: 1. Westf. Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Münster. Landschaftsverband Westfalen Lippe: Großteil des Bildnerischen Nachlasses – – III. Bestände und Handschriften außerhalb Westfalens: 1. Dt. Literatur Archiv, Marbach (Teilnachlaß): Der Fehler [Ged.], Der Schatten [Ged.], Sage [Ged.], Was man heißt den Menschen [Ms., 69 Bl.], Zeichen der Zeit [Ms., 80 Bl.]; Brief an Wilhelm Badenkop; an Wilhelm Lehmann 1965 (3), 1967 (1), 1968 (1) – 2. Bayer. SB München: Brief von Klaus Mann, undatiert.

Sammlungen: Materialslg. im „Biogr. Archiv“ des WHB, Münster.

Nachschlagewerke: (Auswahl) Kürschner: Dt. Lit.-Kalender 1978 – Who’s Who in Literature, Bd. 1, 1978/79 – Oberhauser/Oberhauser, 2. Aufl. 1983 – von Heydebrand 1983 – Kosch, 3. Aufl., Bd. 10, 1986 – Schulz-Fielbrandt 1987 – Kindler, Neues Lit.-Lex., Bd. 11, 1988 – Neues Handb. der dt. Gegenwartslit. 1990 – NDB, Bd. 16, 1990 – Lit. Porträts 1991 – Killy, Bd. 8, 1991 – Westf. Literaturführer 1992 – Freund 1993 – Krit. Lex. der Gegenwartslit. – Böttcher, Bd. 2, 1993 – Brauneck 1995 – Literatur in NRW, Bd. 3, 1998 – Dt. Biogr. Enzyklopädie, Bd. 7, 1998 – Dt. Biogr. Archiv, N.F., Fiche 872, Sp. 279 – Dt. Bibliothek.