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Gottfried Hasenkamp

Geboren am 12. März 1902 in Bremen. Seit 1920 Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie in Münster, Tübingen, Bonn und wieder Münster. Bleibender Einfluß Hölderlins sowie früher christlicher Dichter wie Ambrosius von Mailand auf sein Werk. 1923 Dr. phil. Seit 1924 Tätigkeit im Münsterer Verlag Aschendorff, u.a. als Lektor, Mitbegründer und Verlagsleiter der Tageszeitung Westfälische Nachrichten sowie als Autor. Wegen seines christlichen Engagements von den Nationalsozialisten seiner Stellung enthoben. Für sechs Jahre Soldat, davon sieben Monate in Rom. Von 1957 bis 1979 Vorsitzender der Droste-Gesellschaft, dann Ehrenvorsitzender. Er starb am 2. September 1990 in Münster.

H.s Dichtung hat ihre Wurzeln im Bekenntnis zum katholischen Glauben. Literarisches und religiöses Engagement sind nicht zu trennen. Die existentielle Leiderfahrung, insbesondere infolge des Zweiten Weltkriegs, ist ein zentrales Thema, ebenso die Verehrung glaubensvorbildl. Persönlichkeiten. [...] Die Lyrik, zumeist zyklisch geordnet, zeichnet sich durch die Wiederbelebung abendl. Traditionen, insbes. von Hymne und Ode, aus. (Killy-Literaturlexikon)

Auszeichnungen: Ritter des Ordens vom heiligen Gregor dem Großen (1971) – Silberne Paulus-Plakette des Bistums Münster (1975).

Selbständige Veröffentlichungen: Hölderlins Anschauung vom Beruf des Dichters. Münster. Diss (masch.) 1923 – Die Magd. Schauspiel. Frankfurt/M.: Verlag des Bühnenvolksbundes 1923 – Hymnen. Ebd. 1924 – Sponsa Christi. Ein Geistliches Spiel. Ebd. 1924 – Winter-Sonnenwende. Ein geistliches Spiel. Ebd. 1924 – Religion und Kultur. Bemerkungen zur geistigen Situation des deutschen Katholizismus. Münster: Aschendorff 1926 – Die Königsstuhl von Aachen und andere Gedichte. Regenburg 1932; München: Kösel & Pustet 1934 – Salzburger Elegie. Salzburg: Pustet 1932 (2 Aufl.) – Das Meer. Gedichte. Ebd. 1939 – Carmina in nocte. Gedichte aus den Jahren 1942-1945. Köln: Pick 1946 – In memoriam Clemens August Kardinal von Galen, Adolf Donders. Warendorf: Schnell 1946 – Das brennende Licht. Ein kleines Gebetbuch in Versen. Münster: Aschendorff 1946 – Gedächtnis aller Gefallenen. Gebet beim heiligen Opfer. Ebd. 1946 – Heimkehr und Heimgang des Kardinals. Ebd. 1946 – Münsterisches Dombauspiel. Ebd. 1947 – Wie dieser Ring ist ganz in sich vollendet. Sonette der Ehe aus nachgelassenen Briefen eines Kameraden. Freiburg/Br.: Herder 1947 – Zwischen Endzeit und Altar. Zwei Schriften zur Zeit. Münster: Aschendorff 1947 – Das Totenopfer. Gedichte. Warendorf: Schnell 1948 – Eine Romfahrt im Heiligen Jahr. Münster: Aschendorff 1950 – Römische Pilgerwoche. Ebd. 1950; 3., völlig umgearb. und erweit. Aufl. u.d.T.: Römische Pilgerwoche. Ein kleines Buch für Romfahrer dieser Zeit. Münster: Aschendorff 1959, 1961 – Der Brautbecher. Ein Marienspiel. Nürnberg: Glock & Lutz 1952 – Das Morgentor. Gedichte aus drei Jahrzehnten. Graz: Styria 1956 – Der Kardinal. Taten und Tage des Bischofs von Münster Clemens August Graf von Galen. Münster: Aschendorff 1957; 5. Aufl. 1994; 6. Aufl. 2001 – Neue Salzburger Elegie [1962] – Die Jugend, die wir fanden, altert nicht. vier Dichtungen. Münster/Westf.: Aschendorff 1967 – Es kommt Dein Tag. Dichtungen und Schriften. Ebd. 1988.

Unselbständige Veröffentlichungen in: Westfalenspiegel 1952, H. 3: Mädchen am Meer; 1958, H. 9: Die Friedensbrücke; 1961, H. 5: Meditationen am Grabe Annettes – J. Bergenthal: Westf. Dichter der Gegenwart. Münster 1953: Die Tauben; Mädchen am Meer; Die Qualle; Das Bleibende – Jb. der Droste-Gesellsch. 3, 1959: Das Bild der Droste in unserer Zeit; 4, 1962: Das verlorene Paradies der Tiere. Zu dem Gedicht „Die ächzende Kreatur“ von Annette von Droste-Hülshoff – Westfalen. Landschaft, Kunst, Kultur, Industrie. Honnef 1961: Westfalens Ingesicht.

Herausgabe: Das Siegel. Ein Jahrbuch katholischen Lebens. 1924-1926 – Die Kathedrale. Blätter zum Wiederaufbau des Domes von Münster und der westdeutschen Kirchen. 1947 – Bischof Joseph Höffner. Ein Gedenkblatt zu seiner Weihe und Inthronisation im Hohen Dom zu Münster am 14. September 1962. Münster: Aschendorff 1962 – Bischof Heinrich Tenhumberg. Ein Gedenkblatt zu seiner Amtsübernahme im Dom zu Münster am 14. September 1969. Ebd. 1969 – Dem Worte verpflichtet. 250 Jahre Verlag Aschendorff. 1720-1970. Mit einer Bibliographie der Verlagswerke von 1912-1970. Ebd. 1970.

Herausgabe, Übersetzung: Das Spiel vom Antichrist. Übertragung. Mit einem Nachwort über das Ludus de Antichriste. Münster: Aschendorff 1932; 8. Aufl. 1961.

Unselbständige Veröffentlichungen über Hasenkamp: T. Michels: Salzburger Elegie, in: Der kath. Gedanke 4, 1931 – Gottfried Hasenkamp, in: Die Begegnung 7, 1952 – J. Michels: Gottfried Hasenkamp. Ein christl. Dichter unserer Zeit, in: Westfalenspiegel, H. 3, 1952, S. 41 – O. Forst de Battaglia: Gottfried Hasenkamp, in: Begegnung 10, 1955, S. 53f. – W. Vernekohl: Gottfried Hasenkamp. Poesie und Religion, in: ders.: Begegnung. Münster: Regensberg 1959, S. 201-213 – E. Kock: Und dennoch Lobgesang. Gottfried Hasenkamp, in: Ruhr-Nachr. vom 10./11.3.1962 – J. Bergenthal: Geburtstagsgruß für Gottfried Hasenkamp, in: Westfalenspiegel, 1962, H. 3, S. 23 – T. Michels: Gottfried Hasenkamp. Zur Vollendung seines 60. Lebensjahres am 12. März, in: Westf. Nachr. vom 10.3.1962 – H. Luhmann: Dichtung aus dem Glauben. Gottfried Hasenkamp wird 65 Jahre alt, in: Kirche und Leben 22, 1967, Nr. 11, S. 16 – W. Mogge: Maßstäbe als Dichter gesetzt. Gottfried Hasenkamp zum 80. Geb., in: ebd. 37, 1982, Nr. 11, S. 9 – Leben aus der Verpflichtung des Wortes. Aus dem Werdegang des westf. Schriftstellers und Publizisten Gottfried Hasenkamp, in: Auf Roter Erde 42, 1986, S. 2, 4.

Erwähnungen in: W. Schulte: Der westf. Heimatbund und seine Vorläufer. Bd. 1. Münster, 1973, S. 336.

Nachlaß, Handschriftliches: I. Bestände in westfälischen Archiven – – II. Weitere Handschriften in Westfalen: ULB Münster: Gedicht als Danksagung zum 60. Geb.; Brief an Friedhelm Kaiser, 13.4.1962 – – III. Bestände und Handschriften außerhalb Westfalens: 1. DLA Marbach: Blüte und Frucht [Ged., gedr.]; Das Morgentor [Ged., gedr.]; Salzburger Elegie [Ged., gedr.]; Wer in den Sturm der Liebe [Ged.]; 9 Briefe an Paul Kluckhohn, 1921-1956; an Karl Kohl, 7.7.1939; an Elisabeth Langgässer, 7.9.1948; 28 Briefe an Gertrud von Le Fort, 1933-1967; 4 Briefe von ders., 1933-1958 – 2. ULB Bonn: Brief an Adolf Dyroff, 3.6.1928 – 3. LB Karlsruhe: 3 Briefe an Reinhold Schneider, 1949

Sammlungen: 1. StLB Dortmund, Personenslg.: Zeitungsausschnittslg. – 2. Zeitungsausschnittslg. im „Biogr. Archiv“ des WHB – 3. Westf. Literaturarchiv Hagen: Slg.

Nachschlagewerke: Handbuch der dt. Gegenwartsliteratur. Hg. von H. Kunisch. Bd. 1. 2. Aufl. München 1969, S. 273f. – Who’s Who in Literature, Bd. 1, 1978/79 – Kürschner: Dt. Lit.-Kalender 1978-1988 – Oberhauser/Oberhauser, 2. Aufl. 1983 – Albrecht-Dahlke, Bd. 2 – Freund 1993 – Salzer/Tunk, Bd. 3 – Kosch, 3. Aufl., Bd. 7, 1979 – Killy, Bd. 5, 1990 – Westf. Literaturführer 1992 – von Heydebrand 1983 – Lit. Porträts NRW 1991.