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Ernst Bacmeister

Geboren am 12. November 1874 in Bielefeld als Sohn des Verlegers und Buchhändlers Johann Bacmeister und der selbst schriftstellerisch tätigen _Lucie Bacmeister. Der elterliche Wohnsitz war damals Eisenach, wo Bacmeister aufwuchs. 1880 Umzug der Familie nach Kassel. Konkurs des väterlichen Verlags. Nach Aufenthalt in Herford siedelte sich die Familie in Bernburg im Anhaltischen an, wo der Vater die Gründung eines Zeitungsverlags versuchte. Besuch der dortigen Volksschule und der ersten beiden Klassen des Gymnasiums. 1886 Umzug nach Eisenach, wo der Vater einen Buchverlag gründete. Fortsetzung des Gymnasialunterrichts. Nach dem Scheitern eines weiteren Verlagsprojektes des Vaters Umzug nach Hannover. Die Mutter, die zuvor als Lehrerin tätig war, eröffnete in Hannover ein Pensionat für Ausländerinnen. Die beruflichen Fehlschläge des Vaters führten zu einer Zwangsversteigerung des Hausrats. Die Kinder kamen für ein Vierteljahr bei Verwandten unter, Ernst Bacmeister bei einem Onkel in Bielefeld. Anschließend wohnte die Familie in Erfurt, wo die Mutter eine Bildungsschule für Mädchen eröffnet hatte. Eine Familienstiftung ermöglichte Ernst Bacmeister nach dem Abitur 1893 den Besuch der Universität Leipzig. Studium der Neueren Sprachen. Daneben hörte er theologische Vorlesungen.

Bereits im ersten Studienjahr versucht Bacmeister, aus der Enge der Sprachwissenschaft in die Weite des freien Schriftstellertums auszubrechen, doch kann der Vater dies mit dem Hinweis auf das Versiegen der wirtschaftlichen Hilfe aus der Familienstiftung vereiteln. Bacmeister besucht Vorlesungen in allen Fächern, zuletzt mit Ausnahme der Theologie. Trotz seiner geringen Mittel wird er leidenschaftlicher Theaterbesucher [...]. (Walchshöfer 1958) Mitgliedschaft im Neuphilologischen Verein. Er trat mit Aufsätzen des Gesamtvereins an die Öffentlichkeit. Wegen eines Angriffs auf den Vorsitzenden des Vereins wurde er ausgeschlossen. 1896 Promotion mit einer Arbeit über ein grammatikalisches Thema. Anschließend unternimmt er im Auftrag des Rumänischen Seminars der  Universität eine Studienfahrt,die ihn zu den siebenbürgischen Rumänen nach Ungarn führt. Dort widmet er sich folkloristischen Studien: die Erforschung der verschiedenen Dialekte sowie die Sammlung von Volksliedern und Märchen soll das Ziel seiner Bemühungen werden. Ein Bekannter aus Leipzig vermittelt ihm eine Lehrstelle für Deutsch an einem internationalen Institut in Bukarest, die Bacmeister jedoch auf Grund der ungünstigen Existenz- und Unterkunftsbedingungen ablehnt. (ebd.) Während der Studienzeit waren die Eltern von Erfurt nach Weimar verzogen, wo Bacmeister während der Osterferien 1895 einen Vortrag über Bismarck hielt. 1896 zogen die Eltern nach Wiesbaden, wo Bacmeisters Bruder Hans gemeinsam mit seiner Mutter ein Atelier für Kunstgewerbe betrieb und der Vater als Verleger tätig war. Aufgabe des Plans, eine akademische Laufbahn zu ergreifen. Annahme einer Hauslehrerstelle in Danzig. 1896 Abschluß seines ersten Dramas  Die Rheintochter, das ihm Lob einbrachte. 1897 entsteht daraufhin Der Graf von Gleichen, dessen Aufführung durch das Wiesbadener Stadttheater in Aussicht gestellt wurde, wozu es 1899 kam. Weitere Dramen. 1889 Annahme einer Hauslehrerstelle in Berlin (Dort wurde ich braver Neuphilologe für fünf Monate zum Bohemien). Verzicht auf die Mitarbeit an der Berliner Zeitschrift Die Gesellschaft, dem führenden Organ des Naturalismus, da ihn die Verlockung zu literarischer Betriebsamkeit befremdete und er sich seine grenzenlose Freiheit bewahren wollte. 1899 Uraufführung seines Dramas Die Rheintochter in Kottbus. Während der Sommerferien der beiden Berliner Schüler fand Bacmeister eine andere Lehrstelle im Riesengebirge, dessen Landschaft ihm unvergeßlich bleibt. (ebd.) Einjähriger Militärdienst in Wiesbaden. 1900 Annahme einer Hauslehrerstelle am Bodensee in Wangen bei Radolfszell bei einer reichen Industriellenfamilie. Folgenreiche Lektüre von Schopenhauer und Nietzsche. Umzug vom Bodensee nach Berlin, um eine weltgeschichtliche Tragödie zu verfassen, die jedoch nicht zum Abschluß kam. Lesung von Gedichten vor dem Verein zur Förderung der Kunst. Rückkehr an den Bodensee. Erneuter Aufenthalt in Berlin und erneute Rückkehr nach Wangen. 1905 wanderte er allein von Goslar aus in Richtung Süden. Vorübergehend mietete er sich in Zürich ein Zimmer. Sein Versuch, eine Lehrerstelle an einem Landerziehungsheim zu erhalten, scheiterte, er wurde als ungeeignet abgewiesen. Im Winter 1905/1906 war er Gasthörer philosophischer Vorlesungen der Universität Zürich. Im November 1906 ging er nach München, um sich dort zu habilitieren und auf eine akademische Laufbahn vorzubereiten. Täglicher Besuch der Alten Pinakothek. Seine Habilitationsschrift wurde abgelehnt, Bacmeister mangelnde wissenschaftliche Eignung bescheinigt. Er mietete sich daraufhin am Bodensee eine alte Bauernhütte, die zu Schloß Marbach gehörte, wo er mit seiner jungen Frau wohnen wollte. Gescheiterte Versuche, in München literarische Verbindungen zu knüpfen. Im Mai Heirat. Annahme einer Hauslehrerstelle auf Schloß Marbach. Es entstanden Essays. 1913 Uraufführung seiner Tragödie Der Phantast am Rheinisch-Westfälischen Volkstheater in Essen. Zunächst hatte Bacmeister vergeblich versucht, das Werk an einer der Berliner Bühnen anzubringen. In diese Zeit fällt der Kauf und Ausbau seines Hauses; mehrere philosophische Aufsätze entstehen, die in der Zeitschrift "Die Rheinlande" veröffentlicht werden. Gegen Ende des Jahres 1911 erhält Bacmeister von seinem Bruder das Angebot, die Stellung eines Dramaturgen an dem von diesem gegründeten Rheinisch-Westfälischen Volkstheater in Essen zu übernehmen, dessen Eröffnung im Januar 1912 erfolgen sollte. Bacmeister sagte zu; seine Arbeit bestand hauptsächlich in der Redaktion eines Theaterblattes mit entsprechenden Einführungen zu den gespielten Werken. So entstanden die "Dramaturgischen Blätter" der Jahre 1912 und 1913. In der zweiten Spielzeit wurde an diesem Theater dann das eigene Werk Bacmeisters gespielt. Das Jahr 1913 bedeutete aber auch bereits das Ende dieses Unternehmens, als die fehlenden finanziellen Mittel eine Schließung notwendig machten. Bacmeister kehrte an seine Wohnstätte zurück und wechselte von der Uferhöhe in ein anderes Haus nahe dem Dorf Wangen über [...]. Aller wirtschaftlichen Sorgen enthebt ihn vorübergehend die Fürsorge einer Essener Großindustriellenfamilie. (ebd.) Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 unterbrach für mehrere Jahre die literarische Tätigkeit. Er verbrachte vier Kriegsjahre im Elsaß. Es entstand eine Reihe von Essays. Im Herbst 1919 Wiederaufnahme der dramatischen Arbeit (Hauptmann Geutebrück). Beschäftigung mit der Lokalgeschichte (Lazarus Schwendi ). 1923 Uraufführung von Die dunkele Stadt in Stettin. Neue Einflüsse durch die Lektüre der Werke Stefan Georges und Rudolf Steiners. Während des Dritten Reiches verfaßte er Die deutschdramaturgische Perspektive. 1934 Uraufführung von Der Kaiser und sein Antichrist während einer Festwoche in Düsseldorf an den Städtischen Bühnen. 1935 Uraufführung des Staatsschauspiels Hauptmann Geutebrück in Stuttgart. 1937 Uraufführung von Kaiser Konstantins Taufe am Württembergischen Staatstheater in Stuttgart. 1940 Uraufführung des frühen Lustspiels Der teure Tanz in Düsseldorf. Er starb am 11. März 1971 in Singen/Hohentwiel.

Sein in zahlreichen Dramen konkretisiertes Konzept einer "neuen Geistestragödie" bemüht sich in der Wendung gegen das psychologisierende Schauspiel um die Exponierung geistiger Gegensätze anhand historischer Wendepunkte. Wegen dieses pathetisch ungenauen Anspruchs wurde er wie andere Vertreter des Neuklassizismus (Paul Ernst, Wilhelm von Scholz) von den Nationalsozialisten als Vorläufer der "Hohen Tragödie" begrüßt. B. selbst betrachtete, in seinem Selbstverständnis völlig unpolitisch, den Nationalsozialismus als Erfüllung religiöser Hoffnungen. Die gedanklich überladenen und übertrieben komplizierten Dramen erwiesen sich nach mehreren Aufführungsversuchen als nicht spielbar. (Killy Literatur-Lexikon)

1930 Dramatikerpreis des Bühnenvolksbundes für Maheli wider Moses; 1940 Kulturpreis der Stadt Düsseldorf; 1965 Kulturpreis der Stadt Bielefeld.

Pseudonym: Felix Montanus.

Selbständige Veröffentlichungen: Die Flexion des Rumänischen Substantivums im Singular. Diss. Leipzig: Priess 1896. 81S. – Die Rheintochter. Ein dramatisches Halbmärchen. Wiesbaden: Bacmeister 1897. 115S. – Der Graf von Gleichen. Tragödie in 5 Aufzügen. Ebd. 1898. 110S. – Der Primus. Schülerdrama. Konstanz: Reuß und Itta 1903. 54S.; Selbstverlag 1914. 49S. – Des Fliegers Traum. Lustspiel in einem Aufzug. Berlin: Bloch 1912 (=Vereins-Bühne Nr. 28) – Der Phantast. Tragödie. o.O. 1913 [Bühnenms.; Rez. in: Das lit. Echo, Stuttgart, Berlin, 23, 1921, Sp. 667 (M. Feuchtwanger)]; später u.d.T.: Andreas und die Königin [Rez. in: Dt. Ztg. vom 30.3.1926 (R. Biedrzynski)] – Guduline. Tragische Legende in einem Aufzug. Sonderdr. 1918. 9S. – Innenmächte. Vier Schauspiele. München: Müller 1922. 297S., 1 Taf. (Nieders. LB Hannover, SA Bielefeld, SLB Dortmund) [Inhalt: Andreas und die Königin. Tragödie; Barbara Stoszin. Komödie; Lazarus Schwendi. Drama; Die dunkele Stadt. Tragödie; Rez. in: Die schöne Lit., Leipzig, 24, 1923, H. 8, S. 148 (K. Lehmann)]; mit dem Untertitel: Ausgewählte  Dramen. [Bodmann:] Hohenstaufen [1966]. 285S. (ULB Münster, USB Köln, SA Bielefeld) – Überstandene Probleme. Essays. München: Müller 1923. 260S. (ZB PH Münster, SA Bielefeld) – Arete. Tragödie in fünf Aufzügen. Ebd. 1925. 62S. (SB Bochum) – Erlebnisse der Stille. Skizzen. Ebd. 1927. 240S. (=Georg Müllers Zwei-Mark-Bücher 77) (UB Bonn, ULB Düsseldorf, SA Bielefeld); 2. Aufl. ebd. 1938 (=Die kleine Bücherei 88); Neuaufl. München: Langen-Müller [1943]. 60S. (Lipp. LB Detmold); 3. Aufl. ebd. 1951; 4. Aufl. ebd. 1954 – Maheli wider Moses. Tragödie. Berlin: Langen-Müller 1932. 56S. (SB Bochum, SA Bielefeld) [Rez. in: Die neue Lit. 33, 1932, H. 7, S. 328 (A. von Grollmann)] – Die Schlange. Lustspiel. Berlin: Bühnenvolksbundverlag 1932. 48S. (SA Bielefeld) _ Der Mensch des guten Willens. Vortr. gehalten auf der "Dt. Welle" am 25.12.1932. Rudolstadt: Mänicke und Jahn 1934. 14S. – Hauptmann Geutebrück. Ein Drama im Nachhall des Krieges. Stuttgart: Das Werk 1933. 76S. [Rez. in: Die neue Lit. 36, 1935, H. 5, S. 292f. (H. Burkert)] –  Siegfried. Tragödie. München: Langen-Müller 1934 [Typoskr.; Rez. in: Der Führer 1, 12, 1934 (H. Franke)] – Sommer-Sonnenwende. Volksspiel. Berlin: Langen-Müller 1934 [dass. in: Das dt. Volksspiel 1, 1933/1934] – Der Kaiser und sein Antichrist. Tragödie. Ebd. [1934]. 67S. (Lipp. LB Detmold, SA Bielefeld, ULB Düsseldorf) – Kaiser Konstantins Taufe. Religionstragödie. Ebd. 1937. 98S. (Lipp. LB Detmold, ULB Düsseldorf, SA Bielefeld, SB Bochum) [Rez. in: Die neue Lit. 38, 1937, H. 7, S. 364f. (H. Dannecker)]; 2. Aufl. ebd. 1941 (UB Bielefeld, ULB Münster) – Der Größere. Tragödie. Ebd. [1938]. 21Bl. [Rez. in: 1. Die neue Lit. 39, 1938, H. 12, S. 655 (L. von Baumgarten); 2. Die Lit., Stuttgart, Berlin, 41, 1938/1939, H. 5, S. 264F. (F.-C. Kobbe)] – Schöpferische Weltbetrachtung. Markkleeberg: Rauch 1938. 268S. (Nieders. LB Hannover, SA Bielefeld, ULB Düsseldorf, UB Erlangen-Nürnberg); Dessau: Rauch 1939. 294S. [Rez. in: 1. Die neue Lit. 40, 1939, H. 7, S. 354 (A. von Grollmann); 2. Die Lit., Stuttgart, Berlin, 41, 1938/1939, H. 10, S. 640 (J. Günther)] – Wuchs und Werk. Die Gestalt meines Lebens. Dessau: Rauch 1939. 294S. (Nieders. LB Hannover, ULB Münster, UB Bonn) [Rez. in: 1. Die neue Lit. 40, 1939, H. 11, S. 521 (A. von Grollmann); 2. Der Bücherwurm, Eine Monatsschr. für Bücherfreunde, Dachau, München, 25, 1940, H. 9, S. 115f.] – Der teure Tanz. Lustspiel. Berlin: Langen-Müller 1940. 143S. (=Bücherei der dramat. Dichtung 11) (Lipp. LB Detmold, SB Bochum) _ Theseus! Tragödie.  Ebd. 1940. 109S. (ULB Münster, Lipp. LB Detmold, Lipp. LB Detmold, USB Köln) [Rez. in: H. Seidler: Ernst Bacmeisters Theseus-Drama, in: Innsbrucker Beitr. zur Kulturwiss. 4, 1956, S. 67-73] – Die Tragödie ohne Schuld und Sühne. Wolfshagen-Scharbeutz: Westphal 1940. 30S. (Nieders. LB Hannover, SB Trier, SB Essen, UB Bochum, Bibl. WHB Münster) [Rez. in: Die neue Lit. 43, 1942, H. 3, S. 61-63 (H. Knudsen)] – Die  Spur. Gesammelte Gedichte. Dessau: Rauch [1942]. 184S. (SB Essen, SA Bielefeld) _ Lyrik im Lichte. Ebd. 1943. 123S. (UB Bonn, USB Köln) _ Schau und Gedanke in Baden-Baden. Skizzen. Ebd. 1943. 61S., 4 Abb. _ Vom Naturgöttlichen zum Geistgöttlichen. Vortr. Mainzer Presse 1943. 35S. – Der deutsche Typus der Tragödie. Dramaturgisches Fundament. Berlin: Langen-Müller [1941]. 122S. (UB Bielefeld, UB Erlangen-Nürnberg); ebd. [1943]. 122S. (Lipp. LB Detmold, UB Bonn, SB Essen, SB Bochum) – Der indische Kaiser. Tragödie. Ebd. 1944. 86S. (UB Bielefeld, UB Erlangen-Nürnberg) – Intuitionen. Lorch, Stuttgart: Bürger 1947. 183S. (=Ernst Bacmeister. Das Gesamtwerk 7) [Inhalt: Erlebnisse der Stille ; Schau und Gedanke in Baden-Baden; Seliger  Wandel] (Nieders. LB Hannover, SA Bielefeld, ULB Münster) – Essays. Ebd. 1948. 242S. (=Das Gesamtwerk 8) (SA Bielefeld, ULB Münster, ULB Düsseldorf, Dt. Bibl. Frankfurt/M.) [Rez. in: Welt und Wort, Lit. Monatsschr., Tübingen, 4, 1949, H. 7, S. 254 (G. Hafner)] – Die Bewertung der Maschine in der Weltschau des Geistes. Vortrag. Mainz: Mainzer Presse 1950. 35S. – Lionardo da Vinci. Tragödie. Mainz: Eggebrecht-Presse 1950. 75S. – Innenernte des Lebens. Stuttgart: Kleine Verlags-Gesellsch. [1952]. 110S. (SA Bielefeld, SLB Dortmund, ULB Düsseldorf) – Die Bewertung der Maschine in der Weltschau des Geistes. Ein Vortrag. [Mainz: Eggebrecht um 1955]. 13S. (Bibl. des Inst. der dt. Wirtschaft, Köln) _ Der lichte Sieg. Ein Brevier. Bodman: Hohenstaufen [1964]. 192S. (Lipp. LB Detmold, SA Bielefeld, Dt. Bibl. Frankfurt/M.) – postum:  Die Entstehung der Tragödie "Andreas und  die Königin". Gemeinschaftsarb. des Dramatikers Ernst Bacmeister und des Kulturpsychologen J. Bahle. Gaienhofen [1984].

Unselbständige Veröffentlichungen  in: (Ausw.) Neuphil. Bl. vom 20.5.1894: Über  den Unterricht und das Studium des Französischen; vom 20.7.1895: Nein! Herr Professor!; vom 20.11.1895: Eine Gelehrtenreise ; vom 20.6.1896: Die Vorträge und Debatten in unseren Vereinen – Dt. Allg. Ztg., Berlin, vom 22.11.1894: Über "E. Haufe. Aus dem Leben eines freien Pädagogen" _ Sprechsaal des dt. Volkes vom 10. und 17.11.1895: Martha und Maria – Beil. zur Münchener Allg. Ztg. vom 17.3.1897: Das rumänische Volkslied in Siebenbürgen – Sang und Sage vom Kochbrunnen. Wiesbaden 1897 [Zueign. und Kochbrunnens Meisterstück] – Züricher Post vom 10.11.1907: Die Ausstellung der kunstgewerblichen  Vereinigung – Dramaturg. Bl. des Rhein.-Westf. Volkstheaters, Essen, 1912f. [Beitr.] – Rhein.-Westf. Verkehrsztg. vom 18.3.1913: Epilog zum Volkstheater – Köln. Ztg. vom 27.4.1913: Die Umgrenzung des Spielplans des Volkstheaters – Konstanzer Ztg. vom 30.10.1913: Die Sammlung Dietrich im Weserberghaus; vom 9.10.1913: Eine Belchenfahrt _ Bodenseebuch, Kreuzlingen usw., 1, 1914: Guduline. Tragische Legende – Die Rheinlande 1922:  Denk-Tänze [Rez. zu Schlüters "Samitasa"-Buch] – Stuttgarter Neues Tagebl. 1922: Post festum – Neue Zürcher Ztg., Okt. 1923: Über "Dreizehn Bücher  der deutschen Seele"  – Die Pyramide, Naturwiss. Zeitschr., Innsbruck, vom 3.8.1924: Frida Bettingen – H. Boeschenstein (Hg.): Stein am Rhein. Holzschnitte. Wangen 1922 [Vorwort] – Dt. Allg. Ztg., Berlin, 1924: Über Literaturgeschichte und Literaturwissenschaft – Steiner Grenzbote 1924: Über "Fyrobidglüt"; vom 7.1.1928 [Bespr. eines Klavierabends]; vom 14.1.1933: Über Haydns "Schöpfung" in der Steiner  Stadtkirche – Konstanzer Ztg., Jan. 1925: Brief an einen Freund in Meiningen; vom 9.10.1931: Eine Belchenfahrt – Verlagskatalog Bongs. Stuttgart 1927: Über "Mummenschanz" von Erich Kramer – Völk. Beobachter, München, Berlin, vom 2.8.1933: Zum 60. Geburtstag Willy Schlüters; vom 7.3.1935: Begleitwort zu meinen Dramen – Neckar-Rundschau vom 9.2.1933: Über "Theater und Kino" von Fedor Stephan – Das Nationaltheater, Vjs. des Bühnenvolksbundes, Berlin, April 1933: Über "Der Wagen 1933" [Rez. zum Lübecker Jb.] – Berliner Tagebl. vom 25.8.1934: Das tätige Verhalten zum Buche _ Sonntag-Morgen vom 24.6.1934: Bekenntnis zur Volksgemeinschaft – Bl. des Bayer. Staatstheaters, Nov. 1934: Schlüssel zu meinem Siegfried; Mein Leben [Abriß] – Die neue Lit. 35, 1934, H. 11: Herkunft und Heimat – Das Progr., Stuttgart, vom 1.3.1935: Über Grund und Ziel meines Schaffens; Brief  über "Hauptmann Geutebrück" – Das innere Reich, Jan. 1935: Frida Bettingen – Die dt. Bühne, Rolandseck, Zürich u.ö., Juni 1935: Notizen über neue dramatische Pläne – Rheinfront vom 4.4.1936: Willy Schlüter und  das deutsche Tatdenken ; vom 17.4.1937: Über Willy Schlüters "Deutscher Glaube" – Saarbrücker Ztg. 1938: Die Augenweide im Theater – Bl. des Württ. Staatstheaters 1938: Das Drama auch als Buch – Die Bühne 1938: Der Weg durch die Großen – Bl. der Städt. Bühnen Hannover, Okt. 1938: Zu "Kaiser Konstantins  Taufe" – Theaterbl. der Westmark 1938: Gruß an die Westmark – Westermanns Monatshefte, Braunschweig, 85, 1940/1941: Die Tragik des Heroischen – Straßburger Monatshefte 5, 1941: Schau und Gedanke in Baden-Baden; Jg. 7, 1943: Die Vergöttlichung der menschlichen Umwelt – Der Autor, Berlin, 18, 1943: Geist und Gemüt im Drama – Aussaat, Zeitschr. für Kunst und Wissensch., Stuttgart, Lorch, 2, 1947: Der Beitrag der Bühne zum Gewinn des Lebens – Die Schulwarte, Villingen-Schwenningen, 4, 1951: Zur Gedichtbehandlung im  Deutschunterricht – Neue lit. Welt 3, 1952, Nr. 3: Das Metatragische.

Herausgabe: Deutsche Lyrik von 1891. Ges. und hg. von C.B. Bruno, Felix Montanus, F. Servaes. Stuttgart: Union 1892. VII, 327S. [Pseud. Felix Montanus].

Literarische Zeugnisse: D. Slark: "Der lichte Sieg." Briefgespräch mit dem Dichter Ernst Bacmeister, in ders.: Literar. Kaleidoskop. Darmstadt 1982.

Selbständige Veröffentlichungen über Bacmeister: E. Schmidt: Die Tragödien Ernst Bacmeisters. Diss. Wien 1938 [masch.]  – E. Kliemke: Form und Wesen der Dichtung, in besonderem Hinblick auf die geistige Gestalt Ernst Bacmeisters. Berlin 1941 (=Neue Dt. Forschungen 31) – E. Bischof: Ernst Bacmeister. Die dunkle Stadt. bTragödie. Diss. Wien 1942 [masch.] – H. Vonden: Die weltanschaul. Grundlagen des ernsten Dramas unserer Zeit. Untersucht am Beispiel verschiedener Dramen von Paul Ernst, Ernst Bacmeister, E.G. Kolbenheyer und Curt Langenbeck. Diss. Hamburg 1945 [masch.] – H. Walchshöfer: Ernst Bacmeister. Grundlinien einer Monogr. Diss. Erlangen 1958 [masch.] (UB Erlangen-Nürnberg).

Unselbständige Veröffentlichungen über Bacmeister: R. Rieß: Ernst Bacmeister, in: Der Tag 1923, Nr. 61; ders.: Ernst Bacmeister, in: Königsberger Ztg. 1923, Nr. 265 [Sonntagsbeil.] – E. Lemke: Ernst Bacmeister, in: Mannheimer Generalanzeiger 1923, Nr. 38; ders.: Ernst Bacmeister, in: Rhein.-Westf. Ztg. vom 28.1.1923 – O. Jancke: Ernst Bacmeister, in: Das lit. Echo, Stuttgart, Berlin, 25, 1923, H. 15f., Sp. 774-777 – H.M. Elster: Ernst Bacmeister, in: Tägl. Rundschau, Berlin, vom 30.3.1926 – M. Wachter: Ernst Bacmeister, in: Neue Preuß. Ztg. vom 1.10.1927 – P. Leibrecht: Ernst Bacmeister und die Frau, in: Neue Frauenkleidung und Frauenkultur 1930, H. 13, S. 318 – A. von Grolmann: Ernst Bacmeister, in: Die schöne Lit., Leipzig, 31, 1930, H. 7, S. 326-333 [mit Bibliogr. von E. Metelmann] – C. Riepenhausen: Ernst Bacmeister, in: Kreuzztg. 1931, Nr. 229 – M. Wachter: Ernst Bacmeister, in: Krit. Gänge, Beil. der Berliner Börsenztg., 1932, Nr. 6 – F. Junghans: Ernst Bacmeister. Mensch und Werk, in: Das Nationaltheater, Vjs. des Bühnenvolksbundes, Berlin, 4, 1932, H. 3, S. 180-185; ders.: Über Ernst Bacmeisters Dramatik, in: Die Theaterwelt 9, 1934, H. 11; ders.: Ernst Bacmeister, in: Münchner Neueste Nachr. 1934, Nr. 309 – F. Aeckerle: Ernst Bacmeister, in: Essener Ztg. 1934, Nr. 310; ders.: Theater aus dem Geist. Bacmeisters dramat. Werk, in: Bausteine zum dt. Nationaltheater, München, 3, 1935, H. 15 – A. Merz: Ernst Bacmeister, in: Berliner Tagbl. 1934, Nr. 537 – H.M. Elster: Ernst Bacmeister. Zum 60. Geburtstag, in: Berliner Börsen-Ztg. 1934, Nr. 531 – H. Franke: Ernst Bacmeister. Zum 60. Geburtstag, in ebd. – P. Wittko: Ernst Bacmeister, in: Essener Allg. Ztg. 1934, Nr. 310 – A. von Grolmann: Herkunft und Heimat, in: Die Neue Lit. 1934 – G. Brod: Ernst Bacmeister, in: Lebend. Dichtung 2, 1935, H. 2, S. 24-27 – H. Franke: Ernst Bacmeister, in: NSZ-Rheinfront, Saarbrücken, 1936, Nr. 114 – K. Baumhauer: Ernst Bacmeister. Ein Dramatiker dt. Geistes, in: Die Westmark, Neustadt/S., 4, 1936/1937, H. 11, S. 566f. – G. Stöve: Ernst Bacmeister, in: Stuttgarter NS-Kurier 1937, Nr. 238 – H.C. Mettin: Ernst Bacmeister, in: Berliner Börsen-Ztg. 1937, Nr. 237; ders.: Der Denker und Dramatiker Ernst Bacmeister, in: Rhein.-Westf. Ztg. 1938, Nr. 3 – J.M. Becker: Ernst Bacmeister, in: Neues Tagbl. 1937, Nr. 237 – P. Leibrecht: Der Dichter Ernst Bacmeister, in: Eckhart, Jb. für das Badener Land, 18, 1937, S. 45-50 – R. Siegrist: Ernst Bacmeister, in: Die bad. Schule 5, 1938, S. 194ff. – H. Franke: Über Ernst Bacmeister, in: Hannoverscher Kurier 1938, Nr. 278; ders.: Ernst Bacmeister oder der Sieg des Geistes, in: Der Bücherwurm, Eine Monatsschr. für Bücherfreunde, Dachau, München, 24, 1939, H. 9, S. 237-240; ders.: Ernst Bacmeister. Zu seinem 65. Geburtstag, in: Der getreue Eckhart, 1939, H. 2, S. 53f.; ders.: Verhängnistragödie oder Tragödie aus dem Willen des Geistes? Langenbeck gegen Bacmeister, in: Die Westmark, Neustadt/S., 7, 1940, H. 12, S. 699-704 – R. Werbelow: Ernst Bacmeister. Ein eindringl. Wort in der Stille, in: Dt. Kulturwart 5, 1938, Sept.-H., S. 542-545 – W. Westecker: Ernst Bacmeister. Zum 65. Geburtstag, in: Berliner Börsen-Ztg. 1939, Nr. 533 – H. Resch: Ernst Bacmeister als rel. Tragiker, in: Die Lit., Stuttgart, Berlin, 42, 1939/1940, H. 7, S. 280-282 – H. Knudsen: Der Dramatiker Ernst Bacmeister, in: Berliner Tagbl. 1937, Nr. 248 – E. Mikeleitis: Jenseits von Schuld und Sühne. Zum Werk Ernst Bacmeisters, in: Westermanns Monatshefte, Braunschweig, 85, 1941, H. 1, S. 275f. – Neue Tragödie. Bacmeister gegen Langenbeck. Betrachtungen von C. Westphal, Friedrich Ernst Peters und Werner Klein, in: Nddt. Welt 16, 1941, S. 17-23 – B. Rang: Lebensernte von Ernst Bacmeister, in: Westfalenspiegel, Dortmund, 1952, H. 12, S. 33 – G. Hafner: Ernst Bacmeister, in: Welt und Wort, Lit. Monatsschr., Tübingen, 5, 1950, S. 141-144 – H. Seidler: Ernst Bacmeisters Theseus-Drama, in: Festschr. für C. Jax. 1956 – E. Horn: Zwiesprache mit der Schöpfung. Ernst Bacmeister. 12.11.1874-11.3.1971, in dies.: Geehrt, geliebt, vergessen? Begegn. mit 38 Dichtern. Melsungen 1985, S. 21-25 [Bildn.].

Erwähnungen in: J. Bab: Die Chronik des dt. Dramas. 5. Teil. Deutschlands dramat. Produktion 1919-1926. Berlin [1926], S. 298ff. – K. Lehmann: Dt. Dramatiker in unserer Zeit. 4. Aufl. Düsseldorf 1935, S. 26ff. – H. Wanderschrek: Dt. Dramatik der Gegenwart. Berlin [1938], S. 55ff. – I. Meidinger-Geise: Welterlebnis in der dt. Gegenwartsdichtung. 2 Bde. Nürnberg [1940], S. 552 – Westf. Literaturführer 1992, S. 23.

Bildnisse: 1. Lithogr., Brustbild (SLB Dortmund; abgeb. in: 25 Jahre Georg Müller Verlag. 1928, S. 96f.) – 2. Porträt (UB Erlangen-Nürnberg, E. Meyer-Camberg-Slg.) – 3. Fotogr. (WLA Hagen) – 4. Fotogr. (DLA Marbach; s. Abb. oben) – s. die Angaben in der o.g. Literatur.

Nachlaß, Handschriftliches: 1. WLA Hagen (Nachlaß) – 2. Bayer. StB München: Briefe an den Albert Langen/Georg Müller-Verlag, 1941-1944 – 3. DLA Marbach: Brief vom 27.11.1928 an Hermann Beuttenmüller; Zuversicht [Ged.]; Verschiedenes  – 4. Heine-Inst., Düsseldorf: Briefe an –Wilhelm Schäfer 1916-1935 (12) – 5. SA Bielefeld: Brief an Herrn Fischer, 25.9.1934 – 6. SB Nürnberg: Autogr. und handsign. Adresse in masch. Exempl. seiner Tragödien Arete und Siegfried; Brief an Dr. Georg Gustav Wieszner, 7.4.1951  – 7. UB Erlangen-Nürnberg (E. Meyer-Camberg-Slg.): Neuer Psalm [Ged.]; Brief an Arno Bacmeister, 17.9.1942; Porträt; Notiz von Brigitte Bacmeister

Sammlungen: 1. Bayer. HStA München: Zeitungsausschnittslg. (Slg. Personen Nr. 7335) – 2. SLB Dortmund: Zeitungsausschnittslg. – s. Denecke/Brandis, 2. Aufl. 1981, S. 12.

Grabstätte: Auf dem Friedhof in Öhingen bei Wangen/Bodensee.

Nachschlagewerke: Brümmer, Bd. 1, 6. Aufl. 1913 – Krüger 1913 – Lennartz, 3. Aufl. 1938 – Fechter 1941 – Oehlke 1942 – Mulot, 2. Aufl. 1944 – Kutzbach 1950 – Kürschner: Dt. Lit.-Kalender 52, 1952 – Kindermann/Dietrich 1951 – Burger 1952 – Martini 1955 – Degener, 12. Ausg. 1955 – Nadler 1951 – Kosch, 3. Aufl., Bd. 1, 1968 – Zmegac, Bd. 3, 1980 – Vogt-Leppla 1983 – Oberhauser 1983 – Killy, Bd. 1, 1988 – Wilpert, 3. Aufl. 1988 – Kindler, Bd. 2, 1989 (zu "Andreas und die Königin") – Wilpert/Gühring, 2. Aufl. 1993 – Freund 1993 – Dt. Biogr. Enzyklopädie, Bd. 1, 1995  – Brauneck 1995 – Dt. Biogr. Archiv, Fiche 46, Sp. 153; N.F., Fiche 55, Sp. 413-417.