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Georg Ludwig von Bar

Geboren am 6. Januar 1701 in Hannover. War seit 1721 Domherr und kurköllnischer Legationsrat in Minden. Später Domsenior in Minden und Erblanddrost des Stifts Osnabrück. Stand u.a. mit Friedrich II. im Briefwechsel. Mit Friedrich von Hagedorn war er eng befreundet, und er nannte denselben poetisch seinen Sohn, obgleich er nur 7 Jahre älter war. (Schröder) Erwarb sich durch seine Dichtungen in französischer Sprache den Ruhm, der beste französische Dichter der Deutschen zu sein. Besonders bewundert wurden die "Epîtres diverses", in denen er nach dem Urteil Gottscheds die Franzosen und ihre Satiren übertroffen hat. (NDB)

Verstarb am 6. August 1767 auf seinem Gute Barenaue bei Osnabrück.

Selbständige Veröffentlichungen: Epîtres diverses sur des sujets différens [in Versen]. 2 Bde. London [vielm. Amsterdam]: Changuion 1740-1745; 2. Aufl. Frankfurt/M.: Hechtel 1753; dt. Übers.: Georg Ludwig von Bar: Poetische Werke. Übers. von C.G. Lieberkühn. 3 Bde. Berlin: Voß 1756 [Rez.: Göttingische Anzeigen von gelehrten Sachen 1757, S. 226] – Couplets. O.O. 1746. 48S. [vermutlicher Verfasser] (SUB Göttingen) – Etrennes. O.O. 1746. 71S. [vermutlicher Verfasser] (SUB Göttingen) – Rêveries poétiques sur des sujets différens. Par l'auteur des Epîtres divers. Amsterdam: Chauguion 1755. XXII, 296S.; mehrere Aufl. – Consolations dans l'infortune. Poème en VII chants. Hamburg: Hoffmann und Campe 1758; Amsterdam: van Harreveld 1758. 116S. [Rez.: Göttingische Anzeigen von gelehrten Sachen 1759, S. 199] – Babioles littéraires et critiques en prose et en vers. 5 Bde. Hamburg 1760-1764 [Rez.: Göttingische Anzeigen von gelehrten Sachen 1760, S. 46, 61f.]; 2. Aufl. 1761 – Der gerächte und gerettete Horaz. Nebst einigen anderen Auszügen und Zusätzen aus den sinnreichen Schriften des Herrn von Bar. Frankfurt/M.: Andreä 1763. 348S. – L'Anti-hègésias, Dialogue en vers sur le suicide. Avec de remarques critiques et historiques. Hamburg: Bohn 1763. 120S.; dt. Übers. von C.G. Lieberkühn u.d.T.: Scherz- und ernsthafte Widerlegung des Hegesias über den Selbstmord. Nürnberg: Lochner 1766 – Text der frz. Urfassung der Oper Il Tempio di Melpomene [Urauff. 20.2.1747 in Hamburg] – Épitre à Don Quichotte de la Manche chevalier des lions par Mr. le Baron de B. Breda. O.O. 1766 [vielm. 1746] – Des Herrn G. L. von Bars vermischte Abhandlungen zum Nutzen und Ergötzen. Frankfurth, Leipzig 1766.

Übersetzungen in: Kleine Schriften aus den schönen Wiss. und der Sittenlehre. Danzig 1763, Nr. 5: Der gerächte Horaz. Teutsch übersetzt – Poetisches Sendschreiben an George Dandin über die misslichen Ehen. Nach dem Französischen der Epitres diverses, etc. O.O. [1746?] Mikrofiche: New Haven: Research Publications 1973. [Übersetzer bislang nicht identifiziert, hier identifiziert als Georg Ludwig von Bar in einer Übersetzung, die sich deutlich von den 1756 erschienenen Poetischen Werke unterscheidet].

Selbstständige Veröffentlichungen über von Bar: K.K. Reckert: Beantwortung des Briefes an mein Vaterland an den Freyherrn von Bar. Münster 1770.

Unselbständige Veröffentlichungen über von Bar: L. Schirmeyer: Georg Ludwig von Bar, "Der beste französische Dichter Deutschlands", ein Vorbild Wielands und Freund Mösers, in: Mitt. des Vereins für Gesch. und Landeskunde von Osnabrück 32, 1908, S. 1-71.

Nachschlagewerke: Jöcher/Adelung, Bd. 1, 1784 – ADB, Bd. 2, 1875 – Hennicke, Bd. 1, 1811 – Rotermund 1823 – NDB, Bd. 1, 1953 – Kosch, Bd. 1, 1933 – Biogr. Handbuch Osnabrück 1990 – Dt. Biogr. Archiv, Fiche 54, Sp. 202-209.