Jüdische Kultur auf Hebräisch

Jüdisches Leben in Europa jenseits der Metropolen

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Suche nach einer neuen Heimat


Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges zogen zahlreiche heimatlos gewordene Juden, die den Holocaust überlebt hatten, durch Europa.

Ein amerikanischer Schulbus im jüdischen Viertel von Williamsburg Jüdisches Leben in den USA: ein typischer amerikanischer Schulbus im jüdischen Viertel von Williamsburg in Brooklyn.
Foto: Andrea Löw
Viele von ihnen kehrten zunächst nach Deutschland zurück und lebten vorrübergehend in so genannten Displaced Persons diesen Begriff im Glossar nachschlagen (DP)-Lagern. Sie warteten auf ihre Weiterreise, meist waren die USA und besonders Palästina beziehungsweise nach dessen Gründung 1948 Israel das Ziel.

Emigration aus Polen


Aus osteuropäischen Staaten, vor allem aus Polen, kamen in der Nachkriegszeit mehrere Tausend Juden illegal vor allem in die amerikanische Besatzungszone, um von hier weiter nach Palästina zu gelangen. Infolge der Rückkehr geflohener Juden aus der UdSSR lebte 1946 eine Viertelmillion Juden in Polen. Bis 1947 wanderten 150.000 von ihnen aus, so auch Chaim Zylberklang aus der Lubliner Region. Größere Emigrationswellen gab es danach aufgrund antisemitischer Bewegungen in Polen in den fünfziger Jahren und vor allem 1968. Im Jahr 2000 lebten nur noch knapp 4.000 Juden in Polen.
Grundsteinlegung für die neue Synagoge Minden 1957 Am 14. Juni 1957 fand in Minden die Grundsteinlegung für die neue Synagoge statt.
Foto: Jüdische Kultusgemeinde Minden
Aus den Niederlanden emigrierten zwischen 1948 und 1953 knapp 4.500 Juden, davon gingen 1.500 nach Israel, die übrigen in die USA. Eine genaue Zahl der heute in den Niederlanden lebenden Juden ist nicht zu ermitteln, Ende der 1990er Jahre waren es knapp 27.000.

Zuwachs in den Gemeinden


Die jüdischen Gemeinden in der Bundesrepublik Deutschland konnten nach 1945 wieder einen Zuwachs verzeichnen. Durch Remigration vor allem aus Israel und aus Lateinamerika stieg die Mitgliederzahl von 15.000 im Jahr 1955 auf 26.000 in den sechziger Jahren. Von etwa 50.000 Juden Ende der achtziger Jahre wuchs die Zahl seit 1990 durch die Zuwanderung von jüdischen Emigranten aus der ehemaligen Sowjetunion rapide. Der Zentralrat der Juden in Deutschland verzeichnet heute knapp 100.000 Mitglieder in seinen Gemeinden Dazu kommen 40.000 bis 80.000 Juden, die dort nicht Mitglied geworden sind.

Am Ende des 20. Jahrhunderts lebten in Europa insgesamt ungefähr 1.605.000 Juden. Heute ist Westeuropa das Zentrum jüdischen Lebens in Europa.

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