Jüdische Kultur auf Hebräisch

Jüdisches Leben in Europa jenseits der Metropolen

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Entrechtung, Vernichtung und Neubeginn


Alle Erfolge hinsichtlich der bürgerlichen Gleichstellung der Juden fanden nach 1933 ein jähes Ende.

Zwangsarbeit in einer Schneiderei im Ghetto Lodz. Zwangsarbeit in einer Schneiderei im Ghetto Lodz.
Zunächst entrechteten die Nationalsozialisten die deutschen Juden und entzogen ihnen zunehmend die Existenzgrundlagen. Jüdisches Leben spielte sich in immer engeren Grenzen ab, viele deutsche Juden sahen in der Emigration aus ihrem Heimatland den einzigen Ausweg.

Mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges weiteten die Nazis die antijüdische Politik aus. Zuerst waren die polnischen Juden nach dem deutschen Einmarsch mit Terror, Gewalt und Willkür sowie dem vollständigen Verlust aller Rechte konfrontiert. Die deutschen Besatzer konzentrierten sie in Ghettosdiesen Begriff im Glossar nachschlagen, in denen sie unter katastrophalen Lebensbedingungen zusammengepfercht leben mussten. Viele Juden starben schon hier an Hunger und Krankheiten.

Massenmord


Seit dem Herbst 1941 deportierten die Nazis massenhaft westeuropäische Juden in den Osten. Der Massenmord der europäischen Juden begann, ungefähr sechs Millionen Juden ermordeten die Deutschen und ihre Helfer bis 1945.

Jenny Rosenbaum aus Paderborn emigrierte rechtzeitig nach Palästina. Die ostjüdische Familie Schiffmann aus Dortmund wurde im Herbst 1938 aus Deutschland ausgewiesen. Imo Moszkowicz aus Ahlen überlebte Auschwitzdiesen Begriff im Glossar nachschlagen, doch seine Mutter und vier Geschwister wurden ermordet. Jeanette Wolff überlebte das Ghetto und die Lager Riga, Kaiserwald und Stutthoff und wurde als SPD-Politikerin eine engagierte Kämpferin gegen das Vergessen.
Deportation aus dem Ghetto Lodz in das Vernichtungslager Kulmhof Deportation aus dem Ghetto Lodz in das Vernichtungslager Kulmhof.
Fotos: Staatsarchiv Łódź / abgedruckt in: Sascha Feuchert u.a. (Hg.): Letzte Tage. Die Łóder Getto-Chronik Juni/Juli 1944, Göttingen 2004.
Die Niederlande waren vielen Juden zunächst als Rettung erschienen, sie flohen in das Nachbarland. Doch nach dem deutschen Einmarsch wurden die meisten von ihnen im Durchgangslager Westerbork interniert, von dort aus in die Vernichtung deportiert. Erich Gottschalk, ein Fußballer aus Bochum, überlebte diese Odysse als einziger in seiner Familie. Das Viehhändler-Ehepaar Meijer aus Bedum erlebte das Ende der NS-Herrschaft nicht, wurde in Auschwitz ermordet. Das jüdische Viertel in Lublin, ein Zentrum jüdischen Lebens, überdauerte den Zweiten Weltkrieg ebenso wenig wie die meisten seiner Bewohner, die die Nationalsozialisten in den nahegelegenen Vernichtungslagern diesen Begriff im Glossar nachschlagen Bełżec und Sobibór ermordeten.

Auswanderung


Der größte Teil derjenigen Juden, die den Holocaust überlebten, wanderte in den Nachkriegsjahren in den neu gegründeten Staat Israel aus und zahlreiche Juden zog es in die USA oder in andere Länder. Doch auch in Europa begann langsam der Neuaufbau jüdischen Lebens. Seit 1945 sind die europäischen Juden in ihren jeweiligen Heimatländern gleichberechtigte Staatsbürger.

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