Jüdische Kultur auf Hebräisch

Jüdisches Leben in Europa jenseits der Metropolen

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Entwicklung in Polen


Die Situation der polnischen Juden war eine andere als in Westeuropa.

Jüdischer Händler aus der Ukraine Jüdischer Händler aus der Ukraine; während des Ersten Weltkriegs.
Foto: Jüdisches Historisches Institut in Warschau
Im Mittelalter aufgrund der liberalen Politik der polnischen Könige den Juden gegenüber vom Westen her hierher gekommen, bildeten sie eine in hohem Maße von der Umwelt abgegrenzt lebenden Gruppe. Die meisten polnischen Juden lebten in den kleineren Städten und auf dem Land unter sich, im "Schtetl". Der jiddische Begriff für "Städtchen" bezeichnete die typischen kleinen jüdischen Ortschaften oder Stadtviertel, in denen die osteuropäischen Juden in eher dörflichen Strukturen zusammenlebten. Sie wohnten hier getrennt von der nichtjüdischen Umwelt, konnten ihrer Religion gemäß leben, ihre Traditionen bewahren und auf Jiddisch diesen Begriff im Glossar nachschlagen kommunizieren.

Nationalitätenkonflikte


Nach den Polnischen Teilungen (1772, 1793, 1795) unterlag die jüdische Bevölkerung der Gesetzgebung der jeweiligen Teilungsmacht. Die Bürgerrechte erhielten die polnischen Juden im russischen Königreich Polen 1862, im preußischen Großherzogtum Posen 1869 und im österreichischen Galizien 1867. Die Rahmenbedingungen des gesellschaftlichen Zusammenlebens waren hier sehr speziell: Es gab keinen polnischen Staat, aber eine polnische Nationalstaatsbewegung, der die jüdische Minderheit als ein potentieller Gegner erschien. Polnischer Antisemitismus hatte in dieser Phase sehr viel mit Nationalitätenkonflikten zu tun.
Ein Geschäft im jüdischen Viertel von Lublin Ein Geschäft im jüdischen Viertel von Lublin.
Foto: Teatr NN

Unabhängig


Nach dem Ersten Weltkrieg entstand wieder ein unabhängiges Polen, die "Zweite Republik". Die polnische Verfassung garantierte die Gleichberechtigung der als nationale Minderheit anerkannten Juden. Die Zwischenkriegsjahre bedeuteten für die polnischen Juden auf der einen Seite eine zunehmende Verarmung und ein Gefühl der Unsicherheit durch den polnischen Antisemitismus, auf der anderen Seite aber auch einen Höhepunkt im kulturellen und religiösen Leben.
Zahlreiche Lubliner Juden verdienten sich ihr Leben als Händler oder Handwerker. Das lebhafte Treiben auf der Szeroka-Straße und in der Krawiecka-Straße werden hier beispielhaft vorgestellt. Händler, Schneider, Schuster oder Tischler sind die Akteure der "Geschichten".

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