Im Rahmen des Projektes "Glückskäfer" gestalteten Kinder auf der Zeche Hannover ihr Traumzimmer

MuseobilBox

Kinder gestalten ihr eigenes Museum

Seit 2013 initiiert und begleitet der Bundesverband Museumspädagogik lokale Bündnisse für kulturelle Bildung. Auch viele Standorte des LWL-Industriemuseums machen mit und bieten kreative Projekte an.

Die MuseobilBOX ist Teil des Projektes "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung". Damit fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung außerschulische Angebote der kulturellen Bildung für benachteiligte Kinder und Jugendliche.

Unsere Projekte

Zeche Zollern: 2013, 2014, 2015, 2016

Kumpel oder Bro?

Gemeinschaft macht stark

Welche Gemeinschaften kenne ich? Wie funktionierte die Gemeinschaft der Jäger und Sammler in der Frühgeschichte der Menschheit? Was macht aus den Bergmännern eine Gemeinschaft von "Kumpeln"? Wie findet Gemeinschaft in sozialen Netzwerken statt und was verbirgt sich dahinter? Und wie finde ich meinen Platz in der Gemeinschaft?

Auf einer Spurensuche im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern können die Jugendlichen der Evangelische Kirchengemeinde und der Christlichen Pfadfinder Huckarde zahlreiche Modelle für Gemeinschaften entdecken, z.B. Jugendgemeinschaften in Pestalozzidörfer für Berglehrlinge, Bergmanns-Kolonnen unter Tage, verschiedene Zechensportgruppen und andere Vereine für Freizeitaktivitäten. Reale und virtuelle Gemeinschaften von früher und heute werden untersucht, verglichen und persönlich bewertet. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden kreativ in den MuseobilBOXEN umgesetzt und anschließend den Museumsgästen präsentiert.  

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Zeche Hannover: 2015, 2016

Glückskäfer flieg.

Alte Heimat - neue Heimat

Mit Papier, Ton, Knete, Watte, Federn und leuchtenden Farben basteln Kinder in Bochum fleißig an ihrem eigenen Miniaturmuseum zum Thema „Heimat“.  So entsteht eine vielseitige Ausstellung der Kinderkulturen der Welt in zahlreichen persönlichen Boxen.


Das Patenschaftsprojekt "Glückskäfer" ist eine Kooperation zwischen dem kommunalen Integrationszentrum der Stadt Bochum und dem Seniorenbüro Bochum-Mitte und bezieht sich auf Kinder mit Migrationshintergrund, die bei ihren ersten Schritten in die neue Heimat von ehrenamtlichen Paten begleitet werden.  Beim Ferienworkshop „Alte Heimat – Neue Heimat“ erkunden sie gemeinsam auf dem Gelände der Zeche Hannover die Wege der Migration, folgen den Spuren der Zuwanderung ins Revier und erfahren spielerisch die Arbeitsabläufe auf der Zeche Knirps. Das Projekt greift die Lebenssituation der Kinder auf, sich mit der alten und neuen Heimat auseinandersetzen. Als Experten in eigener Sache zeigen die Jungkuratoren in ihrer eigenen MuseobilBOX, was sie in ihrer neuen Heimat über ihre alte Heimat präsentieren wollen.

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Henrichshütte Hattingen: 2014, 2015, 2016

Heimat in der Box

Umwelt und Natur in meiner Umgebung

Auf der Henrichshütte in Hattingen wurde bis 1987 Koks und Eisen verarbeitet. Seit dieser Zeit hat sich das Bild sehr verändert. Wo einst Eisen erhitzt wurde, haben verschiedene Pflanzen und Gräser auf dem Gelände eine neue Heimat gefunden. In dem fünftägigen Ferienprojekt „Heimat in der Box“ wird die Flora und Fauna ausgiebig erkundet.

Die Kinder und Jugendlichen aus den Betreuungsgruppen der Bündnispartner Lebenshilfe Ennepe-Ruhr/Hagen e.V. und Lebenshilfe Witten e.V. untersuchen das Museumsgelände der Henrichshütte und das Flussufer der Ruhr mit allen Sinnen. Die Mitglieder vom NABU Ennepe-Ruhr-Kreis e.V. helfen ihnen sich in den 70.000 Quadratmetern zu Recht zu finden. Sie suchen Tierspuren, lernen essbare und giftige Pflanzen kennen und Vogelstimmen zu unterscheiden. Die kreative Gestaltung der eigenen MuseobilBOX mit gefärbten Pflanzen und Naturobjekten vertieft das Gelernte.

Henrichshütte Hattingen: 2014, 2015

My Pott

Mein Leben – mein Dreh

Mit Kamera, Licht und Mikrofon in der Hand gehen die Jugendlichen der Hattinger Jugendtreffs hinaus in ihre Stadt. Sie erkunden ihre Heimat und suchen Orte auf, die sie besonders faszinierend finden - Häuser, Höfe, Denkmäler, Friedhöfe und viele mehr.

Die Kinder und Jugendlichen der vier Jugendtreffs der Stadt Hattingen erkunden das Museumsgelände der Henrichshütte, führen Interviews und sammeln Informationen. Gemeinsam mit dem Heimatverein Hattingen-Ruhr e.V. lernen sie Vergangenheit und Gegenwart ihrer Stadtteile kennen und entwickeln auf deren Basis gemeinsam ein eigenes Drehbuch. Am selbst gewählten Drehort erfahren sie alles über die Beleuchtung, Technik und den Umgang mit Kamera und Mikrofon. Die fertigen Filme werden in den Boxen präsentiert.

Schiffshebewerk Henrichenburg: 2014, 2015, 2016

Meine Schiffskiste

Schiffsführer hoben ihre Habseligkeiten in einer Schiffskiste auf, die sie auf ihren Reisen begleitet. Ihr eigene, kleine Kiste können Kinder im Schiffshebewerk Henrichenburg basteln. Die Herausforderung: „Stellt euch vor, ihr sollt für ein halbes Jahr auf einem Schiff als Schiffsjunge arbeiten und habt nur eine winzig kleine Kajüte. Was wäre euch so wichtig, dass ihr es auf jeden Fall mitnehmen wollen würdet?“

Im Kooperationsprojekt des LWL-Industriemuseums Schiffshebewerk Henrichenburg, der Albert-Schweitzer-Schule und dem Jugendamt Datteln lernen Kinder während einer zweitägigen Ferienaktion die Funktion und Arbeitsweise eines Museums kennen. In der Werkstatt der Schiffsbauer blicken sie hinter die Kulissen. Um einen Hauch der Arbeitsrealität eines Schiffers selbst zu erfahren geht es an Bord des Museumsschiffes „Franz-Christian“. Natürlich müssen die Landratten auch Hand anlegen und kräftig das Deck schrubben und einen Schiffsknoten anlegen. Inspiriert durch Gespräche mit einem ehemaligen Binnenschiffer und die gesammelten Erfahrungen entwickeln die Kinder in der MuseobilBOX ihre ganz persönliche Schiffskiste.

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TextilWerk Bocholt: 2014, 2015, 2016

TextilLAB

Design & Technik

Wie werden Textilen hergestellt und welche Funktion erfüllen sie? Aus welchem Material bestehen Sie? Wie entsteht ein Muster im Stoff? Wie steuert man einen Webstuhl?  Und woraus besteht das Webereivorwerk?


Im TextilWerk Bocholt gehen Schülerinnen und Schüler der Overbergschule Bocholt in einer Arbeitsgemeinschaft diesen Fragen nach und können einzelne Schritte der Herstellung in der Museumsfabrik selbst erproben. Mit dem Förderkreis Westfälisches Textilmuseum steht ein Partner bereit, der die Türen in die moderne Textilindustrie öffnet und den Teilnehmern mit historischem und technischem Wissen zu Seite steht. Mit gesammelten Fotos, Zeichnungen und Stoffen wird im Verlauf des Projekts Material zur kreativen Gestaltung und Präsentation der Boxen im Museum gesammelt.

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TextilWerk Bocholt: 2014, 2015, 2016

Kinder zeigen ihre Familienchronik

Eltern, Großeltern, Urgroßeltern, Tanten, Onkel…Was bedeutet das Wort Familie? Lässt es sich in jeder Kultur wiederfinden? Wie finde ich heraus, wer alles mit mir verwandt ist und wie stelle ich meinen Familienstammbaum dar?


Im Kooperationsprojekt des Deutschen Kinderschutzbund Ortsverband Bocholt e.V. und dem Integrationsrat der Stadt Bocholt erforschen die teilnehmenden Kinder ihre Familiengeschichte. Viele von ihnen stammen aus Familien, die wegen der Verfügbarkeit von Industriearbeitsplätzen im Textil- und Maschinenbau nach Bocholt migrierten. Die Geschichte der Region lernen sie in der Spinnerei und Weberei des TextilWerks kennen. Hier erleben sie hautnah, was für tausende Männer und Frauen vor 100 Jahren Alltag war. Neben der Funktionsweise eines Museum, lernen die Teilnehmer verschiedene künstlerische Ausdrucksformen kennen. In der Auseinandersetzung mit ihrer Familiengeschichte erkennen sie Unterschiede und entdecken Gemeinsamkeiten. Die jungen Künstler gestalten ihre persönliche Familienbox nach ihren eigenen Vorstellungen.

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Ziegeleimuseum Lage: 2014, 2015, 2016

Was nutzt uns die Vergangenheit?

Was macht mich zu demjenigen der ich bin? Sind es meine Freunde und meine Familie? Die Feste, die ich gemeinsam mit ihnen feiere? Meine Erziehung?

Gemeinsam versuchen Kinder und Jugendliche aus dem Spielhaus des Kinderschutzbundes Lage, dies heraus zu finden. Unterstützung erfahren sie hierbei vom Förderverein Westfälisches Industriemuseum Ziegelei Lage e.V. , dem dritten Partner des Bündnisses. Im Ziegeleimuseum Lage des LWL wird von den Arbeitern in der Ziegelei berichtet. Durch die Auseinandersetzung mit den Sitten und Regeln in unterschiedlichen Kulturen können die Kinder ihre eigene Prägung erkennen. Sie berichten von ihren Erfahrungen und stellen weitere Nachforschungen an: Eltern, Verwandte und Nachbarn werden interviewt und Fotos gesucht und mitgebracht. Inspiriert durch diese Erfahrungen entscheiden die Kinder, was in ihrer MuseobilBOX einen Platz finden soll.

Zeche Nachtigall 2016

Alles frisch oder was? Wir machen eine FrischeBOX

Innerhalb des dreitägigen Projektes erforschen die Kinder spielerisch das Museum und die umliegende Umgebung. Alles was unter den Füßen oder vor der Nase liegt, dient als Forschungs- und Bastelmaterial.

Begleitet wird das Projekt von den Ruhrtalengel e.V. und der Naturschutzgruppe Witten. Dabei fällt die Suche nach Pflanzen, Kräutern und anderen Fundstücken je nach Jahreszeit immer anders aus. Die Frage: "Wie präsentiere ich den Lebensraum in meiner Umgebung in einer Box?", begleitet die Künstler auf ihrem kreativen Weg, während sie ihr Museum frei nach Schnauze entwerfen.